Telefonieren mit dem Handy in der EU: Was es zu beachten gilt

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Mädchen am Strand mit Handy
Bildquelle: Deutsche Telekom
Im Ausland zu Preisen wie in Deutschland telefonieren und im Internet surfen – das war das Ziel der EU bei der Abschaffung der Roaming-Tarife. Das wurde auch größtenteils umgesetzt. Aber eben nur größtenteils. Denn Handykunden müssen auch innerhalb der EU eine Menge beachten, damit das Roaming mit dem Smartphone nicht zur Kostenfalle wird. Die Redaktion von inside handy klärt auf und warnt vor den größten Fallen.

Grundsätzlich gilt seit Juli 2017 die Regel: Wer sich innerhalb der EU aufhält, kann seinen deutschen Handytarif ohne weitere Kosten auch im Ausland nutzen. Wer die EU verlässt zahlt weiter Roaming-Kosten. Doch das ist leider nur die halbe Wahrheit. Auch wenn die EU mit ihrer Roaming-Verordnung per Beschluss festgelegt hat, dass ein Roame-like-at-home-Prinzip innerhalb der EU gilt, so gibt es für die Handyanbieter doch noch Schlupflöcher, die genutzt werden und für die Kunden unerwartete Kostenfallen, die ärgerlich und vermeidbar sind.

Wie funktioniert Roaming und wie aktiviere ich Roaming bei meinem Handy?

Generell müssen Handynutzer technisch beim Roaming nichts beachten. Sofern die eigene SIM-Karte vom Anbieter für das Roaming freigeschaltet wurde (Ausnahmen siehe weiter unten), bucht sich das Handy automatisch im ausländischen Mobilfunknetz ein. Aus technischen Gründen kann das beispielsweise nach der Landung im Flugzeug aber länger dauern als in Deutschland. Doch es ist wichtig, dass die richtigen Einstellungen im Handy gewählt wurden. 

Dazu gehört primär die Einstellung „Automatische Netzwahl“. Wenn das Handy auf manuelle Netzwahl des Heimatnetzes eingestellt ist, kann es sich im Ausland nicht ins Netz einbuchen. Diese Einstellung lässt sich im Menü > Einstellungen > Netzwerk/Mobilfunknetz > Netzbetreiber (oder ähnlich lautend) treffen. 

Die zweite wichtige Einstellung, wenn auch Datenübertagung im Ausland gewünscht ist, ist das ausdrückliche Aktivieren des Datenroamings. Dieses funktoniert je nach Handymodell ebenfalls über Menü > Einstellungen > Netzwerk/Mobilfunknetz > Datenroaming.

So kann Datenroaming beim Huawei Mate 10 pro eingeschaltet werden
Bildquelle: inside handy

Wo gilt das EU-Roaming und wo nicht?

Nicht überall, wo EU drauf steht, ist auch EU-Roaming drin. Und umgekehrt: Auch im Nicht-EU-Gebiet kann zu EU-Konditionen telefoniert werden. Die Redaktion von inside handy listet auf, wo was gilt.

In welchen Ländern gilt das EU-Roaming?

Die EU-Verordnung gilt in allen Ländern der EU. Das sind bis Ende März 2019 noch 28 Mitgliedsstaaten. Hinzu kommen noch einige Länder, die dem EWR angehören, die aber nicht in der EU sind. Wer also einen Handytarif aus einem der folgenden Länder nutzt und sich gleichzeitig in einem dieser Länder aufhält, zahlt zunächst einmal keinen Roaming-Aufpreis, wenn er das Handy im Ausland nutzt:

  • Belgien
  • Dänemark
  • Deutschland
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Irland
  • Italien
  • Island
  • Kroatien
  • Lettland
  • Liechtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Schweden
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • Ungarn
  • Vereinigtes Königreich
  • Zypern

Das gilt auch für Übersee-Destinationen wie Französisch-Guyana oder Martinique.

