One XL und Desire C: Zuwachs für die HTC-Familie

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HTC One XL
Bildquelle: inside-handy.de
HTC präsentierte am vergangenen Dienstagabend gemeinsam mit Vodafone das HTC One XL. Die Taiwaner haben damit jedoch nicht nur ein weiteres Mitglied der One-Familie vorgestellt, auch das Desire C hatte man im Gepäck. inside-handy.de war live im Europa-Park in Rust dabei und erklärt, warum das One XL nicht größer ist als das One X, weshalb das Desire C nicht zur One-Reihe gehört und was Vodafone und der Europa-Park damit eigentlich zu tun hatten.

Mit dem Velocity 4G brachte HTC bereits vor kurzem ein LTE-fähiges Smartphone auf den Markt. Dieses wurde ebenfalls in Kooperation mit Vodafone in Düsseldorf präsentiert. Man wählte die Hauptstadt Nordrhein-Westfalens nicht ohne Grund als Vorstellungsort. Düsseldorf ist neben München, Nürnberg und Leipzig bislang eine der wenigen Großstädte die mit LTE ausgestattet sind. Vor allem in diesen Städten kann Vodafone zeigen wie schnell das LTE-Netz sein kann. Im Fall des One XL war es ähnlich. Dadurch dass der Europa-Park nun ebenfalls mit einer LTE-Basisstation ausgestattet ist, wurde dieser als Vorstellungsort von Vodafone und HTC auserkoren.

L wie LTE

Die Abkürzung „XL“ ist aus der Bekleidungsindustrie bekannt, steht bei dem neuen One-Smartphone aber nicht für die Größe „Extra Large“. HTC hat an das bereits auf dem Mobile World Congress vorgestellte One X ein „L“ für LTE (Long Term Evolution) angehangen. Das ist auch schon fast alles was die beiden Geräte voneinander unterscheidet. Eine andere wesentliche Veränderung betrifft den Prozessor: Taktet im One X ein Quad-Core-Prozessor von Nvidia mit einer Frequenz von 1,5 Gigahertz, ist HTC beim One XL auf eine Dual-Core-Lösung aus dem Hause Qualcomm ausgewichen. Grund: Der Nvidia-Chip hat kein integriertes LTE-Modem.

Die weitere Ausstattung lässt das One XL zum Zwilling des One X werden. Sowohl das Super-LC-Display (4,7 Zoll und 720 x 1.280 Pixel) als auch die Kamera (8 Megapixel) und der Arbeitsspeicher (1 Gigabyte) sind identisch. Das interne Datendepot umfasst ebenfalls bei beiden Modellen die gleichen nicht erweiterbare 32 Gigabyte. Darüber hinaus läuft das One XL mit Android 4.0, unterstützt NFC und die Beats-Audio-Technologie und bringt mit 8,9 Millimetern Tiefe ein Gewicht von 129 Gramm auf die Waage.

Hier zwei Fotos, die mit der Kamera des One XL und im Vergleich dazu mit der 5-Megapixel-Kamera des etwas ind die Jahre gekommenen HTC HD 7 gemacht wurden. Oben jeweils das mit dem HD7 aufgenommene Foto:

Kamera-Vergleich One XL und HTC HD7

Auf Nachfrage von inside-handy.de warum HTC nicht bereits beim One X auf den Quad-Core-Prozessor verzichtete und stattdessen Qualcomms Zweikerner mit integriertem LTE eingebaut hat, antwortete ein HTC-Sprecher: „Jedes der Geräte ist für eine andere Zielgruppe.“ Während der Nutzer seiner Ansicht nach mit dem One X Spiele mit aufwändig gestalteten Grafiken spielen könne, möchte das der Nutzer eines One XL mit LTE nicht unbedingt. Aber auch die Präsenz eines eigenen Quad-Core-Smartphones auf dem Markt dürfte bei dieser Entscheidung eine große Rolle gespielt haben.

HTC Desire C

Mit der One-Reihe zeigte HTC sich Anfang 2012 in einem ganz neuen Gewand. War man im vergangenen Jahr auf dem besten Weg ein Nokia der Gegenwart zu werden und stellte – wie einst die Finnen – ein Gerät nach dem anderen vor, sollen in diesem Jahr nur eine Handvoll Smartphones die Marktanteile steigern.

Nun stellten die Taiwaner mit dem Desire C ein Gerät vor, das gar nicht ins Konzept der One-Familie passt, noch nicht einmal dessen Namen tragen darf. Da drängt sich natürlich die Frage nach dem Warum auf. inside-handy.de hakte nach: „Die One-Reihe bringt ganz spezielle Features mit sich, die das Desire C nicht hat. So zum Beispiel die diversen Funktionen der Kamera“, erläuterte ein HTC-Sprecher. Auch auf die Frage warum man sich für den Namen Desire entschieden hat, ähnelt das Gerät doch eher dem Wildfire, bekam inside-handy.de eine Antwort: „Der Name Desire ist weltweit bekannt und im Laufe der vergangenen Jahre recht populär geworden.“

Allerdings ist das Desire C kein passender Nachfolger für die Desire-Geschwister der Vergangenheit, zählten diese doch stets zu den Top-Modellen der Taiwaner. Das Desire C hingegen ist ein Einsteiger-Smartphone. Mit seinem 600-Megahertz-Prozessor ist es nicht nur schwächer auf der Brust als das erste Desire, das bereits Ende März 2010 auf den Markt kam. Mit einem 3,5 Zoll großem Display ist es auch um 0,2 Zoll kleiner und hat eine schlechtere Bildschirmauflösung (480 x 800 Pixel Desire, 320 x 480 Pixel Desire C).

Zur weiteren Ausstattung gehört ein 512 Megabyte großer Arbeitsspeicher, eine 5-Megapixel-Kamera und vier Gigabyte interner Speicher, der mit einer Micro-SD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweitert werden kann.

Darüber hinaus kommt das Desire C mit einem 1.230-mAh-Akku, Beats-Audio-Software und Android 4 alias Ice Cream Sandwich. Im freien Handel wird das Gerät wie das One XL ab Anfang Juni erhältlich sein. Eine Version mit NFC wird unter anderem bei O2 angeboten. HTC gibt eine UVP von 219 Euro an. Somit ist das Einsteiger-Smartphone auch deutlich günstiger als seine Vorfahren. Das erste Desire brachte es beim Marktstart auf einen Preis von rund 500 Euro.

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