Galaxy S9, iPhone X, Huawei P20 Pro Triple-Kamera oder Pixel-Technologie: Die besten Handy-Kameras im Überblick

vom 19.12.2017, 10:49
Huawei P20 Pro
Bildquelle: Stefan Winopal / inside handy

Smartphones haben günstige Kompaktkameras abgelöst und setzen die etablierten Kamera-Hersteller schwer unter Druck. Höchste Zeit also, sich die Knipsen in den Mobiltelefonen genauer anzusehen. inside handy stellt die Smartphones mit den besten Kameras vor und zeigt, wo die aktuellen Spitzenmodelle ihre Stärken und Schwächen haben.

Smartphones erreichen längst die Bildqualität von günstigen Kompaktkameras. Handy-Hersteller wie Samsung, Apple, Huawei, LG, HTC und Sony legen mit großen Sensoren, lichtstarken Objektiven und zum Teil mehreren Kameramodulen immer mehr Wert auf ihre Kameras. Dabei wird die beste Technik tendenziell zuerst in den jeweiligen Spitzenmodellen verbaut. Dennoch gibt es viel Wettbewerb an der Spitze. So erreichte das Samsung Galaxy S7 (edge) im Jahr 2016 die Auszeichnung "Beste Kamera des Jahres". 2017 befanden sich erneut Samsung mit dem Galaxy Note 8 weit oben, aber auch das Google Pixel 2 (XL) und Apple mit seinem iPhone 8 Plus sowie iPhone X mischten mit. 2018 macht hingegen vor allem Huawei das Rennen und stiehlt der Konkurrenz mit einer Triple-Kamera die Show.

Egal, von welchem Hersteller die besten Handy-Kameras kommen: Sie bieten alle hervorragende Bildqualität, sind zum Teil auch manuell steuerbar und besitzen alle einen besonderen Kniff, der sie noch einmal interessanter macht. Beispiele hierfür sind die Doppelkamera-Systeme des Samsung Galaxy S9+, des Apple iPhone 8 Plus und iPhone X sowie des Huaweis P20 Pro. Die besten Kameras am Smartphone-Markt, ihre Stärken und Schwächen, zeigt das Kamera-Spezial von inside handy.

Die besten Smartphone-Kameras im Überblick

Modell Hauptkamera Objektiv Frontkamera

Huawei P20 Pro

Huawei P20 Pro
Triple-Kamera (Weit- / Standardwinkel / Teleobjektiv) / 40 + 20 + 8 Megapixel / LED-Blitz  Autofokus / OIS / f/2.4 / f/1.8/ f/1.6 24 Megapixel

Apple iPhone X

iPhone X

Dual-Kamera (Weit- / Standardwinkel) / 12,2 Megapixel  / UHD / 60 fps / LED-Blitz

Autofokous / OIS / f/1.8 7 Megapixel

Google Pixel 2 (XL)

Google Pixel 2 XL
12,2 Megapixel / UHD / 30 fps / LED-Blitz Autofokous / OIS / f/1.8 8 Megapixel 

HTC U11+

HTC U11 Plus
12 Megapixel / UHD  / 120 fps / LED-Blitz Autofokus / OIS / f/1.7 8 Megapixel

LG V30

LG V30
Dual-Kamera  (Weit- / Standardwinkel) / 15,9 Megapixel / LED-Blitz Autofokous / f/1.6  5 Megapixel 

iPhone 8 / iPhone 8 Plus

iPhone 8 Plus

12,2 Megapixel / UHD / LED-Blitz

Dual-Kamera (Weit- / Standardwinkel) / 12,2 Megapixel / UHD / LED-Blitz

Autofokous / OIS / f/1.8

Autofokous / OIS / f/1.8

7 Megapixel

Huawei Mate 10 Pro

Mate 10 Pro Vergleich
Dual-Kamera (Monochrom) /  20 + 12 Megapixel / UHD / 30 fps / LED-Blitz Autofokous / f/1.6 8 Megapixel 

OnePlus 5T

OnePlus 5T
Dual-Kamera (Weit- / Standardwinkel) / 20,1 Megapixel / UHD / 30 fps / LED-Blitz Autofokus /  f/1.7  16 Megapixel

