Samsung Gear 2 und Gear Fit im Test

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Samsung Gear 2 und Gear Fit im Test
Bildquelle: inside-handy.de
Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona hat Samsung seine neue Smartwatch, die Gear 2 und das Fitnessarmband Gear Fit vorgestellt. inside-handy.de hat die Wearables einem kleinen Alltagstest unterzogen.

Optik, Haptik und Tragekomfort

Gear 2

Insgesamt ähnelt die Gear 2 noch recht stark der ersten Galaxy Gear. Auch sie besitzt weiterhin ein rechteckiges 1,63 Zoll großes Super-AMOLED-Display das mit 320 x 320 Pixeln auflöst. Das Gummiarmband ist allerdings etwas weicher und flexibler geworden und schmiegt sich daher auch besser an das Handgelenk. Dennoch kommt es bei weitem nicht an das Tragegefühl eines Leder- oder Chromarmbands heran, das man für einen weiterhin stolzen Preis von rund 300 Euro durchaus erwarten könnte. Das Uhrengehäuse selbst und der Metallverschluss sind jedoch sehr hochwertig verarbeitet und wirken edel.

Samsung Gear 2 autsch

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Allerdings ist der Verschluss auch beim zweiten Gear-Modell weiterhin etwas widerspenstig. Insbesondere beim Zudrücken rastet er oft nicht richtig ein und zerquetscht dabei die empfindliche, dünne Haut am Handgelenk. (s. Foto links) Wenn man die Gear dann verletzungsfrei am Handgelenk angebracht hat, fühlt sie sich aber recht angenehm an, was vor allem daran liegt, dass sie etwas flacher und leichter (68 Gramm) geworden ist.

Neu ist auch der Home-Button der nun unterhalb des Displays im Uhrengehäuse Platz gefunden hat. Auch die Kamera wurde neu positioniert. Sie schaut nun nicht mehr etwas unschön aus dem vorderen Armbandbereich heraus, sondern ist etwas versteckter im Uhrengehäuse untergebracht. Das Armband selbst ist auswechselbar und in den Farben Schwarz, Goldbraun und Orange erhältlich.

Gear Fit

Auch wenn das Gear Fit offiziell als Fitness-Armband betitelt wird, so erinnert es von seiner Größe her doch eher an eine schmale Smartwatch. Grundsätzlich gut durchdacht ist die gewölbte Form des 1,84 Zoll großen Super-AMOLED-Displays, jedoch ist das gesamte Armband für ein schmales Frauenhandgelenk noch wesentlich zu breit und wuchtig. Grund dafür sind die im Verhältnis zur kleinen Displaygröße ziemlich breiten Ränder. Positiv im Vergleich zur Gear 2 fällt aber der Verschluss auf, der sich nur mithilfe von zwei Ösen einfach auf und zu machen lässt. Das Gummiarmband ist ebenfalls auswechselbar und in den Farben Rot, Orange, Grün, Blau, Braun und Schwarz verfügbar. Mit 28 Gramm fällt das Gear Fit recht leicht aus, sodass man es beim Tragen kaum bemerkt.

Vor Kurzem spendierte Samsung dem Gear Fit ein erstes Software-Update, das die nach der Veröffentlichung oft kritisierte fehlende vertikale Displayausrichtung mit sich brachte. Nun können die Bildschirminhalte nicht nur horizontal, sondern auch vertikal eingestellt werden. Von selbst wie beim Smartphone dreht sich das Display jedoch leider noch nicht, sodass man eine grundsätzliche Ausrichtung festlegen muss.

Fazit

Samsung hat sich beim zweiten Gear-Modell zwar schon etwas mehr Mühe gegeben und auch an der Verarbeitung sind nur kleinere Mängel festzustellen, trotzdem ist das Design und die Haptik noch ausbaufähig. Dass eine Uhr immer rund sein muss mag ja noch Geschmackssache sein, aber dadurch die Bänder ohnehin gewechselt werden können, könnte man als Hersteller auch ein Lederarmband anbieten.

Einrichtung

Beide Geräte lassen sich auf nahezu gleiche Art und Weise mit einem der kompatiblen Galaxy-Smartphones verbinden. Vor der ersten Benutzung müssen die Wearables jedoch erst einmal aufgeladen werden. Dies erfolgt über das mitgelieferte Lade-Dock das an die Gear 2 und Gear Fit angebracht und mit einem Micro-USB-Kabel geladen wird.

