Samsung Galaxy S8, Apple iPhone X, LG V30 Dual-Kamera oder Pixel-Technologie: Die besten Handy-Kameras im Überblick

vom 19.12.2017, 10:49
Kamera des Apple iPhone X
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de

Smartphones haben günstige Kompaktkameras abgelöst und setzen die etablierten Kamera-Hersteller schwer unter Druck. Höchste Zeit also, sich die Knipsen in den Mobiltelefonen genauer anzusehen. inside-handy.de stellt die Handys mit den besten Kameras vor und zeigt, wo die aktuellen Spitzenmodelle ihre Stärken und Schwächen haben.

Smartphones erreichen längst die Bildqualität von günstigen Kompaktkameras. Handy-Hersteller wie Samsung, Apple, Huawei, LG, HTC und Sony legen mit großen Sensoren, lichtstarken Objektiven und zum Teil mehreren Kameramodulen immer mehr Wert auf ihre Kameras. Dabei wird die beste Technik tendenziell zuerst in den jeweiligen Spitzenmodellen verbaut. Dennoch gibt es viel Wettbewerb an der Spitze. So erreichte das Samsung Galaxy S7 (edge) im Jahr 2016 die Auszeichnung "Beste Kamera des Jahres". 2017 befindet sich erneut Samsung mit dem Galaxy Note 8 weit oben, aber auch das Google Pixel 2 (XL) und Apple mit seinem iPhone 8 Plus sowie iPhone X mischen mit.

Egal, von welchem Hersteller die besten Handy-Kameras kommen: Sie bieten alle hervorragende Bildqualität, sind zum Teil auch manuell steuerbar und besitzen alle einen besonderen Kniff, der sie noch einmal interessanter macht. Beispiele hierfür sind die Doppelkamera-Systeme des Samsung Galaxy Note 8, des Apple iPhone 8 Plus und iPhone X sowie des Huaweis P10 (Plus). Die besten Kameras am Smartphone-Markt, ihre Stärken und Schwächen, zeigt das Kamera-Spezial von inside-handy.de.

Die 11 besten Smartphone-Kameras im Überblick

Modell Technische Daten Hauptkamera Objektiv Frontkamera aktueller Preis
Samsung Galaxy Note 8 6 GB RAM / 64 GB interner Speicher /  Samsung Exynos 8895 / Super-AMOLED 6,3 Zoll / WQHD+ / Gorilla Glass 5 Dual-Kamera (Weit- / Standardwinkel) / 12,2 Megapixel (4.272 x 2.848) / Dual-Pixel-Technologie / UHD (3.840 x 2.160) / 30 fps / LED-Blitz  Autofokus / OIS / f/1.7 (f/2.4 Weitwinkel) 8 Megapixel
(3.264 x 2.448)
64 GB: 789 Euro
Apple iPhone X 3 GB RAM / 64/256 GB interner Speicher / A11 Bionic / OLED 5,8 Zoll / FHD+

Dual-Kamera (Weit- / Standardwinkel) / 12,2 Megapixel (4.272 x 2.848) / UHD (3.840 x 2.160) / 60 fps / multicolor LED-Blitz

Autofokous / OIS / 26 mm / f/1.8 (f/2.4 Teleobjektiv) 7,1 Megapixel (3.264 x 2.176)

64 GB: 1.129 Euro

256 GB:1.277 Euro

Google Pixel 2 (XL) 4 GB RAM / 64/128 GB interner Speicher / Snapdragon 835 / AMOLED 5 Zoll/P-OLED 6 Zoll /  FHD/FHD+ / Gorilla Glas 5 12,2 Megapixel (4.272 x 2.848) / Dual-Pixel-Technologie / UHD (3.840 x 2.160) / 30 fps / zweifarbiger LED-Blitz Autofokous / OIS / f/1.8 8 Megapixel (3.264 x 2.448)

32 GB: 744 Euro

128 GB: 1.042 Euro

HTC U11 4/6 GB RAM / 64/128 GB interner Speicher / Snapdragon 835 / Super LCD 5,5 Zoll / QHD / Gorilla Glass 5 1/2,55' / 12 Megapixel (4.272 x 2.848) / Ultra-Pixel-Technologie / UHD (3.840 x 2.160) / 30 fps Autofokus / OIS / f/1.75 16 Megapixel
(4.872 x 3.248)

