Gerücht Alle Fakten und Gerüchte in der Übersicht Galaxy S9 (Plus): Samsung kopiert Apple und spaltet Kamera-Ausstattung auf

vom 15.12.2017, 11:34
Samsung Galaxy S9 und S9+ Konzept
Bildquelle: inside-handy.de / twitter.com/CConcept Creator

Man sollte meinen, dass Samsung derzeit noch mit dem Erfolg des Galaxy S8 und S8+ alle Hände voll zu tun hat. Doch es gibt bereits zahlreiche Gerüchte zur nachfolgenden Generation. Die Redaktion von inside-handy.de gibt einen Überblick über die heißesten Spekulationen rund um Design, Display, Kamera, Preis, Vorstellung und den technischen Daten des kommenden Galaxy S9 sowie S9+.

1

Die Gerüchteflut zum Galaxy S9 findet kein Ende. Nun gibt es interessante Spekulationen rund um die Kamera-Ausstattung des Samsung Galaxy S9 und Samsung Galaxy S9+. So sind zwei Render-Videos der neuen Flaggschiffe des südkoreanischen Herstellers aufgetaucht. Sie stammen unter anderem vom bekannten Leak-Experten Steve Hemmerstoffer, auch bekannt als @OnLeaks auf Twitter. Sie zeigen die möglichen Smartphones von allen Seiten.

Was dabei besonders auffällt: Das Samsung Galaxy S9 kommt mit einer normalen Kamera auf der Rückseite, während das Samsung Galaxy S9+ eine Dual-Kamera verbaut hat. Eine ähnliche Praxis kennen Smartphone-Nutzer schon von Apple: Der iPhone-Hersteller verbaut seit einigen Jahren Dual-Kameras nur in den größeren Plus-Modellen. Das "kleine" iPhone muss derweil mit einer normalen Kamera-Ausstattung zufrieden sein. Bei den Vorgänger-Modellen Galaxy S8 und Galaxy S8+ hatte Samsung keine Unterschiede bei der Kamera gemacht. Zum Einsatz kamen dort ein 12-Megapixel-Sensor und eine f/1.7-Blende.

Genauere Angaben zu den Sensoren und den Blenden der Kameras gibt es nicht. Sollte Samsung beim Galaxy S9+ wirklich eine gesonderte Dual-Kamera verwenden, könnte es sich dabei um das Setup des Galaxy Note 8 handeln. Das Smartphone überzeugte seinerzeit mit zwei 12-Megapixel-Sensoren sowie einer f/1.7- und f/2.4-Blende. Weitere Infos, die aus den Render-Videos hervorgehen: Beide Modelle sollen ein wenig kleiner und dicker sein als ihre Vorgänger. Das Display des Samsung Galaxy S9+ soll derweil um 0,1 Zoll von 6,2 Zoll auf 6,1 Zoll geschrumpft sein. Im Gegenzug könnte dafür ein größerer Akku verbaut werden.

Ein aktueller Bericht aus Korea bestätigt derweil, dass Samsung das Galaxy S9 und Galaxy S9+ auf dem MWC 2018 vorstellen will. Bisherige Spekulationen gingen davon ebenfalls aus. Laut des Reports sollte Samsung angedacht haben, die neuen Flaggschiffe noch früher vorzustellen, um auf Apples iPhone X zu antworten. Jedoch haben sich die aktuellen Modelle noch gut genug verkauft, sodass man von einer frühzeitigen Veröffentlichung abgesehen hat.

Das Design des Galaxy S9

Randloses Design beim Galaxy S9

Ambitionierte Absichten: Samsung möchte beim Galaxy S9 und Galaxy S9+ dem Bildschirm noch mehr Platz einräumen und die Ränder über und unterhalb des Displays verkleinern. Wie Sammobile berichtet, versucht der Hersteller die sogenannte "screen-to-body-ratio" (zu Deutsch: Gehäuse-Display-Verhältnis) auf 90 Prozent zu erhöhen. Zum Vergleich: Beim Galaxy S8+ liegt dieser Wert bei circa 84 Prozent.

