Stiftung Warentest macht den Bendgate-Test

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Apple iPhone 6 Plus Samsung Galaxy Note 4
Bildquelle: inside-handy.de
Die Stiftung Warentest nimmt sich immer wieder die neuesten Smartphones vor und testet sie auf Herz und Nieren. Durch die Geschichte rund um das leicht zu verbiegende iPhone 6 Plus inklusive Bendgate-Skandal hat sich die Verbraucherschutzorganisation zu einem ungewöhlichen Test hinreißen lassen: Wann und wie schnell verbiegen sich iPhone 6 Plus, Note 3 und Co. wirklich?

Vor wenigen Wochen sorgte das Bendgate für Schlagzeilen. Apple wurde vorgeworfen, ein Smartphoe gebaut zu haben, das zu dünn für seine Größe ist und sich in der Hosentasche fast von selbst verbiegt. Die Stiftung Warentest hat nun nachgemessen, welche Kräfte auf ein Smartphone in der Hosentasche wirken und ob sie aus einem Gerät wie dem iPhone 6 Plus ein krummes Ding machen. Um das Ergebnis vergleichbarer zu gestalten, zogen die Tester weitere Smartphones von Samsung, LG und Sony hinzu. Im Einzelnen mussten sich neben den beiden neuen iPhones das LG G3, das Samsung Galaxy Note 3 und Galaxy Alpha sowie das Sony Xperia Z2 verbiegen lassen.

Mithilfe von Dehnungsmessstreifen wurde gemessen, um wie viele Mikro­meter sich die Smartphones beim Praxis­test in der Hosentasche elastisch verformen, wenn die Probanden sich bewegen. In einem zweiten Test wurden die Kräfte, die nötig sind, um das Smartphone zu verformen, in einer Biege­maschine gemessen.

Das Ergebnis

Die Stiftung Warentest gibt an, dass alle Smartphones sich in der Fronttasche weit weniger verformten als in der Gesäß­tasche. Selbst bei besonders robuster Behand­lung verbog sich kein Smartphone in der vorderen Tasche dauer­haft. In der Gesäß­tasche hingegen machte es einen großen Unterschied, wie rück­sichts­los sich die Probanden benahmen: Je fahrlässiger, desto größer die Schäden. Beide iPhones und das Xperia Z2 waren danach dauerhaft verbogen. Die Funk­tionen waren allerdings nicht einge­schränkt. Die Probanden gaben bei diesem Test an, dass sie sich selbst schon an der Schmerz­grenze bewegten. Im Alltag werden laut Stiftung Warentest wohl nur wenige Smartphones eine solche Miss­hand­lung erleben.

In der Biegemaschine wirkten bis zu 40 Kilogramm auf die Geräte. Das Xperia Z2, das einzige Gerät mit Glasrü­ckseite, war dabei am empfindlichsten und brach bei einer Last von 23 Kilogramm. Im Mittel­feld lagen die beiden iPhones mit Metallgehäuse. Am unempfindlichsten waren Geräte, die einen Rücken­deckel aus Kunststoff hatten; darunter das LG G3, das Samsung Galaxy S5 und das Galaxy Note 3.

Quelle: Stiftung Warentest

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