Diabetiker sollten sich nicht auf Apple Health verlassen

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Apple Health
Bildquelle: Apple
Mit iOS 8 ist auch die Apple Gesundheits-App Health auf vielen iPhones und iPads eingezogen. In der Apple-Gesundheitszentrale können Nutzer zum Beispiel ihre Blutzuckerwerte eintragen und diese beobachten. Jedoch sollten Diabetiker derzeit die Anwendung noch mit Vorsicht genießen. Die angegebenen Maßeinheiten stimmen nicht mit den europäischen Einheiten überein, sodass die Blutzucker-Messungen oft nicht verlässlich sind.

Obwohl die Health-App auch außerhalb der USA verfügbar ist, können Nutzer hierzulande Daten in der App nur in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) angeben – eine Maßeinheit, die in den USA zwar üblich ist, in zahlreichen anderen Ländern jedoch nicht verwendet wird. International werden solche Angaben für gewöhnlich eher in Millimol pro Liter (mmol/l) angegeben. Die Folge: Wer sich nicht mit der genauen Umrechnung der amerikanischen Einheit auskennt, kann schnell schon mal falsche Angaben in seine Health-App eingeben. Gerade bei Diabetikern ist es jedoch umso wichtiger, dass die Blutzuckerwerte exakt sind, da sich aus diesen die notwendige Menge Insulin berechnet.

Apple ist das Problem bereits bewusst und hat in einem Hilfe-Forum angekündigt, schon bald ein Software-Update für die Health-App auszuliefern. Das erste Update wird dabei die manuelle Eingabe der Blutzuckerwerte vorerst deaktivieren um weitere Fehleingaben zu vermeiden. Auch die bis dato eingegeben Daten werden vorerst nicht mehr angezeigt. In einem zweiten Update soll es dann auch möglich sein, die Blutzuckerwerte in der landestypischen Einheit einzugeben. Über Dritt-Anbieter-Apps soll es während der Update-Phase immerhin weiterhin möglich sein, Blutzuckerwerte an HealthKit auszuspielen.

Quelle: CNet

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