Apple und Google beenden Patentstreit

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Über Jahre herrschte zwischen Apple und Google ein endloser Patentstreit. Nun gaben die beiden Firmen bekannt, dass man den Streit um Smartphone-Patente mit einer Einigung beilegen wolle. Seit 2010 streiten sich Apple und Google um wertvolle Smartphone-Patente.

Apple und Google haben ein Berufungsgericht in Washington um die Einstellung der anhängigen Verfahren gebeten. Die gegenseitige Nutzung von Patenten beinhalte die Einigung zwar nicht, allerdings wollen die Unternehmen in einigen Bereichen der Patentrechtsreform zusammenarbeiten, hieß es in einer Erklärung von Apple und Google. Von dieser Einigung unberührt bleibt allerdings der durchaus härtere Konflikt zwischen Apple und Samsung.

Streit seit 2010 im Gange

Im Jahr 2010 war Apple von dem Handyhersteller Motorola wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt worden. Über 20 Klagen zählten Experten in verschiedenen Ländern wie z.B. Deutschland. Motorola wurde allerdings zwei Jahre später im Jahr 2012 von Google übernommen, sodass der Internetriese automatisch mit in den Streit hineingezogen wurde. Bereits im Januar 2014 verkaufte Google Motorola für 2,91 Milliarden Dollar an den chinesischen Hersteller Lenovo. Der angeschlagene Handy-Hersteller Motorola hatte sich nicht wie von Google erhofft, von seiner Krise erholt.

Von den Patentstreiten waren auch deutsche Nutzer betroffen. So musste Apple fast ein Jahr lang auf seine Email-Push-Funktion verzichten, nachdem der iPhone-Hersteller im April 2012 den Dienst nach einem Patentstreit mit Motorola deaktivieren musste. Eine beachtliche Kaution von 132 Millionen US-Dollar war dafür im September 2013 fällig. Anfang 2012 musste Apple außerdem den Online-Verkauf einiger seiner iPhone- und iPad-Modelle stoppen.

Quelle: Handelsblatt / Süddeutsche / Die Welt

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