Tobit-Rauswurf Google verbannt Apps von Drittanbietern

vom 09.10.2014, 11:50
Google Play Store ohne Schalke
Bildquelle: Google Play Store

Google hat am 19. September klammheimlich die Apps des App-Entwicklers Tobit.Software aus dem hauseigenen Play Store verbannt. Darunter auch populäre Applikationen, wie die der Bundesligaclubs Schalke 04 oder 1. FC Köln. Grund für den Rauswurf aus dem Store sei laut einer jetzt erschienenen Stellungnahme von Tobit, das nach der Löschung eingeführte Verbot des Einstellens von Apps durch einen beauftragten Dritten.

Nach Angaben von Tobit wurden somit alle auf dem hauseigenen System chayns basierenden Apps aus dem Play Store des Internet-Riesen entfernt. Daraufhin seien am 25. September die Geschäftsbedingungen von Google dahingehend geändert worden, dass das Publizieren der Apps nur noch mit einem Developer-Account möglich ist. Das hat zur Folge, dass die Kunden einer Entwicklungsfirma wie Tobit die Programme selbst über ein eigenes Entwicklerkonto einstellen müssen, obwohl der betroffene Auftraggeber kein Entwickler ist.

Tobit wirft nun Google Abzocke vor, denn jeder Developer-Account kostet eine einmalige Gebühr von 25 Dollar, die nun jeder Kunde selbst zu tragen habe. Google begründete den Rauswurf mit dem Risiko, das über Dritte eingestellte Software häufig Spam enthalte und dies eingedämmt werden solle. Auf eine Anfrage der Redaktion von inside-handy.de bei Google Deutschland wurde bisher nicht reagiert.

Quelle: Tobit.Software

Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Unternehmen und Märkte

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