Alles aus dem Flaggschiff herausholen 20 Tipps für das Huawei P20 Pro

vom 31.05.2018, 08:00
Huawei P20 Pro
Bildquelle: Stefan Winopal / inside handy

Mit dem Huawei P20 Pro hat der chinesische Hersteller ein Ausrufezeichen gesetzt. Die drei Kamera-Sensoren der Triple-Kamera sind nicht nur Marketinggewäsch und auch die restliche Technik weiß zu überzeugen. Dennoch wissen viele Nutzer gar nicht, was alles in dem Handy steckt. Die Redaktion von inside handy hat 20 Tipps für das Huwaei P20 Pro zusammengestellt.

Beim Huawei P20 Pro dreht sich viel um die Kamera, keine Frage. In den Drei Augen der Hauptkamera steckt nicht nur feine Technik. Dahinter lauert außerdem eine Software, die den einen oder anderen Kniff bereithält. Die Tipps, mit denen man noch einmal mehr aus dem Huawei-Flaggschiff herausholen kann, beschränken sich also nicht nur auf das Fotostudio. Auch in Sachen Konnektivität, intelligenten Bedien-Automatiken und Akku-Spar-Potenzial hat das Huawei P20 Pro einiges in petto.

Die meisten dieser hier gegebenen Tipps gelten auch für das Basismodell, das Huawei P20. Worin sich das P20 und das P20 Pro unterscheiden, erklärt die Redaktion von inside handy in einem separaten Artikel.

8 Tipps für die Kamera des Huawei P20 Pro

Kräftige Farben: Im Fotomodus kann über die "Filmrolle" im oben angehefteten Menü die Farbgebung verändert werden. Neben der Standardeinstellung gibt es die Möglichkeit, weiche oder kräftige Farben auszuwählen. Die Einstellung "kräftige Farben" hilft insbesondere bei schwächeren Lichtverhältnissen dabei, Farben besser zur Geltung kommen zu lassen. Für realitätsnahe Bilder gilt aber: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Nachtmodus: Der heimliche Star aus Huaweis Foto-Portfolio. In dem speziellen Modus können dank längerer Belichtungszeit nicht nur hervorragende Bilder bei Dunkelheit erstellt werden. Der Modus erlaubt auch interessante Hintergrundeffekte bei Porträtaufnahmen in unruhigem Umfeld, quasi "Super-HDR-Bilder". Dank der Software-Berechnung bleibt der Vordergrund scharf und stabil, während der Hintergrund die Dynamik der Bewegung darstellt. Der Nachtmodus ist ein eigenes Ebenen-Menü in der Kamera-App.

RAW-Format im Pro-Modus: Hier kommen Foto-Experten auf ihre Kosten. Das Huawei P20 Pro kann Fotos im Rohdatenformat RAW abspeichern. Hierbei wird – einfach gesagt – der Bildprozessor im Kamera-Modul übersprungen und die Bilddatei mit sämtlichen, ungefilterten Informationen abgespeichert. Die Folge: große Bilddateien (um die 40 MB), aber auch voller Umfang zum selbstständigen Bearbeiten der Fotos. Im Pro-Modus kann das RAW-Format über das Rädchen-Symbol eingestellt werden.

Optischer Zoom: Dank des dritten Kamera-Objektivs können Szenerien mit dem Huawei P20 Pro "verlustfrei" vergrößert werden. Der bis zu dreifache optische Zoom lässt sich über das Display steuern. Einfacher kann es aber sein, die Lauter- und Leiser-Tasten damit zu belegen. In den "Rädchen"-Einstellungen der Foto-App kann die Funktion dieser Taste neu belegt werden.

Schwarz-Weiß-Fotos: Die Unterscheidung in Monochrom- und RGB-Sensor ermöglicht, dass mit dem Huawei P20 Pro nicht nur virtuelle, sondern echte Schwarz-Weiß-Fotos erstellt. Hierfür werden die RGB-tauglichen Sensoren weggeschaltet. Heißt: Der 20-Megapixel-Sensor mit f/1.6-Blende ist hauptverantwortlich für die Fotos in Graustufen.

3D-Panorama: Mit diesem Modus können Objekte dreidimensional im Raum dargestellt werden. Das erstellte Bildformat kann auf dem Handy dann per Drehen oder Streichen räumlich angesehen werden. Die KI sorgt dabei für eine ziemlich flüssige Aufnahme.

