Apple Watch vorgestellt - Eckig statt rund in mehr als 30 Versionen

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Apple Watch
Bildquelle: inside-digital.de / Apple
Das lange Warten hat ein Ende: Apple hat am Abend die schon lange vom Konzern erwartete Smartwatch vorgestellt. Sie wird den Namen Apple Watch tragen. Mit der Armbanduhr dringt Apple in eine Produktkategorie vor, die der Konzern aus Cupertino bisher noch nicht bediente. Gleichzeitig ist die Uhr das erste Produkt-Highlight, das von Steve-Jobs-Nachfolger Tim Cook entwickelt wurde - und das erste wirklich neue Apple-Produkt seit vier Jahren.

Das Besondere an der Uhr: Die Bedienung erfolgt nicht nur mit den Fingern, sondern zusätzlich über ein kleines Rädchen an der rechten Seite der Uhr. Damit lässt sich durch die einzelnen Menüpunkte blättern, die das auf den Namen Watch OS getaufte Betriebssystem der Uhr vorsieht. Außerdem ist es möglich, Inhalte per Zoom größer oder kleiner darzustellen oder mit einem Druck auf die Krone zum Startbildschirm zurückzukehren. An der Innenseite, dort wo die Uhr Kontakt zur Haut hat, sind verschiedene Sensoren zu finden, die zum Beispiel den Puls messen können. 

Keine geordnete App-Liste

Auf der Uhr installierte Apps lassen sich wie gewohnt mit einem Tipp auf das mit Saphirglas geschützte Retina-Display starten. Alle installierten Applikationen sind nicht in einer geordneten Systematik wie bei iPhone und iPad auf dem Telefon hinterlegt, sondern in Form einer Wolke. Grundsätzlich ist nur ein Teil dieser App-Wolke sichtbar, der Rest baut sich erst dann auf, wenn mit dem Finger in eine beliebige Richtung über das Display gewischt wird.

Eingehende Nachrichten werden nicht nur visuell auf dem Display signalisiert, sondern auch durch einen leichten Druck auf den Arm. Ist das Telefon mit dem iPhone verbunden und ene mobile Datenverbindung aufgebaut, lässt sich auf der Uhr auch der von iPhone und iPad bekannte Sprachassistent Siri nutzen. Auf Wunsch können zwei Uhren auch miteinander kommunizieren, indem zum Beispiel kleine Grafiken vom Display der einen Uhr auf die andere geschickt werden.

Apple Watch: Pressebilder

Die Uhr als persönlicher Fitness-Coach

Viel Wert legt Apple darüber hinaus auf die zahlreichen Gesundheits-Applikationen. So ist die Uhr nicht nur mit einem Schrittzähler ausgestattet, sondern auch mit einer Fitness-App, die zum Beispiel den Kalorienverbrauch und die zurückgelegte Strecke misst. Jeder Nutzer kann zum Beispiel festlegen, wie viele Schritte er am Tag zurücklegen möchte und ein sich zunehmend schließender Kreis signalisiert, wie weit man von seinem persönlichen Ziel noch entfernt ist.

Optional ist es möglich, das Armband zu tauschen. Standardmäßig soll die Uhr natürlich die aktuelle Zeit anzeigen, was wie bei anderen Smartwatches über verschiedene Designs möglich sein wird. Neben Digitalanzeigen können auch klassische, analoge Ziffernblätter mit Zeigern ausgewählt werden.

Eckig statt rund 

Designtechnisch – und das ist etwas überraschend – kommt die Apple Watch mit einem rechteckigen Display daher. Dadurch wirkt sie ziemlich wuchtig und anders als zum Beispiel die Moto 360 von Motorola oder die G Watch von LG eher wenig elegant. 

Kompatibel ist die Apple Watch mit dem iPhone 5, iPhone 5c, iPhone 5s, iPhone 6 und iPhone 6 Plus. Die Verbindung wird per Bluetooth hergestellt. Darüber hinaus ist es möglich, über die Uhr das Apple TV zu steuern. Sie wird auch das neue Bezahlsystem Apple Pay unterstützen, das auf Basis von NFC das bargeldlose Bezahlen ermöglicht. Allerdings wird Apple Pay zum Start zunächst nur in den USA verfügbar sein. Kein Wort verlor Apple über die Akku-Laufzeit. Verraten wurde nur, dass eine Aufladevorgang „über Nacht“ per Induktion möglich sei. Der Energiespeicher füllt sich also, indem die Uhr zum Beispiel auf einer kleinen Ladestation auf dem Nachttisch liegt.

Kostenpunkt: Mindestens 349 Dollar

Bis die neue Armbanduhr auf den Markt kommt, werden aber noch einige Monate vergehen. Sie wird frühestens Anfang 2015 auf den Markt kommen und mindestens 349 US-Dollar kosten. Damit ist die Uhr nicht nur deutlich teurer als die Konkurrenz, Apple verpasst in Bezug auf seine neue Produktkategorie zudem das lukrative Weihnachtsgeschäft. Angeboten wird sie in drei Varianten in zwei Größen mit 38 und 42 Millimeter Durchmesser: Als klassische Apple Watch mit Edelstahl- oder Leder-Armband, als Apple Watch Sport mit den oben genannten Farbvarianten als Plastikarmband und als Apple Watch Edition mit 18-Karat-Goldgehäuse. Insgesamt werden mehr als 30 Versionen der Armbanduhr zur Verfügung stehen. 

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