64 GB: 539 Euro

LG V30 4 GB RAM / 64 GB interner Speicher / Snapdragon 835 / OLED 6 Zoll / FHD+ / Gorilla Glas 5 Dual-Kamera  (Weit- / Standardwinkel) / 15,9 Megapixel (5.312 x 2.988) / UHD (3.840 x 2.160) / LED-Blitz Autofokous / f/1.6 (f/1.9 Weitwinkel) 5 Megapixel (2.592 x 1.1944) 846 Euro
iPhone 8 (Plus) 2/3 GB RAM / 64/256 GB interner Speicher / A11 Bionic / LCD 4,7/5,5 Zoll / HD/FHD

12,2 Megapixel (4.272 x 2.848) / UHD (3.840 x 2.160) / 60 fps / multicolor LED-Blitz

Dual-Kamera (Weit- / Standardwinkel/ 12,2 Megapixel (4.272 x 2.848) / UHD (3.840 x 2.160) / 60 fps / multicolor LED-Blitz

Autofokous / OIS / f/1.8

Autofokous / OIS / f/1.8 (f/2.8 Teleobjektiv)

7,1 Megapixel
(3072x2304)

64 GB: 717 Euro

256 GB: 819 Euro

64 GB: 800 Euro

256 GB: 953 Euro

Huawei Mate 10 Pro 6 GB RAM / 128 GB interner Speicher / HiSilicon Kirin 970 / OLED 6 Zoll / FHD+ / Gorilla Glas Dual-Kamera (Monochrom) / 12,2 Megapixel (4.272 x 2.848) / UHD (3.840 x 2.160) / 30 fps / zweifarbiger LED-Blitz Autofokous / 27 mm / f/1,6 (f/1.6 Monochrom) 8 Megapixel (3.264 x 2.448) 739 Euro
OnePlus 5T 6/8 GB RAM / 64/128 GB interner Speicher / Snapdragon 835 / AMOLED 6 Zoll / FHD+ / Gorilla Glass 5 Dual-Kamera (Weit- / Standardwinkel) / 20,1 Megapixel (5.184 x 3.880) / UHD (3.840 x 2.160) / 30 fps / zweifarbiger LED-Blitz Autofokus /  f/1.7 (f/1.7 Weitwinkel) 16,1 Megapixel
(4.656 x 3.456)
64 GB: 669 Euro
Sony Xperia XZ1 4 GB RAM / 64 GB interner Speicher / Snapdragon 835 / LCD 5,2 Zoll / FHD / Gorilla Glas 5 1/2,3' / 19,2 Megapixel (5.056 x 3.792) / UHD (3.840 x 2.160) / MotionEye (960 fps) Autofokous / OIS / 25mm / f/2,0 13 Megapixel (4.160 x 3.120) 499 Euro
Samsung Galaxy S8 (Plus)
4 GB RAM / 64 GB interner Speicher / Samsung Exynos 8895 / Super-AMOLED  5,7/6,2 Zoll / WQHD+ / Gorilla Glass 5 1/2,55' / 12 Megapixel (4.272 x 2.848) / Dual-Pixel-Technologie / UHD (3.840 x 2.160) / 30 fps / LED-Blitz Autofokus / 26 mm / f/1.7 5 Megapixel
(2.592 x 1.944)

S8: 573 Euro


S8+: 640 Euro

Huawei P10 (Plus) 4/6 GB RAM / 64/128 GB interner Speicher / Huawei Kirin 960 / IPS 5,11/5,5 Zoll / FHD/FHD+ / Gorilla Glass 5 Dual-Kamera (Monochrome) / 20,7 Megapixel (5.248 x 3.936) / UHD (3.840 x 2.160) / 30 fps / zweifarbiger LED-Blitz Autofokus / 27 mm / f/2.2/f/1.8 8 Megapixel
(3.264 x 2.448)