Um die Vergrößerung des Displays umzusetzen, soll Samsung vor allem den unteren Display-Rand so weit wie möglich entfernt haben. Aber auch die Oberseite soll laut Gerüchten wesentlich kleiner sein. An den abgerundeten Rändern des Galaxy S8 gibt es derweil wenig einzusparen. Unterstütz wurde die Vermutung durch ein Render-Bild, das auf BGR aufgetaucht ist. Das zeigt das vermeintliche Samsung Galaxy S9 in einer großen Schutzhülle vom Hersteller Ghostek. Neben den dünnen Display-Rändern sind auch die Dual-Kamera und der darunter angebrachte Fingerabdruck-Sensor zu sehen. Sie wurde in dieser Form schon einiger Zeit vermutet.

Samsung Galaxy S9 Render
Bildquelle: BGR

Vor kurzem wurde spekuliert, das Samsung das Galaxy S9 zum bevorstehenden Marktstart wieder in zwei Ausführungen anbieten wird. Außerdem soll es dem Vorgänger Galaxy S8 optisch nahezu gleichen. Lediglich die Rückseite soll einige größere Designänderungen erhalten und wird wohl in dieser Hinsicht mit einer Dualkamera ausgestattet. Das deckt sich mit den Äußerungen des aktuellen Twitter-Gerüchts. Auf SlashLeaks sind erste CAD Bilder aufgetaucht, die das Galaxy S9 zeigen sollen. Das es sich tatsächlich um ein Samsung-Smartphone handelt, kann nicht sicher belegt werden, die abgerundeten Kanten - ein Markenzeichen von Samsung - könnten aber darauf hindeuten. Auf der Rückseite befindet sich eine Dualkamera, wie auch schon beim Galaxy Note 8, was ein weiterer Indikator sein könnte. Steve, auf Twitter besser bekannt unter dem Namen @OnLeaks, sieht die neu aufgetauchten Bilder skeptisch und glaubt nicht, dass die Quelle von der sie stammen, zuverlässig ist.

Ein Konzept zeigt ein randloses Design und ein Aussehen, dass ein wenig an das neue Apple iPhone X erinnert: Das Display überzieht dem Konzept von DBS Designing folgend, die komplette Front mit Ausnahme eines kleinen Bereichs am oberen Ende des Smartphones. Der zentral angeordnete Bereich soll demnach wohl eine ähnliche Ansammlung von Sensoren und Kameras beheimaten wie beim Apple-Pendant. Einen Homebutton oder andere mechanische Tasten finden sich im Konzept nicht. Dass diese in einem Galaxy S9 oder Galaxy S9+ zu sehen sein werden, ist jedoch auch höchst unwahrscheinlich. Samsung hat schon bei den aktuellen Spitzenmodellen auf solche Tasten auf der Front verzichtet.

Desweiteren hat das Portal Samsung Mobile News ein neues Render-Bild des Galaxy S9 in allen Farbvarianten veröffentlicht. Dabei handelt es sich zwar nicht um das echte Handy, das Bild wurde jedoch unter Berücksichtigung der bisher bekannten Informationen erstellt und könnte somit dem fertigen Endprodukt im Großen und Ganzen durchaus stark ähneln.

Verarbeitung: Galaxy S9 und S9+ noch dünner?

Je dünner, desto besser – so die Devise vieler Hersteller. Dazu beitragen kann auch das Display, welches durch verschiedene Fertigungstechniken schlanker oder dicker ausfallen kann. Neuesten Berichten zufolge soll Samsung bei den nächsten Flaggschiffen Galaxy S9 und S9+ ein sogenanntes "Y-OCTA-Display" – alternativ auch "In-Cell-Touch-Technik"-Panel – einsetzen wollen. Bei dieser Technologie werden die Touch-Sensoren direkt in das Display eingebaut anstatt zwischen Bildschirm und anderen Bauteilen verbaut zu werden. Durch die direkte Integration in das Display wird Platz eingespart und das Smartphone könnte folglich ein wenig schlanker gestaltet werden.

Ein netter Nebeneffekt für die Hersteller ist zudem der Punkt, dass das Y-OCTA-Verfahren Produktionskosten spart – laut der Technikseite ET News bis zu 30 Prozent. Der Sparfaktor läge ganz einfach darin, dass die zusätzliche Schicht, in der normalerweise die Elektroden für die Touch-Eingabe sitzen, nicht hergestellt werden müsste. Am Endpreis für den Kunden wird sich höchstwahrscheinlich aber nichts ändern. Wie berichtet wird, soll Samsung die entsprechenden Displays selbst produzieren und nicht auf externe Fabrikanten setzen.

Gehäuse-Display-Verhältnis und Fingerabdrucksensor

Erst vor kurzem wurde berichtet, dass das Gehäuse-Display-Verhältnis des neuen Samsung-Flaggschiffs 90 Prozent betragen wird. Damit das angebliche Ziel umgesetzt werden kann, ging man davon aus, dass das Seitenverhältnis des Galaxy S9 im Gegensatz zum Vorgängermodell 21:9 betragen wird – das Galaxy S8 bot ein 18,5:9-Format. Nun berichtet BGR jedoch, dass sowohl das Seitenverhältnis, als auch die Displaydiagonale weiterhin dieselben bleiben werden. Sollte dies tatsächlich zutreffen, wird der südkoreanische Hersteller wohl die Ränder oberhalb und unterhalb des Displays verkleinern, sodass das Samsung Galaxy S9 im Endeffekt trotz gleicher Displaydiagonale von 5,8 Zoll kompakter ausfallen wird, als das aktuelle Flaggschiff.

Ein weiterer Beitrag betrifft den Fingerabdrucksensor des kommenden Samsung-Geräts. Dieser wurde beim Galaxy S8 rechts neben der Hauptkamera positioniert - im Gegensatz zu zahlreichen anderen Handys, bei denen sich der Sensor unterhalb der Kamera befindet. Nun scheint Samsung dies künftig ändern zu wollen. So deutet ein Screenshot darauf hin, dass das 9er-Modell einen Herzfrequenzmesser rechts neben dem Objektiv haben wird. Der Fingerprintsensor wandert hingegen unter die Kamera.

Fingerabdrucksensor des Galaxy S9
Bildquelle: Phonearena

Samsung und der Fingerabrucksensor: Vorne, hinten, unter das Display oder ganz weg?

Der Fingerabdrucksensor ist wohl das meist diskutierte Feature im Vorfeld der Veröffentlichung des Samsung Galaxy S9. Nachdem die Platzierung in S8 und Note 8 Kritik hervorgerufen hat, will Samsung es im kommenden Modell besser machen. Die Evolution des technisch machbaren lässt einen ins Display integrierten Sensor erwarten. Fans dieser Lösung haben sich nach ersten positiven Gerüchten aber wohl zu früh gefreut.

Laut dem koreanischen Zeitungsableger "The Investor" soll Samsung die Technik nicht rechtzeitig für das Galaxy S9 fertiggestellt haben, der Zeitplan könne nicht eingehalten werden. Laut den Quellen soll der Display-Sensor dafür erst im Herbst 2018, wenn das Galaxy Note 9 auf den Markt kommt, sein Debüt feiern. Anders als Apple, will Samsung den Fingerabdrucksensor in absehbarer Zeit aber nicht zu Gunsten der Gesichtserkennung über Bord werfen. Alleine die Existenz zahlreicher Anwendungen, die mit dem Fingerabdruck-Sensor verknüpft werden könnten, widersprächen solchen Überlegungen, heißt es.

Vertraut man anderen Gerüchten, soll Samsung beim Galaxy S9 auf die Möglichkeit, das Smartphone per Fingerabdruck zu entsperren, verzichten. Zumindest wenn es darum geht, den Sensor auf der Vorderseite unterhalb oder gar unter dem Display zu integrieren. Das zumindest meldet der auf Samsung-Leaks spezialisierte Twitter-Account "Ice Universe". Wie viel Wahrheit in dem Tweet tatsächlich steckt, ist fragwürdig. Andere Quellen behaupten hingegen: Der Sensor bleibt. Und zwar auf der Rückseite. Nur könnte die Anordnung eine andere sein. So veröffentlichte Phonearena Render-Bilder der möglichen Rückansichten des möglichen Galaxy-S9-Gespans. So könnte der Sensor, je nach Anordnung der Dual-Kamera, wieder neben oder dediziert unterhalb des Foto-Setups angebracht werden.

Womöglich könnten entsprechende Szenarien bereits vorab am Kunden getestet werden: Es sei nicht ausgeschlossen,dass der Fingerabdrucksensor bei der kommenden oberen Mittelklasse-Generation, bestehend aus Galaxy A5 (2018) und Galaxy A7 (2018) bereits auf die Rückseite wandert und neue Positionen ergründet.

Samsung Galaxy S9 Rückseite mit Fingerabdruck-Sensor
Bildquelle: Phonearena

Einmal im Kameramodul und je einmal unter einer horizontalen und einer vertikal angeordneten Dual-Kamera: der Fingerabdrucksensor.

Die Sache mit dem Fingerabdrucksensor sorgt für Verwirrung

Erst kürzlich tauchten neue, andere Design-Vorstellungen auf, wie Galaxy S9 und S9+ aussehen könnten. Anlass gab ein Patent, das beim südkoreanischen Patentamt KIPRIS aufgeschlagen ist, allerdings schon im vergangenen Jahr eingereicht worden ist. Auch hier drehte sich alles um den Fingerabdrucksensor und dessen Platzierung auf der Vorderseite, da die aktuelle Platzierung beim Galaxy S8, S8+ und Galaxy Note 8 für mächtig Kritik gesorgt hat.

Dem Patent zufolge soll Samsung den Sensor wieder auf der Front in ein randloses Display verbauen. Der Sensor soll dabei nicht unterhalb des Display-Glases sitzen, sondern in einer kleinen Aussparung, in etwa ähnlich wie die Vertiefung des Lautsprechers am oberen Gehäuserand beim iPhone X.

Da das Patent aus dem Jahr 2016 stammt, ist es fraglich, inwiefern Samsung gedenkt, das Konzept in seiner nächsten Flaggschiff-Reihe umzusetzen. Möglich ist ebenso, das Samsung auf einen physischen Fingerabdrucksensor bei seinen nächsten Repräsentanten verzichten und stattdessen auf einen On-Screen-Fingerabdrucksensor setzen wird - dem widerspricht allerdings ein Analysten-Bericht, auf den sich die Seite 9to5Google bezieht. Denkbar wäre außerdem, dass ab dem nächsten Jahr nur noch ein optimierter Iris-Scanner oder - ähnlich wie Apple es umsetzt - eine Gesichtserkennung eingesetzt wird.

Das Display des Samsung Galaxy S9

Dass Samsungs derzeitiges Flaggschiff-Gespann bisweilen solch ein Kassenschlager ist, werden das Galaxy S8 und S8+ wohl auch dem neuartigen Infinity Display zu verdanken haben. Deswegen stellt sich resultierend daraus die Frage, weswegen Samsung nicht eben jenes erfolgreiche Bauteil nicht auch in künftigen Smartphones verwenden sollte?

Laut neuesten Spekulationen aus der Gerüchteküche wird genau das passieren. Unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet The Investor, dass das Samsung Galaxy S9 und S9+ vorgeblich das gleiche Display erhalten werden. Die Größe der Standard-Version Galaxy S9 soll sich dabei auf 5,8 Zoll belaufen, die der Plus-Variante auf 6,2 Zoll. Damit würde sich im Vergleich zum aktuellen Galaxy S8 und S8+ nichts ändern und die integrierten Bildschirme gleich groß bleiben.

Ein Nutzer des chinesischen Twitter-Pendants Weibo meint in Erfahrung gebracht zu haben, dass das Galaxy S9 und S9+ die gleichen Display-Größen besitzen werden wie die aktuellen Modelle. Demnach soll das Galaxy S9 einen 5,77-Zoll-Bildschirm besitzen, während das S9+ über ein 6,22-Zoll-Display bedient werden soll.

Die Hardware des Samsung Galaxy S9

Was beim Galaxy S8 gut funktioniert hat, soll auch bei der Strategie des Galaxy S9 Verwendung finden. In diesem Jahr orderte Samsung sämtliche Produktionskapazitäten des High-End-Prozessors Qualcomm Snapdragon 835 um die S8-Geräte zu bestücken, die mit eben jenem Chipsatz ausgestattet waren – also vor allem Smartphones für den US-amerikanischen Markt.

Diese Strategie soll Samsung auch 2018 beim Galaxy S9 verfolgen und hat sich laut einem Weibo-Post wieder einmal das Vorkaufsrecht für den Qualcomm Snapdragon 845 gesichert und damit die Forderungen der wichtigen nordamerikanischen Telekommunikationsunternehmen erfüllt, wie es heißt. Zum Prozessor sollen sich desweiteren 6 GB Arbeitsspeicher gesellen.

Darüber hinaus ist angeblich ein erster Screenshot mit Benchmark-Ergebnissen zum Galaxy S9+ aufgetaucht. Da diese aber schlechter ausfallen als beim Galaxy S8+, handelt es sich hierbei möglicherweise um einen Fake. Grund dafür könnte auch sein, das als Prozessor der Exynos 8910 angeben wird. Samsung bestätigte allerdings vor kurzer Zeit, dass man das neue Flagschiff-Smartphone mit dem Exynos-9810 bestücken wird. Auch lässt sich das Tool Geekbench, mit dem der angebliche Test durchgeführt wurde, einfach manipulieren.

Die Konkurrenz, die Qualcomm-Prozessoren verwendet – zum Beispiel LG, Sony oder HTC – dürfte einmal mehr in die Röhre schauen und könnte ihre Flaggschiffe zwar früh vorstellen, sie aber erst in Richtung Frühsommer auf den markt bringen. LG ist in diesem Jahr vor Samsung eingeknickt und verbaute im G6 gar einen Vorjahres-Prozessor um das Flaggschiff frühstmöglich auf den Markt bringen zu können.

Bei dem in einer Pressemitteilung aufgetauchtem neuen Prozessormodel, ist davon auszugehen, dass ebendiese CPU als Antrieb im Galaxy S9 und Galaxy S9+ zum Einsatz kommen wird. Viele Details zu dem neuen Exynos-Prozessor verrät Samsung aber nicht. Es sei zu erwähnen, dass die CPU LTE Cat.18 mit bis zu 1,2 GBit/s im Download unterstützt - auch wenn solche Geschwindigkeiten aktuell rein netztechnisch nicht erreicht werden können. Außerdem wird der Exynos 9810 - wie auch schon der Exynos 8895, der unter anderem im Note 8 seine Arbeit verrichtet - im 10-nm-Verfahren gefertigt. Nähere Informationen zu dem vermeintlichen Galaxy-S9-Chip wird Samsung spätestens auf der CES im Januar bekannt geben.

Prozessor-Fertigung im Endstadium

Die Performance des Galaxy S9 steht und fällt mit dem Prozessor. In der Regel vertraut Samsung hier auf Chipsätze Marke Eigenbau alias Samsung Exynos. In den USA kommt aus Kompatibilitätsgründen das Flaggschiff-Pendant von Qualcomm - vermutlich der Snapdragon 845 - zum Einsatz.

Der neue Samsung-Prozessor soll sich nach Informationen von Slashgear längst in der Massenproduktion befinden. Dass dabei Details an die Oberfläche gespült werden, ist unabdingbar. Der nächste Prozessor, der mutmaßlich auf den Namen Exynos 9810 hören soll, wird wie der Vorgänger im 10nm-Verfahren gefertigt.

Der Überbegriff für den neuen Prozessor lautet nach Samsung "10LPE". Die Buchstaben-Kombination steht für "Low Power Early" und soll auf die besondere Energieeffizienz bei höherer Leistung hinweisen. Die Rede ist von 10 Prozent mehr Leistung bei 15 Prozent weniger Energieverbrauch. Ähnliche Werte werden auch für den Snapdragon 845 erwartet.

512-GB-Speicher für Samsung-Handys angekündigt

Samsung hat als Mischkonzern weitaus mehr zu bieten als einige Smartphones, die sich gut verkaufen. Insbesondere bei Speicherlösungen ist das südkoreanische Unternehmen stets auf der Höhe der Zeit. Das gilt einerseits für SSD-Festplatten im PC-Bereich andererseits aber auch für Flash-Speicher-Chips. Für das Galaxy S9 könnte Samsung Berichten zufolge nun sehr weit in die Trickkiste greifen: Das Unternehmen kündigt offiziell einen Speicher-Chip an, der 512 GB an Kapazität bietet.

Die Pressemitteilung gibt als Anwendungszweck ausweichend an: "for Next-Generation Mobile Devices". Streng genommen kann damit das Galaxy S9 gemeint sein. Der Speicherchip soll auf den Standard V-NAND aufbauen und soll noch schneller sein als aktuelle eUFS-Speicherchips. Als Beispiel wird hierbei gerne die Übertragungsrate von 4K-Video-Dateien genommen. Diese sollen von dem neuen, bis zu 512 GB großen Chip umso schneller aufgesogen werden. Dazu sollen insgesamt 130 10-Minuten-Videos in entsprechender Qualität auf dem Flash-Speicher Platz finden.

Sollte der 512-GB-Speicher bereits im Galaxy S9 Verwendung finden, ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Speicherversion entweder nur in einigen Regionen verfügbar sein wird. Gleichzeitig dürfte die Variante nicht die Ausstattung des Basis-Modells der S9-Generation widerspiegeln. Das Galaxy S8 wurde maximal in einer Speicherausstattung mit 128 GB verkauft, die Basis-Version verfügte über 64 GB. In der Gerüchteküche tauchte zuletzt auch eine aufgebohrte Version mit 256 GB auf, die in Südkorea mit 6 GB Arbeitsspeicher verkauft werden sollte. Sollten die 512 GB für die kommende Generation tatsächlich in Erwägung gezogen werden, dürfte auch der Arbeitsspeicher nicht weniger als 6 GB messen.

Samsung-Speicherchip mit 512 GB
Bildquelle: Samsung

64-layer 512 GB V-NAND - so heißen die neuen Speicherchips von Samsung.

Qualcomm Snapdragon 845 sorgt für schnelleres Laden

Was die Ladegeschwindigkeit angeht, so scheint das Samsung-Handy nach Informationen von Slashgear mit der neuen Quick-Charge-4-Technologie aus dem Hause Qualcomm ausgestattet zu werden. Damit könnte das Smartphone voraussichtlich um bis zu 15 Prozent schneller geladen werden, während die Effizienz des Akkus sogar um bis zu 30 Prozent gesteigert werden könnte.

Qualcomm Quick Charge 4
Bildquelle: Slashgear

Die Kameras des Galaxy S9

Neue Kamera soll Xperia-XZ1-Feature bringen

Samsung soll einem Bericht aus der Industrie zufolge einen neuen Kamerasensor entwickelt haben, der ebenso flott sein soll, wie der des Sony Xperia XZ Premium und des Xperia XZ1. Damit lassen sich bis zu 1.000 Bilder/s aufnehmen, was zu ultra-slow-mo-Videos führt. Damit lassen sich jedoch auch andere Vorteile ausschöpfen. So kann der Sensor von Sony aufgrund eines zeitgleichen globalen Auslesens aller Pixel Verzerrungen in Fotos verhindern. Der Hauptvorteil sind jedoch Videos, die Bewegungen einfangen können, die viel zu schnell für das menschliche Auge sind.

Der Kamerasensor von Samsung soll laut etnews ab dem 17. November in die Massenproduktion gehen und stünde somit zu einem Launch des Galaxy S9 und des Galaxy S9+ Gewehr bei Fuß.

Die Redaktion von inside-handy.de zeigt in diesem Video, wie solche Superzeitlupen-Videos aussehen können und gibt Tipps, wie sie am besten gelingen:

3D-Kamera zur Entsperrung wohl nicht mit an Bord

Der Fingerabdrucksensor scheint in Zukunft von der Gesichtserkennung als sichere Entsperrmöglichkeit in Smartphones abgelöst zu werden. Flaggschiffe wie das Galaxy S8 bieten diese Option bereits, obgleich die Technik bis dato noch nicht vollständig ausgereift ist. Zum Marktstart des Galaxy S8 und S8+ gab es zahlreiche Meldungen, wie die Gesichtserkennung mittels Fotos ausgetrickst werden kann, wodurch die Sicherheit der Entsperroption bezweifelt wurde.

Wie der Technik-Insider Ice Universe in Erfahrung gebracht haben will, soll das Verfahren in der künftigen Flaggschiff-Riege Samsungs überholt sein. Demnach sollen das Galaxy S9 und S9+ über eine 3D-Kamera verfügen, mit der die Smartphones auch entsperrt werden können. Vermutet wird, dass das 3D-Modul ähnlich ist wie das des iPhone X und somit das Gesicht seines Nutzers via Infrarot-Strahlen abtasten kann.

Die Gesichtserkennung, soll anderen Quellen zufolge weiter auf einem zweidimensionalen Bild beruhen. Damit würde Samsung Apple ein Alleinstellungsmerkmal überlassen, das bisher für viel Aufsehen gesorgt hat, konnten Experten doch bisher nur mit einer Speziellen 3D-Maske die "3D sensing camera" des iPhones austricksen.  