Samsung Gear 2 Verbinden

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Um die Gear 2 mit dem Smartphone zu verbinden muss man sich vorher die Gear Manager App aus dem Samsung Store und für das Gear Fit die Gear Fit Manager App herunterladen. Beide Programme funktionieren ähnlich und bieten Einstellungsmöglichkeiten für die jeweiligen Wearables.
Das Koppeln der Geräte funktioniert dann innerhalb der Apps über den üblichen Bluetooth-Verbindungsweg. Auch hier bemerkt man die typischen Bluetooth-Tücken. Mal funktioniert das Verbinden der Geräte problemlos und wenig später benötigt man für den gleichen Vorgang fünf Verbindungsvorgänge ehe die Geräte erfolgreich gekoppelt werden konnten. Mit diesen Problemen hatten auch die beiden Gear-Modelle während des Tests zu kämpfen. Wenn es morgens beim Anziehen also schnell gehen soll, könnte das Verbinden der Geräte, insofern man sie entkoppelt oder ausgeschaltet hatte, im schlechtesten Fall noch Extrazeit kosten. Hat man beide Geräte jedoch angelassen und einfach nur in seperaten Räumen aufbewahrt, verbinden sie sich automatisch wieder miteinander, sobald der Abstand sich verringert.

Fazit

Theoretisch ist die Einrichtung nicht schwieriger als das Verschicken einer Datei via Blutooth. Praktisch sieht das Ganze dann aber schon wieder anders aus. Nicht immer klappt das Verbinden der Geräte auf Anhieb, sondern benötigt noch ein paar weitere Versuche.

Bedienung

Gear 2

Die Bedienung der Gear hat Samsung durch die Anwendung eines Home-Buttons im Vergleich zum Vorjahresmodell wesentlich vereinfacht. Durch das Drücken des Home-Buttons gelangt man als Nutzer direkt zum Start-Bildschirm zurück. Im Testbericht des ersten Gear-Modells hatte die inside-handy.de-Redaktion noch bemängelt, dass jede Funktion einen eigenen Screen beansprucht (was zu einer ziemlichen Wischerei führt) und angemerkt, dass auch vier Apps auf einem Screen Platz gefunden hätten. Dies hat beim neuen Modell auch Samsung eingesehen: Auf insgesamt vier weiteren Screens neben dem Home-Screen befinden sich nun jeweils vier Apps oder Einstellungsmerkmale. Zu diesen gelangt man durch einfaches Wischen nach rechts und links. Anders als bei der ersten Gear öffnet ein Wisch von oben nach unten nicht etwa die Kamera, sondern bietet eine Art Pfeil-zurück-Funktion. Befindet man sich beispielsweise in einer vertieften Einstellungsmöglichkeit, so bringt der Wisch von oben nach unten den Nutzer wieder eine Ebene zurück. Eine Schnell-Start-Option bietet das zweifache Drücken des Home-Buttons. Zu welcher App das doppelte Drücken des Home-Buttons führt, kann in den Einstellungen individuell ausgewählt werden.

Als Betriebssystem kommt nicht mehr Android sondern Samsungs eigenes System Tizen zum Einsatz. Der Unterschied ist jedoch nicht wirklich bemerkbar.
Neu im Gegensatz zum Vorgänger-Modell ist jedoch, dass man die Uhr auch eingeschränkt ohne Smartphone in der Nähe nutzen kann. Telefonieren oder SMS schreiben geht natürlich weiterhin nur mit einem Smartphone in der Nähe. Aber immerhin lässt sich so nun beispielsweise beim Joggen auch Musik hören; wenn auch begrenzt, da der interne Speicher nur 4 GB groß ist.
Die Bedienung an sich verläuft zügig und ruckelfrei. Grund dafür ist ein 1 Ghz starker Dual-Core-Prozessor, dem 512 MB Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen.

Gear Fit

Die Bedienung des Gear Fit funktioniert ähnlich wie die der Gear 2. Über den Touchscreen lässt sich nach rechts und links zu den verschiedenen Apps und Funktionen scrollen. Die physische Taste auf der Vorderseite unterhalb des Displays aktiviert den Bildschirm aus dem Standby-Modus oder bringt den Nutzer immer wieder zum Home-Screen zurück. Drückt man die Taste zweimal öffnet sich eine zuvor ausgewählte Funktion wie der Pulsmesser, Schrittzähler oder die Benachrichtigungs-Übersicht. Drückt man die Taste drei Mal, können Hilferuf-SMS verschickt werden.

