Vorinstallierte Apps können zukünftig entfernt werden

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Meistens lassen sich vorinstallierte Anwendungen auf Smartohones oder Tablets, wie zum Beispiel Social-Media-Apps oder herstellerspezifische Apps, nur schwer deinstallieren. Wer die sogenannte "Bloatware" nicht benötigt, muss damit leben, sie nicht löschen zu können - auch wichtiger Speicherplatz bleibt so belegt. In Südkorea soll sich das nun ändern: Zukünftig müssen die Apps auf dort vertriebenen Geräten deinstallierbar sein. 

Das südkorenische Ministerium für Wirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnik und Zukunftsplanung hat in einer Pressemeldung bekannt gegeben, dass es zukünftig eine neue Richtlinie geben wird, nach der eine Praxis unterbunden werden soll, die für den Verbraucher eine Belästigung darstelle. Auch der Wettbewerb zwischen den Geräte-Herstellern soll dadurch nicht mehr behindert werden. Das Ziel: Der Nutzer soll mehr Speicherplatz auf seinem Gerät für seine eigenen Anwedungen und Daten bekommen. 

Eine kleine Auswahl an Anwendungen muss auch nach Sicht des südkoreanischen Ministeriums auf den Geräten bleiben. So sollen Anwedungen die für den Aufbau von WLAN- oder Datenverbindungen oder NFC benötigt werden, auf den Geräten bleiben und fest mit der Firmware verankert sein. Alle anderen bereits vorinstallierten Apps können jedoch vom Nutzer deinstalliert werden. 

Sinnvolle Maßnahme

Insgesamt 80 Apps sollen, nach Angabe der Pressemitteilung, auf einem Samsung Galaxy S4 mit SK-Telecom-Branding in Südkorea vorinstalliert sein. Viel Platz für eigene Daten bleibt dem Nutzer demnach nicht mehr. Nach der neuen Richtlinie müsste zukünftig mindestens die Hälfte der Apps entfernbar sein. 

Auch wenn die Nutzer hierzulande nicht so extrem viel „Bloatware“ auf ihren Geräten vorfinden, könnte eine solche Maßnahme auch hier Anklang finden. Ob eine Richtlinie in Planung ist, ist bislang jedoch nicht bekannt. 

Quelle: ZDNet

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