Eine Sonderrolle nimmt das Vereinigte Königreich, sprich Großbritannien, ein. Großbritannien wird nach aktuellem Stand Ende März 2019 aus der EU austreten. Damit wird hier auch die Roaming-Verordnung nicht mehr gültig sein. Ob einzelne Anbieter Großbritannien trotzdem weiterhin in dieser Tarifzone belassen, wie es vereinzelt auch mit der Schweiz gemacht wird, bleibt abzuwarten.

In diesen Ländern gilt kein EU-Roaming

Auch wenn die folgenden Länder in Europa liegen, so gilt dort kein EU-Recht und somit auch die Roaming-Verordnung nicht. Es fallen also zusätzliche Kosten an, wenn ein EU-Handy dort genutzt wird:

  • Albanien
  • Andorra
  • Bosnien und Herzegowina
  • Britische Kanalinseln
  • Kasachstan
  • Kosovo
  • Mazedonien
  • Moldawien
  • Monaco
  • Montenegro
  • Russland
  • Schweiz
  • San Marino
  • Serbien
  • Türkei
  • Ukraine
  • Vatikanstadt
  • Weißrussland

Ab 2019 wird auch Großbritannien offiziell in dieser Liste stehen.

Bemerkenswert für deutsche Kunden ist die Schweiz. Denn in der deutsch-schweizerischen Grenzregion kann es passieren, dass sich das Handy in ein Schweizer Netz einbucht, obwohl es sich in Deutschland befindet. Wer sich also beispielsweise einen Urlaub am Bodensee gönnt, sollte seinem Handy die automatische Netzwahl verbieten und es auf den deutschen Netzbetreiber festlegen. Dazu gehen Handynutzer im Handymenü in ihren Einstellungen auf einen Unterpunkt, der je nach Handy als „Verbindungen“,“Netze“ oder ähnlich bezeichnet ist. Dort ist je nach Handy ein Unter-Menüpunkt „Mobilfunknetze“ zu finden und die Möglichkeit, einen „Netzbetreiber“ auszuwählen. Hier gibt es dann die Möglichkeit der automatischen Netzwahl oder der manuellen Netzwahl. In diesem speziellen Fall ist die manuelle Wahl die beste.

Vorsicht vor Netzen auf Schiffen, Häfen und im Flugzeug

Handynetze sind heute überall zu finden. So ist es auch kein Problem, auf einer Ostsee-Fähre zu telefonieren oder auf der Kreuzfahrt SMS zu schicken. Doch Vorsicht: Obwohl sich das Schiff möglicherweise in einem deutschen Hafen befindet oder zwischen zwei EU-Ländern wie Deutschland und Schweden pendelt, ist das eigene Handy nicht in einem deutschen Netz eingebucht. Reedereien dürfen auf ihren Schiffen eigene Handynetze betreiben. Diese werden per Satellit versorgt und das Handy bucht sich in der Regel automatisch dort ein. Kommt nun ein Anruf, wird es teuer. Denn die Schiffsnetze unterliegen – genau so wie Netze im Flugzeug – nicht der EU-Regulierung. Und da sie per Satellit versorgt werden, ist die Nutzung entsprechend teuer. Im Zweifel gilt hier: Das Handy einfach mal ausmachen.

Ein Schiff in einem Hafen
Bildquelle: inside handy / Thorsten Neuhetzki

Kann ich mit einer Flatrate unlimitiert im Ausland telefonieren und surfen?

Die nachfolgenden Informationen gelten für alle Kunden, die bei ihrem Anbieter keine spezielle Roaming-Vereinbarung haben. Viele Anbieter haben diese Roaming-Vereinbarungen aus der Zeit vor der EU-Verordnung im Sinne des Kunden gekündigt und der Kunde profitiert von den regulierten Tarifen. Vor allem Kunden von O2 und diversen Drillisch-Discounter-Marken haben jedoch häufig auch heute noch abweichende Roaming-Tarife gebucht. Dazu hat die Redaktion von inside handy weiter unten einen eigenen Informationspunkt zusammengestellt.

Telefonieren und SMS im EU-Ausland

Wer in Deutschland eine SMS- oder Telefon-Flatrate gebucht hat, kann diese generell unlimitiert auch im EU-Ausland nutzen. Im Ausland wird diese Flatrate, die sonst in der Regel nur für Gespräche zu deutschen Nummern gilt, sogar noch erweitert. Denn eine Auflage der EU-Verordnung ist, dass diese Deutschland-Flatrate im EU-Ausland nicht nur für Gespräche nach Deutschland, sondern auch in alle anderen Länder der EU gelten muss – nicht nur innerhalb des Landes, in dem sich das Handy befindet. Die Allnet-Flatrate wird so im EU-Ausland zu einer echten EU-Flatrate. Gespräche von Nord-Schweden nach Süd-Griechenland kosten nichts extra.

Wer keine Flatrate gebucht hat, zahlt den in Deutschland üblichen Minutenpreis für alle Gespräche innerhalb der EU. Bei einem Minutenpaket werden die Minuten entsprechend abgezogen.

Gleiches gilt für SMS: Eine SMS-Flatrate gilt im Roaming für alle SMS innerhalb der EU. Werden SMS in Deutschland zum Stückpreis abgerechnet, so gilt dieser Preis auch für alle SMS aus dem EU-Ausland innerhalb der EU.

Kann ich meinen Handy-Vertrag so lange im Ausland nutzen wie ich will?

Für einen normalen Urlaub ist es unerheblich, wie intensiv und wie lange das Handy im Ausland genutzt wird. Kritisch wird es für denjenigen, der mehr im Ausland ist als im Heimatland (seines Handyvertrages). Generell gilt die Fausregel: Wer in einem Zeitraum von vier zusammenhängenden Monaten die überwiegende Nutzung außerhalb seines Heimatlandes hat, sollte aufpassen. Die Mobilfunkanbieter dürfen dann zusätzliche Kosten berechnen. Einige haben diese Regelung auch in ihren Preislisten verankert. So sind die Anbieter berechtigt, bei übermäßiger Auslandsnutzung eine Erklärung binnen 14 Tagen vom Kunden einzufordern. Die Anbieter sind dann auch berechtigt, einen Aufschlag für die Roaming-Nutzung zu verlangen. Dieser beträgt 3,8 Cent pro Minute bei Gesprächen und 1,19 Cent pro SMS. Bei Daten können die Kosten pro Gigabyte bei 7,14 Euro liegen. Ab 2019 sind es 5,36 Euro, 2020 dann 4,17 Euro. Wichtig zu wissen ist das vor allem für jene, die im Winterhalbjahr im Süden leben.

Surfen im Ausland: Die Fair-Use-Policy und ihre Obergrenzen

Wer einen besonders günstigen Handytarif mit viel Datenvolumen hat, kann dieses Datenvolumen möglicherweise nicht komplett im EU-Ausland nutzen. Grund dafür ist eine Fair-Use-Policy, die die EU in die Verordnung geschrieben hat. Würde ein fiktiver Vertrag 10 GB Datenvolumen für 5 Euro bieten, so wäre die Nutzung im EU-Ausland durch den Kunden schon ab dem ersten Gigabyte nicht mehr kostendeckend. Denn jedes Gigabyte im Ausland muss der deutsche Netzbetreiber bezahlen.

Damit Kunden erfahren, wieviel Datenvolumen ihnen zusteht, müssen sie zum Taschenrechner greifen. Es gilt, den monatlichen Grundpreis des Handyvertrages durch den EU-Großhandelspreis zu teilen. Hierbei sollten beide Werte die Brutto-Werte sein. Das Ergebnis wird dann mit zwei multipliziert. Der Großhandelspreis für ein Gigabyte liegt 2018 bei 7,14 Euro, 2019 bei 5,335 Euro und ab 2020 bei 4,165 Euro.

Eine Beispiel-Rechnung für einen fiktiven Smartphone-Tarif mit 8 GB Datenvolumen und Allnet-Flatrate für monatlich 9,99 Euro: (9,99 / 7,14) x 2= 2,798

Das bedeutet, im Jahr 2018 wäre dieser Anbieter berechtigt, seinem Kunden ab einem Verbrauch von 2,8 GB im Monat im EU-Ausland die Kosten für die Großhandelspreise weiterzureichen. Er muss aber darauf hinweisen. 2019 läge diese Grenze durch den sinkenden Großhandelspreis etwas höher: 3,75 GB.

