BKA, Polizei und Verfassungsschutz bespitzeln und orten mehr Handys als je zuvor

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Überwachung, BKA, Polizei, Ortung
Bildquelle: flickr.com/photos/teamcu29 (CC BY-ND 2.0)
Auch ohne eingeschaltetes GPS kann man Handys und Smartphones orten. Zumindest haben deutsche Sicherheitsbehörden die Möglichkeit dazu und nutzen diese auch immer öfter. Im ersten Halbjahr verschickte nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa das Bundesamt für Verfassungsschutz fast 53.000 sogenannte "stille SMS" zur Ortung von Mobiltelefonen - fast doppelt so viele wie im Vorjahrszeitraum.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Mit diesen stillen Kurzmitteilungen ohne Text, die auf dem Smartphone und Handy des Empfängers nicht angezeigt werden, können Polizei, Zoll oder Geheimdienste Verdächtige orten und Bewegungsprofile erstellen.

Auch das Bundeskriminalamt (BKA) und die Bundespolizei verschickten 3.000 stille Kurznachrichten mehr als im ersten Halbjahr 2013. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres hat das BKA fast 35.000, die Bundespolizei knapp 69.000 SMS versendet. Aktuelle Zahlen vom Zoll gibt es nicht. Die Regierung stufte diese Information als Verschlusssache ein. Allerdings kann man davon ausgehen, dass der Zoll das Mittel zur Ortung noch öfter braucht als BKA und Bundespolizei zusammen. Eine frühere ähnliche Anfrage ergab, dass der Zoll im ersten Halbjahr 2013 fast 140.000 solch stiller SMS versendet hat.

Zudem werden Telefonate mitgehört sowie E-Mails und SMS von Verdächtigen mitgelesen. Nach Angaben der dpa griff das BKA in der ersten Jahreshälfte 704 Mal zu den Mitteln der Telekommunikationsüberwachung.

Quelle: dpa via Spiegel Online

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Blasius liebt Technik, Musik und Fotografie. Während er sich bei technischen Themen für Innovationen begeistert, greift er beim Musizieren auf die Old-School-Akustikgitarre und für großartige Fotos auf die klassische Spiegelreflexkamera zurück. Er ist nicht nur im Privatleben ein Familienmensch, sondern als stellvertretender Chefredakteur auch eins der Oberhäupter der Redaktion. Blasius rechnet Handypreise zwar immer noch in D-Mark um, doch seine ruhige, ausgeglichene, kreative Art und sein Einsatz von immer treffenden und humorvollen GIFs, lassen darüber hinwegsehen.

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