Feature Displaybruch, Diebstahl, Wasserschaden Handyversicherungen im Vergleich: Das gilt es zu beachten

vom 10.10.2017, 17:14
Display Defekt Schaden iPhone 6 Symbolbild

Neue Smartphones kosten inzwischen bis zu 1.000 Euro und mehr. Displaybruch, Diebstahl und Wasserschäden werden mit steigendem Wert zu einem immer größeren Problem. Abhilfe sollen Handyversicherungen bringen, doch das Angebot ist groß. Wo die Fallstricke gespannt sind und welche der unzähligen Versicherungen, von Vodafone bis zu EWP, wohl am besten zu einem passt, klärt die Redaktion von inside-handy.de in einem Vergleich.

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Ein elektronisches Gerät zu schützen ist laut den meisten Versicherern ganz einfach – Seite auf, Daten des Handys und einige persönliche Daten eintippen, direkt online zahlen oder eine Abbuchung genehmigen und schon gibt es den "Rundumschutz", den "Premium-Schutz" oder auch "das Plus an Sicherheit". Hinter den Versprechungen, die allesamt mehr oder weniger aussagekräftig sind, stecken allerdings meist sehr unterschiedliche Angebote. In folgendem Handyversichungen-Vergleich sollen die Angebote der Anbieter Friendsurance, Assona, Schutzklick, Schutzbrief24, EWP, der Telekom, Vodafone und O2 näher beleuchtet werden.

So unterscheiden sich die Versicherungsmöglichkeiten meist in der Mindestlaufzeit der Verträge, den Kosten, dem Umfang der Schadensursachen, der Höhe der Selbstbeteiligung und der Art der Abwicklung. So ist es für jeden Interessierten zu empfehlen, sich mehrere Angebote anzusehen und dabei auch auf theoretische Fallstricke zu achten und abzuwägen, welche Ansprüche man persönlich an eine Versicherung seines Smartphones hat.

Welcher Schaden wird abgedeckt?

Der Schaden, der von den Versicherern abgedeckt wird, liest sich auf den ersten Blick sehr ähnlich. Vom Sturzschaden über Netzteilschäden bis hin zu Diebstählen ist bei den Anbietern alles dabei. Was viele dabei verschweigen: Diebstahl ist nicht Diebstahl und ein Displaybruch ist kein Displaybruch.

Apple iPhone 6 Display Schaden Defekt
Bildquelle: inside-handy.de

Schnell passiert: Gerade empfindliche Smartphones wie das iPhone 6 überleben Stürze eher selten unbeschadet

So wird, wenn von den Versicherern von Diebstahl gesprochen wird, meist nur der Einbruchdiebstahl und der Raub eingerechnet. Damit geht das Opfer eines Taschendiebes meist leer aus. Auch wer sich sicher wähnt, wenn das Handy im verschlossenen Auto liegt, sollte sich das Kleingedruckte besser noch einmal ansehen. Die Versicherer zahlen nämlich zum Teil dann nicht, wenn der Diebstahl aus dem Auto heraus zwischen 22 und 6 Uhr passiert ist oder das Smartphone sichtbar im Auto gelagert wird.

Ebenso kritisch ist bei jeder Versicherung einzeln nachzuvollziehen, ob ein Schutz vor Überspannung, Beschädigung durch Dritte, Bruch oder Feuer eingeschlossen ist. Hier können nicht alle Versicherer überzeugen und die Listen mit Ausnahmen sind im Regelfall lang. Dabei hilft es nicht, sich auf die Werbeseiten der Anbieter zu konzentrieren. Ein intensiver Blick in die Geschäftsbedingungen ist hier unbedingt empfehlenswert. Auch ein direkter Vergleich zwischen den favorisierten Handyversicherungen kann helfen.

Kosten und Bezahlabwicklung der Handyversicherungen im Vergleich

Oberflächlich betrachtet ist das Gesamtangebot im Markt ziemlich gleichförmig. Dabei ist der Dschungel an verschiedenen Anbietern, Tarifen und Auswahlmöglichkeiten dicht und es zeigen sich immer wieder Variationen, die einen großen Unterschied für den Einzelnen ausmachen können. Am Beispiel eines Sony Xperia Z5 Compact (Neupreis 282 Euro) und eines iPhone 7 mit 128 GB Hauptspeicher (Neupreis 705 Euro) werden hier verschiedene Angebote aufgezeigt. Dabei kann es wie im Falle von Friendsurance oder Schutzbrief24 noch weitere Tarife geben, die einen anderen Umfang und auch andere Kosten aufweisen. Hier wurde in Anbetracht des Smartphone-Preises und der gebotenen Leistung die naheliegenden Tarife gewählt:

Kostenvergleich einer Handyversicherung für das Sony Xperia Z5 Compact in Euro

Xperia Z5 Compact

Kosten / Monat bei 12 Monaten mit Zusatzleistungen Kosten / Monat bei 24 Monaten mit Zusatzleistungen
Schutzklick

 3,75

4,16  3,33  3,75 
Assona     7 ,50  
Schutzbrief24  Standard Plus: 2,95 PremiumPlus: 4,95     
EWP     3,99  5,99 
Friendsurance 3,99 Komfort: 4,82    
Telekom     5,95 8,95
Vodafone     7,99 oder 9,99  
O2     3,95  5,95

Kostenvergleich iPhone 7 (128 GB) in Euro

iPhone 7

Kosten / Monat bei 12 Monaten

mit Zusatzleistungen Kosten / Monat bei 24 Monaten mit Zusatzleistungen
Schutzklick 5,83 7,08 5,21  6,46 
Assona     9,90  
Schutzbrief24  Platinum Plus: 7,95  Platinum Plus: 7,95    
EWP 5,99 8,99     
Friendsurance 5,99 6,82    
Telekom     5,95 8,95
Vodafone     7,99 oder 9,99  
O2     7,95 9,95

Schutzbrief24: Das Apple iPhone 7/7 Plus und das Samsung Galaxy S5 wird beispielsweise ausschließlich im PlatinumPLUS-Paket versichert.

Bei den Kosten geht es auch etwas günstiger: Onlinehändler wie Amazon oder auch einige Mobilfunkanbieter bieten günstigere Tarife im Falle eines Neukaufs eines Geräts. Der Versicherer dabei ist die Ergo Direkt, die ähnliche Angebote auch von sich aus anbietet.

Rückerstattungshöhe und Selbstbeteiligung im Vergleich

Die beiden Werte der Rückerstattungshöhe und der Selbstbeteiligung staffeln sich für gewöhnlich nach dem Alter des Smartphones beziehungsweise der Höhe des Neupreises. Die Selbstbeteiligung nimmt dabei in der Regel nicht mit dem Wert des Geräts ab und verharrt auf dem Neupreis zugrunde gelegten Wert. Bei Smartphones über 1.000 Euro Neupreis kann die Selbstbeteiligung auch höhere Werte annehmen als in den Tabellen gezeigt. So liegt die Selbstbeteiligung für ein Samsung Galaxy S7 Edge mit 128 GB internem Speicher bei Schutzklick beispielsweise schon bei 75 Euro.

Zeitwertberechnung und Schadensausgleich im Vergleich

Anbieter

Zeitwertberechnung Schadensausgleich Teilschaden Schadensausgleich Totalschaden
Schutzklick 0-6 100% 7-12 80% 13-24 60% 25-42 40%   Zeitwert   Zeitwert
Assona 1. Jahr: 90 %; 2. Jahr: 80 %; 3. Jahr: 70 %; 4. Jahr: 60 %; 5. Jahr: 40 %   Zeitwert   1. Jahr: 50 %; 2. Jahr: 50 %; 3. Jahr: 40 %; 4. Jahr: 40 %; 5. Jahr: 30 % 
Schutzbrief24  1. Jahr: 100%; 2. Jahr: 80%; 3. Jahr: 60%; 4. und 5. Jahr: 4% 

 maximal

200 € im BasicPlus Paket; 350 € im StandardPlus Paket; 600 € im PremiumPlus Paket und 900 € im PlatinumPlus Paket 

maximal

200 € im BasicPlus Paket; 350 € im StandardPlus Paket; 600 € im PremiumPlus Paket und 900 € im PlatinumPlus Paket  

EWP 1. Jahr: 100%; 2. Jahr: 100%; Ab 3. Jahr: jährlich minus 20 %   Zeitwert   Zeitwert
Friendsurance  1. Jahr: 100%; 2. Jahr: 100%; Ab 3. Jahr: jährlich minus 20 %   Zeitwert Zeitwert 

Telekom

    Das beschädigtes Smartphone wird durch ein neuwertiges Gerät gleicher Art und Güte ersetzt. Wenn eine Ersetzung nicht möglich ist, wird das Smartphone repariert.

Vodafone

    Das beschädigtes Smartphone wird durch ein neuwertiges Gerät gleicher Art und Güte ersetzt. 

O2

    Das beschädigtes Smartphone wird durch ein neuwertiges Gerät gleicher Art und Güte ersetzt. 

 

Selbstbeteiligung und Kostenrückerstattung im Vergleich

Anbieter

Selbstbeteiligung Kostenrückerstattung
Schutzklick 30 Euro (Bei Diebstahl 25 Prozent des Kaufpreis)  nein 
Assona  0 nein 
Schutzbrief24 15 bis 35 Euro (Bei Diebstahl 10 bis 25 Prozent des Kaufpreis)  nein 
EWP  30 Euro nein 
Friendsurance  10 Prozent nein 
Telekom 60 Euro nein 
Vodafone  je Schadensfall und Gerät 35 oder 70 Euro nein 
O2  10 Prozent des Kaufpreises nein 


Der Schadensausgleich wird in zwei Fällen verschieden berechnet. Sobald der entstandene Schaden einem Totalschaden entspricht, also die Reparaturkosten den Zeitwert übersteigen, wird teilweise ein anderer Schlüssel zur Schadensbehebung angewandt als bei einem Teilschaden, der für gewöhnlich durch eine Reparatur in einer Werkstatt des Versicherers durchgeführt wird. Bei einem Totalschaden wird in der Regel der Versicherer den Schaden mit einem Austauschgerät leisten, welches auch im gebrauchten Zustand sein kann.

Handyversicherungen: Fristen im Überblick

Wie bei allen Verträgen sollte auch bei Handyersicherungen streng auf die Fristen und auf deren Einhaltung geachtet werden. Dabei sind nicht nur die Laufzeiten und damit die Bindung an einen Anbieter von Belang, sondern auch Fristen, die beim Abschluss des Vertrages über ein nicht mehr brandneues Gerät zu beachten. So behalten sich die Versicherer eine Wartezeit ein. Sie führt dazu, dass ein älteres Gerät entweder gar nicht versichert werden kann oder dass der Versicherungsschutz erst nach einiger Zeit greift. Damit wird von Seite der Versicherer ein Anmelden eines schon defekten Gerätes verhindert.

Laufzeit:

  • Schutzklick: 12 oder 24 Monate, maximal 36 Monate
  • Assona: 24 Monate, maximal 60 Monate
  • Schutzbrief24: 12 Monate, maximal 36 Monate
  • EWP: 24 Monate, maximal 60 Monate
  • Friendsurance: 1 oder 12 Monate Mindestvertragslaufzeit
  • Telekom: 24 Monate, maximal 5 Jahre
  • Vodafone: 24 Monate, maximal 5 Jahre
  • O2: 24 Monate, maximal 60 Monate

Neukauffrist:

  • Schutzklick: Vertragsabschluss spätestens sechs Monate nach Neukauf (nach 14 Tagen: 4 Wochen Wartezeit)
  • Assona: Vertragsabschluss spätestens drei Monate nach Neukauf (3 Monate Wartezeit ab Versicherungsschluss)
  • Schutzbrief24: Vertragsabschluss spätestens ein Monat nach Neukauf eines Smartphones (Handy: 3 Monate)
  • EWP: Vertragsabschluss spätestens 12 Monate nach Neukauf
  • Friendsurance: Bei Smartphones älter als 3 Monate, Verringerung des Beitrags aber auch Wegfall des täglichen Kündigungsrechts (Mindestvertragslaufzeit dann 1 Jahr)
  • Telekom: Die Versicherung gilt frühestens ab Erhalt des Smartphones oder sobald der Betrag überwiesen wurde; Vorraussetzung ist ein Handyvertrag mit Mindestlaufzeit bei der Telekom und der Erwerb eines neuen Smartphones bei der Telekom
  • Vodafone: Gültig bei Neuverträgen, Vertragsverlängerungen oder bis zu 30 Tage nach Vertragsabschlus
  • O2: Bis zu 90 Tage nach dem Kauf des Smartphones

Nach § 312 BGB, in dem unter anderem Fernabsatzverträge geregelt werden, sind Verträge wie eine Handyversicherung, die nur über ein Fernabsatzmedium wie das Internet geschlossen werden, mit einer gesetzlichen Widerrufsfrist belegt. Das bedeutet, man kann solche Verträge innerhalb von 14 Tagen ohne Nennung eines Grundes widerrufen. Die gesetzlich vorgeschriebenen 14 Tage werden von Assona und Friendsurance überboten und beide gewähren eine 30-Tages-Frist. In den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) von Schutzbrief24 wird eine derartige Frist nicht erwähnt. Trotzdem gilt sie und läuft sogar erst dann an, wenn der Versicherer den Kunden darüber informiert hat, dass er das Recht des Widerrufs besitzt. Das passiert beim Online-Händler über die Verkaufsseite und gilt somit direkt.

Im Falle eines Schadens verlangen die Anbieter in der Regel eine zügige Meldung des Schadens und setzen ebenfalls Fristen. EWP ist hier am kulantesten und lässt auch Schadensmeldungen zu, die einen Schaden von vor 30 Tagen anzeigen. Friendsurance ist mit 14 Tagen Schadensmeldefrist ebenfalls recht kulant, verlangt allerdings bei Eigentumsdelikten, also Raub oder Einbruch, die Vorlage einer Anzeige bei der Polizei, die innerhalb von zwei Tagen nach dem Delikt erfolgt sein muss. Bei Vodafone sind es hingegen nur 3 Tage - einem der niedrigsten Werte.

Fristen in der Übersicht

Fristenübersicht in Tagen

Schadensmeldefrist Widerrufsfrist
Schutzklick 7 14
Assona 7 30
Schutzbrief24 7 keine Angabe 
EWP 30 14
Friendsurance 14 30
Telekom 14 (Einbruch, Diebstahl, Raub: Anzeige innerhalb von 48 Stunden) 14
Vodafone 3 14
O2 keine genauen Angaben 14

Kündigung oder Ende des Versicherungsverhältnisses im Vergleich

Eine der wichtigsten Fragen, die sich ein Verbraucher bei einer Handyversicherung stellen sollte, ist die des Vertragsendes. In der Regel erlischt die Versicherung nach einem Schadensfall, jedoch ist damit der Vertrag nicht aufgelöst. Somit entsteht im Schadensfall für gewöhnlich eine Kündigungsmöglichkeit für beide Parteien. Damit kann dann der Vertrag aufgelöst werden und es bestehen keine Verbindlichkeiten mehr. Hier lohnt sich allerdings auch der genaue Blick in die AVGs beziehungsweise ein klärendes Gespräch mit einem Berater vor dem Abschluss eines Vertrags. So geht bei beispielsweise EWP bei einem Totalschaden der Versicherungsschutz direkt auf das Ersatzgerät über.

