Nokias Smartphone-Sparte beschert noch einmal rote Zahlen

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Mit einem dreistelligen Millionenverlust hat Nokia das erste Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen. Hauptverantwortlich dafür war die Smartphone-Sparte, die in der vergangenen Woche endgültig an Microsoft verkauft wurde. Außerdem präsentierte Nokia einen neuen Konzernchef, der den zu Microsoft Mobile abgewanderten Stephen Elop an der Spitze des finnischen Konzerns ablöst.

Zunächst ein Blick auf die reinen Zahlen: Zwischen Januar und März machte Nokia einen Quartalsverlust in Höhe von 239 Millionen Euro – nach 272 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Während das Netzwerk-Geschäft von Nokia Siemens Networks (NSN) einen Gewinn in Höhe von 108 Millionen Euro verbuchte, lief es in der Smartphone-Sparte deutlich schlechter. Vor dem Verkauf an Microsoft musste hier noch einmal ein Verlust in Höhe von 347 Millionen Euro in die Bilanzen geschrieben werden. 

Deutlich weniger Umsatz mit Smartphones

Der Umsatz mit Handys und Smartphones lag im ersten Quartal bei 1,9 Milliarden Euro und damit 30 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Mit den nach dem Verkauf an Nokia übrig gebliebenen Geschäftsbereichen – zum Beispiel den Kartendiensten der Marke Here – wurden knapp 2,7 Milliarden Euro umgesetzt. Auch das war gleichbedeutend mit einem Umsatzrückgang; allerdings nur um etwa 15 Prozent. Angaben dazu, wie viele Lumia-Smartphones im ersten Quartal verkauft wurden, machte Nokia zunächst nicht.

An die Konzernspitze von Nokia rückt ab dem 1. Mai erwartungsgemäß der bisherige NSN-Chef Rajeev Suri. Der gebürtige Inder hatte NSN mit harter Hand aus der Verlustzone geführt und will in Zukunft unter anderem mit dem schwedischen Ericcson-Konzern in einen stärkeren Wettbewerb treten. Allerdings muss sich Nokia auch asiatischen Konkurrenten wie ZTE stellen, die häufig mit deutlich günstigeren Konditionen überzeugen wollen. So hatte zum Beispiel die E-Plus Gruppe ihren Netzbetrieb an ZTE ausgelagert.

Nokia-Aktionäre sollen von Sonderdividende profitieren

Die Einnahmen aus dem Verkauf der Handysparte an Microsoft will Nokia zum Teil in Form einer Sonderdividende an seine Aktionäre ausschütten. Die Rede ist von 1 Milliarde Euro. Außerdem ist vorgesehen, 1,25 Milliarden Euro in den Aktienrückkauf zu investieren. Insgesamt kassierte Nokia rund 5,4 Milliarden Euro von Microsoft.

Quelle: Nokia

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