Tipps & Tricks Probleme bei Kälte und kurze Akkulaufzeit iPhone-Akku: Mit diesen 19 Tricks hält die Batterie länger durch

vom 22.12.2017, 08:25
iPhone X
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de

Auch wenn das iPhone zu einem der beliebtesten Smartphones der Welt zählt, leidet das Apple-Modell an der Handykrankheit schlechthin: einer relativ kurzen Akkulaufzeit. Unter anderem bei Kälte treten massive Probleme mit dem Energiespeicher auf. Nicht nur für Android-Smartphones gibt es einige Tipps und Tricks, um die Akkulaufzeit zu verbessern, sondern auch für das iPhone 6s, iPhone 7 und all die anderen großen und kleinen Apple-Handys.

Vorweg muss jedoch auch beim iPhone gesagt sein, dass vor allem Streaming-Dienste wie Spotify oder Apple Music sehr am Akku zehren - egal ob es sich dabei um ein iPhone 6s, ein iPhone SE oder die neuesten Modelle Apple iPhone  und iPhone X handelt. Grafisch aufwendige Spiele beanspruchen neben dem Prozessor und Arbeitsspeicher auch den Energielieferanten. Gleiches gilt für das mobile Surfen im Internet. Da jedoch gerade diese Dinge ein Smartphone erst interessant machen, gilt es an anderen Ecken möglichst viel Akku einzusparen, die den Spaß mit dem iPhone im Alltag nur unwesentlich beziehungsweise kaum beeinflussen. In den meisten Fällen wird es der Nutzer sogar nicht bemerken, dass eine Funktion ausgeschaltet wurde. Im folgenden Artikel zeigt die Redaktion von inside-handy.de, welche Apps und Einstellungen die Batterie des iPhones schnell entladen und wie der Akku des Handys länger hält. Übrigens: Die hier gezeigten Tipps gelten natürlich auch für die iPads von Apple. 

Akkuleistung aktueller Apple iPhones

Die Tests von inside-handy.de zeigen, dass vor allem die herkömmlichen, kleinen Modelle der iPhone-Familie betroffen sind. Die beiden Phablets kommen mit deutlich gesteigerten Akku-Kapazitäten daher und schneiden - auch wegen der fast identischen Ausstattung zu ihren Brüdern - bei weitem besser ab. Die Akku-Testergebnisse der Apple iPhones in der Übersicht:

Modell

Kapazität / mAh

Restenergie / Prozent

Dauer Testzyklus I / Stunden

Restenergie / Prozent

Dauer Testzyklus II / Stunden

Apple iPhone SE

1.642

48

8

35

16

Apple iPhone 6s Plus

2.750

60

8

55

16

Apple iPhone 6s

1.715

50

8

40

16

Apple iPhone 7

1.960

46

8

34

16

Apple iPhone 7 Plus

2.900

55

8

49

16

Apple iPhone 5c

1.507

47

8

43

16

Apple iPhone 8

1.821

52

8

37

16

Apple iPhone 8 Plus 

2.800

70

8

64

16

Apple iPhone X

2.716

64

8

57

16

Beim Test des iPhone 7 und beim ebenfalls von inside-handy getesteten iPhone 7 Plus ist deutlich zu erkennen, dass Apple bei der Rechenleistung deutlich aufgestockt hat. Darunter hat jedoch die Akku-Leistung gelitten. Im direkten Vergleich mit den Tests des iPhone 6s und des iPhone 6s Plus wird klar: Die Vorjahres-Modelle kommen beim Energiespeicher nicht an die Vorgänger heran. Umso wichtiger ist der moderate Gebrauch der brachialen Leistung des neuen Prozessors A10 Fusion, der zum ersten Mal in einem iPhone mit vier Kernen aufwartet. Mit der stetigen Verbesserung des Betriebssystems iOS kann Apple hier jedoch noch nachjustieren und den Verbrauch der Akkus von aktuellen iPhones und iPads verbessern. Im Test zum iPhone 8 Plus überraschte Apple jedoch mit offensichtlichen Optimierungen am Akku. Selbst nach intensiver Nutzung über einen Arbeitstag waren noch 70 Prozent der Ladung vorhanden. 

