Tschüss Nokia, Hallo Microsoft

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Es ist perfekt: Ab sofort gehört die Handysparte von Nokia zu Microsoft. Am Freitag wurde der schon im September vergangenen Jahres bekannt gegebene Milliarden-Deal - Microsoft zahlt immerhin 5,44 Milliarden Euro für Nokia - endgültig dingfest gemacht. Damit geht eine Ära auf dem Mobilfunkmarkt zu Ende, denn rein formal gibt es den einstigen Weltmarktführer unter den Handyherstellern nun nicht mehr. Trotzdem bleibt zunächst vieles beim Alten.

Microsoft wird in Zukunft jene Smartphones und klassische Mobiltelefone vertreiben, mit denen sich Nokia zuletzt spürbar erholen konnte. Neben Einsteiger-Telefonen aus der Asha-Familie gehört dazu auch die auf Android basierende X-Reihe sowie die Lumia-Smartphones auf Basis von Windows Phone.

Microsoft Mobile in den Startlöchern

Für zehn Jahre besitzt Microsoft fortan eine Lizenz, um Smartphones unter dem Namen Nokia bzw. Lumia verkaufen zu dürfen. Wie lange der Konzern diese Option ziehen wird, ist noch unklar. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, wonach neue Smartphones unter dem Namen Microsoft Mobile verkauft werden könnten.

„Die Fähigkeiten, die Nokia einbringt, wird unsere Transformation beschleunigen“, sagte Microsoft-Chef Satya Nadella am Freitag am Konzernsitz in Redmond. „Gemeinsam mit unseren Partnern liegt unser Fokus weiterhin auf einer noch schnelleren Bereitstellung von Innovationen in einer ‘mobile first, cloud first’ Welt.“

Der bisherige Nokia-Chef, Stephen Elop, wird die neue Mobilfunk-Sparte von Microsoft leiten und direkt an Nadella berichten. In sein Aufgabenbereich fällt unter anderem auch die Weiterentwicklung der Spielekonsole Xbox und der Surface-Tablets. Insgesamt übernimmt Microsoft 25.000 Mitarbeiter, die bisher bei Nokia angestellt waren.

Microsoft übernimmt alle bestehenden Garantien

Als Teil der nun vollzogenen Fusion wird Microsoft alle bestehenden Nokia-Kundengarantien für existierende Geräte übernehmen. Nicht übernommen wird hingegen eine Fertigungsanlage im südkoreanischen Masan. Nokia wird eine Fabrik im indischen Chennai selbst weiterbetreiben.

Quelle: Nokia / Microsoft

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