Regierung kann Telefonate live mithören

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Nach dem Bekanntwerden des NSA-Skandals hat der Netzanbieter Vodafone zum Ziel gesetzt seine Kunden umfassend über die Möglichkeiten der Abhörung seitens der Regierungen zu informieren. In einem umfassenden Dokument beschreibt das Unternehmen, inwieweit Regierungsbehörden in den 29 Ländern, in denen Vodafone tätig ist, agieren und welche Möglichkeiten sie haben, um auf Telefonate oder Daten zuzugreifen.

Laut Vodafone sei es in „einer kleinen Zahl von Staaten“ für die Regierungsbehörden kein Problem, sich in Telefonate von Bürgern geheim zuzuschalten. So können ganze Telefonate unbemerkt live mitgehört werden. So habe die Regierung ihre Kabel in den betroffenen Ländern direkt im Vodafone-Netzwerk angeschlossen. Um sich in ein Telefonat einzuhacken müsse demnach auch keine Anfrage bei Vodafone gestellt werden. So lasse sich nicht kontrollieren, welches Gespräch gerade abgehört wird. Leider nennt der Netzanbieter die betroffenen Länder nicht.

Auch die Deutsche Telekom hatte im Mai einen ähnlichen berichte offen gelegt. Darin wurde beschrieben, dass Justiz- und Sicherheitsbehörden im Jahr 2013 über 49.000 Anschlüsse angezapft haben. Vodafone spricht jetzt von über 23.000 Anschlüssen. 

Quelle: Vodafone via Süddeutsche Zeitung

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