Gerücht LG G6 im Gerüchte-CheckAlle Daten, Gerüchte und Bilder: Vorbestellung und Release Anfang März vermutet

vom 23.02.2017, 20:07
LG G6
Bildquelle: The Verge

LG hat mit dem G5 ein modulares Smartphone auf den Markt gebracht, das im Test von inside-handy.de überzeugen konnte. Die Verkaufszahlen des G5 lassen allerdings zu wünschen übrig. Wie LG diese Zahlen verbessern will, wird in vielen Gerüchten rund um das neue LG G6 diskutiert. Neue Spekulationen gehen davon aus, dass die Veröffentlichung des neuen Flaggschiffes schon Anfang März geplant ist.

Die Smartphone-Reihe für Experimente

LG nutzt die G-Flaggschiff-Serie bereits seit mehreren Generationen für "Experimente", die das Smartphone – zumeist optisch – von der Konkurrenz abheben. Zuerst wanderte der Home-Button auf die Rückseite, beim G4 war dann das Display nach innen gewölbt. Bis zum G5 wurde LG für diese Finessen von den Kunden nicht abgestraft. Bei LG ist man den getroffenen Aussagen zufolge wohl auch nicht überzeugt davon, dass das ausbleibende Kundeninteresse an der modularen Bauweise des LG G5 liegt.

LG G5 und LG G4 im Hands-On-Vergleich auf dem MWC

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    Wir konnten auf dem Mobile World Congress das LG G4(links) mit dem LG G5(rechts) vergleichen. Auf der Vorderseite fällt das geänderte Design schon auf, richtig deutlich wird es...
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    ...auf der Rückseite: Während das G4 noch auf einen geschwungenen Lederrücken oder eine Polycarbonat-Rückseite in Metall-Optik setzte, ist beim LG G5 Aluminium das Material der Wahl

Dennoch hat LG den Erfolg seines Zöglings auch im kommenden Jahr wohl nicht in der eigenen Hand. Die Beliebtheit des eigenen Flaggschiffs hängt zunehmend vom ausbleibenden Erfolg der Konkurrenz, allen voran Samsung, ab. Im vergangenen Jahr hat der Konkurrent aus dem eigenen Land mit dem Galaxy S7 – insbesondere der edge-Version – den Testsieger hervorgebracht. Die Bestenliste auf inside-handy.de bestätigt diese Annahme: Bei den Tests, die die Redaktion durchgeführt hat, konnte sich das S7 edge in diesem Jahr von der Konkurrenz aus dem Android-Lager absetzen. 2017 beginnt dieses Rennen von Neuem und die Gerüchteküche brodelt.

Design des LG G6

So sieht das LG G6 wohl aus - Weitere Bilder bestätigen Design

Nun tauchte knapp einen Monat vor der offiziellen Veröffentlichung auf dem MWC eine ganze Reihe hochauflösender Bilder des LG G6 aus verscheidenen Quellen auf. Sie zeigen das Gerät aus verschiedenen Blickwinkeln, zum Teil mit Bemaßung und zum Teil soll es sich bei den Fotos um einen Prototypen handeln. Damit kann das Design des LG G6 schon jetzt in groben Zügen beurteilt werden - könnte sich aber auch noch ändern.

LG G6 Gerüchte-Bilder

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    Angebliche Bilder des LG G6
    Render-, Leak-, Gerüchte- und Prototyp-Bilder des LG G6.
    Bildquelle: underKG
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    Angebliche Bilder des LG G6
    underKG

Mit den neuen Bildern kann eines mit sehr großer Sicherheit behauptet werden: Das LG G6 wird ein weniger experimentelles Design besitzen, als sein Vorgänger LG G5. Die auffälligsten Designelemente sind die Kamera- und Fingerabdruck-Module im Metallgehäuse, die Tastenanordnung und das Display-Design.

Die Kamera-Module, die in einen gebürsteten Metall-Unibody eingelassen sind, zeigen sich symmetrisch angeordnet und ohne erkennbaren organischen Hügel, wie beim LG G5. Dazu sind die Objektive nun gleich groß und kommen ohne erkennbare Laser-Sensorik aus. Damit verschwindet auch das kleinteilige Design zwischen den beiden Kameras. Der Fingerabdrucksensor schlägt in die gleiche Kerbe und gibt sich unaufgeregt und mittig unterhalb der Kameramodule. Er rundet das symetrische Design ab.