P10: 418 Euro

P10 Plus: 555 Euro

Samsung Galaxy Note 8

Die Kamera des Galaxy Note 8 stellt am Markt für Android-Handys keine Besonderheit mehr dar. Für Samsung ist sie jedoch eine kleine Revolution. Denn es handelt sich dabei um die erste Doppelkamera aus dem Hause des südkoreanischen Herstellers. Erstmalig kommen zwei Brennweiten in einem Galaxy-Smartphone zum Einsatz. Auf einen Schwarz-Weiß-Sensor verzichte Samsung. Das ist aber nicht schlimm, denn die Kamera des Galaxy Note 8 überzeugt auch so. Die Aufnahmen glänzen mit kräftigen Farben und hohen Kontrasten. Dazu lässt die Bildschärfe kaum Wünsche offen und die Geschwindigkeit auch schnelle Schnappschüsse zu. Auch bei wenig Licht zeigt sich die Kamera als gutmütig und rauscht erst spät. Der Blitz könnte jedoch etwas kräftiger und weitwinkliger sein. Hinzu kommt, dass das Bokeh, gerade im Live-Fokus-Modus, ein wenig künstlich wirkt. Hier wird jedoch auf hohem Niveau gemeckert, wie der Kamera-Blindtest zeigt.

Samsung Galaxy Note 8 - Kameratest

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    Die Kamera des Galaxy Note 8 ist sehr Variabel einsetzbar und kommt, um das ellenlange Display mit Informationen zu versorgen auch mit einem 18:9-Modus zum Kunden. Der löst jedoch nur mit 8 Megapixel auf, kann jedoch trotzdem mit guten Bildergebnissen aufwarten.
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    Die "normalen" Anwendungen hat das Note 8 locker drauf und zeigt sich ...
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Auch bei den Bewegtbildern und der Selfie-Kamera gibt es wenig zu meckern beim Samsung Galaxy Note 8. Videos können auf beiden Seiten mit bis zu QHD-Auflösung aufgenommen werden. Etwas schade ist jedoch, dass im Videomodus nicht alle Funktionen wie die Autofokus-Nachverfolgung verfügbar sind. Das schmälert aber nicht den guten Eindruck, den die Geschwindigkeit der Anpassungen bei Helligkeitswechseln oder Fokusänderungen hinterlässt. Die Selfies, die mit der Front-Kamera des Samsung Galaxy Note 8 möglich sind, zeichnen sich durch Schärfe und eine vergleichsweise gute Dynamik aus. Hier fehlt jedoch ein dedizierter Frontblitz, der durch einen Display-Blitz ersetzt wurde.

Apple iPhone X

Das neue Flaggschiff von Apple kommt nicht nur mit einem hervorragenden Display, sondern auch einer besonderen Dual-Kamera auf der Rückseite. Das Modul des iPhone X besteht aus einer 12-Megapixel-Weitwinkelkamera mit einer Blende von f/1.8 sowie einer weiteren 12-Megapixel-Kamera mit einem Teleobjektiv, das einen zweifachen optischen Zoom ermöglicht. Die zweite Kamera verfügt über eine Offenblende von f/2.4. Auch der optische Bildstabilisator ist doppelt vorhanden und soll für scharfe Bilder auch bei unruhiger Hand sorgen.

iPhone X: Kamera-Bilder

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    Nicht nur bei Mittags-Sonne zeigt das iPhone X was es kann …
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de
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    … auch wenn die Sonne unter geht sind Bilder gestochen scharf.
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de

Die Magie hinter der großartigen Kamera im iPhone X verdankt das Handy der Software. Apples allgegenwärtige Automatik macht einen tollen Job in fast jeder Lage. Auch der Autofokus, der mit Fokus-Pixeln arbeitet, ist schnell und unterstützt dank Gesichts- und Körpererkennung vor allem das Fotografieren von Personen. Die Kamera-App von iOS 11 zeichnet sich dank des Verzichts auf vielerlei Einstellungsmöglichkeiten durch bestechende Einfachheit aus. Im Gegensatz zu vielen Android-Geräten verzichtet Apples Kamera-Software aber auf Spielereien. Im Test des Apple iPhone X überzeugte das Modul insgesamt. Wegen mangelnder Profi-Funktionen schrammt es aber an einer höheren Wertung vorbei.

