Smartphone verkaufen: So gibt's Geld fürs alte Handy

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Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de
Der Smartphone-Gebrauchtmarkt ist umkämpfter denn je. Ständig kommen neue Geräte auf den Markt, sodass viele Handys schnell überholt wirken und der Besitzer sich nach Neuem sehnt. Gerade nach Weihnachten oder neuen Produkt-Veröffentlichungen fragen sich Neubesitzer: "Wohin mit dem alten Smartphone?" Es gibt viele Möglichkeiten, wo und auf welche Weise man sein altes Handy zum bestmöglichen Preis online verkaufen kann.

Bevor man sein altes Handy verkauft, ganz egal ob es sich dabei um ein iPhone, ein Huawei– oder ein Samsung-Galaxy-Modell handelt, sollte man als Besitzer noch ein paar Dinge beachten: So sollte vor dem Verkauf geprüft werden, ob alle Daten wie Telefonnummern, Fotos oder Videos, die mit dem Alt-Gerät erstellt wurden, bereits anderweitig gesichert wurden. Ist das gebrauchte Smartphone einmal verkauft, lassen sich die alten Daten meist nicht mehr zurückgewinnen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, genau diese Daten vor dem Verkauf vom Smartphone zu löschen. Auch wenn Online-Ankaufsportale wie Rebuy oder Wirkaufens das Smartphone nach dem Erhalt auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, so sollte man dies aus Datenschutz-Gründen besser selbst übernehmen, besonders wenn das Smartphone über Ebay oder Ebay Kleinanzeigen direkt in den Händen des neuen Käufers landet.

Darüber hinaus sollte vor dem Verkauf sorgfältig geprüft werden, ob das Handy irgendwelche Mängel aufweist. Diese sollte man daraufhin notieren. Funktioniert das WLAN-Modul, Bluetooth und der Akku noch einwandfrei? Wie ist der äußere Zustand des Smartphones? Solche Details entscheiden am Ende darüber, wie viel der Besitzer für sein Alt-Gerät noch erhält und am Ende auch ob sich der Käufer auch zufrieden mit seinem Einkauf zeigt. Ebenso sollte kontrolliert werden, ob noch das gesamte originale Zubehör des Geräts vorhanden und funktionsfähig ist. Selbst eine originale Verpackung kann den Preis beim Handy Ankauf sowie Verkauf noch einmal steigern.

Privatverkauf des Smartphones

Handy verkaufen: Ebay

Eines der bekanntesten und ältesten Verkaufsportale im Internet, Ebay, lässt sich auch für den Smartphone-Verkauf sehr gut nutzen. Der Verkäufer besitzt beim Einstellen des Smartphones sämtliche Freiheiten. So kann er selbst entscheiden, ob er das Gerät mit einem Startpreis von einem Euro annoncieren möchte und Kaufinteressenten auf sein Smartphone bieten lässt, oder ob er von vornherein einen Festpreis nennt, für den ein potenzieller Käufer das Gerät per Sofort-Kauf ergattern kann. Der Besitzer kann auch die Option „Preis vorschlagen“ auswählen. So können Interessenten einen Maximalpreis abgeben, den sie bereit sind, für das Smartphone zu zahlen. Man kann dann selbst entscheiden, ob man mit dem Angebot zufrieden ist oder ob man es ablehnt und das nächste Gebot abwartet. In der eigenen Angebotsinformation kann der Verkäufer das Gerät dann detailliert beschreiben und auf eventuelle Mängel oder Kratzer hinweisen. Per Foto-Upload lässt sich der Zustand des Smartphones für den künftigen Besitzer belegen. Ebenso sollten im Angebot selbst schon klar und deutlich die eigenen Rückgabe-, Umtausch- und Widerrufsbedingungen formuliert werden, um eventuellen Ärger beim Verkaufen des Handys zu vermeiden. Der Anzeigetext und auch die Bilder sollten stets der Wahrheit entsprechen.