Fazit

Zwar besitzt das Gear Fit wie die Gear 2 einen Beschleunigungssensor, der das Display bei bestimmten Bewegungen aktiviert, allerdings reagiert dieser erst bei etwas härteren, ruckartigen Bewegungen, die im Alltag wie unkontrollierte Zuckungen wirken. Eine Tap-to-Wake-Funktion wäre schon mal eine Verbesserung, wobei man auch hier feststellt, dass sich jahrelange Gewohnheiten nicht so schnell ändern lassen. Mit dem Blick auf das Handgelenk möchte man unterwegs direkt die Uhrzeit wissen, ohne das Display durch eine hektische Bewegung oder per Klick erst aktivieren zu müssen.

Telefonieren und Benachrichtigungen

Gear 2

Wie schon beim ersten Gear-Modell funktioniert auch die Telefon-Funktion der Gear 2 erstaunlich gut. Der Gesprachspartner ist laut und deutlich zu verstehen, ohne dass man die Smartwatch an das Ohr halten müsste. Gleiches gilt auch für die Tonqualität auf dem anderen Ende der Leitung. Mikrofon und Lautsprecher sind seitlich rechts und links am Uhrengehäuse zu finden. Bei eingehenden Gesprächen vibriert oder klingelt die Smartwatch (je nach Einstellung) und zeigt die Rufnummer des Anrufers an. Verpasste Anrufe dürften somit wohl der Vergangenheit angehören, da man eine Vibration am Handgelenk deutlich besser spürt als in der Hosentasche oder gar in den Tiefen einer Handtasche. Selber einen Anruf zu tätigen erfordert allerdings etwas Fingerspitzengefühl. Denn das Eintippen auf den kleinen Nummerntasten des 1,6 Zoll, sprich 4 Zentimeter großen Bildschirms, gestaltet sich besonders für etwas größere und dickere Finger doch etwas schwierig. Besonders störend ist dieses Makel jedoch nicht, schließlich bleiben Telefonate über die Smartwatch noch eher die Ausnahme und zweitens würde ein größeres und somit leichter bedienbares Display, auch die gesamte Uhr zu sehr vergrößern.
Fazit: Als alternative Bluetooth-Freisprecheinrichtung ist die Smartwatch also ganz gut geeignet, vorausgesetzt man teilt gerne private Gespräche in der Öffentlichkeit, da die Gear 2 keinen Kopfhörerbuchse besitzt.

Für Benachrichtigungen aller Art ist die Gear 2 nur bedingt gut geeignet. Erhält man eine SMS, E-Mail etc so vibriert oder piept die Gear 2 kurz auf und die die Nummer oder der Name des Versenders sowie das SMS-Symbol wird kurz angezeigt. Problematisch wird es aber weiterhin wie beim ersten Modell, wenn man nicht binnen weniger Sekunden reagiert. Denn dann geht die Uhr wieder in den Standby-Modus und muss über den Home-Button oder per Bewegung wieder geweckt werden. Dann zeigt sie allerdings nur den normalen Startbildschirm an, ohne jegliche Benachrichtungsanzeige. Hat man die kurze Vibration also verpasst, erhält man auch keine wirkliche zweite Chance. Zwar lässt sich die Anzeige auf dem Startbilschirm anpassen, Benachrichtigungen können aber nicht auf den ersten Blick angezeigt werden, Schritte, das Wetter oder Termine jedoch schon.

Eine SMS lässt sich vollständig lesen, eine eigene Antwort kann mit der Gear 2 jedoch nicht verfasst werden. Man kann lediglich auf einige Vorlagen zum Anworten zurückgreifen. Diese können auf dem Smartphone im Gear Manager aber nach den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.