Ich habe ein Roaming-Paket bei meinem Anbieter gebucht, was gilt für mich?

Viele Netzbetreiber haben ihre Roaming-Pakete mit Inkrafttreten der Roaming-Verordnung abgeschafft. Doch vor allem im Netz von Telefónica Deutschland (O2) gibt es mehrere Anbieter, die die Option nicht gekündigt haben. Sie tun das oftmals mit der Begründung, dass die Pakete Roaming in der Schweiz beinhaltet, der regulierte Tarif jedoch nicht. Viele Drillisch-Marken haben sogar noch nach der Roaming-Verordnung entsprechende Pakete als Tarifbestandteil vermarktet, der erst gekündigt werden muss, wenn er nicht gewünscht ist.

Generell sollte der Netzbetreiber bei Grenzübertritt eine SMS verschicken, welche Roaming-Konditionen aktuell gelten. Wer darauf nicht warten will, sollte im Vorfeld bei seinem Anbieter nachfragen oder in den Unterlagen nachschauen, ob für ihn der regulierte EU-Tarif gilt.

Darf mein Anbieter mir die Roaming-Nutzung verbieten?

Wenn bei Vertragsabschluss darauf hingewiesen wurde, dass Roaming nicht zulässig ist, darf ein Mobilfunkanbieter Roaming auch generell unterbinden. Das wird beispielsweise dann gemacht, wenn es besonders günstige Konditionen gibt, die im Ausland für einen Anbieter nicht finanzierbar wären. So ist beispielsweise die Buchung von Tages-Flatrates für Daten, wie sie einzelne Anbieter im Angebot haben, oftmals im Ausland nicht möglich. Auch kostenloses Datenvolumen, das aus Neukunden-Promotions stammen oder aus anderen werblichen Gründen auf die Konten der Handykunden gebucht wird, istin der Regel nur in Deutschland gültig. Bei einer Nutzung im Ausland wird das reguläre Datenkontingent des Tarifes verwendet. Ferner gibt es einige wenige Tarife, in denen kein Roaming vorgesehen ist. Das Handy kann sich dann im Ausland nicht einbuchen.

Übrigens: Einige Provider sperren das Roaming im Ausland auch bei Neukunden. Hier kann der neue Tarif dann etwa vier bis acht Wochen lang nur in Deutschland genutzt werden.

Gibt es Kostenfallen beim EU-Roaming?

Auch wenn mit dem einheitlichen EU-Roaming vieles einfacher geworden ist, gibt es immer noch Kostenfallen – auch innerhalb der EU: Diese sind in aller Regel rechtlich zulässig, können aber trotzdem für den Handynutzer unerwartet teuer werden. Neben den unerwarteten, möglicherweise noch gebuchten Roaming-Optionen sind dieses beispielsweise die bereits angesprochenen Handynetze auf Fähren, Kreuzfahrtschiffen und in Flugzeugen.

Vorsicht bei WiFi Calling im Ausland

Doch es gibt auch Tarif-Kostenfallen. So ermöglicht die Telekom ihren Kunden beispielsweise, per Smartphone über WLAN-Netze zu telefonieren. Dieses WiFi-Calling (oder WLAN Call) ist für die Telekom deutlich günstiger, da sie sich einfach eines vorhandenen Breitbandanschlusses bedient. Im Nicht-EU-Ausland ist das auch für den Kunden sinnvoll, denn selbst in einem WLAN der Karibik telefoniert der Kunden per WLAN zu den Konditionen wie in Deutschland – ganz automatisch. Doch im EU-Ausland kann das zur Kostenfalle werden, wenn kurz im Hotel angerufen werden muss oder im Restaurant telefoniert werden soll. Denn ein Gespräch per WLAN Call ist in diesem Fall ein Gespräch ins Ausland. Statt durch EU-Roaming kostenlos den Restaurant-Tisch zu reservieren, kann dieses Gespräch dann schon mal 99 Cent pro Minute kosten.