In Bezug auf Ebay ist auch wichtig zu wissen: Bei einer Auktion kann es passieren, dass nur sehr wenige Leute auf das Smartphone bieten und er mit dem Endpreis unzufrieden ist. Gleichzeitig können durch die anonymen Gebotsabgaben aber auch genauso gut wesentlich höhere Gewinne erzielt werden. Hier hilft es oftmals den Auktionszeitraum richtig festzulegen. Falls diese nämlich in der Nacht oder beispielsweise am Freitagabend – wenn viele potenzielle Käufer unterwegs sind – endet, fällt auch der Endpreis entsprechend aus. Weiterhin kann ein zu hoch angesetzter Verkaufspreis die Käufer vergraulen, sodass das Handy gar nicht erst verkauft wird.

Außerdem ist noch wichtig zu wissen, dass für jedes Angebot eine Ebay-Gebühr fällig wird, die sich unter anderem nach dem Verkaufspreis und dem Angebotsformat richtet. Eine Übersicht zu den Ebay-Gebühren ist über die Homepage des Portals zu finden.

Hat man sein Handy jedoch erfolgreich verkaufen können, so empfiehlt es sich, das Smartphone nur versichert zu verschicken. Je nach Modell besitzt auch ein gebrauchtes Gerät noch einen Wert von bis zu mehreren hundert Euro. Es kann immer passieren, dass Pakete verloren gehen, daher sollte man sich auch als Verkäufer mit einem solchen Versand absichern – auch um sich im Anschluss nicht vor dem Käufer rechtfertigen zu müssen. In jedem Fall gilt: Erst das Smartphone abschicken, wenn das Geld auf dem eigenen Konto eingegangen ist.

Handy verkaufen: Ebay Kleinanzeigen

Ebay Kleinanzeige
Bildquelle: Ebay Kleinanzeige

Neben dem Auktions-Haus bietet Ebay aber auch seine Kleinanzeigen an. Dieses Online-Portal funktioniert wie der alte klassische Zettel am schwarzen Brett im Supermarkt um die Ecke oder die Kleinanzeige in der Zeitung. Man erstellt kostenlos eine ausführliche Beschreibung des Produkts und fügt aussagekräftige Fotos hinzu, die die eigene Aussage untermauern. Interessenten melden sich dann je nach bevorzugter Methode per E-Mail oder per Telefon. Im persönlichen Gespräch lassen sich mit dem Interessenten die weiteren Details abklären. Viele Personen nutzen Ebay Kleinanzeigen, um auf lokaler Ebene Technik ein- und zu verkaufen. Vorteil, wenn der Käufer das Smartphone persönlich abholt, ist die Gewissheit von beiden Seiten gegeben, dass sich das Smartphone in dem beschriebenen Zustand befindet. So kann im Anschluss zum Beispiel nicht behauptet werden, dass Smartphone besäße Kratzer, die nicht genant wurden oder das Gerät sei durch den Versand beschädigt worden. Des Weiteren erhält der Verkäufer sein Geld direkt bar und der Käufer im selben Moment sein Produkt. Natürlich können Mobiltelefone auch bei Ebay Kleinanzeigen per Post verschickt werden. Dann gelten dieselben Regeln zum versicherten Versand wie bei Ebay und seinen Auktionen.

Handy verkaufen: Kalaydo und Shpock – die Alternativen

Neben dem Marktführer Ebay gibt es mittlerweile eine ganze Reihe an alternativen Marktplätzen für gebrauchte Güter. Darunter sind beispielsweise Shpock und auch Kalaydo. Beide funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip, kommen jedoch nicht auf die Größe und die Nutzerzahlen von Ebay. Trotzdem sind sie eine Überlegung wert und es lohnt sich, vor dem Verkaufen des Handys, die momentan erzielten Preise auf den Konkurrenz-Plattformen zu checken.