Probleme bei Kälte

Im vergangenen Jahr gab es einige Probleme mit den Akkus verschiedener iPhone-Modelle: So war vor allem das iPhone 6s betroffen, aber auch Nutzer vorherige Geräte klagten über sich schnell entladene Akkus und fehlerhafte Anzeigen. Diese Probleme traten vor allem in den kalten Wintermonaten auf. Auch bei zwei in der Redaktion genutzten Smartphones kam es unabhängig voneinander zu Problemen beim Zusammenspiel von Akku und Ladebalken. Der auf dem Display angezeigte Prozentwert stimmte offenbar nicht mit dem Ladezustand des Geräts überein. Die iPhones schalteten sich aufgrund von Strommangel ab, obwohl die Anzeige noch einen Ladezustand von 30 bis 50 Prozent suggerierte.

Nachdem Apple zu Beginn keine Reaktion auf die Kritik einiger User und der Redaktion von inside-handy.de zeigte, regte sich das Unternehmen dann doch. Demnach soll es sich um eine Charge beschädigter Akkus halten, die für die Probleme in den iPhone-6s-Modellen sorgte. Betroffene Geräte stammen aus dem Produktionszeitraum September / Oktober 2015. Mittlerweile hat Apple eine Website eingerichtet, auf der die Seriennummer von iPhones des Modells 6s überprüft werden kann. Anhand der Seriennummer kann der Hersteller herausfinden, ob der in das jeweilige iPhone 6s integrierte Akku der fehlerhaften Charge angehört. Wenn das der Fall ist, wird das Handy kostenlos von Apple mit einem neuen Akku ausgestattet.

Ein iOS-Update auf Version 10.2.1 soll derweil alle spontanen Abstürze von allen iPhone-6- und iPhone-6s-Modellen behoben haben, die nicht zu der Charge mit beschädigten Akkus gehörten. Das zumindest gab Apple Ende Februar 2017 bekannt. Im Dezember gab Apple aber zu, dass man für die Problembehebung hinsichtlich der Akkus die Performance von älteren Modellen drosseln muss.

Zusammenfassung: iPhone-Akku bei Kälte schneller leer? Tipps und Tricks gegen dieses Problem

Die Top 19 Tipps um die Akkulaufzeit des iPhones zu verlängern

Wenn sich der Akku des iPhones oder auch des iPads schnell leert, dann könnte das an einigen Einstellungen und Apps liegen. Die folgenden Tipps sollen dabei helfen, die Laufzeit der Smartphone- oder Tablet-Batterie zu verlängern und die größten Stromfresser zu eliminieren. Alle Tricks gelten für die aktuellen iPhone- und iPad-Modelle sowie Handys und Tablets von Apple, die mindestens mit iOS 9 laufen.

Funktionen einschränken

  • Einfach und logisch: Funktionen ausschalten, die nicht benötigt werden wie zum Beispiel Bluetooth, WLAN oder mobile Daten. Möglich zum größten Teil im Control Center, das sich mit einem Wisch von oben nach unten öffnet.

Größten Energiefresser ausfindig machen

  • Unter Einstellungen –> Batterie lässt sich seit iOS 9 der Verbrauch einzelner Apps detailliert anzeigen. Ob die letzten 24 Stunden oder die letzten sieben Tage: iOS zeigt den Verbrauch der einzelnen Apps an – auch wenn sie nur im Hintergrund aktiv waren. Große Energiefresser fallen sofort auf und können besser beobachtet oder im Ernstfall gelöscht werden. 
iOS Batterienutzung
Bildquelle: David Gillengerten / inside-handy.de

Automatische Downloads verhindern

  • Automatische Downloads, insbesondere für mobile Daten, deaktivieren. Dennoch sollten Apps immer möglichst aktuell gehalten werden, denn oft bietet ein Update nicht nur Bug-Beseitigungen, sondern auch Optimierungen, die die jeweilige App weniger Strom verbrauchen lassen. (Einstellungen → iTunes & App Store)