Community-Flatrates gelten im Ausland nicht

Einige Discounter bieten in Deutschland auch sogenannte Community-Flatrates oder Rabatte an. Hier sind nur Gespräche zu Kunden des gleichen Anbieters günstiger oder durch eine Flatrate abgedeckt. Teilweise gibt es auch Familienrabatte zu vorher festgelegten Rufnummern. Diese Rabatte gelten ebenfalls nicht im EU-Roaming. Und auch für Kunden, die noch alte Verträge mit Flatrates in einzelne Handynetze haben, sind außen vor: Sie gelten in der EU nicht.

Telekom StreamOn und Vodafone Pass nicht im Ausland gültig

Eine weitere Kostenfalle gibt es bei den Netzbetreibern Telekom und Vodafone, wenn die Kunden Streaming-Flatrates gebucht haben. StreamOn und Vodafone Pass ermöglichen innerhalb Deutschlands unlimitiertes Streaming von bestimmten Audio- und Video-Diensten. Das gilt aber nicht im Roaming. Jenseits der Grenze wird das Streaming-Signal zwar übertragen, aber vom ganz normalen Datenvolumen abgezogen.

Telekom StreamOn
Bildquelle: Christian Koch / inside handy

Vorsicht bei MMS: Keine Regulierung

Sie werden zwar kaum verschickt, doch wenn, so unterliegen sie nicht der EU-Regulierung: MMS-Nachrichten. Wer aus dem Ausland eine MMS-Nachricht mit Bildern oder Videos verschicken will, sollte sich vorher bei seinem Netzbetreiber nach den Kosten erkundigen. Einige berechnen in der EU den gleichen Preis wie im Ausland, andere abweichene Preise. Der inside handy Tipp: Besser Bilder und Videos über Messenger oder E-Mail verschicken.

Roaming in Nicht-EU-Ländern: Welche Kosten fallen an?

Sobald das Handy sich in ein Handynetz einbucht, das nicht zu einem Land der EU oder der EWR gehört, fallen in der Regel hohe Roaming-Gebühren für alle Dienste an, die mit dem Handy genutzt werden. Auch ankommende Anrufe werden dann berechnet, in extrem seltenen Fällen sogar ankommende SMS.

Es empfiehlt sich in jedem Fall, das Datenroaming im Ausland zu deaktivieren. Zusätzlich empfielt inside handy, auch ausdrücklich LTE-Netze zu deaktivieren. Des es tritt immer wieder ein als Geister-Roaming beschriebenes Phänomen auf, bei dem sich Handys mit einer Datenverbindung in das ausländische LTE-Netz einbuchen, obwohl Datenroaming deaktiviert ist. Es handelt sich um einen bestehenden Fehler im LTE-Standard, den die Netzbetreiber kennen. Oftmals werden die Kosten aus den Verbindungen auch gar nicht erst in Rechnung gestellt – sollte das doch einmal geschehen, muss der Kunde dem Geld jedoch hinterherlaufen.

Welche Kosten im Nicht-EU-Ausland genau entstehen, ist abhängig vom jeweiligen Anbieter und sogar vom gebuchten Tarif. Wer sein Handy im Ausland vermehrt einsetzen will, sollte sich bei seinem Anbieter erkundigen, ob es für das Reiseland ein Roaming-Paket gibt, das den eigenen Bedürfnissen entspricht. Je nach Land sind die Kosten hier zwar auch hoch, aber sie bieten mehr Kostensicherheit. 

Für längere Aufenthalte kann es sich zudem lohnen, sich lokale Prepaid-Karten zu besorgen. Diese bieten insbesondere für Datenverbindungen oftmals ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Datenroaming mit dem Handy: Was muss ich bei Surfen im Ausland beachten?

Das Thema Datenroaming ist komplex. Die Redaktion von inside handy hat alles Wichtige zum Thema Surfen mit dem Handy im Ausland in einem eigenen Text zusammengestellt.

Tipps und Tricks zum Datenroaming im Ausland

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