Google Pixel 2 (XL)

Es muss nicht immer eine Dual-Kamera sein: Eine der besten Android-Kameras stammt von Google. Im Google Pixel 2 (XL) kommt ein einfaches Modul ohne doppelten Sensor zum Einsatz. Verbaut ist eine Hauptkamera, die einen 12,2-Megapixel-Sensor besitzt. Integriert wurde zudem eine verbesserte Blende, die bei der ersten Generation noch bei f/2.0 lag: Nun weist sie aber eine Lichtempfindlichkeit von f/1.8 auf. Für Fotoaufnahmen steht zudem ein Laser-Autofokus samt Dual-Pixel-Phasenerkennung zur Verfügung, der rasant arbeitet und das gewünschte Motiv schnell scharf stellt.

Diejenigen, die an der Dual-Kamera festhalten, können sich getrost von den Ergebnissen des Google Pixel 2 (XL) mitreißen lassen: Die Android-Smartphones schaffen es, Motive scharf, gesättigt und mit tiefen Farben abzubilden. Erzielt wird das Ergebnis nicht nur bei besonders gutem Lichteinfall, sondern auch bei Dämmerlicht. Je nachdem ist bei Dunkelheit ein wenig Rauschen zu erkennen – dies hält sich allerdings im Rahmen und ist bei vielen anderen Smartphone-Kameras deutlich schlechter. Die Kameras der Pixel-2-Modelle sind übrigens baugleich. Wer beim größeren Google Pixel 2 XL ein besseres Modul erwartet, wird enttäuscht. In einem Kamera-Blindtest zeigte sich die Kamera vom Android-Handy jedoch nicht sattelfest.

Google Pixel 2 im Test: Testfotos

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    Das Pixel 2 kann bei perfekten Bedingungen Farben sehr gut darstellen.
    Bildquelle: Simone Warnke/inside-handy.de
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    Auch kräftige Farben sind kein Problem.
    Bildquelle: Simone Warnke/inside-handy.de

HTC U11

Ganz weit oben bei den besten Handy-Kameras mischt auch das HTC U11 in der diesjährigen Smartphone-Riege mit. Im Test erreichte das HTC U11 die volle Punktzahl in der Einzelwertung zur Kamera. Wie Samsung beim Galaxy S8 setzt der taiwanische Hersteller auch in diesem Jahr noch auf den fast schon konservativen Einzelsensor. Die 12 Megapixel großen Fotos entfalten ihre Stärke durch die UltraPixel-Technologie, die HTC hier in dritter Generation zum Einsatz kommen lässt. Unterstützt wird das Setup durch eine f/1.7-Blende, einem Doppel-LED-Blitz und einem optischen Bildstabilisator. Der schnelle und präzise Autofokus des HTC U11 kommt auch der Makrofotografie zu Gute: Während das wesentliche Objekt scharf gestellt wird entsteht im Hintergrund ein schönes Bokeh - zu sehen in der Testbilder-Galerie.

HTC U11 im Test: Testfotos

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    12 Megapixel, f/1.7-Blende und UltraPixel 3 ...
    Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de
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    fabrizieren zusammen ein scharfes Bild.
    Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de

Videos können in einer Qualität von bis zu 4K oder UHD aufgenommen werden, für Zeitlupenaufnahmen steht immerhin noch Full-HD bei 120 Bildern pro Sekunde zur Verfügung (1080p@120 fps). Aufgepasst werden muss beim Videografieren auf die 3D-Audio-Funktion. Diese erzeugt einen echt detaillierten und realitätsgetreuen Raumklang, allerdings sollte der "Kameramann" darauf achten, mit seinen Händen nicht eines der verschiedenen Mikrofone zu verdecken, die auf der Ober- und Unterseite des Metallrahmens angebracht sind. Dennoch kombiniert das HTC U11 eine gute Kamera mit tollem Sound.

LG V30

LG ist bei der Kamera seines neuen Android-Handys kein Risiko gegangen und will mit einem Set punkten, dass in ähnlicher Form schon seit dem LG G5 Verwendung findet. An der Auflösung und den Blenden hat LG gegenüber dem ersten brennweitenvariablen Kameras geschraubt: Nun kommen eine mit 13 und eine mit 16 Megapixeln auflösende Kamera zum Einsatz. Die Blenden belaufen sich auf f/1.6 und f/1.9 für die normale beziehungsweise die weitwinklige Brennweite. Damit sind beide Blenden verbessert worden und es gelangt so mehr Licht zu den Sensoren. Grundsätzlich zeigen sich beide Kameras auf einem hohen Niveau. Die Weitwinkel-Kamera agiert, wie der Name schon sagt, im Bereich, der vor allem für Landschaftsfotografen oder Szene-Fotografen mit Hang zum breiten Bild geeignet ist. Menschengruppen oder das Festivalbild, auf dem man zeigen kann, wie viel los ist, sind die Spezialität der Kamera.

LG V30 - Kameratest

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    Das LG V30 bietet insgesamt eine gute Kameraleistung.
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    Die Farben, speziell im Außenbereich sind jedoch in vielen Situationen sehr intensiv, ...
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Einen Charakterzug der LG-G6-Kamera übernimmt die Kamera des V30: Die Farben poppen, sind sehr kräftig und besitzen einen hohen Kontrast. Damit wird man den Geschmack vieler Nutzer treffen, auch wenn der Techniker die Farben als wenig natürlich bezeichnet. In Sachen Video hat sich LG bei der Vorstellung auf der IFA 2017 nicht zurückgehalten und die ganz große Glocke geläutet: Mit voreingestellten Effekten sollen Film-Looks à la Hollywood möglich sein und mit einer intelligenten Zoom-Automatik, Punktzoom genannt, sollen Kamerafahrten nachgeahmt werden können. Im Test stellt sich gerade zweiteres als sehr schicker Effekt heraus.

iPhone 8 (Plus)

Das iPhone von Apple gilt schon lange als Träger hervorragender Handy-Kameras, die jedoch puristisch ausgestattet sind. Manuelle Einstellungen sind nur rudimentär vorhanden und die ganze Bedienung zielt auf den Schnappschuss mit beschränktem Einfluss des Fotografen. Das ist auch der Fall beim diesjährigen iPhone 8 von Apple. 12 Megapixel und eine Blende von f/1.8: Die Kamera des Apple iPhone 8 kommt mit ordentlichem Zahlenwerk und ohne Aufreger daher. Die Bildqualität hat viel zu bieten, jedoch fehlen die Alleinstellungsmerkmale und ein paar manuelle Einstellungen. Die Kamera des iPhone 8 ist insgesamt ein tolles Werkzeug für Puristen und Menschen, die es komfortabel und einfach haben möchten.

Apple iPhone 8: Kamera-Testfotos

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    Das Apple iPhone 8 ist mit einer 12-Megapixel-Kamera ausgestattet und leistet sich im Rahmen ...
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    ... ihrer Möglichkeiten wenig Schwächen.
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Wer hingegen eine Dual-Kamera bei einem iOS-Gerät haben möchte, der muss zum iPhone 8 Plus greifen. Das Modul des iPhone 8 Plus besteht aus einer 12-Megapixel-Weitwinkelkamera mit einer Blende von f/1.8 sowie einer weiteren 12-Megapixel-Kamera mit einem Teleobjektiv, das einen zweifachen optischen Zoom ermöglicht. Die Hauptkamera ist zudem mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet und nimmt Farben im Wide-Gamut-Farbraum auf. Die geheime Zutat der großartigen Kamera des iPhone 8 Plus dürfte erneut die Kamera-Software sein. Der Autofokus auf Basis von Fokus-Pixeln arbeitet rasend schnell und die Gesichts- und Körpererkennung kann das Fotografieren von Personen unterstützen. Dies kommt besonders im Porträtmodus zur Geltung. Letzterer wurde jedoch auch in einem Kamera-Blindtest mit dem Note 8 kritisiert.

iPhone 8 Plus im Test: Kamera-Bilder

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    Die HDR-Funktion der Kamera leistet ganze Arbeit, sowohl Gebäude als auch den Himmel in bestem Licht erstrahlen zu lassen ...
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de
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    ... bei allzu wildem Bildaufbau stößt die Kamera jedoch an ihre Grenzen
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de

Huawei Mate 10 Pro

Die Kamera des Huawei Mate 10 Pro weist einige Schwächen auf, jedoch befindet sie sich insgesamt auf einem sehr hohen Niveau. Der chinesische Hersteller hat die Kamera-Sektion des Mate 10 Pro mit dem bekannten Setup von zwei unterschiedlichen Sensoren hinter gleichen Objektiven bestückt. Wie aus früheren Modellen von Huawei bekannt, wurde wieder mit Leica zusammengearbeitet und ein Schwarz-Weiß-Sensor mit einer RGB-Kamera kombiniert. Darüber hinaus implementiert der Hersteller Machine Learning und verspricht eine bessere automatische Erkennung von unterschiedlichen Bildaufbauten und damit eine bessere Auswahl der Einstellungen der Kamera. Einen ersten Erfolg konnte das Smartphone schon im Kamera-Blindtest im Vergleich zum Google Pixel 2 erzielen.

