Gerücht Alle Fakten und Gerüchte in der Übersicht  Galaxy Note 9: Samsung hält an Fingerabdruck-Sensor fest

vom 12.02.2018, 17:46
Samsung Galaxy Note 9 Fan Concept
Bildquelle: TechConfigurations.com

Nach dem Debakel rund um das Galaxy Note 7 war die Note-Reihe von Samsung von vielen totgesagt worden. Mit dem Galaxy Note 8 ist Samsungs Note-Reihe jedoch wieder voll in der Spur und erfolgreicher denn je. So wundert es nicht, dass bereits die ersten Gerüchte zum Samsung Galaxy Note 9 die Runde machen. Die inside-handy.de-Redaktion sammelt alles zu Samsungs Smartphone-Flaggschiff des Jahres 2018.

Während immer mehr Hersteller neben einem Scan des Fingerabdrucks als Entsperrmethode auf eine Gesichtserkennung setzen und Apple beim iPhone X gar komplett auf einen Fingerabdruck-Sensor verzichtet, gibt es Hinweise darauf, dass Samsung einen anderen Weg geht. So soll es weiterhin einen Fingerabdrucksensor geben, jeodch soll sich dieser unter dem Display befinden. Das meldet die chinesische Seite Mobile.Zol. Wie das funktionieren kann, hat bereits der Hersteller Vivo gezeigt. Das Vivo X20 Plus UD wurde Ende Januar vorgestellt und besitzt als erstes Smartphone den biometrischen Sensor unter dem Display. Auf dem chinesischen Twitter-Pendant Weibo ist eine Skizze aufgetaucht, die ein entsprechendes Samsung-Patent zeigen soll.

Samsung Patent Fingerabdruck unter dem Display
Bildquelle: Weibo

Auch das Magazin Business Insider berichtete bereits über den Fingerabdruck-Sensor unter dem Display und bezog sich auf den KGI-Analysten Ming-Chi Kuo. Er ist in der Technik-Szene kein Unbekannter, verfügt über gute Kenntnisse asiatischer Lieferketten und hat schon oft den richtigen Riecher bewiesen.

Drei Lieferanten könnten bei Samsung zum Zuge kommen, wie Business Insider weiter berichtet. Synaptics, eine Firma die auch Apple beliefert und deren Touchpads in den meisten Notebooks stecken, gilt als am wenigsten aussichtsreicher Kandidat. Die Technologie nach der Samsung sucht, soll es ermöglichen, dass das OLED-Display auch die Lichtquelle für den Fingerabdruck-Sensor ist – was bei Synaptics wohl nicht funktioniert. Die koreanischen Hersteller BeyondEyes und die Samsung-Tochter Samsung LSI gelten deshalb als heiße Kandidaten – auch Muster ihrer Bauteile sollen bei Samsung Mobile bereits eingegangen sein. Zudem könnte auch der aktuelle Samsung-Lieferant Egis Chancen auf den Abschluss haben.

Stift- und Fingereingaben parallel

Zuvor wurde bereits darüber spekuliert, dass der Nachfolger des erfolgreichen Note 8 gleichzeitig Stift- und Fingereingaben erkennen könnte. Ein entsprechendes Patent wurde am 25. September bei der WIPO eingereicht und Ende Januar veröffentlicht. Das Feature verbirgt sich in der S-Pen-Funktion. Der Anwender kann je nach Bedarf entscheiden, ob er nur den Finger, den S-Pen oder eine Kombinationen aus beidem nutzen möchte. Beispielsweise lässt sich so der Bildschirm verschieben, während der Anwender gleichzeitig etwas zeichnet. Bisher funktionierte dies nur unabhängig voneinander. Ein Grund: Der sogenannte Digitizer wird aktiv, wenn sich der S-Pen beim Note 8 in der Nähe des Display befindet. So wird Eingaben per Finger der Riegel vorgeschoben und diese einfach ignoriert. Darüber hinaus können Buchstaben mit dem Finger während des Schreibens mit dem S-Pen gelöscht werden. Einstellung für Transparenz, Farbe und Dicke werden unabhängig voneinander für Stift und Finger festgelegt.

