Warum günstige Smartphones wenig Speicher haben müssen

2 Minuten
Zu wenig Speicher
Bildquelle: inside-handy.de
Wer ein günstiges Smartphone kauft, wundert sich oft über den kleinen internen Speicher. Meist beträgt dieser bei Einsteiger-Modellen 4, manchmal 8 GB. Nach Abzug der installierten Software bleiben schlimmstenfalls 2 GB übrig. Dabei macht es für den Hersteller preislich kaum einen Unterschied, welche Speichergröße man einbaut. Die Redaktion zeigt, weshalb ein 100-Euro-Smartphone einen kleinen Speicher haben muss, damit es so günstig sein kann.

Ob Huawei Ascend Y530, Motorola Moto E oder LG Optimus L7 2: Alle drei Einsteiger-Smartphones haben eines gemeinsam – einen 4 GB kleinen internen Speicher. Doch warum ist der Speicher so klein, obwohl Speicherplatz für den Hersteller an sich nicht teuer ist? Schuld daran ist unter anderem die GEMA. Die Verwertungsgesellschaft sperrt nicht nur Youtube-Videos sondern erhebt auch eine sogenannte Pauschalabgabe auf USB-Sticks, CDs und DVDs, sowie MP3-Player und auch Smartphones.

Während man für eine wiederbeschreibare CD und DVD eine Abgabe in Höhe von 19 beziehungsweise 27 Cent für das „vervielfältigen und öffentlich Zugänglichmachen urheberrechtlich geschützter Waren und Güter“ erhebt, wird es für Smartphone-Hersteller richtig teuer: Möchte ein solcher hierzulande ein Smartphone mit 4 GB Speicher auf den Markt bringen, werden pro Gerät Abgaben in Höhe von 16 Euro fällig. Würde ein Hersteller bei einem Einsteiger-Modell einen internen Speicher gleich oder größer als 8 GB einbauen, würde das Gerät 20 Euro teurer sein. Denn für Smartphones mit Datendepots mit und über 8 GB verlangen VG Wort, VG Bild und die GEMA insgesamt 36 Euro. Die drei oben genannten Modelle würden somit statt 120 rund 140 Euro kosten.

Somit dürfte der Punkt „Pauschalabgabe“ neben den Kosten für Entwicklung, Produktion, Transport und Verkauf einer der größten auf dem Zettel sein – zumindest für Smartphones in dieser Preiskategorie.

Quelle: Zentralstelle für private Überspielungsrechte

Bildquellen:

  • Zu wenig Speicher: inside-handy.de
2 0
5G Symbolfoto

5G-Auktion nach Tag 1: Die Millionen liegen auf dem Tisch – 1&1 Drillisch überrascht

Ohne direkte Anwesenheit der Unternehmenschefs von Telekom, Vodafone, Telefónica und der Drillisch Netz AG (1&1 Drillisch / United Internet) ist der erste Tag der mit Spannung erwarteten 5G-Auktion zu Ende gegangen. Die Gebote für die zur Verfügung stehenden 5G-Frequenzblöcke erreichten bis zum Abend bereits fast eine halbe Milliarde Euro. Verantwortlich dafür war vor allem Neueinsteiger 1&1 Drillisch.
Vorheriger ArtikelTelefonica kooperiert mit Dolby
Nächster ArtikelMoto E jetzt auch in Deutschland erhältlich
Avatar
Blasius liebt Technik, Musik und Fotografie. Während er sich bei technischen Themen für Innovationen begeistert, greift er beim Musizieren auf die Old-School-Akustikgitarre und für großartige Fotos auf die klassische Spiegelreflexkamera zurück. Er ist nicht nur im Privatleben ein Familienmensch, sondern als stellvertretender Chefredakteur auch eins der Oberhäupter der Redaktion. Blasius rechnet Handypreise zwar immer noch in D-Mark um, doch seine ruhige, ausgeglichene, kreative Art und sein Einsatz von immer treffenden und humorvollen GIFs, lassen darüber hinwegsehen.

Handy-Highlights

Huawei Ascend Y530
Motorola Moto E
Motorola Moto E Technische Daten Neuigkeiten Preisvergleich

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen