Gerücht Alle Fakten und Gerüchte in der Übersicht Samsung Galaxy S9 und S9+ sollen mit 3D-Kamera kommen

vom 15.10.2017, 13:35
Samsung Galaxy S9 Konzept
Bildquelle: DBS Designing

Man sollte meinen, dass Samsung derzeit noch mit dem Erfolg des Galaxy S8 und S8+ alle Hände voll zu tun hat. Doch es gibt bereits erste Gerüchte zur nachfolgenden Generation. Die Redaktion von inside-handy.de gibt einen Überblick über die heißesten Spekulationen rund um Design, Display, Kamera, Preis und die technischen Daten des kommenden Galaxy S9 sowie S9+.

Der Fingerabdrucksensor scheint in Zukunft von der Gesichtserkennung als sichere Entsperrmöglichkeit in Smartphones abgelöst zu werden. Flaggschiffe wie das Galaxy S8 bieten diese Option bereits, obgleich die Technik bis dato noch nicht vollständig ausgereift ist. Zum Marktstart des Galaxy S8 und S8+ gab es zahlreiche Meldungen, wie die Gesichtserkennung mittels Fotos ausgetrickst werden kann, wodurch die Sicherheit der Entsperroption bezweifelt wurde.

Wie der Technik-Insider Ice Universe nun in Erfahrung gebracht haben will, soll das Verfahren in der künftigen Flaggschiff-Riege Samsungs überholt sein. Demnach sollen das Galaxy S9 und S9+ über eine 3D-Kamera verfügen, mit der die Smartphones auch entsperrt werden können. Vermutet wird, dass das 3D-Modul ähnlich ist wie das des iPhone X und somit das Gesicht seines Nutzers via Infrarot-Strahlen abtasten kann.

Sofern die nächsten Vorzeige-Smartphones von Samsung eine 3D-Kamera besitzen, dürfte die Gesichtserkennung auch nicht mehr mit einem Bild oder Ähnlichem überlistet werden können, da das Modul zwischen einem 2D-Foto und einem echten Gesicht unterscheiden können müsste.

Galaxy S9 mit randlosem Design

Neues Konzept zeigt randloses Design und ein Aussehen, dass ein wenig an das neue Apple iPhone X erinnert: Das Display überzieht, dem Konzept von DBS Designing folgend, die komplette Front mit Ausnahme eines kleinen Bereichs am oberen Ende des Smartphones. Der zentral angeordnete Bereich soll demnach wohl eine ähnliche Ansammlung von Sensoren und Kameras beheimaten wie beim Apple-Pendant. Einen Homebutton oder andere mechanische Tasten finden sich im Konzept nicht. Dass diese in einem Galaxy S9 oder Galaxy S9+ zu sehen sein werden, ist jedoch auch höchst unwahrscheinlich. Samsung hat schon bei den aktuellen Spitzenmodellen auf solche Tasten auf der Front verzichtet.

Neue Kamera so Xperia-XZ1-Feature bringen

Samsung soll einem Bericht aus der Industrie zufolge einen neuen Kamerasensor entwickelt haben, der ebenso flott sein soll, wie der des Sony Xperia XZ Premium und des Xperia XZ1. Damit lassen sich bis zu 1.000 Bilder/s aufnehmen, was zu ultra-slow-mo-Videos führt. Damit lassen sich jedoch auch andere Vorteile ausschöpfen. So kann der Sensor von Sony aufgrund eines zeitgleichen globalen Auslesens aller Pixel Verzerrungen in Fotos verhindern. Der Hauptvorteil sind jedoch Videos, die Bewegungen einfangen können, die viel zu schnell für das menschliche Auge sind.

Der Kamerasensor von Samsung soll laut etnews ab dem 17. November in die Massenproduktion gehen und stünde somit zu einem Launch des Galaxy S9 und des Galaxy S9+ Gewehr bei Fuß.

Die Redaktion von inside-handy.de zeigt in diesem Video, wie solche Superzeitlupen-Videos aussehen können und gibt Tipps, wie sie am besten gelingen:

Firmware-Entwicklung hat begonnen

Aktuell sind im weltweiten Netz einige konkrete Informationen aufgetaucht, die den Start der Entwicklungsphase bestätigen. So berichtet das Online-Portal Sammobile, dass Samsung zurzeit mit der Entwicklung der Firmware für die S9-Modelle begonnen haben soll – zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr. Dabei wird gleichzeitig an zwei Versionsnummern gearbeitet, die die Bezeichnungen G960FXXU0AQI5 sowie G965FXXU0AQI5 haben und somit nicht nur das Samsung Galaxy S9, sondern auch eine Plus-Variante zu bestätigen scheinen. Die dazugehörigen Modellnummern der Geräte werden somit wahrscheinlich SM-G960 (bei dem Galaxy S9) und SM-G965 (bei dem Galaxy S9+) lauten. Im Vergleich dazu lauten die Modellbezeichnungen der aktuellen Geräte SM-G950 (S8) und SM-G955 (S8+).

Verarbeitung und Design

Je dünner, desto besser – so die Devise vieler Hersteller. Dazu beitragen kann auch das Display, welches durch verschiedene Fertigungstechniken schlanker oder dicker ausfallen kann. Neuesten Berichten zufolge soll Samsung bei den nächsten Flaggschiffen Galaxy S9 und S9+ ein sogenanntes "Y-OCTA-Display" – alternativ auch "In-Cell-Touch-Technik" - einsetzen wollen. Bei dieser Technologie werden die Touch-Sensoren direkt in das Display eingebaut anstatt zwischen Bildschirm und anderen Bauteilen verbaut zu werden. Durch die direkte Integration in das Display wird Platz eingespart und das Smartphone könnte folglich ein wenig schlanker gestaltet werden.

Ein netter Nebeneffekt für die Hersteller ist zudem der Punkt, dass das Y-OCTA-Verfahren Produktionskosten spart – laut der Technikseite ET News bis zu 30 Prozent. Der Sparfaktor läge ganz einfach darin, dass die zusätzliche Schicht, in der normalerweise die Elektroden für die Touch-Eingabe sitzen, nicht hergestellt werden müsste. Am Endpreis für den Kunden wird sich höchstwahrscheinlich aber nichts ändern. Wie berichtet wird, soll Samsung die entsprechenden Displays selbst produzieren und nicht auf externe Fabrikanten setzen.

Das Display

Dass Samsungs derzeitiges Flaggschiff-Gespann bisweilen solch ein Kassenschlager ist, werden das Galaxy S8 und S8+ wohl auch dem neuartigen Infinity Display zu verdanken haben. Deswegen stellt sich resultierend daraus die Frage, weswegen Samsung nicht eben jenes erfolgreiche Bauteil nicht auch in künftigen Smartphones verwenden sollte?

Laut neuesten Spekulationen aus der Gerüchteküche wird genau das passieren. Unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet The Investor, dass das Samsung Galaxy S9 und S9+ vorgeblich das gleiche Display erhalten werden. Die Größe der Standard-Version Galaxy S9 soll sich dabei auf 5,8 Zoll belaufen, die der Plus-Variante auf 6,2 Zoll. Damit würde sich im Vergleich zum aktuellen Galaxy S8 und S8+ nichts ändern und die integrierten Bildschirme gleich groß bleiben.

Außerdem wird berichtet, dass Samsung auf einen physischen Fingerabdrucksensor bei seinen nächsten Repräsentanten verzichten wird. Dieser ist beim Galaxy S8 und S8+ an einer relativ unhandlichen Stelle auf der Rückseite platziert. Stattdessen soll Samsung auf einen On-Screen-Fingerabdrucksensor setzen  - dem widerspricht allerdings ein Analysten-Bericht, auf den sich die Seite 9to5Google bezieht. Denkbar wäre außerdem, dass ab dem nächsten Jahr nur noch optimierte Iris-Scanner eingesetzt werden.

Prozessor der neuen Galaxys

Was beim Galaxy S8 gut funktioniert hat, soll auch bei der Strategie des Galaxy S9 Verwendung finden. In diesem Jahr orderte Samsung sämtliche Produktionskapazitäten des High-End-Prozessors Qualcomm Snapdragon 835 um die S8-Geräte zu bestücken, die mit eben jenem Chipsatz ausgestattet waren – also vor allem Smartphones für den US-amerikanischen Markt.

Diese Strategie soll Samsung auch 2018 beim Galaxy S9 verfolgen und hat sich laut einem Weibo-Post wieder einmal das Vorkaufsrecht für den Qualcomm Snapdragon 845 gesichert und damit die Forderungen der wichtigen nordamerikanischen Telekommunikationsunternehmen erfüllt, wie es heißt.