Huawei Mate 10 Pro: Kamera-Test-Fotos

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    Aufnahme mit offener Blende und Fokus auf den Vordergrund.
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de
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    Aufnahme mit offener Blende und Fokus auf den Hintergrund.
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de

Der Sensor, der auch Farben erkennen und verarbeiten kann, kommt dabei mit 12 Megapixeln daher. Der Schwarz-Weiß-Sensor dagegen löst mit 20 Millionen Bildpunkten auf. Beiden Kameras steht eine Blende mit einer Öffnung von f/1.6 und eine Brennweite von umgerechnet 27 mm zur Verfügung. Für noch mehr Leistung bei Dunkelheit soll ein optischer Bildstabilisator sorgen. Auf der Front gibt sich das Mate 10 Pro gediegen und begnügt sich mit 8 Megapixeln und einer Blende von f/2.0. Damit sollten anspruchsvolle Selfies jedoch kein Problem sein und auch das eine oder andere Selbstporträt in Bewegtbild wird sich machen lassen. In der Praxis hat die Hauptkamera Licht- und Schattenmomente. Während nahezu alle geschossenen Fotos eine sehr hohe Schärfe aufweisen und die Kamera auch bei Nacht sehr gute Ergebnisse liefert, stolpert die Software über die eigenen Beine, wenn es um Fotos mit unscharfem Vorder- oder Hintergrund geht. Nahaufnahmen hingegen können sich sehen lassen und überzeugen mit einem hohen Detailgrad und einem ausgewogenen Kontrastverhältnis.

OnePlus 5T

Gute Hardware, guter Preis und auch eine bessere Kamera: Auf den ersten Blick hat sich an den Sensoren des OnePlus 5T gegenüber seinem Vorgänger wenig verändert. So können die Kameras Bilder mit 20 und 16 Megapixeln schießen. Die Neuerung ist bei der Blende zu suchen. Während beim OnePlus 5 eine f/1.7- sowie eine f/2.6-Blende zum Einsatz kamen, sind beim OnePlus 5T zwei f/1.7-Blenden in den beiden Objektiven verbaut. An der Frontkamera das gleiche Spiel: Dort kommt nun eine f/2.0-Blende zum Zug. Die Auflösung von 16 Megapixeln ist hingegen gleich geblieben. Die beiden Kameras auf der Rückseite des OnePlus 5T verzichten auf einen Monochromsensor und bauen stattdessen auf zwei unterschiedliche Brennweiten, die einen für Smartphones "normalen" und einen "engen" Bildwinkel bieten.

OnePlus 5T - Testfotos

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    Testfotos des OnePlus 5T während des Tests von inside-handy.de
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    Testfotos des OnePlus 5T während des Tests von inside-handy.de
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Die Kombination von OnePlus zielt somit eher auf den Porträtfotografen ab. Die Automatik macht insgesamt einen guten Job und manuelle Einstellungen bieten zusätzlich Möglichkeiten, die Kamera an ihre Grenzen zu zwingen. Starke, manchmal etwas zu poppige Farben treffen den Geschmack der meisten Handy-Nutzer und auch die Bildschärfe kann überzeugen. In den meisten Disziplinen kann die Kamera überzeugen und sehr gute Ergebnisse abliefern. Der Videobereich punktet mit 4K-Qualität. Selbstporträts gelingen mit dem OnePlus 5T akzeptabel bis gut und kommen mit dem obligatorischen Verschönerungs-Modus, der in seiner Intensität einstellbar ist. Insgesamt macht die Kamera des Android-Handys einen tollen Job, ist schnell und treffsicher - auch bei Schnappschüssen. Im Videobereich kann sie ebenfalls überzeugen, auch wenn letzterer nicht die Paradedisziplin darstellt.