Hintergrundaktivitäten beschränken

  • Hintergrundaktualisierung nur für die wichtigsten Apps zulassen (Einstellungen → Allgemein  → Hintergrundaktualisierung)

Ortungsdienste deaktivieren

  • Ortungsdienste bei unwichtigen Apps ausstellen, auch bei Systemdiensten (Einstellungen → Ortungsdienste)

Benachrichtigungen einschränken

  • Wie auch schon bei den anderen Punkten: Nicht jede App muss den Nutzer ständig benachrichtigen, wenn etwas passiert (Einstellungen → Mitteilungen)

Zeitzone manuell einstellen

  • Gehört man zu den Menschen, die eher selten im Ausland unterwegs sind, sollte man die automatische Zeitzonen-Suche abschalten (Einstellungen → Allgemein → Datum und Uhrzeit)

Automatische Netz-Suche dauerhaft oder temporär ausstellen

  • Für Nutzer, die in Grenzgebieten wohnen, ein absolutes Muss: Von Werk aus sucht das iPhone automatisch nach einem Netzbetreiber. Wer jedoch unterwegs ist oder sich im Ausland aufhält, sollte unter Einstellung -> Netzbetreiber die Funktion deaktivieren. Somit wird auch der konstante Netzwechsel in Grenzregionen unterbunden. Wer nur temporär auf die automatisierte Suche verzichten will, kann einfach den Flug-Modus ein- und wieder ausschalten. 
iOS automatische Netzbetreiber Suche
Bildquelle: David Gillengerten / inside-handy.de

Dynamische Hintergrundbilder deaktivieren

  • Auch wenn sie vielleicht schöner aussehen mögen, so verbrauchen sie doch recht viel Strom. Die Rede ist von dynamischen Hintergrundbildern. Stattdessen lieber auf ein statisches Bild setzen. (Einstellungen → Hintergrundbild → Neuen Hintergrund wählen → Einzelbild)

Parallaxen-Effekt deaktivieren

  • Ein weiteres hübsches, aber äußerst stromfressendes Feature ist der Parallaxen-Effekt, der dazu führt, das sich der Hintergrund mitbewegt, wenn man das iPhone neigt. Um den Akku zu schonen, sollte er jedoch besser ausgeschaltet werden (Einstellungen → Allgemein → Bedienungshilfen → Bewegungen reduzieren einschalten)

Helligkeit manuell einstellen

  • Je heller der Bildschirm, umso höher der Akkuverbrauch. Eine manuelle Einstellung ist hier besser als die automatische Helligkeitsregelung, da der Sensor die ganze Zeit Informationen über die Umgebungshelligkeit sammelt und die Hardware versucht, die Helligkeit zu jedem Zeitpunkt anzupassen (Entweder im Control-Center oder unter Einstellungen → Display und Helligkeit)

Sperrintervall kurz wählen

  • Für die automatische iPhone-Sperre das kürzeste Intervall wählen (Einstellungen →  Allgemein → Automatische Sperre)
  • Push-Nachrichten und E-Mails für unwichtige Apps komplett abschalten beziehungsweise bei wichtigen das Intervall einstellen (Einstellungen → Mitteilungen → die jeweilige App auswählen)

Vibration aus

  • Vibrationsalarm bei Anrufen oder Nachrichten unter Einstellungen → Töne deaktivieren. Gleiches gilt für das Tastenfeedback.
  • Deaktivieren des Sendens von Diagnose- und Nutzungsdaten an Apple unter Einstellungen → Datenschutz → Diagnose & Nutzung → nicht senden
  • Nutzt man sein iPhone nicht für diverse Fitness-Apps, so sollte man das Fitnessprotokoll deaktivieren (Einstellungen → Datenschutz → Bewegung & Fitness)

Spotlight-Suche anpassen

  • Weiteres Einsparpotential steckt in der Spotlight-Suche. Sie sollte auf die eigenen Suchkriterien angepasst werden. (Einstellungen → Allgemein → Spotlight-Suche)

Viel genutzte Apps offen lassen

Ein Mythos unter Smartphone-Nutzern: Wer eine App aktuell nicht braucht, sollte sie schließen, um Energie zu sparen. Das ist jedoch nur bedingt richtig. Denn geöffnete Anwendungen sorgen noch lange nicht für Hintergrundaktivitäten – siehe der Punkt weiter oben. Im Gegenteil: Die meisten Apps werden von iOS automatisch eingefroren, sobald sie der Nutzer verlässt.