Super-Zeitlupe: Für einen kurzen Zeitraum kann das P20 Pro Videosequenzen mit 960 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Der Bildprozessor macht es durch schnelle Zwischenspeicherung möglich. Das Ergebnis sind teilweise beeindruckende Hochgeschwindigkeitsaufnahmen. Dabei sollte trotz guter KI-Unterstützung auf ruhige Hand oder ein Stativ geachtet werden. Qualitativ sind die Super-Zeitlupen-Videos auf HD-Auflösung mit 720p beschränkt.

Huawei P20 Pro im Test: Hands-On

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    Das Huawei P20 Pro besitzt eine glänzende Rückseite sowie ...
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside handy
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    ... eine Vorderseite mit Display-Notch.
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside handy

Scanner und Taschenlampe: Früher benötigte man hierfür noch eine eigene App, die dann auf die Kamera zugreifen musste. Ein Dokumente-Scanner ist mittlerweile im Kamera-Menü integriert. Der Barcode-Scanner kann über die Suchfunktion im Huawei-Launcher angesteuert werden. Die Taschenlampe, die den LED-Blitz nutzt, kann sogar ohne die Kamera-App und direkt über die Schnelleinstellungen angeschaltet werden. Hierfür muss einfach die "Notch"-Leiste heruntergezogen werden und das Taschenlampensymbol aktiviert werden.

5 Tipps zur einfachen Bedienung des Huawei P20 Pro

Notch hin oder her. Der "Einschnitt", der eine Kerbe von oben ins OLED-Display des Huawei P20 Pro zieht, lässt sich auch verbergen, wenn der Nutzer es denn so will. In den Display-Einstellungen (Einstellungen – Anzeige), findet sich dieser Punkt unter dem Bereich "Einschnitt".

Steg-Einstellungen des Huawei P20 Pro
Bildquelle: inside handy

Der "Einschnitt" kann im Anzeige-Menü verborgen werden.

Einhand-Bedienung: 6,1 Zoll misst das Huawei P20 Pro in der Diagonalen. Zierliche Hände geraten hier schnell an ihre Grenzen. Wenn das Handy aber mal nur mit einer Handy gesteuert werden soll, zieht der entsprechende Einhand-Modus die Interaktionsfläche des Displays kleiner. Je nachdem ob ein Links- oder Rechtshänder bedient, kann die kleinere Touch-Fläche links oder rechts unten angezeigt werden. Mit einem Klick auf die "tote" Fläche kann der Vollbild-Modus wieder hergestellt werden.

App Twin: Zwei Mal WhatsApp auf einem Gerät. Aus Schlankheitsgründen verhindert der Play Store normalerweise, dass zwei identische Apps auf dem Handy installiert werden. Dem wirkt die Einstellung App Twin entgegen, die nach Huawei mittlerweile immer mehr Hersteller anbieten. So kann man zum Beispiel zwei WhatsApp-Accounts gleichzeitig auf dem Handy betreiben. Besonders sinnvoll für Nutzer der Dual-SIM-Funktion.

Potenzial im Home-Button nutzen: Die Funktionen der Android-On-Screen-Tasten kann auch der Home-Button einnehmen. Dank der Sensorik in dem Taster sind folgende Befehle möglich:

Antippen: Sprung zum vorherigen Bildschirm
längeres Drücken: Sprung zum Startbildschirm
Wischen von links nach rechts: Task-Manager, alle geöffneten Apps
Wischen von unten nach oben: Google Assistant

Mehrere Fingerabdrücke speichern: Der erste Vorteil liegt klar auf der Hand: Dank frontseitigem Fingerabdrucksensor kann das Handy dank weiterer, eingespeicherter Abdrücke auch mit der anderen Hand, dem Zeigefinger statt dem Daumen oder von einer weiteren, vertrauenswürdigen Person entsperrt werden. Dazu kann der Fingerabdrucksensor aber auch so eingestellt werden, dass je nachdem mit welchem Finger draufgetippt wird, sich eine App oder Einstellung öffnet.

Die Verpackung des Huawei P20 Pro
Bildquelle: Stefan Winopal / inside handy

7 Tipps, die das Huawei P20 Pro wirklich smart machen

Knock-Feature: Soll nur ein Teil des Bildschirms abgebildet werden, damit zum Beispiel nicht eine ganze Display-Seite eines Chats als Screenshot weitergeschickt wird, bleibt das lästige "Screenshot erstellen, bearbeiten, zuschneiden, speichern, senden" aus. Wird der festzuhaltende Ausschnitt lediglich mit dem Fingerknöcheln umrandet, erscheinen währenddessen blaue Rahmenlinien auf dem Display. Schließt man den Bereich, wird nur aus dem Inneren dieser Rahmen ein Screenshot erstellt, der dann direkt versendet werden kann. Will man doch ein Abbild des gesamten Displays speichern, so kann ein Screenshot per Klopfen auf das Display oder herkömmlich durch gleichzeitiges Drücken der Leiser- und der Power-Taste erstellt werden.