Tipp: Bessere Bilder – Besserer Preis

Wenn man das Handy vrkaufen will, sind Bilder des Geräts von großer Bedeutung für die Aufmerksamkeit der potenziellen Käufer. Attraktive Fotos des Mobiltelefons fördern also nicht nur die Klickrate auf das eigene Produkt, sondern auch die Bereitschaft, für ein Smartphone mehr Geld auszugeben. Wichtig ist dabei, dass das Gerät gut beleuchtet und mit einer ordentlichen Kamera aufgenommen wird. Ist das neue Smartphone mit einer guten Kamera ausgestattet kann auch sie dafür verwendet werden. Neben Bildern von allen Seiten, sollten auch Details des Geräts abgelichtet werden. Mit etwas Geschick entstehen so einladende Bilder, die die Vorzüge des alten Handys hervorheben. Aber Achtung: Ehrlichkeit währt auch hier am längsten und so sollten auch Beschädigungen dargestellt werden, sofern sie vorhanden sind. So können sich Käufer beispielsweise auf Kratzer auf der Rückseite einstellen und es bleibt nicht im Dunkeln welche „kleine Beschädigung“ auf der Rückseite zu finden sein wird. Dies minimiert verständlicherweise die Gefahr von Beschwerden.

Ankaufsplattformen

Handy Ankauf: Rebuy

Neben Ebay und Ebay Kleinanzeigen bieten auch zahlreiche Online-Ankaufs-Portale die Möglichkeit an, gebrauchte Technik dort zu einem bestimmten Festpreis einzuschicken. Zu einem der bekanntesten Portale zählt in Deutschland das 2009 gegründete Portal Rebuy. Dort lässt sich nicht nur das alte Handy verkaufen, sondern auch Bücher, DVDs oder Videospiele. Zudem besteht gleichzeitig auch die Möglichkeit, gebrauchte Waren zu kaufen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Rebuy von zahlreichen anderen deutschen Ankauf-Portalen.

ReBuy Handy-Prüfung

Bildquelle: Rebuy

Nachdem der Verkäufer sein Gerät aus einer Liste ausgewählt hat, zum Beispiel das iPhone 5s mit 16 GB, muss er nur noch wenige Fragen zum Zustand beantworten. Die erste Frage lautet, ob das Gerät voll funktionstüchtig ist. Neben offensichtlichen Schäden wie einem kaputten Display, müssen dort auch Feuchtigkeitsschäden angegeben werden. Problem: Diese sind dem Nutzer unter Umständen gar nicht bewusst, da das Gerät trotz Feuchtigkeitsschaden noch einwandfrei funktionieren kann. Für einen Feuchtigkeitsschaden muss das Gerät nicht direkt mit Wasser in Kontakt gekommen sein, oft reicht auch eine hohe Luftfeuchtigkeit aus, zum Beispiel während des Duschens oder in der Sauna. Danach muss das Gerät nicht sofort erkennbare Schäden aufweisen, oft bilden sich dann auch erst mit der Zeit feine Schimmelsporen im Inneren.

Der Besitzer kann jedoch selbst prüfen, ob sein Smartphone eventuell einen Feuchtigkeitsschaden hat. Alle Smartphones haben mindestens einen Aufkleber der anzeigt, ob das Gerät schon einmal mit Feuchtigkeit oder Flüssigkeit in Berührung gekommen ist. Dieser Aufkleber befindet sich meistens unter dem Akku. Lässt sich der Akku oder die Rückseite – wie zum Beispiel beim iPhone nicht abnehmen – so finden sich in der Regel kleine Indikatoren in den Anschlüssen des Gerätes. Dieser verfärbt sich beim Kontakt mit Feuchtigkeit oder Flüssigkeit zum Beispiel stark rot, pink oder blau bzw. ist gemustert. Ein weiteres Anzeichen sind Korrosion oder Rost – zum Beispiel an den Kontakten.

