Smartphone im Urlaub: Alles, was man wissen muss

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Smartphone im Urlaub
Bildquelle: www.flickr.com/photos/what_is/ /snow pants (CC BY 2.0)
Online immer und überall: Drei von vier Deutschen haben auch im Urlaub ihr Smartphone, Tablet oder Notebook dabei. Allerdings gibt es sowohl vor als auch während einer Reise einiges zu beachten: Es fallen Roaming-Gebühren an und Apps können die Telefonrechnung schon mal explodieren lassen. Zugleich kann ein Smartphone im Urlaub aber auch als Reiseleiter dienen und anderweitig hilfreich sein. Die Redaktion gibt Tipps rund um das Smartphone im Urlaub.

Roaming-Gebühren

Alle, die auf ihr Smartphone im Urlaub nicht verzichten wollen, sollten sich über die möglichen Gebühren für die Nutzung im Klaren sein. Auch wenn man nicht telefoniert oder SMS schreibt, können – bei aktivierter Roaming-Option – Apps dafür sorgen, dass die Rechnung ungewollt in die Höhe schnellt. So werden oftmals unbemerkt im Hintergrund Daten geladen. Von der Wetter-App, die automatisch die Prognosen aktualisiert, über die E-Mail-App, die im Hintergrund Nachrichten synchronisiert, bis hin zum automatischen Uploads von im Urlaub geschossenen Fotos in die Cloud: All das sorgt dafür, dass man seine Internet-Option nutzt.

Internet im Urlaub

Trotz erneuter Preissenkungen ist das mobile Surfen ab dem 1. Juli 2014 noch immer teuer: 20 Cent kostet 1 MB (bis 1. Juli sind es noch 45 Cent pro MB). Zwar müssen Mobilfunkanbieter mittlerweile nach Erreichen von 60 Euro die Datenleitung automatisch kappen, allerdings sollte man die Synchronisierung im Hintergrund vorher abschalten. Wer auf Internet im Urlaub verzichten kann, sollte die Roaming-Option vor der Landung im fremden Land abschalten.

Internet-abhängige Urlauber können auch das Hotel-WLAN oder öffentliches WLAN-Hot-Spots von Restaurants oder Cafés nutzen. Wem das nicht genügt, der sollte sich vor dem Urlaub bei seinem Anbieter über spezielle Roaming-Pakete informieren.

Telefonieren im Urlaub

Pünktlich zur Ferienzeit werden innerhalb der EU die Roaming-Gebühren gesenkt. Ab dem 1. Juli kosten Anrufe aus dem Urlaubsland nach Deutschland 19 Cent pro Minute. Angenommene Anrufe schlagen mit 5 Cent zu Buche; für SMS dürfen maximal 6 Cent berechnet werden – was zum Teil deutlich günstiger ist, als was manch Anbieter für Kurznachrichten innerhalb Deutschlands verlangt.

Ab Ende 2015 sollen die Roaming-Gebühren gänzlich wegfallen. Dann zahlt man bei Anrufen aus EU-Ländern wie Spanien, Griechenland oder Frankreich genau so viel wie in Deutschland. Vorsicht aber bei Reisen in Länder außerhalb der EU: Dazu zählen die Schweiz und das bei Deutschen beliebte Reiseziel Türkei. Dort haben die Anbieter vor Ort das Sagen und müssen den EU-Tarif nicht berücksichtigen. So kann eine Gesprächsminute aus der Türkei nach Deutschland bis zu 1,83 Euro kosten. 

Die besten Apps für den Urlaub

Von der Flugbuchung über die Hotelsuche bis hin zur Reiseführer-App: Nie war das Angebot von Apps für den Urlaub so groß. In einem anderen Artikel gibt die Redaktion einen Überblick und nennt die zehn nützlichsten Apps für den Urlaub. Mit dabei sind Apps zur Vorbereitung der Reise wie Packlisten-Anwendungen, aber auch Wörterbuch- sowie Reiseführer- und Währungs-Rechner-Apps.

Wer sich vor Mücken schützen will, sollte sich auf Apps wie den „Anti Mücken Klang“ lieber nicht verlassen und zu bewährten Mitteln wie Sprays, Cremes oder Kerzen greifen.

Bewertung Anti Mücken Klang aus dem Google Play Store
Bildquelle: Google Play

Navi oder Smartphone?

Wer im Urlaub mit seinem Auto oder einem Leihwagen unterwegs ist, wird kaum drum herum kommen, ein Navi zu benutzen – außer natürlich, Mann oder Frau kennt sich mit dem Lesen von Landkarten aus. Beim Einsatz eines eigenen Navigationsgerätes sollte man vor dem Urlaub prüfen, ob eine entsprechende Karte für das Urlaubsland enthalten ist. Möchte man sein Smartphone als Navi nutzen, sollte man auf Anwendungen setzen, die Karten offline anbieten. Apps wie Nokia Here für Windows Phone, NavFree für Android und iOS oder CoPilot fürs iPhone erlauben, Kartenmaterial im WLAN herunterzuladen und bieten eine anschließende Navigation ohne Datenverbindung.

Smartphones und Gadgets für den Strand

Wer im Urlaub auf sein Smartphone nicht verzichten kann oder will, um Fotos auf Facebook zu teilen oder statt Postkarte den Daheimgebliebenen lieber eine WhatsApp-Nachricht samt Bild schicken möchte, kann sich das auch gleich zunutze machen, indem er kreativ wird: So erlauben es Smartphones wie das Sony Xperia Z1, Xperia Z2 oder das Samsung Galaxy S5 dank ihrer wasserdichten Eigenschaft, Fotos unter Wasser zu schießen. Ist das Meer klar genug und das Smartphone in der Strandtasche, lohnt sich wenigstens ein Versuch.

Apropos Strandtasche: Hat man das Smartphone am Strand dabei, bleibt es oft einsam und verlassen zurück, wenn man sich gerade im Meer vergnügt. Einen Schutz vor Langfingern gibt es zwar nicht, allerdings kann man sein Handy möglichst unauffällig tarnen. So lässt sich beispielsweise ein Versteck aus einer alten Sonnenmilch-Flasche bauen oder das gute Teil in einem langweiligen Buch unterbringen:

Buch als Smartphoneversteck
Bildquelle: inside-handy.de

Ein altes Buch als Versteck für das Smartphone

Wem das immer noch zu riskant ist, und wer sein Handy nur zum Telefonieren oder SMS versenden braucht, kann auch ein 20 Euro günstiges Handy mit aufladbarer Prepaid-Karte mit in den Urlaub nehmen. Wird es gestohlen oder geht verloren, ist der Schaden nicht so hoch wie bei einem hochpreisigen Smartphone.

Vorsicht ist vor allem bei Reisen in heiße Länder geboten. Man sollte das Smartphone nie in der prallen Sonne liegen lassen, Temperaturschwankungen und hohe Luftfeuchtigkeit meiden und es von Sand und Wasser fernhalten. Universal-Schutztaschen und Display-Folien gibt es im Onlinehandel für wenige Euro.

Tipp: Im Urlaub einfach mal abschalten – auch das Smartphone

Man sollte den Urlaub dazu nutzen, sich zu erholen oder die Eindrücke aufzusaugen, statt ständig durch die Facebook-Timeline zu scrollen, bei Instagram Fotos hochzuladen oder Freunde und Verwandte mit schönen Urlaubsbildern neidisch zu machen oder vielleicht sogar zu nerven. Das Smartphone einfach mal ausschalten und den Urlaub genießen ist oft die bessere Wahl.

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