Sony Xperia XZ2

Sony Xperia XZ2 Compact
19,2 Megapixel / UHD / 960 fps / LED-Blitz Autofokous / OIS / f/2.0 5 Megapixel 

Galaxy S9 / Galaxy S9+

Samsung Galaxy S9+ Duos

12,2 Megapixel / UHD / LED-Blitz

Dual-Kamera (Weit- / Standardwinkel) / 12 + 12 Megapixel / UHD / LED-Blitz

Autofokus / f/1.7

Autofokus / f/1.5 - f/2.4 / f/2.4

8 Megapixel

Honor View 10

Honor View 10 TAbelle
Dual-Kamera / 16 + 20 Megapixel / UHD / 30 fps / LED-Blitz Autofokus / f/1.8 13 Megapixel

Nokia 8

nokia_8_vergleichsbild
Dual-Kamera / 13 + 13 Megapixel / UHD /  30 fps / LED-Blitz Autofokus /  f/2.0 13 Megapixel

Huawei P20 Pro

Bis vor einiger Zeit galten Samsung und Apple als die Smartphone-Kamera-Pioniere auf dem Markt. Huawei ist den zwei Giganten nach und nach auf die Pelle gerückt und verbessert auch die eigens entwickelten Kameras. Unter Beweis stellte der Hersteller das schon im Mate 10 Pro; das brandneue P20 Pro übertraf das Mate-Modell sowie auch sämtliche andere Smartphones um Längen.

Das P20 Pro macht einen Schritt auf die nächste Ebene: Während viele andere Geräte mit nur einem Sensor zurechtkommen müssen, besitzt das Vorzeige-Gerät eine Triple-Kamera auf seiner Rückseite. Mit an Bord ist der sowohl bereits bekannte Schwarzweiß-Sensor aus der Hauwei-Leica-Kollaboration als auch ein Teleobjektiv, das für Zoom-Effekte zur Verfügung steht. Im Detail bietet die Triple-Kamera des P20 Pro folgende technische Details:

  • Oben: Tele-Kamera (8 Megapixel, 1/4,4 Zoll RGB-Sensor; Objektiv: äquivalente Brennweite 80 mm, Blende 1:2,4)
  • Mitte: Hauptkamera (40 Megapixel, 1/1,73 Zoll RGB-Sensor; Objektiv: äquivalente Brennweite 27 mm, Blende 1:1,8)
  • Unten: Zweitkamera (20 Megapixel, 1/2,78 Zoll Monochrom-Sensor; Objektiv: äquivalente Brennweite 27 mm, Blende 1:1,6)

Besondere Raffinesse der Kamera: Sie arbeitet mit KI, also künstlicher Intelligenz zusammen, die die finalen Fotos zu optimieren vermag. Auf Wunsch können Nutzer die Unterstützung auch deaktivieren, was der Bildqualität keinen Abbruch tut.

Huawei P20 Pro im Test: Kamerabilder

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    Mit Detail-Aufnahmen hat die Triple-Kamera des Huawei P20 Pro wenig Probleme.
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside handy
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    Das gilt auch für Macro-Bilder bei nicht optimalen Lichtverhältnissen
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside handy

An dem Kamera-Trio des P20 Pro gibt es schlichtweg nichts auszusetzen: Die Kamera erzielt nicht nur bei guten Lichtverhältnissen hervorragende Ergebnisse, sondern auch bei Dämmerlicht. Der Autofokus rast, der Dreifachzoom funktioniert ohne Verzögerung oder sonstige Probleme, der Optische Bildstabilisator sorgt für gestochene Schärfe. Kurzum: Das Kamera-Konzept scheint von Huawei mehr als durchdacht und an die Bedürfnisse der Nutzer sowie an aktuelle Trends angepasst zu sein. Nur der Portrait-Effekt mit 3D-Tiefenmessung kann nicht überzeugen, sondern entpuppt sich als Spielerei. Schade ist ebenso, dass der dreifache Zoom nicht in jedem Modus genutzt werden kann.

Nichtsdestotrotz verdient das P20 Pro den Titel als beste Smartphone-Kamera des Jahres 2018, da Huawei jedem Sensor einen spezifischen Aufgabenbereich zuteilt und die zugehörige Software alle Komponenten sinnvoll miteinander verknüpft.

Samsung Galaxy S9(+)

Beim diesjährigen Flaggschiff-Duo aus dem Hause Samsung wurden teils im großen Stile Veränderungen vorgenommen. Während beim Galaxy S9 die erhoffte Dual-Kamera zwar ausblieb, erneuerte Samsung dennoch die Technik des Kamera-Moduls: Wie beim Vorgänger bleibt es bei 12 Megapixeln, dafür hat das S9 jedoch eine mechanische, variable Blende verpasst bekommen. Das heißt, dass die Blende zwischen f/1.5 und f/2.4 verstellbar ist und sich somit die Schärfenebene vergrößert oder die Belichtungszeit sich verlängert. Das Galaxy S9 punktet vor allem dann, sobald gute Tageslichtverhältnisse bestehen und bei Nahaufnahmen. Bei weniger Licht fällt die Qualität geringfügig ab, auch wenn Farben wie Schärfe nach wie vor gegeben sind.

Nutzer des Galaxy S9+ kommen hingegen in den Genuss einer Dual-Kamera, die bis dato nur dem Galaxy Note 8 aus dem vergangenen Jahr vorbehalten gewesen ist. Das rückseitige Modul beherbergt zwei 12-Megapixel-Sensoren, von denen einer eine festgelegte Blende von f/2.4 und der andere die variable Blende vom kleineren Flaggschiff-Modell besitzt. Zu hervorragenden Aufnahmen trägt außerdem ein Optischer Bildstabilisator sowie in schnell arbeitender Auto-Fokus bei. Die Stärken der Kamera liegen im Makromodus sowie in der Variabilität der Blende. Zu kämpfen hat das Galaxy S9+ allerdings mit sogenannten Geisterbildern, spricht Lichtreflexe im Objektiv sind auf Fotos deutlich zu sehen.

Samsung Galaxy S9+: Fotos mit der Kamera des Smartphones

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    Außenaufnahme bei Dunkelheit
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / Michael Büttner / inside-handy.de
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    Außenaufnahme bei Dunkelheit
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / Michael Büttner / inside-handy.de

Mit dem iPhone X führte Apple im vergangenen September seine Animojis ein. Samsung springt auf und verpasst der neuen Flaggschiff-Riege eigene AR-Emojis, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Nutzer können mit der 8-Megapixel-Frontkamera beider S9-Modelle Selfies auf nehmen und dann in ein bewegtes Emojis verwandeln. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Auch die weitere Kamera-Software der Smartphones von Samsung wurde überholt: Die Bedienbarkeit ist nun deutlich bequemer aufgezogen; Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Messenger-Dienste wie WhatsApp sind ebenso in die Software aufgenommen. Außerdem erwähnenswert: Mit dem Galaxy S9 und S9+ lassen sich Slow-Motion-Videos in Superzeitlupe – also mit 960 fps – aufzeichnen.

Apple iPhone X

Das neue Flaggschiff von Apple kommt nicht nur mit einem hervorragenden Display, sondern auch einer besonderen Dual-Kamera auf der Rückseite. Das Modul des iPhone X besteht aus einer 12-Megapixel-Weitwinkelkamera mit einer Blende von f/1.8 sowie einer weiteren 12-Megapixel-Kamera mit einem Teleobjektiv, das einen zweifachen optischen Zoom ermöglicht. Die zweite Kamera verfügt über eine Offenblende von f/2.4. Auch der optische Bildstabilisator ist doppelt vorhanden und soll für scharfe Bilder auch bei unruhiger Hand sorgen.

iPhone X: Kamera-Bilder

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    Nicht nur bei Mittags-Sonne zeigt das iPhone X was es kann …
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de
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    … auch wenn die Sonne unter geht sind Bilder gestochen scharf.
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de

Die Magie hinter der großartigen Kamera im iPhone X verdankt das Handy der Software. Apples allgegenwärtige Automatik macht einen tollen Job in fast jeder Lage. Auch der Autofokus, der mit Fokus-Pixeln arbeitet, ist schnell und unterstützt dank Gesichts- und Körpererkennung vor allem das Fotografieren von Personen. Die Kamera-App von iOS 11 zeichnet sich dank des Verzichts auf vielerlei Einstellungsmöglichkeiten durch bestechende Einfachheit aus. Im Gegensatz zu vielen Android-Geräten verzichtet Apples Kamera-Software aber auf Spielereien. Im Test des Apple iPhone X überzeugte das Modul insgesamt. Wegen mangelnder Profi-Funktionen schrammt es aber an einer höheren Wertung vorbei.

iPhone 8 (Plus)

Das iPhone von Apple gilt schon lange als Träger hervorragender Handy-Kameras, die jedoch puristisch ausgestattet sind. Manuelle Einstellungen sind nur rudimentär vorhanden und die ganze Bedienung zielt auf den Schnappschuss mit beschränktem Einfluss des Fotografen. Das ist auch der Fall beim diesjährigen iPhone 8 von Apple. 12 Megapixel und eine Blende von f/1.8: Die Kamera des Apple iPhone 8 kommt mit ordentlichem Zahlenwerk und ohne Aufreger daher. Die Bildqualität hat viel zu bieten, jedoch fehlen die Alleinstellungsmerkmale und ein paar manuelle Einstellungen. Die Kamera des iPhone 8 ist insgesamt ein tolles Werkzeug für Puristen und Menschen, die es komfortabel und einfach haben möchten.

Apple iPhone 8: Kamera-Testfotos

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    Das Apple iPhone 8 ist mit einer 12-Megapixel-Kamera ausgestattet und leistet sich im Rahmen ...
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    ... ihrer Möglichkeiten wenig Schwächen.
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Wer hingegen eine Dual-Kamera bei einem iOS-Gerät haben möchte, der muss zum iPhone 8 Plus greifen. Das Modul des iPhone 8 Plus besteht aus einer 12-Megapixel-Weitwinkelkamera mit einer Blende von f/1.8 sowie einer weiteren 12-Megapixel-Kamera mit einem Teleobjektiv, das einen zweifachen optischen Zoom ermöglicht. Die Hauptkamera ist zudem mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet und nimmt Farben im Wide-Gamut-Farbraum auf. Die geheime Zutat der großartigen Kamera des iPhone 8 Plus dürfte erneut die Kamera-Software sein. Der Autofokus auf Basis von Fokus-Pixeln arbeitet rasend schnell und die Gesichts- und Körpererkennung kann das Fotografieren von Personen unterstützen. Dies kommt besonders im Porträtmodus zur Geltung. Letzterer wurde jedoch auch in einem Kamera-Blindtest mit dem Note 8 kritisiert.

iPhone 8 Plus im Test: Kamera-Bilder

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    Die HDR-Funktion der Kamera leistet ganze Arbeit, sowohl Gebäude als auch den Himmel in bestem Licht erstrahlen zu lassen ...
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de
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    ... bei allzu wildem Bildaufbau stößt die Kamera jedoch an ihre Grenzen
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de

HTC U11+

Das HTC U11+ knüpft an den Kameraerfolg des U11 aus dem vergangenen Jahr an. Das liegt mitunter auch daran, dass der in Taiwan beheimatete Hersteller auf das gleiche Paket setzt und wie Samsung beim Galaxy S9 oder auch Sony auch in diesem Jahr noch auf den fast schon konservativen Einzelsensor setzt. Somit wird ein Kameramodul geschnürt, bestehend aus einem 12-Megapixel-Sensor, der Ultra-Pixel-Technologie und einer lichtstarken f/1.7-Blende. Unterstützt wird das Setup durch einen Dual-LED-Blitz und einem optischen Bildstabilisator. Der schnelle und präzise Autofokus des HTC U11+ kommt auch der Makrofotografie zu Gute: Während das wesentliche Objekt scharf gestellt wird entsteht im Hintergrund ein schöner Bokeh-Effekt. Die Bildqualität bei natürlichem sowie künstlichem Licht sind hervorragend, die Details scharf und die Farben kräftig. Auch bei dämmrigen Lichtverhältnissen ist Bildrauschen eine Ausnahme.

