Verdi warnt vor massivem Stellenabbau bei E-Plus und O2

1 Minute
O2 E-Plus
Bildquelle: inside-handy.de
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sieht durch die bevorstehende Fusion der Mobilfunkunternehmen E-Plus und Telefónica in Deutschland Arbeitsplätze "in deutlichem Ausmaß" in Gefahr. Die Zusammenlegung von Service und Vertrieb dürfte zu einem "erheblichen Risiko für Arbeitsplätze und Standorte" werden.

Dieses Risiko werde durch die Auflagen der EU-Kommission, Netzkapazitäten abzugeben, noch verschärft, weil dies den Preisdruck am Markt und damit auch den Spardruck der Unternehmen erhöhe. Verdi sprach von einer „verfehlten Wettbewerbspolitik“.

Die EU-Kommission hatte Anfang Juli grünes Licht für die Übernahme von E-Plus durch den O2-Konzern Telefónica gegeben, dafür aber mehrere Auflagen gemacht. So muss Telefónica unter anderem einen Teil der Netzkapazitäten des neuen Unternehmens verkaufen.

In Deutschland gibt es nach der Fusion dann nur noch drei statt vier große Mobilfunkfirmen, die den Verbrauchern Handyverträge und Ähnliches anbieten. Laut Verdi beschäftigen Telefónica und E-Plus derzeit insgesamt 11.000 Menschen in Deutschland.

Quelle: AFP

Bildquellen:

  • O2 E-Plus: inside-handy.de
Ein sehr ländlicher Mobilfunk-Sendemast auf der Insel Poel

Funklöcher in Deutschland: Diese Ortschaften trifft es am schlimmsten

Das Mobilfunknetz in Deutschland gleicht in vielen Gebieten einem Flickenteppich. Drei große Anbieter - die Telekom, Vodafone und Telefónica - und deren Netze buhlen um Kunden und damit um viel Geld. Doch in hunderten Orten in Deutschland kann keines der Netz vernünftig empfangen werden.
Vorheriger ArtikelVerkaufsverbot für das Moto G in Deutschland
Nächster ArtikelMotorola Moto G mit LTE kommt nach Deutschland
Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE NEWS