Der biometrische Sensor könnte ganz ohne mechanischen Taster auskommen. Dafür spricht, dass es wohl einen dezidierten Power-Button an der rechten Flanke des Smartphones geben wird. Somit wandert nun auch das letzte Bedienelement von der Rückseite in den Rahmen. Das Konzept der rückseitigen Steuerung, wie es beim LG G4 zur Gänze umgesetzt war, wird also nun endgültig über Bord geworfen.

Auf der Front zeigt sich das LG G6 sehr aufgeräumt und besticht durch kleine Ränder um das Display herum. Gerade oberhalb des Panels erspart man sich Design-Experimente wie beim LG G5 und macht den Schritt zurück zum platzsparenden Design des LG G4, das trotz 5,5 Zoll recht kompakt baute. Das auffälligste Designelement beim Display liegt jedoch in den Ecken des Panels. Anscheinend will LG sein Display mit abgerundeten Ecken ausstatten, was mehr als ungewöhnlich ist.

G6 erstmals in weiß gesichtet

Auch eine weiße Variante des G6 hat LG offenbar in Planung. Ein neues Foto eines Prototyps zeigt diese Farbversion erstmalig. Das auf ITHome veröffentlichte Foto zeigt das einzelne Front-Panel der weißen Geräte.

Mutmaßliches eißes Front Panel des LG G6
Bildquelle: ITHome

Wie auch schon bei den bisher durchgesickerten Bildern des LG G6 nimmt das Display, das man in der weißen Variante besonders gut vom Rest der Front unterscheiden kann, besonders viel Raum auf der Front des mutmaßlichen LG G6 ein. Das Layout von Sensoren, Frontkamera und Lautsprecher entspricht jedoch dem bekannten. Auch Hardware-Buttons sucht man auf der Front des Geräts nach wie vor vergeblich.

Display des LG G6

Das LG G6 wird, das ist offiziell bestätigt, über ein 5,7 Zoll großes Display, das Inhalte in der ungewöhnlichen Auflösung von 1.440 x 2.800 Pixeln darstellt, erhalten. Aus dem Seitenverhältnis von 16:9 wird beim LG G6 damit 18:9. Darauf aufbauend bietet LG UX 6.0 die Möglichkeit, das Display in zwei gleich große Quadrate aufzuteilen. Die neue Display-Art firmiert unter dem Namen "FullVision" und wurde laut LG nach oben und unten erweitert, um das neue Seitenverhältnis zu erreichen. Aufgrund dieser Angabe ist davon auszugehen, dass die Vorderseite des Smartphones weniger Ränder beinhaltet. Das wiederum hätte zur Folge, dass das LG G6 trotz der Steigerung der Diagonalen von 5,3 auf 5,7 Zoll nicht viel größer sein wird als noch das G5.

Display-Vergleich LG G5 und LG G6

Ein kürzlich aufgetauchtes Bild soll das aktuelle LG G5 neben dem LG G6 zeigen und könnte damit die auf den offiziellen Display-Spezifikationen beruhenden Gerüchte bestätigen, dass das LG G6 nicht viel größer sei, als das LG G5. Falls sich das Bild als echt erweist, wird daran deutlich, wie sich die beiden Geräte in Sachen Display unterscheiden. Und dieser Unterschied ist gewaltig: Das 2:1-Display des LG G6 vermag viel mehr Fläche einzunehmen ohne das Gerät deutlich größer zu machen. Zumindest in der Länge sind sich die beiden sehr ähnlich. Die Breite des LG G6 zeigt sich jedoch als etwas größer als die des LG G5.

LG G5 und LG G6
Bildquelle: slashleaks

Die Entscheidung pro Phablet-Display könnte auch damit begründet sein, dass Samsung durch den Wegfall des Galaxy Note7 eine Lücke im Phablet-Bereich hinterlassen hat, die im High-End-Segment bislang fast nur Huawei mit dem Mate 9 zu füllen vermochte.

Ausstattung des LG G6

Neben einer gebogenen Displaykomponente wird darüber hinaus berichtet, dass das G6 möglicherweise mit einer neuen Ladetechnik ausgestattet wird, durch die nicht nur das Smartphone, sondern mehrere Geräte zeitgleich kabellos aufgeladen werden können. Nicht zuletzt soll das künftige Spitzenmodell ein Gewand tragen, welches Glas und Metall vereint. Ob diese Informationen der Wahrheit entsprechen, ist derzeit nicht eindeutig klar.

Ein neues Video zeigt das G6 ohne gebogenes Display und mit einem recht herkömmlichen Design. Vor allem sind in diesen Bildern die modularen Bauteile nicht zu sehen. Neben diesem Charakteristikum zeichnet sich der Vorgänger LG G5 vor allem durch die Doppelkamera aus, die zwei Brennweiten bietet. Hier könnte LG die Eigenschaft auch mit in das G6 übenehmen. So ist die doppelte Kameraausstattung auf der Rückseite eindeutig zu erkennen.

Mehrere Versionen des LG G6 könnten kommen

Neueste Geekbench-Einträge zeigen zwei weitere Modelle des LG G6, die zum MWC 2017 vorgestellt werden könnten. So lauten die Modellnummern LGE LGUS997 und LGE LGMG600L, und könnten die beiden von LG geschützten Bezeichnungen "LG G6 Lite" und "LG G6 Compact" tragen. Genaue Details zur Austattung der möglichen G6-Geschwister sind bislang noch nicht bekannt.

Wechselakku weg, IP68-Zertifizierung drin

Laut Cnet soll LG sich als vermutlich letzter Flaggschiff-Hersteller davon verabschieden, Kunden die Möglichkeit zu geben, den Akku auszuwechseln. Bislang war dies in LG-Smartphones der Oberklasse ein Alleinstellungsmerkmal, selbst im mit Metall-Unibody ummantelten G5 konnte der Akku per Modul herausgenommen werden. Im G6 soll damit nun Schluss sein, so ein Analyst, auf den sich im Bericht berufen wird. Grundlegend dafür sei die künftige IP68-Schutzklasse, die für ihre Klassifizierung keinen herausnehmbaren Akku mehr duldet. Auch ETNews bestätigt die Zertifizierung - angeblich aus offiziellen südkoreanischen Quellen. LG lässt schürt in zwei offiziellen Videos ebenfalls die Vermutung einer IP68-Zertifizierung. So stehen in den Videos einmal ein Pool und einmal ein Haufen Mehl im Mittelpunkt. Beides könnte auf die natürlichen Feinde von Smartphones hinweise: Wasser und Staub:

Snapdragon 821 statt Snapdragon 835

Des Weiteren soll LG im neuen Flaggschiff einen alten Trick wieder hervorholen: Bereits im Erfolgsmodell LG G4 kam der Qualcomm-Prozessor des - damals - Vorjahres zum Einsatz. Auch 2017 soll LG auf den Snapdragon 821 setzen, anstatt auf den neuen Snapdragon 835 aus der Chip-Schmiede zu warten. Hier sollen terminliche Gründe ausschlaggebend gewesen sein: Mit einem frühen Release des Top-Smartphones - erwartet wird es auf dem MWC Ende Februar - will man sich einen Zeitvorteil, zum Beispiel gegenüber Samsung, verschaffen. Dies sei mit dem Snapdragon 835 offenbar nicht möglich.

Doch kein modulares G6

Mit einer Wertung von 4 / 5 Sternen schnitt das LG G5 Anfang dieses Jahres recht gut im Test von inside-handy.de ab. Der Mehrwert der Friends-Module wurde im Test allerdings nicht ganz deutlich. Da wundert es kaum, dass LG für den Nachfolger mit der Kennziffer 6 die teuren Steckteile verbannen will - so will es zumindest das koreanische Nachrichtenportal ET News erfahren haben. Grund für das abrupte Ende der modularen Smartphones sollen vor allem die geringen Verkaufszahlen des LG G5 sein. Diese Aussage bestätigt sich gerade. Gegenüber dem Wall Street Journal hat sich ein LG-Sprecher entsprechend geäußert. LG habe das Kunden-Feedback bekommen, dass die Modulariät nicht von interesse sei. So konzentriere man sich bei LG beim LG G6 auf die Ästhetik und die Funktionalität. Damit dürfte das Thema modulare Smartphone bei LG endgültig vom Tisch sein. 

Bereits im Sommer dieses Jahres war abzusehen, dass LG mit dem G5 nicht den erwarteten Umsatz erzielen kann, und strukturierte kurzerhand die interne Smartphone-Abteilung um. Es wäre also eine logische Schlussfolgerung, wenn das Nachfolgemodell wieder am Stück produziert würde und ohne manuelle Friends-Module daherkäme.

LG G6 mit Fokus auf Zuverlässigkeit

LG wird in den letzten Tagen nicht müde, fleißig Teaser für sein kommendes Flaggschiff zu verteilen. Ein großes Thema wird für den koreanischen Hersteller dabei die Zuverlässigkeit des Produkts sein. Der neue Teaser wirbt mit den Worten "Zuverlässigkeit. Check, check, check."

Teaser zur LG-Pressekonferenz zum MWC 2017
Bildquelle: Android Central

Es ist gut möglich, dass LG hier auf die Probleme anspielt, die der Konkurrent Samsung im vergangenen Jahr mit seinem Phablet Galaxy Note7 erlitten hat. Das Smartphone war falsch konstruiert und konnte sich dadurch selbst kurz schließen, was in einigen Fällen zu Explosionen oder Bränden führte. Ein Verkaufsstopp mit Rückrufaktion war die Folge. Doch auch seine eigenen Geräte hat LG nicht immer im Griff gehabt. So sind einige Kunden mit den Geräten G4, G5, V10 und V20 Opfer einer "Bootloop-Epidemie" geworden. In einem Bootloop startet sich ein Gerät unentwegt neu, ohne dass jemals ein Bootvorgang abgeschlossen werden kann.

Mit dem neuen Smartphone plant LG wohl, sich von vergangenem rein zu waschen und das zuverlässigste Android-Smartphone in der Geschichte des Unternehmens anzubieten. Wie es darum wirklich bestellt ist, wird ein ausführlicher Test der inside-handy.de-Redaktion zeigen.

Iris-Scanner soll mit neuem G6 kommen

Kürzlich stellte LG Innotek ein neues Modul vor, das gleichzeitig als Iris-Scanner und Frontkamera fungiert. Damit könnte das neue LG G6 das erste Smartphone werden, das auf ein Kombi-Modul setzt, anstatt mit zwei separaten Linsen ausgestattet zu sein. Mit Einführung des Galaxy Note7 war es Samsung, die zuletzt ein Smartphone mit Iris-Scanner der breiten Masse zugänglich machten. Das Note7 verfügte dabei über eine Frontkamera und eine zusätzliche Linse, die den Besitzer des Smartphones anhand der Iris identifizieren sollte. Microsoft hatte dieses Feature in seiner späten Lumia-Reihe ebenfalls angeboten.

Durch das große Akku-Desaster musste das Note7 letztendlich vom Markt genommen werden, bei Microsoft ruht die Handy-Sparte weitgehend. Die Smartphone-Welt wartet also auf weitere Iris-Scanner in Smartphones. Dass das LG G6 diese Erwartungen erfüllen wird, ist nicht unwahrscheinlich; mit dem neuen Modul, das über eine Art Filter-Mechnismus verfügt, um zwischen Scannen des Auges und Auslösen für Fotos zu wechseln, hat LG eine sehr kleine und damit ideale Smartphone-Lösung vorgestellt. Gegenüber Androidauthority soll ein anonymer LG-Insider bestätigt haben, dass das Unternehmen die neue Technologie in den kommenden Smartphone-Generationen verbauen will.

LG G6 kommt mit Quad-DAC-System für Audio-Ausgabe

Hi-Fi-Freunden wird das Herz aufgehen, denn LG plant neuesten Gerüchten zufolge für das G6 ein Quad-DAC-System zu verbauen und so die Tonqualität auf ein neues Level zu heben. Bereits im LG V20 hatte der Hersteller sich an einem solchen System versucht.

Mit dem neuen Digital-Analog-Converter (DAC) möchte LG seinem Smartphone besser ausbalancierte Klänge entlocken, da das neue System wohl beide Kopfhörer-Seiten getrennt voneinander ansteuern kann. Das Quad-DAC-System platziert vier dieser Konverter auf einem Chip und soll 50% weniger Störgeräusche verursachen, als ein einzelner DAC. Das Ergebnis soll ein insgesamt sauberere Sound sein.

Dazu passt auch, dass LG beim G6 wohl an dem analogen 3,5-mm-Klinkenanschluss fest hält, der jahrelang als Standard für die Verbindung von Headsets und Kopfhörern galt, von immer mehr Herstellern aber zugunsten einer flacheren Bauweise der Smartphones weggelassen wird. Diese Hersteller bieten Zubehör mit USB Typ-C an oder setzen auf kabellose Lösungen.

Software des LG G6

LG stellt UX 6.0 offiziell vor und verrät Details zum G6

Im Speziellen hat LG die neue Benutzeroberfläche vorgestellt, die beim LG G6 über das klassische Stock-Android gelegt wird. LG UX 6.0 heißt die Software, die in ihrer ersten Form ganz an die Bedürfnisse des G6 angepasst ist. Vor allem wird die Software auf das 2:1-Display angepasst:

Eine grundsätzliche Unterscheidung des Multi-Window-Features, das seit Android 7.0 Standard ist, liegt durch die neue Quadrat-Teilung nicht direkt vor. Allerdings erhalten verschiedene LG-Apps eine angepasste Integration in das Feature, die mit Feinheiten glänzen soll: So soll die Kamera-Software des LG G6 das Feature nutzen, um in einem Quadrat durch die Kamera zu sehen und Fotos in quadratischer Auflösung aufzunehmen - das Foto-Netzwerk Instagram unterstützt beispielsweise quadratische Bilder – und im Quadrat nebenan direkt zu bearbeiten.

Des Weiteren verfügt die Kamera-App über einen neuen Food-Modus, der die Farbsättigung bei der Fotografie von Lebensmitteln verbessern soll. Außerdem lassen sich aus 2 bis 100 Fotos nun eigene GIFs erstellen.

Auch weitere LG-Apps, wie der Kalender erhalten Zusatzfeatures, die über zwei gleich große Quadrate dargestellt werden. Darüber hinaus bleibt das von LG bereits bekannte Dual-Window-Feature in allen unterstützen Apps erhalten. Dazu muss die Option nicht immer extra neu gestartet werden, sondern öffnet sich – beim Beispiel der Kalender-App – automatisch: Hier wird beim Drehen des Handys auf einer Seite der Kalender angezeigt, während das Neben-Quadrat eine detaillierte Terminansicht bietet. Eigene Konfigurationen und Kombinationen der beiden Anzeigen sind möglich.

LG G6 hört auf den Google Assistant 

Schon Ende Februar soll das lang erwartete Top-Smartphone des Elektronikherstellers LG auf dem Mobile World Congress in Barcelona enthüllt werden. Nun wurde auf den letzten Drücker eine weitere Besonderheit des neuen G6s enthüllt. Laut Angaben von Business Korea soll das Gerät mit dem intelligenten Sprachassistenten "Google Assistant" ausgestattet werden. Dieser stellt ein Pendant zu Apples Siri und Amazons Alexa dar.

Die großen Technologieunternehmen LG und Google scheinen eine weitreichende Partnerschaft gestartet zu haben. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Unternehmen gemeinsam zwei neue Smartwatches herausbringen werden – die LG Watch Sport und die LG Watch Style. Auch die beiden High-Tech-Uhren sollen den Google-Sprachassistenten erhalten.

Google bekommt Verstärkung von Alexa

Während die Integration des Google Assistant als so gut wie sicher gilt, gibt es nun neue Spekulationen, nach denen das LG G6 mit gleich zwei künstlichen Intelligenzen ausgestattet sein soll. Dies berichtet die US-Ausgabe des Magazins CNET.

Brennstoff erhielten die Spekulationen durch einen Teaser, den LG veröffentlicht hat und mit der das Unternehmen seine Pressekonferenz im Rahmen des Mobile World Congress ankündigt, auf der das kommende Flaggschiff LG G6 vorgestellt werden soll. Dort heißt es "Less Artificial. More Intelligence", zu Deutsch etwa "Weniger künstlich. Mehr Intelligenz", und verheißt dort außerdem, dass LG das Smartphone der nächsten Generation zuerst herausbringen werde.

Teaser zur LG-Pressekonferenz zum MWC 2017
Bildquelle: ZDNet

Damit könnte zum einen gemeint sein, dass das LG G6 das erste Smartphone ist, das nicht von Google selbst kommt, das mit dem Google Assistant ausgestattet ist, oder aber, dass man Huawei im Rennen um die erste Integration von Amazons Alexa in ein Smartphone schlagen wird. Denn auch die Chinesen planen, die Amazon-Assistentin in ihr Spitzenmodell Mate 9 einzubringen – mit einem kommenden Software-Update.

Die Gerüchteköche leiten die KI-Doppelbesetzung aus der Ankündigung ab, das G6 werde mit "mehr Intelligenz" aufwarten. Die beiden Assistentinnen könnten sich ergänzen, wie die US-Ausgabe von ZDNet spekuliert, denn Alexa verfüge über definierte "Skills", während Google mehr aus Konversation ausgerichtet sei.

