Auch 2020 ist LTE in Europa nicht flächendeckend verfügbar

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LTE 4G
Bildquelle: Qualcomm
Die Mobilfunk-Standards GSM und UMTS werden in den kommenden fünf Jahren immer stärker durch den Nachfolgestandard LTE verdrängt. Vor allem in Industrie-Staaten werde die Verbreitung immer stärker voranschreiten, berichtet Mobile World Live unter Berufung auf einen Bericht des internationalen Mobilfunk-Verbands GSMA.

Aktuell sei es zum Beispiel 63 Prozent der europäischen Bevölkerung möglich, auf LTE zuzugreifen. Zu Jahresbeginn sei dies erst 50 Prozent der Bevölkerung möglich gewesen. Bis zum Jahr 2020 soll der LTE-Ausbau immer weiter vorangetrieben werden, eine flächendeckende Nutzbarkeit von LTE werde aber auch dann nicht gewährleistet sein. Die GSMA geht vielmehr davon aus, dass die vierte Mobilfunkgeneration dann in 83 Prozent der Fläche nutzbar sein wird.

Wie stark sich LTE in Zukunft in Europa verbreite hänge aber auch von den politischen Maßnahmen in Europa ab. In Zeiten, in denen die EU Kommission laufend regulierend in den europäischen Mobilfunkmarkt eingriff, hätten die europäischen Mobilfunker im Zeitraum zwischen 2008 und 2014 etwa 155 Milliarden Euro in ihre Netze investiert. Geld, dass natürlich zurückverdient werden soll. In diesem Zusammenhang wurde allerdings unter anderem ein Ende der für die Netzbetreiber lukrativen, für Kunden aber oft sündhaft teuren Roaming-Kosten beschlossen. 

Mobilfunk-Industrie fordert weniger Regulierung

Zwischen 2015 und 2020 könnten die Investitionen im Zuge des LTE-Ausbaus bei entsprechend positiven finanziellen Aussichten auf bis zu 170 Milliarden Euro steigen. Dafür müsse den Netzbetreibern aber die Freiheit gelassen werden, neue Geschäftsmodelle und für die Kunden maßgeschneiderte Dienstleitungen zu entwickeln. Die rasch voranschreitende Smartphone-Penetration könne dabei ein Wachstumsmotor für neue Dienste sein.

Weltweit werden LTE-Verbindungen im Jahr 2020 voraussichtlich die Hälfte aller Mobilfunk-Verbindungen ausmachen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die GSMA für Anfang 2015 von gerade einmal zehn Prozent LTE-Verbindungen ausgeht, ist das ein deutlicher Sprung nach vorn.

Quelle: GSMA

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