Samsung Gear 2 und Gear Fit Benachrichtigungen
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Gear Fit

Das Gear Fit bietet als Armband zwar keine Telefon-Funktion, Benachrichtigungen können aber nahezu auf die gleiche Art und Weise wie bei der Gear 2 empfangen und beantwortet werden. Da die Gear aber keine Lautsprecher besitzt, vibriert das Armband allerdings so minimal wenn eine SMS oder E-Mail ankommt, dass man es kaum bemerkt. Dadurch dass auch das Display währenddessen schwarz bleibt und keine Meldung aufploppt, nimmt man von der Nachricht in der Regel kaum Notiz. Drückt man direkt nach der Vibration auf die physische Taste zum Einschalten des Displays, dann leuchtet für etwa eine Sekunde die Benachrichtigung mit den wichtigsten Informationen wie dem Absender kurz auf und verschwindet dann auch wieder ins Nichts. Es besteht kaum eine Chance, die Benachrichtigung vollständig zu lesen.

Wenn man allerdings erst ein wenig später auf die Uhr schaut, erhält man keine Benachrichtigung mehr über eine Nachricht oder Mail. Erst wenn man wie bei der Gear 2 durch das Menü scrollt, leuchtet beim Menü-Punkt Benachrichtigungen eine Zahl auf. Um sich zuverlässig über ankommende Nachrichten informieren zu lassen ist das Gear Fit noch zu unzuverlässig. Immerhin lässt sich auch wie bei der Gear 2 mittels vorgefertigter Vorlagen auf eine SMS antworten. Im Gear Fit Mananger können diese ebenfalls angepasst werden.

Fazit

Zwar informieren sowohl die Gear 2 als auch das Gear Fit schon über eine Handvoll Benachrichtigungen von externen Apps wie Facebook, aber der derzeit wichtigste Messenger WhatsApp ist weiterhin noch nicht integriert. Zudem ist die Benachrichtigung gerade beim Gear Fit zu dezent, sodass der Nutzer die Vibration meistens nicht mitbekommt. Die Telefon-Funktion der Gear 2 überraschte hingegen mit einer äußerst guten Gesprächsqualität.

Fotografieren

Die Gear 2 besitzt im Gegensatz zum Gear Fit eine 2-Megapixel-Kamera. Diese befindet sich dezent versteckt im vorderen Bereich des Uhrengehäuses, sodass man unterwegs gut den ein oder anderen Schnappschuss aus einer ganz anderen Perspektive als gewöhnlich einfangen kann. Im Foto-Modus kann der Nutzer zwischen einem Auto- und Makro-Fokus, und drei verschiedenen Auflösungen (1.920 x 1.080, 1.080 x 1.080 und 1.280 x 960 Pixel) auswählen. Ebenso können nach einem Foto noch für neun Sekunden Hintergrundgeräusche aufgenommen werden und dem Foto eine Signatur oder ein Standort-Tag hinzugefügt werden. Ein Foto kann ebenfalls über einen Sprachbefehl wie „Bitte Lächeln“ geschossen werden. Im Test funktionierte diese Funktion sehr gut.

Samsung Gear 2 Testfoto
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Links: Außenaufnahme Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn – Rechts: Redaktionshund Spikey

Doch nicht nur Fotos sondern auch Videos in 1.280 x 720 oder 640 x 640 Pixel lassen sich mit der Gear 2 aufnehmen. Aufgrund des geringen Speicherplatzes sind diese jedoch auf 15 Sekunden begrenzt.
Die Qualität der Fotos und Videos kann sich insgesamt durchaus sehen lassen. Angenehm ist auch, dass die Fotos und Videos automatisch auf das verbundene Samsung-Smartphone übertragen werden. Etwas ärgerlich ist jedoch, dass der relative laute Auslöse-Ton sich wie auch schon beim ersten Gear-Modell nicht ausschalten lässt. Ein geheimes Undercover-Foto im James Bond-Style ist also nicht möglich.

Fazit

Da man sich eine Smartwatch nicht hauptsächlich zum Fotografieren oder Filmen kauft, reicht die Qualität der Aufnahmen vollkommen aus.

Fitness

Sowohl die Gear 2 als auch das Gear Fit bieten einen integrierten Pulsmesser und Schrittzähler. Bei einer parallelen Messung unterschieden sich die beiden Geräte um 1-5 Schläge die Minute. Die Messung funktioniert schnell und einfach – gerade für Sportler eine nette Zusatzfunktion. Über den Gear Manager werden die Werte automatisch an das Smartphone übertragen.
Beide Wearables besitzen außerdem noch einen sogenannten Schlaf-Modus, der die Bewegung und die geschlafene Zeit misst. Nachteil: Man muss die Uhr oder das Armband während des Schlafens umlassen, wirklich bequem ist dies für einen erholsamen Schlaf also nicht.