Iris-Scanner erhält ein großes Power-up

So soll beispielsweise der verbaute Iris-Scanner nach Angaben von The Korea Herald verbessert worden sein und die integrierte Kamera nun über eine Auflösung von 3 Megapixeln verfügen. Damit soll die Technologie in der Lage sein, die Iris trotz Brille, Bewegung oder bei schlechten Lichtverhältnissen schneller und verlässlicher auszulesen. Laut einem Samsung-Sprecher soll das System zudem sicherer sein, als der Fingerabdrucksensor und die Gesichtserkennung.

Die Konnektivität des Galaxy S9

Ein weiteres interessantes Gerücht, das via Twitter veröffentlicht wurde, behandelt die Besonderheiten des kommenden Samsung-Flaggschiffs: Ganz nach dem Vorbild der Moto-Z-Serie von Motorola, soll das Samsung Galaxy S9 durch Module erweitert werden können. Anders als bei der aktuell möglichen Erweiterung durch die DeX-Station, die per USB-C-Anschluss angehängt wird, sollen die Module, auf die nicht weiter eingegangen wird, durch einen eigenen Modulanschluss angeschlossen werden. Hierfür könnte beispielsweise der magnetische POGO-Pin Pate stehen, mit dem Samsung bei seinen Tablets den Anschluss von Tastatur-Docks erlaubt.

POGO Pin von Samsung am Galaxy Tab S3
Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de

Dual-SIM-Variante aufgetaucht

Das Samsung Galaxy S9 wurde Gerüchten zufolge in einer Dual-SIM-Variante auf der Webseite des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie gelistet – fraglich bleibt zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings, ob dieses Modell auch in Deutschland auf den Markt kommen oder nur in China sowie Taiwan angeboten werden wird. In diesem Jahr wurde die Version Galaxy S8+ Duos einige Monate nach dem Basismodell nachgeschoben.

Software des Galaxy S9

Samsung macht ernst: Die Software, die auch im Galaxy S9 zum Einsatz kommen soll, wurde veröffentlicht - zumindest als Vorab-Version. Getestet werden kann sie aktuell von ersten Nutzern eines Galaxy S8. Die neue Benutzeroberfläche basiert auf Android 8.0 Oreo und hört auf den finalen Namen "Samsung Experience 9.0".

In der Erläuterung der neuen Version bestätigt, Samsung, dass Experience 9.0 auch im kommenden Galaxy-Flaggschiff zum Einsatz kommt. Was als Zusage für das Galaxy S9 gedeutet werden kann, heißt im Umkehrschluss, dass die Mittelklasse Galaxy A (2018) wohl noch mit Android 7 alias Nougat erscheinen wird.

Die Beta-Version ist zunächst nur für S8- und S8+-Nutzer ist zunächst nur in Südkorea, den USA und Großbritannien verfügbar. Deutschland soll letzten Informationen zufolge aber noch folgen.

Preis des Galaxy S9

Knapp 1.000 Euro: Die Kamera treibt den Preis in die Höhe

Wie businesskorea von einem Samsung-Mitarbeiter erfahren haben will, wird die nächste Generation des Flaggschiffs eine Doppelkamera besitzen, die teurer werden wird, als es die einfachen Kameras der aktuellen Spitzenmodelle. Dabei ist der Grund für den erhöhten monetären Mehraufwand klar: Die Kamera soll zum einen mit zwei Moduilen ausgestattet werden. Ein solches System kam als erstes im Galaxy Note 8 zum Einsatz und kostet per se etwas mehr.

Der zweite Grund für die Kostenerhöhung wird dem neuen Sensor zugeschrieben: Er soll ähnlich wie der Kamerasensor der aktuellen Sony-Flaggschiffe eine direkt verbaute Sensorschicht besitzen und damit höhere Bildraten zulassen. Das führt dazu, dass man Videos mit bis zu knapp 1.000 Bildern pro Sekunde drehen kann. Beide Kamera-Optionen sind nicht neu in der Gerüchteküche, jedoch sind nun erste Anhaltspunkte aufgekommen, was diese Neuerungen an Mehrkosten verursachen werden.

60 bis 90 Dollar teurer

Der Analyst Kim Dong-won von KB Securities rechnet vor: "Wenn Sensoren mit der 3-Stack-Layers verbaut werden könnten sich die Kosten der Kamera verdoppeln oder sogar verdreifachen." Damit lägen sie laut Analyst 60 bis 90 Dollar oberhalb des jetzigen Kostenpunktes.

