Mobiltelefone schon bei jungen Schülern ein wichtiges Thema

3 Minuten
Grundschule Einschulung Tornister Schulranzen Rücksäcke
Bildquelle: rebel / pixelio.de
Dass Handys und Smartphones bei Jugendlichen sehr beliebt sind, machen Erfolgstorys von Snapchat, Instagram oder Flappy Bird, die vor allem durch das junge Publikum so berühmt wurden, deutlich. Aber auch den Schulhöfen von Grundschulen wird das Mobiltelefon immer wichtiger. Mittlerweile besitzt jeder zweite Grundschüler in Deutschland ein Mobiltelefon. Das ergab eine repräsentative Umfrage von deals.com.

Als wichtigsten Grund für die frühe Anschaffung eines Mobiltelefon nennen Eltern die Erreichbarkeit in Notfällen, sowohl aus Sicht des Kindes (78 Prozent) als auch der der Eltern (70 Prozent). Umso erstaunlicher ist es, wenn es doch angeblich nur um die Erreichbarkeit des Kindes geht, dass dennoch 29 Prozent der 7 bis 12-Jährigen bereits ein Smartphone besitzen, deren Funktionen wesentlich weitreichender als eines normales Handys sind. Obwohl der Smartphone-Anteil so hoch ist, geben ganze 77 Prozent der Eltern an, dass das Handy des Kindes keine weiteren Extras wie eine Kamera oder Internet benötigt. Die Fakten klingen hier ein wenig unplausibel.

Immerhin geben 23 Prozent an, dass Mobiltelefon auch deswegen gekauft zu haben, da das Kind sich sonst benachteiligt fühlen würde, da seine Freunde bereits ein Handy besitzen und 26 Prozent einfach dem Wunsch des Kindes nach einem Handy nachgekommen sind (Mehrfachantworten waren möglich).

Weitere acht Prozent der Eltern, dessen Kind bisher noch kein Handy oder Smartphone besitzt, planen in Zukunft den Kauf eines solchen Geräts. Lediglich für jede vierte Familie (23 Prozent) mit Nachwuchs im Grundschulalter kommt die Anschaffung eines Mobiltelefon generell nicht in Frage. 

Die Angst vor sozialer Ausgrenzung des Kindes durch das Fehlen eines Mobiltelefons steigt bei den Eltern mit zunehmenden Alter des Kindes. So sehen 36 Prozent der Mütter und Väter von Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren den sozialen Druck als Kaufargument. Nicht verwunderlich, schließlich besitzen 78 Prozent bereits ein Smartphone und immerhin 16 Prozent der Jugendlichen dieses Alters ein Handy.

Je älter das Kind, umso höher die Handyrechnung

Ebenso konnte durch die Umfrage festgestellt werden, dass die Kosten für die monatliche Handyrechnung mit steigenden Alter des Kindes ebenfalls in die Höhe geht. So bezahlen die Eltern von 7 bis 12-Jährigen nur 10 Euro pro Monat, während die Kosten der 13 bis 17-Jährigen sich schon auf rund 15 Euro im Schnitt beläuft. Fast die Hälfte (48 Prozent) aller Eltern sind sich einig, dass um die Handykosten des Kindes zu kontrollieren, nur eine Prepaid-Karte in Frage kommt. Durch das veränderte Nutzungsverhalten und den damit verbundenen steigenden Kosten im Alter des Kindes, sind 35 Prozent der Jugendlichen (13 bis 17 Jahre) daher auch der Meinung, dass sich das Kind anteilmäßig an der Handyrechnung mit seinem eigenen Taschengeld beteiligen kann.

Die repräsentative Umfrage wurde von deals.com im Juni 2014 unter 475 Eltern, in deren Haushalt Kinder unter 18 Jahren leben, durchgeführt. 

Quelle: deals.com

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE NEWS