Samsung Galaxy Note 9 Patentzeichnung
Bildquelle: WIPO

Im Patent ist ebenfalls die Rede von zwei unterschiedlichen Design-Varianten des sogenannten Stylus. Eine davon entspricht dem Design des Note 8. Mit der anderen lassen sich der Beschreibung nach mit dem zweiten Ende Buchstaben löschen. Hierfür wird - wie bei einem Bleistift - die Gegenüberliegende Seite als Radierer benutzt.

Eine weitere Patentzeichnung offenbart Schnellzeichen-Funktionen. Zieht der Anwender etwa einen Kreis im Uhrzeigersinn, öffnet sich ein Menü um die angezeigte Memo zu teilen. Bei einem Kreis gegen den Uhrzeigersinn kann die Memo demgegenüber per Popup-Menü gelöscht werden. Mit einem aufgezeichneten Z kann der Anwender abhängig von der Zeichenrichtung zur vorherigen oder zur nächsten Memo springen. Das spart Zeit und erscheint recht simpel.

Samsung Galaxy Note 9 Patentzeichnung
Bildquelle: WIPO

Design des Samsung Galaxy Note 9

Die große Frage ist, wie es mit dem Infinity Display, das Samsung mit den Frühjahres-Flaggschiffen S8 und S8+ im Jahr 2017 eingeführt hat, weitergeht. Mit dem Galaxy Note 8 hat der koreanische Smartphone-Marktführer die Display-Ränder noch kleiner gestaltet und die Marschroute vorgegeben: Das Display wird noch größer!

Das wünschen sich auch die ersten Fan-Konzepte, die im Internet kursieren. Samsung könnte hier einen ähnlichen Weg einschlagen wie Apple dies für sein iPhone X getan hat und alle Elemente, die sich nicht hinter dem Display verbergen lassen, auf einer kleinen Leiste am oberen Gehäuserand konzentrieren. Drumherum wäre das Display dann auch nach oben und unten hin randlos, womit Samsung konsequent den aktuellen Megatrend in der Gehäuse-Gestaltung weiter gehen würde.

Erster Prototyp Anfang 2018

Samsung könnte das Galaxy Note 9 bereits viel früher zeigen als der langfristige Plan es vorsieht. Die Entwicklung des Spitzen-Modells 2018 soll im Verhältnis schon weit fortgeschritten sein. So weit, dass man plant, Partnern bereits im ersten Quartal 2018 einen Prototyp präsentieren zu können. Diese Informationen sollen zumindest der Zeitung The Investor vorliegen. In diese Zeit könnten dann auch erste handfeste Leaks fallen - denn offiziell zeigen wird Samsung das Smartphone wohl kaum.

Anhaltspunkte für das finale Design dürften dann spätestens mit der Veröffentlichung des Galaxy S9 gegeben werden. In der Regel verändert Samsung das Äußere seiner Handys nur marginal - auch um eine Einheitlichkeit zu präsentieren. Sicher scheint, dass Samsung das Infinity Display und auch die kurvigen Kanten beibehalten wird. Im Note 9 wird auch nach wie vor der S Pen seinen Einsatz und vor allem seinen Steckplatz finden.

Laut den Berichten firmiert das Galaxy note 9 intern unter dem Codenamen "Crown". Aus der schnöden Bezeichnung lässt sich für ein allerdings eher wenig ableiten - außer der Tatsache, dass auch das Note 9 die Flaggschiffe des Jahres in Puncto Leistungsumfang anführen wird.

Das Note 9 könnte faltbar sein

Ein weiteres Gerücht betrifft das faltbare Smartphone von Samsung, das bislang unter dem Arbeitstitel Galaxy X firmierte. Der Hersteller könnte das Note 9 nutzen, um die Technologie darin zu testen – bevor ein Gerät mit völlig neuem Konzept premiere feiert. Eine weitere Möglichkeit wäre, die kolportierte Galaxy-X-Reihe komplett in der Galaxy-Note-Reihe aufgehen zu lassen. Alle Gerüchte zu den faltbaren Smartphones von Samsung dokumentiert die inside-handy.de-Redaktion in einem gesonderten Gerüchte-Artikel.

Technische Daten des Samsung Galaxy Note 9

Auch wenn sich der koreanische Elektromulti natürlich nicht in die Karten gucken lässt – einige technische Details des Galaxy Note 9 sind unschwer zu erraten. So wird zumindest die amerikanische Version des Smartphones mit dem neuen Flaggschiff-Prozessor des US-Herstellers Qualcomm ausgestattet werden, der mutmaßlich Snapdragon 845 heißen wird. Dieser wird sein Debüt jedoch bereits im Galaxy S9 – also im Frühjahr 2018 – geben. Für den internationalen und somit auch den europäischen Markt wird es sicher einen neuen Exynos-Prozessor geben, den Samsung zu gegebenem Zeitpunkt vorstellen wird – auch dieser dürfte dann im S9 Premiere feiern. Als Betriebssystem wird Android 8 Oreo fungieren.

