3 Prozent der Autofahrer haben das Handy am Ohr

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Drei Prozent aller Autofahrer in Deutschland lassen sich wärend der Fahrt vom Handy ablenken. Die Unfallgefahr steigt dabei signifikant an und wer erwischt wird, zahlt ein Bußgeld von 60 Euro und bekommt einen Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg. Die Dekra warnt im Zuge einer neuen Erhebung vor dem Gebrauch des Telefons ohne Freisprecheinrichtung. Smartphones verschärfen dieses Problem zusätzlich.

Die virtuelle Tastatur, „erfordert den ständigen Blick auf das Display“, so Gerd Neumann, Mitglied der Geschäftsführung der DEKRA. Damit erhöhe sich das Risiko beim Schreiben von Nachrichten gegenüber klassischer Handys mit haptischer Tastatur. 

In einer bundesweit durchgeführten Studie der Dekra wurden 10.000 Autos in verschiedenen Verkehrssituationen, Autoklassen und Zeitpunkten beobachtet. Dabei schwanken die Ergebnisse um die Drei-Prozent-Marke. So telefonieren Männer (3,1 Prozent) im Schitt häufiger als Frauen (2,7 Prozent) und zur Rushhour wird öfter zum Handy gegriffen als am restlichen Tag.

Unterschiede gibt es auch bei der Fahrzeugklasse: Während 3,8 Prozent der Kleinwagenfahrer zum Handy greifen, tun dies nur 1,6 Prozent derer, die ein Modell der Ober- oder Luxusklasse lenken. Dies führt Neumann auf die bessere Ausstattung der Autos zurück. Wenn „Fahrzeuge mit einer Freisprecheinrichtung ausgestattet sind, wird auch entsprechend weniger mit dem Handy am Ohr telefoniert“.

Bekannte Gefahr

Neumann schließt aus den Ergebnissen, dass die Risiken bekannt sind. So wird auf mehrspurigen Fahrbahnen eher Rechts und mit mehr Abstand zum Vordermann telefoniert. Dieses Verhalten schmälert das Risiko jedoch kaum.

Allerdings ist als Ablenkungsquelle nicht nur das Handy aufgefallen. Die Untersuchung ergab auch, dass sich 2,9 Prozent der Autofahrer vom Essen, Trinken, Rauchen oder der Bedienung von Navi und Radio ablenken lassen. 

Quelle: Dekra

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Michael Büttner
Michael liebt Technik und ist stellvertretender Chefredakteur bei inside handy. Anderen auch bekannt als der Franke in Bonn, der Macher oder der Handwerker für sämtliche Reparaturen der Redaktion. Nach Praktika bei der Neuen Presse in Kronach, den Nürnberger Nachrichten und dem Systemkamera-Blog, startete Michael bei inside handy und verdient sich seine Sporen vor allem im Hardware-Bereich. Balanciert er mal nicht zwischen Tagesgeschäft, Testgeräten und Co, betätigt er sich ab und an als Jäger im Pokémon-Dschungel. Ein ungewöhnlicher Anblick wäre es dabei nicht, ihm dank seiner Boulder-Fähigkeiten kletternd an einer Felswand zu begegnen. Abseits dessen begeistert er sich für Fotografie, Wanderungen, kulinarische Feste und Blasius Kawalkowski.

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