Bildschirmrekorder: Reicht ein Screenshot nicht aus, kann auch ein ganzer Arbeitsschritt auf dem Display festgehalten werden. Vor allem ein nützliches Feature für Anschauungsvideos oder um Schritte nachträglich nachvollziehbar zu machen. Am einfachsten erreicht man den Bildschirmrekorder über die Schnelleinstellungen durch das Herunterstreichen der oberen Menüleiste.

Always-On-Display: Huawei ist nicht der erste Hersteller, der dieses Feature anbietet. Allerdings ist die Alltags-Hilfe unbestritten. Wie früher reicht dank Always-On-Display ein kurzer Blick auf das ausgeschaltete Display, um die Uhrzeit abzulesen. Außerdem gibt die Anzeige je nach Konfiguration an, ob es sich überhaupt lohnt, das Display zu entsperren. Vielleicht sind ja gar keine neuen Nachrichten da. Richtig eingesetzt, kann man als Power-User mit dem Always-On-Display Energie sparen. Nutzt man es nicht, aktiviert es aber, kann die Funktion auch zum ungewollten Stromfresser mutieren. Der Weg zum Always-On-Display, das bei Huawei nicht so heißt, ist komplizierter, als zunächst angenommen. Die Funktion findet sich nicht unter "Anzeige", sondern ist bei "Sicherheit und Datenschutz" zu finden. Der Menüpunkt unter dem das Always-On-Display konfiguriert werden kann heißt "Immer Informationen anzeigen".

Easy Projection: Ein HDMI-zu-USB-C-Adapter reicht, und das Huawei P20 Pro wird zum Desktop-PC. Auf einem externen Bildschirm wird die Benutzeroberfläche angepasst und an Windows erinnernd dargestellt. Auch die Steuerung per Maus und Tastatur ist damit möglich. Diese Funktionen eignen sich insbesondere dazu, Fotos zu präsentieren. Die Funktion verbirgt sich unter dem Menüpunkt "Geräteverbindungen".

Entwickler-Optionen freischalten: Dies ist ein klassischer Android-Tipp. In den Telefoninformationen ("Über das Telefon") einfach siebenmal auf die Build-Nummer tippen. Die Software bestätigt, dass man nun Entwickler sei. Nun gibt es neue Einstellungsmöglichkeiten in den übergeordneten Menüs. So kann beispielsweise USB-Debugging verwendet werden oder dank der Vermeidung von zusätzlichen Animationen kann die gesamte Geräte-Leistung etwas erhöht werden.

Strom sparen dank Display-Reduktion: Wie bei den Samsung-Flaggschiffen, kann auch bei Huawei an der Display-Auflösung geschraubt werden. Vom Standard Full HD+, kann in den Anzeige-Einstellungen auf HD+ umgeschaltet werden. Hierdurch halbiert sich die Display-Auflösung und folglich müssen nur noch die Hälfte der Pixel beleuchtet werden, was Energie spart. Für den Mittelweg gibt es auch eine Automatik namens "Smarte Auflösung". Diese Einstellungen finden sich in den Einstellungen unter "Anzeige".

Grundsätzliche Tipps für stabile Performance und Akkulaufzeit: Software und feine Technik sorgen in der Regel für einen reibungslosen Betrieb des Handys. Die übliche Laufzeit des Handys kann dabei schnell auf ein paar Tage ansteigen. Im Hintergrund ziehen "geparkte" Anwendungen und Speicher-Reste die Performance und die Akku-Kondition herunter. Kurze Verschnaufpausen und regelmäßige Neustarts des Handys können hier Wunder wirken und halten das Smartphone nachhaltig gesund. Auch ein Blick in den Task-Manager, die Nutzung der Optimierungs-App und das manuelle Stoppen von aufwendigen Apps im Akku-Management können hier hilfreich sein.



Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de / Michael Büttner | Autor: Michael Stupp
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Themen dieser News: Tipps & Tricks, Huawei, Mobilfunk-News, Oberklasse-Smartphones, Smartphones, Technik

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