Im Magazin Daydream View VR-BrilleGoogle lässt neue Smartphones in den Daydream-Klub

vom 06.01.2017, 17:50
Google Daydream View
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Bereits im November 2016 stellte Google seine neue VR-Platform "Daydream" vor. Um das System nutzen zu können, werden eine Daydream-View-VR-Brille und ein geeignetes Smartphone benötigt. Bisher waren Googles Pixel und Lenovos Moto Z die einzigen kompatiblen Geräte. Das soll sich schon bald ändern.

Nach dem 3D-Trend bei Fernsehern hat sich in den letzten Jahren ein neuer Hype entwickelt: virtuelle Realitäten (VR). Eine Brille wird angezogen, Kopfhörer werden angelegt und schon ist man wieder Kind und erforscht die reelle und virtuelle Welt. Angefangen mit der Oculus Rift (2013) haben schnell auch andere große Unternehmen VR für sich entdeckt. Dazu gehören beispielsweise HTCSamsung, Sony und seit Kurzem auch Google.

Im Großen und Ganzen gibt es zwei Arten von VR-Brillen. Die Einen werden als fertige Geräte mit der gesamten Hardware wie Display und Prozessor hergestellt. Die Anderen sind hingegen lediglich Hüllen und können nur in Verbindung mit einem kompatiblen Smartphone funktionieren. Zur letzteren Art gehört auch die Google-VR-Platform Daydream.

Google-Pappkarton bekommt ein Upgrade

Angefangen hat alles ganz bescheiden. Auf der Entwicklungskonferenz I/O 2014 stellte Google seine neue Cardboard vor. Dabei handelte es sich um ein Stück Karton mit zwei Linsen, der zu einer einfachen VR-Brille zusammengefaltet werden konnte. Zwei Jahre später machte das Unternehmen den nächsten Schritt und präsentierte sein Daydream-Konzept. Herzstück ist die VR-Brille Daydream View. Diese kann seit dem 10. November 2016 verhältnismäßig günstig erworben werden. Das Gerät wiegt 220 Gramm und wird in nur einer Farbe (Schiefergrau) hergestellt. Neben der Brille ist auch ein bluetoothfähiger Controller mit einem USB-Typ-C-Ladeanschluss, bis zu 12 Stunden Laufzeit (Angaben des Herstellers), und 9-Achsen-IMU-Sensoren im Lieferumfang enthalten. Achtung: Ein passendes Ladekabel liegt der Bestellung nicht bei.

Noch ist Google Daydream exklusiv

Bevor das Portemonnaie gezückt wird, sollte jedoch zuerst überprüft werden, ob die Daydream View mit dem eigenen Smartphone kompatibel ist. Die Liste von Dydream-fähigen Geräten (Daydream-ready phones) ist zurzeit noch recht überschaubar. Dazu gehören die beiden Pixel-Handys von Google (Pixel und Pixel XL) und Smartphones der Moto Z-Reihe von Lenovo (Moto Z, Moto Z Droid und Moto Z Force Droid). Die geringe Anzahl der Geräte lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass das System einem gewissen Standard entsprechen soll. Es werden also nur Smartphones ausgewählt, die ein hochauflösendes Display, eine gute Grafik und passende Sensoren vorweisen können. Nun hat das Unternehmen jedoch seine "Daydream-ready family" um zwei neue Geräten erweitert. Das Huawei Mate 9 und das das Axon 7 sind ebenfalls "Daydream-ready". Schon bald soll auch das Asus Zenfone AR mit der Google-VR-Brille genutzt werden können. Außerdem soll auch die neue Huawei-VR-Brille in die Daydream-Platform integriert werden; damit will das Unternehmen seinen Nutzern, laut eigenen Angaben, mehr Auswahlmöglichkeiten bieten.

Google Daydream: kompatible Smartphones

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    Google Pixel / Google Pixel XL
    Bildquelle: Hersteller
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    Lenovo Moto Z
    Bildquelle: Hersteller

Neue Welten – vom Sofa aus

Wie auch andere VR-Brillen besitzt die Daydream View eine Reihe von unterschiedlichen Einsatzgebieten. Mithilfe von Google Street View oder der ZDF VR ist es beispielsweise möglich, die Erde in einer realitätsnahen 360-Grad-Ansicht vom Sofa aus zu erforschen. Weiterhin kann die Brille einen virtuellen Monitor anzeigen und dadurch, in Kombination mit YouTube oder Netflix, ein Kino-Erlebnis simulieren. Wer hingegen Wert auf Spielspaß legt, kann auf eine der verschiedenen Gaming-Apps zurückzugreifen. Diese gibt es bereits in alle möglichen Genres und Variationen.

Steuerung per Handbewegung

Damit die Interaktion mit dem Smartphone möglichst gut funktioniert, hat Google eine Daydream-App entwickelt. Damit lässt sich zum einen die Bedienung einstellen, zum anderen dient die App als Wiedergabecenter für VR-Inhalte. Die Steuerung erfolgt über den mitgelieferten Daydream-Controller. Dieser besitzt mehrere Knöpfe zum Interagieren und kann die Handbewegungen des Benutzers nachvollziehen.

Werden weitere Smartphones folgen?

Es ist wahrscheinlich, dass weitere Geräte zur Daydream-ready-Familie dazustoßen werden; darauf deutet auch ein Hinweis auf der Daydream-Homepage von Google. Dieser fordert die Besucher dazu auf, für mehr kompatible Smartphones später noch einmal auf der Seite vorbeizuschauen.

 Technische DatenVerfügbarkeitPreis
Google      

Pixel (XL)

Google Pixel und Pixel XL
Bildquelle: Google
5 Zoll (5,5 Zoll) / Full-HD (QHD)
4 GB RAM / 32 oder128 GB
2.770 mAh (3.450 mAh)
Quad-Core, max. 2,15 GHz
erhältlich seit
10/2016
ab 759 Euro
(ab 899 Euro)
Lenovo      

Moto Z

Lenovo Moto Z
Bildquelle: Lenovo
5,5 Zoll / QHD
4 GB RAM / 32 GB (erweiterbar)
2.750 mAh
Quad-Core, max. 1,8 GHz
erhältlich seit
09/2016
ab 699 Euro
Huawei      

Mate 9 Pro

Huawei Mate 9 Pro
Bildquelle: Huawei
5,5 Zoll / QHD
4 oder 6 GB RAM / 64 oder 128 GB
? mAh
Octa-Core, max. 2,4 GHz
nicht in DE erhältlich -

Mate 9 Porsche Design

Huawei Mate 9 Porsche Design
Bildquelle: Huawei
5,5 Zoll / QHD
6 GB RAM / 256 GB
4.000 mAh
Octa-Core, max. 2,4 GHz
erhältlich seit
12/2016
1395 Euro
Asus      

ZenFone AR

Asus ZenFone AR
Bildquelle: Asus
5,7 Zoll / QHD
8 GB RAM / 32/64/128/256 GB
3.300 mAh
Octa-Core, max. 2,35 GHz
angekündigt
1. Quartal 2017
nicht bekannt
ZTE      

Axon 7

ZTE Axon 7
Bildquelle: ZTE
5,5 Zoll / QHD
4 GB RAM / 64/128 GB
3.250 mAh
Prozessor
erhältlich seit
06/2016
ab 449 Euro
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Quellen: Google Daydream, Google Blog, Google Play Store, Google Blog (2), Google Store | Bildquelle kleines Bild: Google | Autor: Artem Sandler
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Themen dieser News: Google, Games und Konsolen, Serien & Filme , Smartphones, Virtual Reality / VR

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