Fazit

Leidet man nicht an Bluthochdruck und legt in der Mittagspause gerne einen kleinen Lauf ein, so sind diese Fitness-Feature im normalen Alltag nicht mehr als ein nettes Gimmick, das zu besonderen Anlässen mal Anwendung findet. Für Sportler hingegen bilden diesen Funktionen, gerade bei dem dünneren und leichteren Gear Fit, eine durchaus nützliche Komponente zur Gesundheitskontrolle.

Akku

Nach einem 24-stündigen Testtag zeigte die Akkuanzeige der Gear 2 noch 40 Prozent und die des Gear Fit noch 57 Prozent an. Während des Tests wurden von den Geräten die ganze Zeit Schritte gezählt, mehrfach der Puls gemessen, Nachrichten empfangen und beantwortet sowie Fotos und Videos erstellt und eine halbe Stunde telefoniert (Gear 2). Einen weiteren Tag würde die Gear 2 unter den Bedienungen wohl nicht mehr überleben. Samsung hat den Akku der zweiten Gear nicht vergrößert, somit muss die Smartwatch weiter mit 300 mAh auskommen.

Nicht wirklich besser schneidet mit 57 Prozent der Akku des Gear Fit ab, schließlich wurden mit dem Fitnessarmband keine Fotos und Videos gemacht oder Telefonate geführt.

Fazit

Länger als zwei Tage hält sowohl die Gear 2 als auch das Gear Fit nicht durch. Solange auch die Smartphones nicht über eine bessere Akkulaufzeit verfügen ist es somit unerheblich ob man ein oder zwei Geräte an die Steckdose packt. Zumal sich bis auf die Grundfunktionen und Features wie Pulsmesser und Schrittzähler die Wearables nicht ohne das passende Samsung-Smartphone vollständig nutzen lassen.

Sonstige Funktionen

Neben den oben gelisteten Funktionen bieten die beiden Gear-Modelle noch eine weitere Reihe kleinerer Funktionen. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Gear 2 und das Gear Fit beide nach IP67 Zertifizierung vor Wasser und Staub geschützt sind. 1 Meter Tiefe und 30 Minuten Baden machen den Wearables nichts aus. Somit kann man auch beim Schwimmen die Uhr oder das Armband zum Pulsmessen umlassen. Außerdem lässt sich mit der Gear 2 der heimische Fernseher über die WatchOn Remote App und IrLED-Sensor bequem von der Couch fernsteuern.
Zu den weiteren Funktionen der Gear 2 zählen ein Kalender, en selbständiger MP3-Player, S Voice, Sprachmemo und eine Wetter App. Über eine Stoppuhr und einen Timer verfügen beide Gear-Modelle. Ebenso können beide Wearables das Samsung-Smartphone suchen, wenn es verlegt wurde und als Mediencontroller die Musik fernsteuern.

Fazit

Für knapp 300 Euro lohnt sich die Anschaffung einer Gear 2 derzeit noch nicht. Zwar sind die Grundfunktion wie das Telefonieren, SMS schreiben oder auch das Fotografieren schon ganz solide gelöst, im Alltag stößt man als normaler Smartwatch-Nutzer nur selten auf Situationen in denen es sich lohnt anstatt dem Smartphone eine Smartwatch zu verwenden. Zudem ist es besonders störend, ja eigentlich sogar schon fast ironisch, dass man beim Blick auf seine „Uhr“ die Uhrzeit nicht sofort im Blick hat, sondern erst durch „komische“ Bewegungen oder durch Klicken aktivieren muss. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Smartwatch zuzulegen sollte lieber noch ein bis anderthalb Jahre warten bis der Konkurrenzkampf auf dem Wearables-Markt so groß geworden ist, dass auch die Preise auf ein akzeptables Niveau sinken. Gleiches gilt auch für das Gear Fit- Armband. Da es weder eine Kamera noch eine Telefon-Funktion besitzt ist auch der Preis von rund 200 Euro für die Funktionen noch wesentlich zu hoch. Ungeachtet des Preises, ist für einen Sportler aber ein nützliches Armband, dass hinsichtlich seiner Funktionalität und Leistung im Test überzeugen konnte.

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