Videos können in einer Qualität von bis zu 4K oder UHD aufgenommen werden, für Zeitlupenaufnahmen steht immerhin noch Full-HD zur Verfügung. Möchte man allerdings schnellere Kameraschwenks mit 30 Bildern pro Sekunde vornehmen, scheint die Kamera nicht mitzukommen. Dadurch entstehen sehr verwackelte beziehungsweise ruckelnde Videos. Aufgepasst werden muss außerdem beim Videografieren auf die 3D-Audio-Funktion. Diese erzeugt einen echt detaillierten und realitätsgetreuen Raumklang, allerdings sollte der "Kameramann" darauf achten, mit seinen Händen nicht eines der verschiedenen Mikrofone zu verdecken, die auf der Ober- und Unterseite des Metallrahmens angebracht sind. Dennoch kombiniert das HTC U11+ eine gute Kamera mit tollem Sound.

Honor View 10

Huaweis Sub-Marke Honor mausert sich – auch im Kamera-Segment. Mir dem Anfang des Jahres vorgestellten View 10 landete der Hersteller eine Punktlandung und stellt wohl das hauseigene Pendant zum Huawei Mate 10 Pro dar. Das Honor View 10 kommt mit einem Doppel-Auge auf seinem Rücken, das aus einem 20-Megapixel-Monochrom-Sensor sowie einem 16-Megapixel-Sensor für RGB-Aufnahmen besteht. Kombiniert wird die Hauptkamera mit einer f/1.8-Blende und einem einfachen Blitz. Auf der Front kommt eine Selfie-Kamera mit 13 Megapixeln zum Einsatz, die – typisch für Honor – zahlreiche Filter und Verschönerungsmodi für den kreativen Effekt des Bildes aufweist.

Honor View 10 im Test: Kamerabilder

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    Die Kombination aus 20 und 16 Megapixeln sowie einer f/1.8-Blende zeigt sich kontrast- und farbstark.
    Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de
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    Details werden aufgefangen, viel wird nicht weggebrannt.
    Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de

Insgesamt kann das View 10 und seine Dual-Kamera sowohl durch kontrast- als auch farbstarke Fotos glänzen; Details werden bewahrt und gehen auch bei Landschaftsaufnahmen nicht unter. Der Bokeh-Effekt wirkt derweil ein bisschen zu künstlich und wenig natürlich. Die Kamera-Software des Honor View 10 wird vom Hersteller schlüssig und konsequent aufgebaut, sodass eine einfache Bedienung ermöglicht wird. Viele verschiedene Möglichkeiten wie der manuelle oder ein Live-Foto-Modus sind ebenfalls mit an Bord. Die Bildqualität des Huawei Mate 10 erreicht es letzten Endes aber nicht.

Sony Xperia XZ2

Sony bleibt seiner Strategie konsequent treu und verbaut auch dem Nachfolger des Xperia XZ1 nur einen Sensor. Dieser unterscheidet sich im Vergleich nicht, sodass das Xperia XZ2 ebenfalls mit einem Exmor-RS-Sensor samt 19 Megapixeln verbaut hat. Sony nennt das Setup aus Sensor, f/2.0-Blende, Software und Technologie Motion Eye. Im Videobereich schafft die Technik durch eine Speicherschicht im Chip kurzzeitig hochgerechnete 960 Bilder pro Sekunde. Abgespielt sorgt dies für einen in einem Smartphone einzigartigen Super-Slow-Motion-Effekt.

Sony Xperia XZ2: Kamerabilder

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    Satte Farben auch drinnen machen Pasta unwiederstehlich
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside handy
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    Die Bilder des Sony-Handys überzeugen durch Schärfe
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside handy

Im Vergleich zum XZ1 kann das 2018er-Modell Xperia XZ2 jedoch insgesamt schönere Aufnahmen schießen: Die Bilder sind nicht nur scharf, sondern auch farblich satt und "knackig". Auch bei Videos in 4K-Qualität ist nichts auszusetzen.