Die Konkurrenz, die Qualcomm-Prozessoren verwendet – zum Beispiel LG, Sony oder HTC – dürfte einmal mehr in die Röhre schauen und könnte ihre Flaggschiffe zwar früh vorstellen, sie aber erst in Richtung Frühsommer auf den markt bringen. LG ist in diesem Jahr vor Samsung eingeknickt und verbaute im G6 gar einen Vorjahres-Prozessor um das Flaggschiff frühstmöglich auf den Markt bringen zu können.

Modulanschluss für das Galaxy S9

Ein weiteres interessantes Gerücht, das via Twitter veröffentlicht wurde, behandelt die Besonderheiten des kommenden Samsung-Flaggschiffs: Ganz nach dem Vorbild der Moto-Z-Serie von Motorola, soll das Samsung Galaxy S9 durch Module erweitert werden können. Anders als bei der aktuell möglichen Erweiterung durch die DeX-Station, die per USB-C-Anschluss angehängt wird, sollen die Module, auf die nicht weiter eingegangen wird, durch einen eigenen Modulanschluss angeschlossen werden. Hierfür könnte beispielsweise der magnetische POGO-Pin Pate stehen, mit dem Samsung bei seinen Tablets den Anschluss von Tastatur-Docks erlaubt.

POGO Pin von Samsung am Galaxy Tab S3
Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de

Nomenklatur und Zeitplan

Da die meisten Flaggschiffe 2017 bereits vorgestellt wurden, braucht die Gerüchteküche neue Zutaten, um wieder befeuert zu werden. Erneut stammen sie aus Korea, konkreter aus dem Hause Samsung. Denn wie die Technik-Seite SamMobile unter der Berufung auf eine koreanische Webseite namens The Bell berichtet, soll Samsung nicht gezögert und die Arbeiten an dem Nachfolger des Galaxy S8 schon begonnen haben.

Bleibt Samsung der Nomenklatur treu, würde die nächste Generation als Galaxy S9 und Galaxy S9+ an den Start gehen. Während der Entwicklungsarbeiten soll man allerdings Codenamen haben, die das Galaxy S9 folglich als "Star", das Galaxy S9+ als "Star 2" bezeichnen.

Wenn man den Gerüchten Glauben schenken kann, ist Samsung durch den frühen Entwicklunsgbeginn dem Zeitplan drei oder vier Monate voraus. Informationen dazu, mit welchen Bauteilen die nächste Spitzenklasse versehen sein wird, gibt es momentan aber noch nicht. Im Hinblick auf den aktuell neuesten Standard könnte man ein verbessertes Infinity-Display vermuten sowie die nächste Prozessor-Generation von Qualcomm. Außerdem soll Samsung das Audio-System von Harman in das Galaxy S9 und S9+ verbauen. Den Audio-Hersteller hatten die Koreaner Ende des vergangenen Jahres aufgekauft.

Vorstellung

Wer 2017 auf Samsungs neues Flaggschiff Galaxy S8 gewartet hat, weiß, dass das Smartphone vergleichsweise spät vorgestellt wurde. Grund hierfür war das Debakel rund um das Modell Galaxy Note 7, dessen Akku sich teilweise entzündete oder gar explodierte. Damit diese Probleme beim S8 nicht mehr auftreten, hat Samsung die Entwicklungszeit kurzerhand verlängert und das Gerät erst nach dem MWC 2017 präsentiert. Beim kommenden Top-Handy, Galaxy S9, könnte nun allerdings wieder der gewohnte Terminplan eingehalten werden, wie der russische Brancheninsider Eldar Murtazin auf seinem Twitter-Kanal bekanntgab. Demnach werde Samsung die beide S9-Varianten einen Monat früher "als gewöhnlich" der Weltöffentlichkeit zeigen. Somit könnte die Präsentation mit etwas Glück sogar auf dem MWC 2018 stattfinden.

Ein weiteres Detail, das Murtazin erwähnt, betrifft den im Galaxy S9 verbauten Top-Prozessor von Qualcomm, Snapdragon 845. Genau wie beim Vorgängermodell soll Samsung auch hier das Vorrecht haben, als erstes Unternehmen den neuen Prozessor in die eigenen Geräte zu integrieren. Andere Hersteller wie Sony oder OnePlus müssen hingegen warten, bis das erste Samsung-Smartphone mit dem 845-Chip vorgestellt wird und können ihre eigenen Mobiltelefone erst danach mit dem Qualcomm-Herzen ausstatten.

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Bildquelle kleines Bild: Michael Stupp / inside-handy.de | Autor: Redaktion inside-handy.de
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Themen dieser News: Samsung, Android, Mobilfunk-News, Oberklasse-Smartphones, Smartphones, Unternehmen und Märkte

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