Preisverfall bei Galaxy, Lumia und Co. Wie schnell Smartphones an Wert verlieren

vom 24.10.2014, 13:06
Presiverfall bei Galaxy, Lumia und Co

Wer kennt es nicht? Man kauft sich ein Smartphone, das gerade auf den Markt gekommen ist, und bereits einige Wochen später ist es für 100 Euro weniger zu haben. Zugegeben, Käufer eines iPhones müssen auch noch Monate später nahezu die gleiche Summe für das Gerät hinblättern wie zum Marktstart. Doch wie ist der Wertverlust bei ihren Android- und Windows-Phone-Konkurrenten?

Das Hamburger Online-Preisvergleichsportal guenstiger.de hat die Preisentwicklung von Smartphones mit Displays jenseits 5 Zoll untersucht und konnte einen durchschnittlichen Preisverfall von 12 Prozent in den vergangenen drei Monaten ausmachen. Teilweise sind sogar Ersparnisse bis zu 27 Prozent möglich. 

Preisverfall bei Nokia-Smartphones am höchsten

Das Lumia 930 kostete zum Marktstart im Juli im Schnitt 550 Euro. Noch im gleichen Monat fiel der Wert auf 480 Euro. Jetzt, drei Monate später, muss man nur noch 350 Euro ausgeben, um in den Besitz des aktuellen Flaggschiffs von Microsoft zu kommen - das macht einen Wertverlust von 27 Prozent in drei Monaten. Zwischenzeitlich war das Gerät sogar für unter 300 Euro zu haben. Auch das Lumia 1520, das zum Marktstart im November 2013 knapp 800 Euro gekostet hat, ist aktuell für noch nicht einmal die Hälfte zu haben. In den vergangenen drei Monaten verlor das Phablet 22 Prozent oder 100 Euro an Wert. 

Preise für Galaxy-Modelle fallen besonders zum Marktstart rasant

Samsung-Smartphones wird hingegen stets ein hoher und schneller Wertverlust nachgesagt. Das mag zum Marktstart vielleicht noch stimmen. Für das Galaxy S5 beispielsweise verlangte Samsung beim Erscheinen im April rund 700 Euro. Mittlerweile ist das Smartphone, das bei der Stiftung Warentest aktuell mit der Bestnote versehen ist, für 440 Euro zu haben. Allerdings sank der Wert in den vergangenen drei Monaten lediglich um 10 Prozent. Dafür leidet das Vorjahresflaggschiff Galaxy S4 am Preisverfall und verlor von Juli bis heute 19 Prozent oder 50 Euro an Wert und kostet aktuell unter 300 Euro.

Preis für LG G3 sinkt schnell, Nexus 5 stabil

Neben den Smartphones von Microsoft ist das LG G3 der große Verlierer. Im Juli lag der Einführungspreis bei 550 Euro. Noch im selben Monat war das G3 bereits für 460 Euro zu haben. Mittlerweile muss man nur noch 380 Euro hinblättern, um die 16-GB-Version sein Eigen nennen zu dürfen. Das Google Nexus 5 hingegen, das ebenfalls von LG produziert wird, verlor in den vergangenen drei Monaten lediglich 2 Prozent an Wert und rutschte von 320 auf 315 Euro ab. Das dürfte sich aber ändern, sobald das Nexus 6 auf den Markt kommt.

Insgesamt konnte guenstiger.de bei 585 untersuchten Smartphones in den letzten drei Monaten jedoch einen geringfügigen Preisverfall von durchschnittlich 2 Prozent ausmachen.

Autor: Blasius Kawalkowski
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Themen dieser News: Mobilfunk-News

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