Im Xperia XZ1 kam der sogenannte 3D-Scanner erstmals zum Einsatz. Der Effekt findet sich auch im XZ2 wieder, entspricht aber vielmehr einer Spielerei als nützlicher Funktion: Im Test von inside handy wollte die Umwandlung von Gesichtern in 3D-Modelle nicht recht klappen. Daneben integriert Sony zusätzliche Kamera-Features, wie zum Beispiel den AR- oder Bokeh-Effekt.

Nokia 8

Die Zahl dreizehn mag für einige abergläubische Menschen unheilbringend sein – im Falle des Nokia 8 steht die Kamera jedoch im Zeichen der 13. Und das gleich drei Mal: Sowohl die Frontkamera als auch auch die rückseitige Hauptkamera ist mit zwei 13-Megapixel-Sensoren ausgestattet. Die Dual-Kamera kann dabei auf einen RGB- und Monochrom-Sensor zurückgreifen, der je für die Schwarzweiß- und Farbgestaltung der Bilder zuständig ist. HMD Global kreierte die Kamera seines Flaggschiffs in Zusammenarbeit mit dem deutschen Kamera-Spezialisten Zeiss. Beide Module werden von einem Doppel-LED-Blitz unterstützt.

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Das Nokia 8 fällt in erster Linie durch die rasante Geschwindigkeit sowie eine flüssige Performance positiv auf. Der Autofokus arbeitet ebenso präzise und verhilft letztlich zu zufriedenstellenden Ergebnissen. Die Einschränkung der Nokia-8-Kamera findet sich indes in der Software: Trotz gehobener Dual-Kamera fehlt es an Einstellungen, beispielsweise im Pro-Modus, der gerade ambitionierte Hobby-Fotografen locken sollte. 

Huawei Mate 10 Pro

Die Kamera des Huawei Mate 10 Pro weist einige Schwächen auf, jedoch befindet sie sich insgesamt auf einem sehr hohen Niveau. Der chinesische Hersteller hat die Kamera-Sektion des Mate 10 Pro mit dem bekannten Setup von zwei unterschiedlichen Sensoren hinter gleichen Objektiven bestückt. Wie aus früheren Modellen von Huawei bekannt, wurde wieder mit Leica zusammengearbeitet und ein Schwarz-Weiß-Sensor mit einer RGB-Kamera kombiniert. Darüber hinaus implementiert der Hersteller Machine Learning und verspricht eine bessere automatische Erkennung von unterschiedlichen Bildaufbauten und damit eine bessere Auswahl der Einstellungen der Kamera. Einen ersten Erfolg konnte das Smartphone schon im Kamera-Blindtest im Vergleich zum Google Pixel 2 erzielen.

Huawei Mate 10 Pro: Kamera-Test-Fotos

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    Aufnahme mit offener Blende und Fokus auf den Vordergrund.
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de
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    Aufnahme mit offener Blende und Fokus auf den Hintergrund.
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de

Der Sensor, der auch Farben erkennen und verarbeiten kann, kommt dabei mit 12 Megapixeln daher. Der Schwarz-Weiß-Sensor dagegen löst mit 20 Millionen Bildpunkten auf. Beiden Kameras steht eine Blende mit einer Öffnung von f/1.6 und eine Brennweite von umgerechnet 27 mm zur Verfügung. Für noch mehr Leistung bei Dunkelheit soll ein optischer Bildstabilisator sorgen. Auf der Front gibt sich das Mate 10 Pro gediegen und begnügt sich mit 8 Megapixeln und einer Blende von f/2.0. Damit sollten anspruchsvolle Selfies jedoch kein Problem sein und auch das eine oder andere Selbstporträt in Bewegtbild wird sich machen lassen. In der Praxis hat die Hauptkamera Licht- und Schattenmomente. Während nahezu alle geschossenen Fotos eine sehr hohe Schärfe aufweisen und die Kamera auch bei Nacht sehr gute Ergebnisse liefert, stolpert die Software über die eigenen Beine, wenn es um Fotos mit unscharfem Vorder- oder Hintergrund geht. Nahaufnahmen hingegen können sich sehen lassen und überzeugen mit einem hohen Detailgrad und einem ausgewogenen Kontrastverhältnis.