Dass diese Aufwandserhöhung bei Samsung eine Auswirkung auf den Preis der Geräte für den Endkunden haben wird, klingt dabei sehr logisch. Eine Preiserhöhung von knapp 100 Euro sind also erwartbar. Damit lägen die beiden Smartphones bei knapp 900 und knapp 1.000 Euro und somit – zumindest bei der Plus-Version – auf einem Niveau mit dem Samsung Galaxy Note 8.

Vorstellung des Galaxy S9 und S9+

Wer 2017 auf Samsungs neues Flaggschiff Galaxy S8 gewartet hat, weiß, dass das Smartphone vergleichsweise spät vorgestellt wurde. Grund hierfür war das Debakel rund um das Galaxy Note 7, dessen Akku sich teilweise entzündete oder gar explodierte. Damit diese Probleme beim S8 nicht auftreten sollten, hatte Samsung die Entwicklungszeit kurzerhand verlängert und das Gerät erst nach dem MWC 2017 präsentiert. Beim kommenden Top-Handy, Galaxy S9, könnte nun allerdings wieder der gewohnte Terminplan eingehalten werden, wie der russische Brancheninsider Eldar Murtazin auf seinem Twitter-Kanal bekanntgab. Demnach werde Samsung die beide S9-Varianten einen Monat früher "als gewöhnlich" der Weltöffentlichkeit zeigen. Somit könnte die Präsentation mit etwas Glück sogar auf dem MWC 2018 stattfinden.

Alternativ wird auch die Anfang Januar stattfindende CES  als Präsentations-Areal genannt. Eine Pressesprecherin von Samsung soll allerdings gegenüber dem Magazin The Korea Herald geäußert haben, dass es unwahrscheinlich ist, dass das Galaxy S9 und S9+ schon auf der CES präsentiert werden. Möglich ist somit, dass Samsung in Las Vegas aber auch nur Informations-Häppchen zu einzelnen Bauteilen des Galaxy S9 loslässt. So stellte LG im Vorlauf einer Präsentation wochenlang einzelne Komponenten vor, die nie direkt und offiziell mit dem Flaggschiff verknüpft werden, jedoch augenscheinlich Bauteile dessen sind. Falls Samsung eine ähnliche Taktik fahren will, könnte es sein, dass auf der CES beispielsweise ein neues Display, neue Bixby-Sprachen oder auch eine neue Kamera vorgestellt werden.

Galaxy S9 mini: Schräges Gerücht um ein 4-Zoll-S9

Laut dem Magazin BusinesKorea, könnte es mit dem Samsung Galaxy S9 mini diesmal auch eine verkleinerte Version des Samsung-Flagschiffs geben. Gerüchten zufolge mache man sich bei Samsung bereit ein entsprechendes Modell zu produzieren. Vermutungen um ein S8 mini im Vorjahr und auch ein S7 mini haben sich seiner Zeit nicht bestätigt. Spekuliert wird, dass das Galaxy S9 mini eine Displaygröße unter 5 Zoll mit abgerundeten Kanten haben könnte. Sollte sich Samsung dabei auch an das bisherige Seitenverhältnis von 18,5:9 halten, würde das Smartphone vergleichsweise klein ausfallen und könnte sogar ein lediglich 4 Zoll kleines Display besitzen. Damit wäre es dann das erste 4-Zoll-Smartphone seit der Veröffentlichung des Apple iPhone SE.

Bisher gibt es noch keine weiteren Details zu den genauen Spezifikationen. Sollte es sich wirklich neben seinen beiden großen Brüder Galaxy S9 und S9+ einreihen, ist stark anzunehmen, dass es mit Spitzenkomponenten ausgestattet sein wird. Ob wirklich etwas dran ist und Samsung mit seiner Strategie wieder den 4-Zoll-Nischenmarkt bedient oder sich in der Zwischenzeit noch etwas ändert, wird man spätestens bei der Vorstellung im nächsten Frühjahr sehen.

Hier klicken und zum Testbericht des Galaxy S8 kommen ›


Bildquelle kleines Bild: Michael Stupp / inside-handy.de | Autor: Redaktion inside-handy.de
News bewerten:
 
7 / 10 - 9Stimmen

Themen dieser News: Samsung, Android, Mobilfunk-News, Oberklasse-Smartphones, Smartphones, Technik, Unternehmen und Märkte

Kommentar schreiben


 
 
VERWANDTE NEWS

alle News ansehen