Bei der Speichergröße könnte eine Erweiterung fällig werden, schließlich kamen schon Note 7 und Note 8 mit einem 64 GB großen internen Speicher und ließen sich dank Micro-SD-Slot um 256 GB erweitern. Denkbar ist, dass das Note 9 mit 128 GB ausgestattet ist und sich um bis zu 400 GB erweitern lässt – entsprechende Micro-SD-Speicherkarten gibt es inzwischen. Auch beim Arbeitsspeicher könnte sich eine Erweiterung anbahnen, auch wenn das Note 8 mit 6 GB bereits gut bestückt war. Womöglich setzt Samsung hier mit 8 GB ein Zeichen.

Beim Display soll das grundsätzliche Seitenverhältnis von 18,5:9 beibehalten werden, auch wenn die Ränder oben und unten verschwinden sollen. Als Displayauflösung ist somit weiter 1.440 x 2.960 Pixel im Rennen, auch wenn Fankonzepte von einem noch größeren Display ausgehen – es könnte auf ganze 6,5 Zoll wachsen. Zudem wird spekuliert, dass die Auflösung bei 4.096 x 2.160 Pixeln liegen könnte.

Kaum eine Änderung dürfte die Akkukapazität erfahren. Ein Reizthema für Samsung, denn der ambitionierte 3.500-mAh-Akku gilt als Hauptschuldiger des Feuer-Fiaskos, unter dem das 2016er Note 7 – und mit ihm auch Samsungs Reputation – litt. Eine Abkehr von USB Typ-C als Lade- und Verbindungs-Stecker gilt als ebenso unwahrscheinlich wie die Abschaffung des 3,5-mm-Klinkenanschlusses – zu verführerisch ist es hier, sich gekonnt von Apple zu unterscheiden. Außerdem wird auch beim Galaxy Note 9 der S-Pen von Samsung wieder mit an Bord sein, der weitere Verbesserungen erfahren dürfte.

Kamera des Samsung Galaxy Note 9

Uneins ist sich das Netz bei der Kamera, die das Note 9 zieren wird. Entweder Samsung hält an der doppelten 12-Megapixel-Kamera mit Dual-Pixel-Technologie fest oder erweitert die Auflösung hinter dem f/1.7- und f/2.4-Blenden gar auf 18 Megapixel. Ein optischer Bildstabilisator gilt dabei als ebenso gesetzt wie ein Phasenerkennungs-Autofokus. Ebenfalls nicht unwahrscheinlich dürfte die Erweiterung der Hauptkamera um Funktionen für Augmented Reality und 3D-Mapping sein. Die Frontkamera könnte ebenfalls ein Upgrade erfahren und ihre Megapixel-Anzahl auf 16 Megapixel verdoppeln. Ebenfalls wieder mit dabei sein dürfte ein Iris-Scanner.

Preis und Verfügbarkeit des Samsung Galaxy Note 9

Wie jedes Jahr dürfte die Vorstellung des Samsung Galaxy Note 9 im zeitlichen Umfeld der IFA erfolgen, die im Jahr 2018 vom 31. August bis zum 5. September stattfindet. Erhältlich war das Galaxy Note 8 zum Ende des Septembers.

Ob mit 999 Euro, die Samsung für das Galaxy Note 8 aufruft, das Ende der Fahnenstange beim Preis bereits erreicht ist? Klar ist, dass Apple mit seinem iPhone X preislich gut vorgelegt hat. Samsung könnte dies dazu inspirieren, ebenfalls weiter an der Preisschraube zu drehen. Und mit dem Preis für Vorzeige-Smartphones verhält es sich in etwa so, wie mit deren Displays: Der einzige Weg ist nach oben.

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Quelle: TechConfigurations.com | Bildquelle kleines Bild: TechConfigurations.com | Autor: Redaktion inside-handy.de
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Themen dieser News: Samsung, Android, Mobilfunk-News, Oberklasse-Smartphones, Phablets, Smartphones

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