Neues mobiles Breitbandnetz in Deutschland kommt wohl deutlich eher

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Mobiles Internet
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Die Bundesregierung drückt auf’s Tempo: Sie will allen deutschen Haushalten einen Breitband-Anschluss zur Verfügung stellen und dafür frei werdende Rundfunkfrequenzen nutzen. Zunächst hatten sich einige Bundesländer quergestellt, nun kam es aber doch zu einer richtungweisenden Einigung, berichtet das “Handelsblatt”.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich mit den Ministerpräsidenten der Länder bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin auf Eckpunkte verständigt, um die nötigen Rundfunkfrequenzen für schnelles mobiles Internet zügig zu räumen. “Die Länder sind bereit, in einem Prozess zur beschleunigten Vergabe der ‘700 MHz-Frequenzen’ (694 bis 790 MHz) einzutreten, wenn die in den Eckpunkten enthaltenen Fragen zwischen Bund und Ländern einvernehmlich geklärt sind”, heiße es in dem Beschlusspapier. Alle offenen Fragen sollen bis Ende September geklärt sein.

Im Detail soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Verbreitung von DVB-T nicht erst 2020 auf den hochauflösenden Digitalstandard DVB-T2 umstellen. Vielmehr solle es spätestens ab Mitte 2016 zur Fußball-Europameisterschaft einen entsprechenden Plattformbetrieb geben, heiße es in dem Beschluss weiter.

Die Bundesnetzagentur werde mit der Aufgabe betraut, die Frequenzen an Mobilfunkbetreiber zu vergeben – vermutlich im Rahmen einer Versteigerung. Die Vergabe sei aber an Versorgungsauflagen der Länder zu knüpfen, um sicherzustellen, dass vornehmlich im ländlichen Raum das schnelle Internet ausgebaut wird. Also überall dort, wo noch keine schnellen Internetanschlüsse genutzt werden können. Ähnliche Auflagen hatte es schon beim Auf- und Ausbau der deutschen LTE-Netze gegeben.

Quelle: Handelsblatt

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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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