Google Pixel 2 (XL)

Es muss nicht immer eine Dual-Kamera sein: Eine der besten Android-Kameras stammt von Google. Im Google Pixel 2 (XL) kommt ein einfaches Modul ohne doppelten Sensor zum Einsatz. Verbaut ist eine Hauptkamera, die einen 12,2-Megapixel-Sensor besitzt. Integriert wurde zudem eine verbesserte Blende, die bei der ersten Generation noch bei f/2.0 lag: Nun weist sie aber eine Lichtempfindlichkeit von f/1.8 auf. Für Fotoaufnahmen steht zudem ein Laser-Autofokus samt Dual-Pixel-Phasenerkennung zur Verfügung, der rasant arbeitet und das gewünschte Motiv schnell scharf stellt.

Diejenigen, die an der Dual-Kamera festhalten, können sich getrost von den Ergebnissen des Google Pixel 2 (XL) mitreißen lassen: Die Android-Smartphones schaffen es, Motive scharf, gesättigt und mit tiefen Farben abzubilden. Erzielt wird das Ergebnis nicht nur bei besonders gutem Lichteinfall, sondern auch bei Dämmerlicht. Je nachdem ist bei Dunkelheit ein wenig Rauschen zu erkennen – dies hält sich allerdings im Rahmen und ist bei vielen anderen Smartphone-Kameras deutlich schlechter. Die Kameras der Pixel-2-Modelle sind übrigens baugleich. Wer beim größeren Google Pixel 2 XL ein besseres Modul erwartet, wird enttäuscht. In einem Kamera-Blindtest zeigte sich die Kamera vom Android-Handy jedoch nicht sattelfest.

Google Pixel 2 im Test: Testfotos

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    Das Pixel 2 kann bei perfekten Bedingungen Farben sehr gut darstellen.
    Bildquelle: Simone Warnke/inside-handy.de
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    Auch kräftige Farben sind kein Problem.
    Bildquelle: Simone Warnke/inside-handy.de

LG V30

LG ist bei der Kamera seines neuen Android-Handys kein Risiko gegangen und will mit einem Set punkten, dass in ähnlicher Form schon seit dem LG G5 Verwendung findet. An der Auflösung und den Blenden hat LG gegenüber dem ersten brennweitenvariablen Kameras geschraubt: Nun kommen eine mit 13 und eine mit 16 Megapixeln auflösende Kamera zum Einsatz. Die Blenden belaufen sich auf f/1.6 und f/1.9 für die normale beziehungsweise die weitwinklige Brennweite. Damit sind beide Blenden verbessert worden und es gelangt so mehr Licht zu den Sensoren. Grundsätzlich zeigen sich beide Kameras auf einem hohen Niveau. Die Weitwinkel-Kamera agiert, wie der Name schon sagt, im Bereich, der vor allem für Landschaftsfotografen oder Szene-Fotografen mit Hang zum breiten Bild geeignet ist. Menschengruppen oder das Festivalbild, auf dem man zeigen kann, wie viel los ist, sind die Spezialität der Kamera.

LG V30 - Kameratest

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    Das LG V30 bietet insgesamt eine gute Kameraleistung.
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    Die Farben, speziell im Außenbereich sind jedoch in vielen Situationen sehr intensiv, ...
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Einen Charakterzug der LG-G6-Kamera übernimmt die Kamera des V30: Die Farben poppen, sind sehr kräftig und besitzen einen hohen Kontrast. Damit wird man den Geschmack vieler Nutzer treffen, auch wenn der Techniker die Farben als wenig natürlich bezeichnet. In Sachen Video hat sich LG bei der Vorstellung auf der IFA 2017 nicht zurückgehalten und die ganz große Glocke geläutet: Mit voreingestellten Effekten sollen Film-Looks à la Hollywood möglich sein und mit einer intelligenten Zoom-Automatik, Punktzoom genannt, sollen Kamerafahrten nachgeahmt werden können. Im Test stellt sich gerade zweiteres als sehr schicker Effekt heraus.

