Telekom bleibt auf US-Tochter sitzen

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T-Mobile USA
Bildquelle: inside-handy.de
Nächster Rückschlag für die Deutsche Telekom. Der geplante Verkauf von T-Mobile USA verläuft ein weiteres Mal im Sande. Nachdem der deutsche Konzern zunächst nicht mit AT&T fusionieren durfte, später ein Zusammenschluss mit dem zum japanischen Softbank-Konzern zählenden Netzbetreiber Sprint scheiterte, lag die Hoffnung auf dem Mobilfunkunternehmen Iliad. Doch auch mit den Franzosen ist sich die Telekom dem Vernehmen nach nicht einig geworden.

Iliad teilte am späten Montagabend mit, die Übernahmepläne für T-Mobile USA nicht weiter zu verfolgen. Das Projekt sei beendet, es sei an der Zeit, sich wieder auf die eigentliche Firmenphilosophie zu besinnen und rentabel zu wachsen. Im August hatte Iliad angeboten, knapp 57 Prozent an T-Mobile USA für umgerechnet knapp 12 Milliarden Euro zu übernehmen. An einem neuen Angebot, das Iliad vorbereiten wollte, habe es seitens der Telekom kein Interesse gegeben, teilte der französische Mobilfunker mit.

Eine offizielle Stellungnahme der Telekom gibt es bisher nicht, laut eines Insiders habe das Iliad-Angebot aber weit unter dem gelegen, was für T-Mobile USA angemessen gewesen wäre. Die Nachrichtenagentur Reuters hat zudem in Erfahrung bringen können, dass die Telekom sich inzwischen mit dem Gedanken angefreundet habe, ihre amerikanische Tochter noch mindestens ein Jahr zu behalten. Zuletzt konnte T-Mobile vor allem im Vertragskundengeschäft ordentlich zulegen. Rund ein Drittel des Telekom-Konzernumsatzes und ein Fünftel des Gewinns wird von T-Mobile USA erwirtschaftet.

Quelle: Iliad

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