  • Schutzklick: Versicherung erlischt nach einem Schadensfall bei Totalschaden oder Diebstahl, automatische Beendigung nach Ablauf der Laufzeit ohne Kündigung, 1 Monat Kündigungsfrist nach Schadensfall.
  • Assona: Versicherung erlischt nach einem Schadensfall, nach 24 Monaten monatlich kündbar, 1 Monat Kündigungsfrist nach Schadensfall.
  • Schutzbrief24: Versicherung erlischt nach einem Schadensfall, automatische Beendigung nach Ablauf von 36 Monaten ohne Kündigung, nach 12 Monaten automatische Verlängerung des Vertrags um 1 Monat - Kündigungsfrist 1 Monat
  • EWP: Versicherung geht bei einem Totalschaden auf das neue Gerät über, nach 24 Monaten automatische Verlängerung des Vertrags um 12 Monate, Kündigungsfrist 3 Monate
  • Friendsurance: Tägliche Kündigungsmöglichkeit, Anbieter besitzt 1 Monat Kündigungsfrist zum Ablauf des Versicherungsjahres
  • Telekom: Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit monatlich kündbar (30 Tage Kündigungsfrist)
  • Vodafone: Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit monatlich kündbar (30 Tage Kündigungsfrist)
  • O2: Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit monatlich kündbar (30 Tage Kündigungsfrist)

Service der Handyversicherungen im Vergleich

Der Service einer Versicherung stellt gerade im Onlinebereich, wenn man nicht in die nächste Filiale marschieren kann, ein wichtiges Merkmal dar. Besonders eine unkomplizierte Schadensmeldung und eine kostenlose Hotline sind dabei wünschenswert. Nur Friendsurance und Schutzklick bieten beides an, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass trotzdem Hotline-Kosten entstehen können, falls man aus dem Mobilfunknetz anruft.

Einzig Schutzbrief24 bietet keine Online-Schadensmeldung an, alle anderen Versicherer lassen die Meldung eines Schadens über ein Online-Formular zu.

Hotline

  • Schutzklick: 0800/7248895 (gebührenfrei aus dem Festnetz der Telekom)
  • Assona: 030 208 666 44 (0,14 Euro / min aus dem Netz der Telekom, Mobilnetz max. 0,42 Euro / min)
  • Schutzbrief24: 0180/6 24 42 63 (0,21 Euro / min aus dem deutschen Festnetz, Mobilnetz ggf. abweichend)
  • EWP: 0511/54359378 (keine Gebühreninformation, Festnetz-Nummer)
  • Friendsurance: 0800/0870880 (gebührenfrei)
  • Telekom: 01806/860 500 (20 Cent aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk maximal 60 Cent)
  • Vodafone: 0800/1721212 (kostenlos aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk variiert je nach Anbieter)
  • O2: 089/70809274 (Kosten hängen vom jeweiligen Telefontarif ab)

Datenumgang und Datenschutz im Vergleich

Generell ist ein sparsamer Umgang mit den eigenen Daten erstrebenswert und gerade bei den Versicherern, hinter denen immer auch größere Versicherungsunternehmen wie AXA oder R&V-Versicherungen stehen, können die eigenen Daten schnell in den Besitz der Konzerne geraten und für Werbung oder anderer unerwünschter Nutzungen herangezogen werden. Somit ist es recht interessant, wie es um den Datenschutz der Kunden bestellt ist und welcher Versicherer wie viele Daten abzweigen möchte, um einen Vertragsschluss zu ermöglichen. So verlangen fast alle Anbieter die ganze Bandbreite an Daten. Schutzklick lässt als einziger einen weitestgehend sparsamen Umgang zu. So genügt zum Vertragsschluss hier eine E-Mail-Adresse und die Seriennummer beziehungsweise die IMEI des zu versichernden Smartphones.