OnePlus 5T

Gute Hardware, guter Preis und auch eine bessere Kamera: Auf den ersten Blick hat sich an den Sensoren des OnePlus 5T gegenüber seinem Vorgänger wenig verändert. So können die Kameras Bilder mit 20 und 16 Megapixeln schießen. Die Neuerung ist bei der Blende zu suchen. Während beim OnePlus 5 eine f/1.7- sowie eine f/2.6-Blende zum Einsatz kamen, sind beim OnePlus 5T zwei f/1.7-Blenden in den beiden Objektiven verbaut. An der Frontkamera das gleiche Spiel: Dort kommt nun eine f/2.0-Blende zum Zug. Die Auflösung von 16 Megapixeln ist hingegen gleich geblieben. Die beiden Kameras auf der Rückseite des OnePlus 5T verzichten auf einen Monochromsensor und bauen stattdessen auf zwei unterschiedliche Brennweiten, die einen für Smartphones "normalen" und einen "engen" Bildwinkel bieten.

OnePlus 5T - Testfotos

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    Testfotos des OnePlus 5T während des Tests von inside-handy.de
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    Testfotos des OnePlus 5T während des Tests von inside-handy.de
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Die Kombination von OnePlus zielt somit eher auf den Porträtfotografen ab. Die Automatik macht insgesamt einen guten Job und manuelle Einstellungen bieten zusätzlich Möglichkeiten, die Kamera an ihre Grenzen zu zwingen. Starke, manchmal etwas zu poppige Farben treffen den Geschmack der meisten Handy-Nutzer und auch die Bildschärfe kann überzeugen. In den meisten Disziplinen kann die Kamera überzeugen und sehr gute Ergebnisse abliefern. Der Videobereich punktet mit 4K-Qualität. Selbstporträts gelingen mit dem OnePlus 5T akzeptabel bis gut und kommen mit dem obligatorischen Verschönerungs-Modus, der in seiner Intensität einstellbar ist. Insgesamt macht die Kamera des Android-Handys einen tollen Job, ist schnell und treffsicher - auch bei Schnappschüssen. Im Videobereich kann sie ebenfalls überzeugen, auch wenn letzterer nicht die Paradedisziplin darstellt.

Die einzelnen Smartphones - Daten, Tests und Preise

Alle Details zu den Smartphones finden sich in der Datenbank von inside handy. Darin können die ausführlichen Tests und auch die technischen Daten, sowie die Preisverläufe der Smartphones nachvollzogen werden. Neben den Daten, den Preisen und den Tests sind auch alle Kameratestbilder in voller Auflösung hinterlegt. Damit können die einzelnen Kameras im Detail zeigen, was sie können.  

  1. Huawei P20 Pro - Datenblatt, Test und Preis
  2. Samsung Galaxy S9+ - Datenblatt, Test und Preis
  3. Apple iPhone X – Datenblatt, Test und Preis
  4. Apple iPhone 8 – Datenblatt, Test und Preis
  5. HTC U11+ - Datenblatt, Test und Preis
  6. Sony Xperia XZ2 - Datenblatt, Test und Preis
  7. Nokia 8 - Datenblatt, Test und Preis
  8. Honor View 10 - Datenblatt, Test und Preis
  9. Huawei Mate 10 Pro - Datenblatt, Test und Preis
  10. LG V30 – Datenblatt, Test und Preis
  11. OnePlus 5T - Datenblatt, Test und Preis
  12. Google Pixel 2 (XL) – Datenblatt, Test und Preis



Bildquelle kleines Bild: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de | Autor: Redaktion inside handy
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Themen dieser News: Testcenter, Android, Apple, Google, Google Nexus, Handys unter 400 Euro, Honor, HTC, Huawei, IOS, LG, Microsoft, Oberklasse-Smartphones, Samsung, Smartphones, Sony, Technik, Windows 10

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