Wallet und SmartPass: Vodafone führt NFC-Payment deutschlandweit ein

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Im Dezember hatte Vodafone gemeinsam mit dem Kreditkartenanbieter Visa einen mobilen Bezahlservice namens Vodafone SmartPass gestartet. In einigen deutschen Großstädten kann man seither mit einer digitalen Guthabenkarte und einem NFC-fähigen Smartphone kontaktlos in teilnehmenden Geschäften bezahlen. Jetzt ist der Dienst bundesweit verfügbar.

Der Kunde lädt sich zunächst die digitale Geldbörse namens Vodafone Wallet als App auf sein Smartphone (Android und iOS werden unterstützt). In dieser App ist die Visa-Karte Vodafone SmartPass integriert. Die Daten der Karten werden auf einer speziellen, von Vodafone herausgegebenen NFC-fähigen SIM-Karte gespeichert. Zertifiziert für diesen Service ist bislang allerdings erst rund ein Dutzend Smartphone-Modelle, darunter Samsung Galaxy S3 und S4, HTC One oder Vodafone Smart 3.

Seine Guthabenkarte kann man direkt über die SmartPass-App aufladen, beispielsweise vom Giro- oder Kreditkartenkonto. Eine Transaktionsübersicht zeigt alle Einkäufe. Zahlungen über 25 Euro sind mit einer PIN-Abfrage geschützt. Außerdem kann man Geld mobil von Handy zu Handy senden. 

An der Kasse – Kunden können laut Vodafone an mittlerweile rund 36.500 Akzeptanzstellen in Deutschland kontaktlos bezahlen, europaweit sind es 1,3 Millionen Kassenterminals – hält man sein Smartphone über das Terminal, in das man normalerweise seine Bankkarte stecken würde. 

Vodafone Wallet & SmartPass: Bezahlen am NFC-Terminal
Bildquelle: Vodafone Deutschland

Vodafone Wallet & SmartPass: Bezahlen am NFC-Terminal

Wer kein NFC-fähiges Smartphone besitzt, kann einen entsprechenden NFC-Sticker auf die Rückseite seines Smartphones kleben; diese Lösung dürfte allerdings wenig Anklang finden. 

Der SmartPass-Dienst ist im ersten Jahr kostenlos, danach werden 9,90 Euro jährlich fällig. Die Aufladegebühr für die Kreditkarte beträgt 1 Prozent des Aufladebetrags, mindestens jedoch 1 Euro. Die Zahl der Unternehmen, die Vodafone Wallet und SmartPass unterstützen oder zumindest testen, wird größer: Edeka, McDonalds, Douglas, Starbucks, Kamps, Hit oder auch Vapiano sind bereits dabei.

Neben Geldkarten sollen später auch Kunden- und Bonuskarten, Gutscheine oder Tickets in Vodafone Wallet integriert werden. Vodafone zeigt das Prozedere derzeit auf der Cebit in Hannover anhand von ADAC-, Payback- oder Lufthansa-Miles&More-Karten. Fernziel ist, das Wallet auch als elektronischen Schlüsselersatz und Personalausweis zu nutzen. 

Quelle: Vodafone Deutschland

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