Trotz starkem Kundenwachstum Verlust in Millionenhöhe

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Bildquelle: Telefónica Deutschland
Telefónica Deutschland hat das dritte Quartal des laufenden Jahres mit einem ordentlichen Neukundenwachstum abgeschlossen. Wie der Konzern am Montag in München bekanntgab, stieg die Zahl der aktiven SIM-Karten zwischen Juli und September um 213.000 auf insgesamt knapp 19,65 Millionen an. Das entsprach dem stärksten Quartalswachstum seit zwei Jahren. Unter dem Strich gab es aber einen zweistelligen Millionenverlust.

Während die Zahl der Prepaidkunden um 70.000 auf 8,99 Millionen kletterte, verlief was Neukundenwachstum im wichtigen Vertragskundengeschäft noch etwas besser. Es stieg um 143.000 Kunden auf knapp 10,52 Millionen. Hinzu kommen 106.000 SIM-Karten, die im M2M-Geschäft eingesetzt werden.

Weiter Kundenverluste im Festnetz

Weniger gut lief es im Festnetz-Geschäft. Hier verlor Telefónica nicht nur weitere 6.000 Kunden im Schmalband-Segment und blickt dort auf einen Bestand von nur mehr 253.000 Anschlüssen, sondern muss auch kleinere Brötchen im Breitband-Geschäft backen. Nach einem Verlust von 30.000 Kunden liegt die Kundenzahl in diesem Bereich bei noch rund 2,16 Millionen.

Einen Umsatzrückgang im Festnetz-Geschäft um 28 Millionen Euro auf 283 Millionen Euro konnte auch ein um 21 Millionen Euro auf 934 Millionen Euro gewachsenes Mobilfunk-Segment nicht ausgleichen. Insgesamt reduzierten sich die Umsatzerlöse um 6 Millionen Euro auf 1,22 Millionen Euro. Unter dem Strich machte Telefónica einen Verlust in Höhe von 15 Millionen Euro – nach einem Gewinn von 9 Millionen Euro vor einem Jahr.

Integration von E-Plus ist angelaufen

Zum 1. Oktober setzte Telefónica die ersten Schritte um, damit die übernommene E-Plus Gruppe künftig in den Quartalszahlen berücksichtigt werden kann. Das fusionierte Unternehmen zählt mit nahezu 47 Millionen Kundenanschlüssen zu den größten Anbietern von Telekommunikationsdienstleistungen in Deutschland und ist neuer Mobilfunk-Marktführer in Deutschland. Allerdings hat die Fusion auch Folgen für das Personal. Etwa 1.600 Vollzeitstellen werden bei Telefónica bis 2018 abgebaut. Dabei soll es sich in erster Linie um doppelt besetzte Jobs handeln.

Quelle: Telefónica Deutschland

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