Datenerhebung des Versicherers:

  • Schutzklick: E-Mail, Seriennummer / IMEI
  • Assona: Name, Vorname, Geburtstag, Adresse, E-Mail, Bankverbindung
  • Schutzbrief24: Name, Vorname, Geburtstag, Adresse, E-Mail, Bankverbindung
  • EWP: Name, Vorname, Geburtstag, Adresse, E-Mail, Bankverbindung
  • Friendsurance: Name, Vorname, E-Mail, Bankverbindung
  • Telekom: IMEI, Name, Vorname, Anschrift, Bankverbindung, E-Mail, Geburtstag
  • Vodafone: IMEI, Name, Vorname, Anschrift, Bankverbindung, E-Mail, Geburtstag
  • O2: IMEI, Name, Vorname, Anschrift, Bankverbindung, E-Mail, Geburtstag

Fazit

Die Wahl eines Smartphone-Versicherers und der entsprechenden Handyversicherung sollte nicht ad hoc geschehen. Oft lohnt sich ein ausführlicher Vergleich der Handyversicherung. Gerade bei günstigen Geräten ist eine Absicherung jedoch nicht sinnvoll. Auch sollte abgewogen werden, ob das eigene Smartphone lange genug einen gewissen Wert beibehält, damit sich eventuell auch ein längerfristiger Vertrag lohnt und damit Geld gespart werden kann. Überlegenswert ist auch, ob sich Zusatzleistungen überhaupt lohnen. So sind viele Premium-Tarife und Diebstahl-Zusätze eher den Versicherern dienlich, da sie äußerst seltene Szenarien wie Einbruch-Diebstahl oder Blitzschlag, der schon mit einem viel wahrscheinlicheren Überspannungsschutz abgedeckt ist, absichern. Erwirbt man ein neues Smartphone mitsamt einem neuen Smartphone-Tarif, so ist ratsam, sich beispielsweise bei Vodafone oder der Deutschen Telekom zu informieren, ob das Smartphone nicht sowieso schon durch den gebuchten Tarif versichert ist.

Jeder der hier näher beleuchteten Versicherern offenbart im Vergleich unterschiedliche Stärken und Schwächen. So sind die flachen Verläufe des Smartphone-Wertes bei EWP und Friendsurance zu erwähnen, die jedoch beide preislich nur im Mittelfeld liegen. Schutzklick bietet vor allem bei teuren Geräten und langen Laufzeiten einen sehr guten Preis an und kann mit variabler Bezahlung und sparsamer Datenerhebung punkten. Dafür ist hier die Selbstbeteiligung recht hoch. Schutzbrief24 ist gerade bei Geldbeutelschonenden Geräten einladend günstig, jedoch erweckt die fehlende Online-Schadensmeldung und die fehlende Fristsetzung für den Widerruf in den AVBs nicht gerade Vertrauen. Positiv zu bewerten ist, dass alle Versicherungen der Mobilfunkanbieter im Schadensfall für ein komplett neues Gerät aufkommen. Während die Preise der Telekom für alle Geräte gleich sind, staffelt O2 die monatlichen Kosten für die Versicherung auf Basis des Gerätepreises. Auch bei Vodafone hängen die Monatskosten vom jeweiligen Smartphone an - bevor Kunden die Versicherung abschließen, ist allerdings nicht sehr deutlich ersichtlich, welches Smartphone zu welcher Preisgruppe gehört.

Auch der Umgang mit den AVBs ist bei den Anbietern recht unterschiedlich. So bieten vor allem Assona und Schutzklick übersichtliche und verständliche AVBs an, die auch in einer sehr aktuellen Form vorliegen. Das Regelwerk von EWP ist zwar einladend kompakt, büßt dabei jedoch etwas an Präzision ein. Die beiden anderen Mitbewerber können hier nicht überzeugen und bieten weniger übersichtliche Versionen ihrer Regelwerke.

Schlussendlich sollte man sich die AVBs seiner Versicherer-Favoriten genau ansehen und sich auch im direkten Gespräch über offene Fragen mit der Versicherung austauschen. Die Frage, ob eine Versicherung überhaupt nötig ist und was man von einer Versicherung erwartet, sollte man am besten schon vor dem Kauf eines neuen Smartphones für sich beantwortet haben und mit einer gesunden Portion Skepsis den Versicherern entgegentreten.

Hier geht es zu den Handyversicherungen im Vergleich

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Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Redaktion inside-handy.de
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Themen dieser News: Mobilfunk-News, Oberklasse-Smartphones, Phablets, Smartphones, Unternehmen und Märkte

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