Verbraucherzentrale warnt vor mobilem Shopping

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Jeder vierte Deutsche shoppt mittlerweile regelmäßig von seinem Smartphone oder Tablet aus, berichtet die Verbrauchzentrale NRW. Die Verbaucherschützer warnen jedoch, Testeinkäufe hätten ergeben, dass Preise auf den mobilen Versionen oder Apps von Shopping-Portalen oft höher als auf dem PC angegeben werden.

Dabei kommt es auch vor, dass mobil teurer abgerechnet wird als auf dem PC. Bemängelt wird auch, dass selbst die mobilen Versionen vieler Verkaufsseiten nur unzureichend an die kleineren Display-Größen und Touchscreens der mobilen Geräte angepasst sind.

Außerdem würden Sonderangebote und Sonderaktionen auf den mobilen Geräten teilweise gar nicht angezeigt. Zudem komme es in verschiedenen Shops vor, dass Preise auf einer Übersichtsseite anders als auf der Produktseite selbst angegeben werden. Beim Versandhandel Otto änderte sich beim Bestellen mit der iPad-App der Preis für eine Kamera sogar auf dem Weg in den Einkaufswagen von rund 150 Euro auf rund 170 Euro.

Die Verbraucherschützer kommen zu dem Schluss, dass die Anbieter beim mobilen Shoppen und ihren Apps noch einiges nachlegen müssen; eine einfachere Bedienung und eindeutige Preise sind wünschenswert. Allerdings machen sie auch darauf aufmerksam, dass die unterschiedliche Auszeichnung von Artikel in der mobilen Ansicht und der PC-Ansicht nicht verboten ist. Wenn ein Händler also einen Artikel über den PC günstiger verkauft als über ein mobiles Endgerät, ist das rechtlich in Ordnung. Käufer sollten daher mobile Angebote zusätzlich auf dem PC auf ihren Preis überprüfen.

Dabei unterstellen die Verbraucherschützer den Händler nicht unbedingt böse Absicht: Es könnte sich auch um technische Probleme Handeln, die zu undurchsichtigen Preisangaben und divergierenden Preisen führt – Vorsicht sei dem Kunden jedoch in jedem Falle geraten.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW

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