Microsofts Surface-Tablets nähern sich der Gewinnzone

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Microsofts Surface-Tablets mit 500-Dollar-Schein
Bildquelle: inside-handy.de / Microsoft
Spekulationen gab es zwar, doch weder Nokia noch Microsoft haben in ihren aktuellen Quartalsberichten den endgültigen Abschluss des anstehenden Übernahme-Deals verkündet. Im Gegensatz zu Nokia, deren Handysparte für ein Minus in der Kasse sorgte, kann Microsoft auf ein überaus positives Quartal zurückblicken; selbst die Surface-Tablets machen sich so langsam. Wie es künftig aussehen wird, wenn die Nokia-Geräte zum Konzern gehören, ist allerdings offen.

24,5 Milliarden US-Dollar, umgerechnet fast 18 Milliarden Euro, betrug der Umsatz des Microsoft-Konzerns von Oktober bis Dezember – ein sattes Plus von 14 Prozent verglichen mit 2012. Auch der Nettogewinn stieg leicht auf umgerechnet 4,8 Milliarden Euro.

Surface: Umsatzplus, dennoch Minus

„Unser Geräte- und Consumer-Segment hatte ein großartiges letztes Quartal“, kommentierte der scheidende CEO Steve Ballmer. Für einen guten Teil des Umsatzzuwachses dort sorgte die Microsoft-Hardware, und hier vor allem die Spielekonsole Xbox. Doch auch auf die Performance seiner Surface-Tablets ist Microsoft stolz: Mehr als verdoppelt habe man den Umsatz gegenüber dem Vorquartal, auf inzwischen 653 Millionen Euro. Dennoch macht das Unternehmen mit seinen Windows-Tablets immer noch ein Minus von rund 30 Millionen Euro, wie Cnet erfuhr.

So kann Microsoft auch nicht den Rückgang kompensieren, der im PC-Sektor verbucht werden muss: Die Lizenzeinnahmen im Endkundenbereich für Windows, Office und auch Windows Phone sind auf unter vier Milliarden Euro gesunken. Wie sich Windows Phone entwickeln wird, ist ohnehin unklar: Zu Beginn der Kooperation mit Nokia zahlte Microsoft 250 Millionen Dollar pro Quartal an die Finnen, damit diese in ihren Smartphones auf das mobile Betriebssystem der Amerikaner setzen. Zuletzt soll Microsoft aber dank der gleichzeitig von Nokia gezahlten Lizenzgebühren ein Plus bei diesem Geschäft gemacht haben. Wenn die Lumias also bald unter dem eigenen Dach firmieren, fiele dieses Plus weg.

Nokia-Deal könnte sich negativ auswirken

Überhaupt scheint auch Microsoft selbst unsicher zu sein, wie sich die Integration von Nokias Mobilgeräteabteilung – die den Konzern immerhin inklusive Patentlizenzen über 5,4 Milliarden Euro kostet – auswirken wird. „Akquisitionen wie die von Nokias Geräte- und Servicegeschäft könnten einen negativen Effekt auf unser Business haben“, räumt der Konzern in seinem Ausblick auf 2014 an.

Fakt ist: Nokia selbst machte mit seinen Handys im letzten Quartal ein Minus von 200 Millionen Euro. Damit muss sich künftig Microsoft herumschlagen. Andererseits hat ein riesiger Konzern wie der Softwaregigant aus Redmond ganz andere Möglichkeiten, vor allem mit Blick auf Marketing und Vertrieb, um Produkte weltweit an den Mann zu bringen. Und: Bei einem Nettogewinn nahe 5 Milliarden Euro könnte man einen Anfangsverlust im niedrigen sechsstelligen Bereich wohl locker verkraften.

Quellen: Microsoft / Cnet

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