Sony Xperia XZ1

Obwohl das neue Flaggschiff von Sony ebenfalls keine Dual-Kamera verbaut hat, kann sich das Handy mit anderen Alleinstellungsmerkmalen von der Android-Konkurrenz abheben. Die Hauptkamera des Sony Xperia XZ1 besteht im Kern aus einem Exmor RS Sensor, der Bilder mit 19-Megapixeln-Auflösung festhält. Sony nennt das Setup aus Sensor, f/2.0-Blende, Software und Technologie Motion Eye. Im Videobereich schafft die Technik durch eine Speicherschicht im Chip kurzzeitig hochgerechnete 960 Bilder pro Sekunde. Abgespielt sorgt dies für einen in einem Smartphone einzigartigen Super-Slow-Motion-Effekt.

Im Standbildbereich krankt der Sensor für seine Ansprüche etwas. Die Bilder neigen in Teilen zur Unschärfe. Bildrauschen verzerrt das Foto bei schlechterem Licht etwas eher, als es bei Konkurrenz-Kameras der Fall ist. Neu im Sony Xperia XZ1 ist der 3D-Scanner. Diesen findet man nicht etwa in den zusätzlichen Kamera-Features, wie zum Beispiel den AR-Effekt, sondern als dedizierte, vorinstallierte App "3D Creator". Als eines der abhebenden Merkmale des Android-Handys, ist die 3D-Kreation noch nicht vollends ausgereift, zeigt aber, wo es einmal langgehen soll. Ist das Feature aktuell noch eher Spielerei, kann es in Zukunft neue Wege öffnen und beschert dem Smartphone weitere Tätigkeitsfelder – womöglich in der Industrie.

Sony Xperia XZ1 im Test: Kamerabilder

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    Scharfe Konturen, helle Zeichnungen zeichnen die Kamera des XZ1 aus.
    Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de
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    Makros gelingen nach kurzer Fokussier-Zeit exzellent.
    Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de

Samsung Galaxy S8 (Plus)

Bei Samsungs diesjährigem Flaggschiff Galaxy S8 und Galaxy S8+ wurde an der Kamera nur wenig geschraubt - viel Spielraum nach oben war allerdings auch nicht. Man muss tatsächlich genau hinschauen, um Unterschiede zwischen den Kameras im S7 und im S8 herauszustellen. Es kam erneut keine Dual-Kamera zum Einsatz. Das blieb dem Galaxy Note 8 vorbehalten. Die Dual-Pixel-Technik war jedoch mit an Bord sowie die große f/1.7-Blende. Im Kamera-Blindtest mit Galaxy S8 und S7 siegte übrigens das S8 im Endeffekt gegen den Vorgänger und zeigte sich etwas stärker bei schlechten Lichtverhältnissen.

Samsung Galaxy S8+ im Test: Kamera-Test

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    Bei gutem Licht leistet sich die 12-Megapixel-Kamera des Samsung Galaxy S8+ keine Schwächen. Sie bildet scharf ab und ...
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    ... die Helligkeitsunterschiede müssen schon extrem sein, damit der Himmel mal ausbrennt.
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Auf der Vorderseite hat sich insofern etwas getan, als dass Samsung nun 8 statt 5 Megapixel für Selfies einsetzt. Dazu ist die Frontkamera mit einem Autofokus ausgestattet, der noch mehr Schärfe in die Selbstporträts bringen soll. Im Test funktionierte das ganz gut, ein kleines Gimmick am Rande: Samsung hat vorgefertigte AR-Elemente, die aus der Social-App Snapchat bekannt sind, in die Foto-App implementiert. Doch wie bei den Social-Media-Apps vergeht die Freude an der Hundeschnauze im Gesicht des Nutzers doch recht flott und auch der dreißigste "fancy" Filter wirkt irgendwann ausgelutscht.

