Erster Eindruck des Microsoft Lumia 535

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Microsoft Lumia 535
Bildquelle: inside-handy.de
Microsoft hat vor Kurzem sein erstes Lumia-Smartphone vorgestellt und führt damit die Produktfamilie von Nokia fort. Mit dem Lumia 535 wagt man mit einem Einsteigergerät den Schritt in den Smartphone-Markt. Im Rahmen des Lumia-Treffen in Düsseldorf hatte inside-handy.de die Möglichkeit, sich das erste Microsoft-Lumia-Gerät anzusehen.

Beim ersten Anfassen des Smartphones fällt nicht auf, dass das Lumia 535 mit knapp 120 Euro sehr günstig angeboten wird. Die Verarbeitung wirkt sehr ordentlich und die verwendeten Materialien, speziell vom austauschbaren Rückdeckel, sind denen des in der Produktpalette höher angesiedelten Lumia 630 mindestens ebenbürtig. Auch das Abnehmen und Anbringen des Deckels läuft etwas geschmeidiger als beim großen Bruder.

Das „groß“ in großer Bruder ist allerdings nur auf den Einstiegspreis und das interne Ranking in der Produktfamilie gemünzt. Das Lumia 535 hat beim Display einen entscheidenden Satz vollbracht und ist von den 4 Zoll des Vorgängers auf recht große 5 Zoll gewachsen. Das tut dem Handling allerdings keinen großen Abbruch. Durch das zur Seite hin leicht dünner werdende Gehäuse liegt es trotz des mächtigen Displays gut in der Hand und ist auch wegen des Gewichts von 146 noch gut zu händeln. Auch an anderen Stellen hat das Lumia 535 zugelegt: Die Displayauflösung ist auf das Maß des Lumia 630 gewachsen und beläuft sich auf eine allerdings immer noch vergleichbar geringe Pixelzahl von 960 x 540 Pixel. Hier liegt allerdings auch der Knackpunkt am sonst sehr guten Angebot von Microsoft: Die Pixeldichte leidet unter der Displayvergrößerung spürbar. Sie schrumpft von 245 ppi vom Lumia 530 auf nunmehr 220 ppi. Dafür wird das Display gut geschützt und kann sich auf eine Scheibe aus Gorilla Glas 3 verlassen.

Microsoft Lumia 535 im Hands-On

Bei den Innereien ist einiges gleich geblieben, allerdings hat sich der Arbeitsspeicher auf 1 GB vergrößert. Damit lässt sich flüssig durch die Menüs wischen und das Lumia 535 hinterlässt ebenfalls nicht den Eindruck eines Billigheimers. Die Kameraausstattung ist für ein Einsteigergerät ebenfalls erwähnenswert: Das Lumia 535 besitzt zwei 5-Megapixel-Kameras. Beide reagieren schnell und machen einen behänden Eindruck.

Insgesamt macht das Lumia 535 einen erwachsenen Eindruck und man vermisst während der ersten Benutzungszeit nichts – bis auf das Nokia-Branding. Allerdings wird sich das Gefühl auch bald auflösen. Der einzige Kritikpunkt am sonst sehr gelungenen Auftritt des Smartphone-Debüts von Microsoft ist die Displayauflösung. Pixeldichten von über 300 sind gerade in der Einsteigerklasse zwar nicht kriegsentscheidend, in Zeiten von QHD und ersten 4K-Experimenten wünscht man sich allerdings schon eine etwas höhere Auflösung. Das Lächeln kommt allerdings beim Blick auf das Preisschild schnell wieder: Mit den knapp 120 Euro ist das Microsoft Lumia 535 eine echte Kampfansage an die Konkurrenz.

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