LG Pay erstmals auf dem G6

Wie das in der Regel gut informierte Technik-Portal Koreaherald berichtet, soll LG die Integration seines Bezahldienstes LG Pay auf dem LG G6 planen. Die Bezahlmethode basiert auf der Magnetic Secure Transmission (MST)-Technologie, wie sie beispielsweise von Konkurrent Samsung für mobile Bezahlvorgänge genutzt wird. Die MST-Technik macht das Smartphone zur Kreditkarte und simuliert den auf den Karten vorhandenen Magnetstreifen. Somit kann die Transaktion an Bezahl-Terminals mit Kontaktlos-Technologie über das Telefon abgewickelt werden. LG erfindet damit zwar nicht das Rad neu. Mobile Bezahlverfahren erfreuen sich jedoch besonders in den USA großer Beliebtheit. Die Deutschen stehen diesen Verfahren laut einer Studie eher skeptisch entgegen.

Kamera des LG G6

Über die Kamera des LG G6 wird schon seit dem Start der Gerüchte-Saison gemunkelt. Eine Doppelkamera wurde dem G6 von Anfang an angedichtet worden. Welche Eigenschaften sie besitzen wird, war allerdings lange ein Geheimnis. Vor allem stellte sich die Frage, ob LG bei dem Konzept des LG G5 bleibt, womit zwei Brennweiten kombiniert werden.

LG bestätigt zwei Brennweiten

Die Frage nach dem Grundkonzept wurde von LG mittlerweile offiziell beantwortet: Das LG G6 wird eine Doppelkamera mit einer herkömmlichen und einer Weitwinkelkamera besitzen. Dabei wird LG die Auflösung des einen Sensors auf 13 Megapixel drosseln und des anderen auf ebenfalls 13 Megapixel anheben. Beim LG G5 wurden zwei Sensoren mit 16 und 8 Megapixel eingesetzt.

Dabei soll zwischen den beiden Brennweiten flüssig hin- und her-gezoomt werden können. Beim LG G5 befindet sich zwischen den Brennweiten immer ein spürbares Umschalten. Die Weitwinkelkamera soll dabei einen Bildwinkel von 125 Grad beinhalten. Ob der Fisheye-Effekt, der beim Vorgänger noch deutlich sichtbar war, verhindert wird, oder als Stilmittel erhalten bleibt, hat LG in seinem Blogartikel nicht verraten. Die Bildränder sollen jedoch weniger verzerrt sein. Über die Sensorgröße schweigt sich LG derweil aus.

Lg G6 Kamera
Bildquelle: LG

Frontkamera mit großem Bildausschnitt

Die Frontkamera wird in der offiziellen Verlautbarung auch Thematisiert, ohne mit harten Fakten zu glänzen. Sie wird einen Bildwinkel von 100 Grad abdecken und soll Gerüchten zufolge ebenfalls 13 Megapixel besitzen. Hier bleiben die Informationen jedoch wage und es fehlen stichhaltige technische Daten.

Kamera-Interface und Modi

Die Kamera-App wird neben einem Panorama-Modus und einem dezidierten Food-Modus auch die Möglichkeit bieten, das langgezogene 2:1-Display für seine Zwecke auszunutzen. So wird es möglich sein, das Display zu teilen und auf der einen Seite die Galerie anzuzeigen, während auf dem anderen Teil des Panels das Live-Bild der Kamera zu sehen sein wird. LG bestätigt die Funktion des geteilten Kamera-Bildschirms auch in einem offiziellen Video.

Preis und Verfügbarkeit des LG G6

Wie die Website ETNews nun erfahren haben will, soll das LG G6 schon wenige Tage nach dem MWC veröffentlicht werden. Dem Bericht zufolge erscheint das neue Flaggschiff der Südkoreaner schon am 10. März. Wer so lange nicht warten kann, hat schon ab dem 2. März die Möglichkeit, sein LG G6 vorzubestellen: Schon dann beginnt die Pre-Order-Phase. Der Preis des LG G6 soll je nach Region und Anbieter zwischen 500 und 600 Dollar, respektive Euro liegen. Damit könnte es sogar günstiger sein als der Vorgänger LG G5.

Das LG G5 im großen Test von inside-handy.de ›


Quellen: Androidauthority, cnet, Phonearena, ETNews, Korea Herald (1), WSJ, korea Herald (2), Businesskorea, The Verge, SlashGear, ITHome, Android Central, LG | Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Redaktion inside-handy.de
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Themen dieser News: LG, Mobilfunk-News, Oberklasse-Smartphones, Phablets, Smartphones

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