Keine Gerüchte mehr: @evleaks streicht die Segel

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@evleaks
Bildquelle: @evleaks
Die Gerüchteküche in der Smartphone- und Tablet-Welt verliert einen seiner Starköche. @evleaks schließt scheinbar seine Tore und beendet damit die Versorgung mit Gerüchten und Vorabinformationen zu neuen Geräten. Evan Blass, Betreiber der Twitter-Marke @evleaks, hat in einem Tweet seinen Rücktritt angekündigt. Er kann auf insgesamt 3,5 Jahre des Gerüchte-Verbreitens zurückblicken.

Den ersten Leak verfasste er nach eigenen Angaben noch für pocketnow und zeigte damals das erste Pressefoto des HTC Inspire 4G. @evleaks entstand dann vor gut zwei Jahren. Als Grund für das Aus nennt Blass im Interview mit the next web (tnw) die fehlende Monetarisierung des Twitter-Accounts und seiner Internetseite evleaks.at.

Online-Bettelei und Ad-Blocker 

Zu viele der Leser nutzen Ad-Blocker und die Suche nach Sponsoren sei für Blass wie Online-Bettelei. Seinen stolzesten Moment erlebte Blass dagegen 2013: Er wurde durch das Magazin Wired zu einem der 101 besten Reporter, Schreiber und Denker im Internet gekürt. Blass will sich jetzt einen finanziell sicheren Job suchen und wegen seiner Krankheit etwas Geld für die Zukunft zurücklegen. Blass leidet seit langem an Multiple Sklerose.

Das letzte große Gerücht gab Blass am vergangenen Samstag bekannt. Er postete mehrere Bilder der noch nicht offiziell vorgestellten Smartwatch Motorola Moto 360. Woher Blass seine Informationen bezog, ist – natürlich – nicht bekannt, jedoch legte er eine erstaunliche Trefferquote vor und lag mit seinen Orakeln oft richtig.

Wie beliebt @evleaks unter den Smartphone- und Tablet-Fans ist, zeigt der Ansturm, den es gerade auf seinen Twitteraccount gibt. Der Tweet mit der Ankündigung des Rückzugs aus der Gerüchtewelt wurde bisher schon knapp 125.000 mal geklickt und es folgen ihm insgesamt rund 187.000 Gerüchtefans.

Update: Derweil haben die Betreiber des Blogs TK Tech News eine Kampagne auf der Crowdfounding-Plattform Indiegogo gestartet, um Geld für den kranken Blass einzusammeln. Anders wie bei solchen Kampagnen üblich, gibt es kein definiertes Ziel. Das bedeutet, dass es egal ist, welcher Betrag bis zum 18. September (Ende der Kampagne) zusammen kommt – Blass erhält das Geld.

Quelle: Twitter / thenextweb

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