Wer Apps sofort nach Benutzung schließt und dann wieder öffnet, läuft sogar Gefahr, mehr Energie zu verbrauchen. Denn nach dem Beenden einer App per Multitasking-Übersicht (doppelter Druck auf den Home-Button) werden deren Daten aus dem Arbeitsspeicher gelöscht. Beim erneuten Öffnen der Anwendung, schreibt iOS die Daten wieder ins RAM. Das kostet insgesamt mehr Energie.

Stromsparmodus aktivieren

Wenn es schon zu spät oder die nächste Steckdose noch Kilometer entfernt ist: Im Stromsparmodus schränkt iOS seit Version 9 viele seiner Energie raubenden Funktionen selbstständig ein und das iPhone hat somit noch ein paar Minuten mehr Laufzeit. Das Gute daran: Für den Nutzer gibt es auf den ersten Blick kaum Unterschiede zum normalen Betrieb. Nachdem der Akku des Handys auf 80 Prozent aufgeladen wurde, schaltet sich der Modus automatisch aus. Aktiviert werden muss er jedoch weiterhin manuell.

iOS Stromsparmodus
Bildquelle: David Gillengerten / inside-handy.de

Auf Werkseinstellung zurückzusetzen

Das Zurücksetzen des iPhones auf Werkseinstellung hilft in vielen Fällen, eventuelle Akku-Fehler mit der Software zu beheben. Dabei werden jedoch alle Daten und Einstellungen vom Gerät gelöscht. Ein Back-Up über iTunes oder den iCloud-Service von Apple ist dringend empfohlen. Außerdem sollte die Funktion "Mein iPhone suchen" im Bereich "iCloud" unter den Einstellungen deaktiviert werden. Um das iPhone auf die Werkseinstellung zurückzusetzen, muss das Handy per Kabel mit einem PC verbunden sein, auf dem iTunes installiert ist. In dem Programm befindet sich dann ein Reiter für das Gerät. In der "Übersicht" gibt es den Befehl "iPhone wiederherstellen …", der nach erneuter Bestätigung das iPhone zurücksetzt und auf die Werkseinstellung bringt. Danach kann das Gerät per Back-Up auf den alten Stand gebracht werden.

Akku kalibrieren

Die Kalibrierung des Akkus stellt eine gute Möglichkeit dar, die Laufzeit der Batterie zu verlängern. Dazu müssen Nutzer eines iPhones das Gerät nur so lange benutzen, bis es komplett ohne Energie ist und sich ausschaltet. In einem zweiten Schritt sollte der Akku dann auf 100 Prozent und noch circa 15 Minuten darüber hinaus geladen werden – ohne das Gerät zwischenzeitlich zu nutzen. Um sicher zu gehen, können vorsichtige Nutzer diesen Schritt danach noch einmal wiederholen. Allzu häufig sollte die Kalibrierung eines Akku aber nicht durchgeführt werden - das schadet auf langer Sicht der Batterie.

Apple iPhone keinen extremen Temperaturen aussetzen

Apple selbst gibt an, dass ihre Batterien optimal bei Temperaturen zwischen 0 und 35 Grad Celsius arbeiten. In diesem Bereich sollten auch die Geräte betrieben werden. Falls es doch kälter oder auch wärmer zugeht, sollten Nutzer das Handy schützen. Hilft gegen die Hitze nicht viel, kann gegen die Kälte mit dem eigenen Körper angekämpft werden.

Apple iPhone 7 und iPhone 7 Plus im Vergleich ›


Bildquelle kleines Bild: Apple | Autor: Redaktion inside-handy.de
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Themen dieser News: Apple, IOS, Mobilfunk-News, Oberklasse-Smartphones, Phablets, Smartphones, Technik, Tipps & Tricks

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