Huawei P10 (Plus)

Ein Steckenpferd von Huaweis großem Spitzenmodell, dem P10 Plus, ist eine ausgetüftelte Kamera, die ebenfalls in Partnerschaft zwischen Huawei und dem deutschen Traditionsunternehmen Leica erarbeitet wurde. Obwohl die jeweiligen Komponenten nicht von Leica selbst stammen, so sind sie immerhin von den Kamera-Experten zertifiziert. Das P10 Plus vereint eine Dual-Kamera in sich, die mit einem 20- sowie auch 12-Megapixel-Sensor bestückt ist. Die zwei Kameras sind keineswegs gleich: Während es sich bei dem mit höherer Megapixelzahl um den Monochrom-Sensor handelt, ist der zweitere der RGB-Sensor – sprich, der für Farben verantwortlich ist. Durch einen Algorithmus werden die Aufnahmen beider Objektive dann zusammengefügt. Die Hauptkamera bietet eine maximale Blende von f/1.8. Die Ergebnisse der Testfotos sind weitestgehend hervorragend. Egal ob am Tage oder in der Nacht, solange die gewünschten Motive vor der Linse gut ausgeleuchtet sind, sind in der Galerie Fotos mit kräftigen, natürlichen Farben zu finden.

Testfotos des Huawei P10 Plus

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    Einen herrlichen Tag kann das P10 Plus wunderbar einfangen. Die Farben sind natürlich, die Farben satt.
    Bildquelle: Simone Warnke / inside-handy.de
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    Egal, wie weit weg die Objekte sind, ist das Foto rundherum scharf.
    Bildquelle: Simone Warnke / inside-handy.de

Bei der Kamera-Ausstattung des "kleinen" Andorid-Handys hat sich Huawei am Phablet Mate 9 orientiert und spendiert dem P10 erneut eine Kombination aus einer mit 20 Megapixeln auflösenden Schwarz-Weiß-Kamera und einer solchen, die mit zwölf Megapixel im RGB-Farbraum aufnimmt. Die Bildqualität kann in vielen Situationen voll überzeugen, manchmal könnte sie aber noch einen Hauch besser sein. Gerade die Objektive mit der Blende von f/2.2 stünden für ein Upgrade auf eine höhere Lichtstärke bereit. Im P10 Plus wurde sie verbessert, beim kleineren Modell P10 wurde darauf verzichtet.

Die einzelnen Smartphones - Daten, Tests und Preise

Alle Details zu den Smartphones finden sich in der Datenbank von inside-handy.de. Darin können die ausführlichen Tests und auch die technischen Daten, sowie die Preisverläufe der Smartphones nachvollzogen werden. Neben den Daten, den Preisen und den Tests sind auch alle Kameratestbilder in voller Auflösung hinterlegt. Damit können die einzelnen Kameras im Detail zeigen, was sie können.  

  1. Samsung Galaxy Note 8 - Datenblatt, Test und Preis
  2. Apple iPhone X – Datenblatt, Test und Preis
  3. Google Pixel 2 (XL) – Datenblatt, Test und Preis
  4. HTC U11 - Datenblatt, Test und Preis
  5. LG V30 – Datenblatt, Test und Preis
  6. Apple iPhone 8 – Datenblatt, Test und Preis
  7. Huawei Mate 10 Pro - Datenblatt, Test und Preis
  8. OnePlus 5T - Datenblatt, Test und Preis
  9. Sony Xperia XZ1 - Datenblatt, Test und Preis
  10. Samsung Galaxy S8 - Datenblatt, Test und Preis
  11. Huawei P10 - Datenblatt, Test und Preis

Samsung Galaxy S9, Huawei P11 und iPhone X 2018 - Das bringt 2018

Ein neues Jahr, neue Technik: Während im Jahr 2017 andere Technologien wie die Display-Technik oder Gesichtserkennungen im Vordergrund standen, gibt es doch wieder viele Hinweise darauf, dass Kameras auch im kommenden Jahr eine wichtige Rolle spielen. So könnten unter anderem auch Dual-Kameras auf der Vorderseite zum Einsatz kommen, ein drittes Objektiv Platz auf den Rückseiten vieler Smartphones finden oder die Blenden noch mehr Licht durchlassen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Veränderungen an der Software zu vermuten. Apples Animojis zum Beispiel dürften über bald auch auf den ersten Android-Geräten zu sehen sein.

Welche konkreten Neuerungen und Veränderungen im Jahr 2018 auf die Smartphone-Branche zukommen, bleibt abzuwarten. Jedoch ist erneut davon auszugehen, dass sich viel im Bereich Kamera erneuern wird.

Alle Testfotos in voller Auflösung ›


Bildquelle kleines Bild: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de | Autor: Redaktion inside handy
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