Telefonica übergibt bis zu 30 Prozent der Netzwerkkapazität an Drillisch

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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Telefónica Deutschland macht einen großen Schritt, um von der EU Kommission die geplante Übernahme der E-Plus Gruppe genehmigt zu bekommen. Wie am frühen Mittwochmorgen bekannt gegeben wurde, hat der Konzern mit Drillisch eine Vereinbarung in Bezug auf die Netzwerkkapazitäten des O2-Netzes geschlossen. Drillisch wird einen Großteil davon übernehmen.

Drillisch, Muttergesellschaft diverser Discount-Marken wie Simply, Hellomobil, DeutschlandSIM oder Maxxim, verpflichtet sich demnach über ein so genanntes Mobile Bitstream Zugangsmodell, zusätzlich zu dem Bedarf für seine bestehenden Kunden, 20 Prozent der Kapazität jener Mobilfunknetze abzunehmen, die sich nach dem Vollzug der bevorstehenden Fusion unter der Kontrolle der Telefónica Deutschland befinden werden. Diese 20 Prozent werden im Laufe von fünf Jahren Schritt für Schritt von Drillisch übernommen. Darüber hinaus besitzt Drillisch die Option, zusätzlich bis zu zehn Prozent der Netzkapazität für sich zu beanspruchen. Insgesamt wird Drillisch also bis zu 30 Prozent der Netzwerkkapazitäten des O2- bzw. E-Plus-Netzes übernehmen.

Laut einer Mitteilung von Telefónica sollen durch die Vereinbarung einzelne Zusagen umgesetzt werden, die der Konzern im Rahmen eines so genannten Fusionskontrollverfahrens angeboten hat, um wettbewerbsrechtliche Bedenken der EU Kommission auszuräumen. Wirksam wird die ausgehandelte Vereinbarung nur, wenn die Übernahme von E-Plus bedingt freigegeben wird, oder bestätigt wird, dass die Vereinbarung mit Drillisch die mit der Freigabeentscheidung möglicherweise verknüpften Bedingungen und Auflagen erfüllt. Telefónica rechnet mit einer entgültigen Endscheidung im Juli.

Über ein ähnliches Modell wie das nun mit Drillisch abgeschlossene hatte Telefónica unter anderem auch mit 1&1 verhandelt, allerdings hatte der Provider aus dem Westerwald nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ zu viele Forderungen gestellt. Deswegen soll der vorgesehene Deal geplatzt sein. 

Quelle: Telefónica / Drillisch

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