Nachdem die Frage zu dem technischen Zustand des Gerätes beantwortet wurde, geht es bei der nächsten Frage um den optischen Zustand des zu verkaufenden Handys. Um diese wahrheitsgemäß beantworten zu können, bietet Rebuy neben den möglichen Angaben einige Beispielfotos, wie das Smartphone laut einer solchen Beschreibung aussehen sollte. Dabei macht es auch keinen Sinn, das Smartphone in einem besseren Zustand anzupreisen, als in dem es sich eigentlich befindet. Denn die eingesendeten Produkte werden alle im Anschluss nochmal von Experten geprüft, bevor eine Gutschrift auf das Verkäufer-Konto erfolgt.

Weichen die Angaben von der Experten-Meinung ab, wird dem Verkäufer per E-Mail ein neues Angebot unterbreitet. Der Verkäufer kann dann selbst entscheiden, ob er das neue Angebot annehmen möchte oder das alte Smartphone lieber wieder kostenfrei zurückgeschickt werden soll. Weicht die Kundenmeinung von der Rebuy-Meinung ab, kann das Smartphone auch nochmal von einem zweiten Experten geprüft werden. Stellt dieser den gleichen Zustand fest, geht Rebuy zusammen mit dem Kunden auf Ursachenforschung.

In dieser Hinsicht kursieren im Internet zahlreiche Berichte von enttäuschten Kunden, die ihr Smartphone „angeblich“ mit einem voll funktionstüchtigen Display zu Rebuy geschickt haben und im Anschluss die Meldung bekamen, das Display sei bei der Ankunft kaputt gewesen. Auch der umgekehrte Weg – intakt eingesendet und von Rebuy kaputt zurück erhalten –  sei schon vorgekommen. Rebuy-Pressesprecherin Franziska Fuchs erklärte gegenüber inside handy, dass nicht die Kunden solche Fehler ausbaden sollen, sondern Rebuy sich in solchen Fällen, in denen der Schaden auf dem Transportweg entstanden sein muss, sofort mit dem Versand-Dienstleistern in Verbindung setzt, um eine Ursache für den Schaden zu finden. Solche Fälle sollen aber laut der Sprecherin „zur absoluten Ausnahme zählen und immer ganz genau mit den Kunden gemeinsam geprüft werden“.

Handy Ankauf: Wirkaufens, Momox, Flip4new und Clevertronic

Auch die Portale WirkaufensMomoxFlip4new und Clevertronic basieren auf dem gleichen Ankaufs-Prinzip wie Rebuy. Der Nutzer gibt online den Zustand des einzuschickenden Gerätes an und erhält im Anschluss einen Preisvorschlag. Nachdem der Besitzer sein altes Smartphone eingesendet hat, wird wie bei Rebuy der angegebene Zustand des Geräts nochmal überprüft und der Preis gegebenenfalls nochmal geändert. Einen ersten Preisvorschlag können sich Interessierte zudem direkt über das folgende Clevertronic-Tool einholen:

Fazit

Wenn man sein altes Handy verkaufen möchte, lassen sich über private Marktanbieter wie Ebay und Ebay Kleinanzeigen derzeit die höchsten Preise erziehlen. Jedoch ist dies auch mit etwas mehr Zeit und Mühe verbunden als bei den klassischen Ankaufs-Shops wie Rebuy. Wer es lieber schnell und einfach mag und dafür akzeptiert, für das alte Smartphone etwas weniger Geld zu erhalten, ist auf einem der oben genannten Ankaufs-Portale besser bedient.

Handy spenden – Die Alternative zum Verkauf

Wer sein altes Schätzchen loshaben möchte, dabei aber gar nicht so sehr auf das Geld achten muss oder will, kann mit dem obsolet gewordenen Handys auch noch etwas Gutes tun: Viele Anbieter und karitative Institutionen zweitverwerten eingebrachte Geräte und unterstützen durch die Aufbereitung und Weitergabe bedürftige Menschen in Not. Alternativ werden die Smartphones recycelt – ein Vorgang bei dem wertvolle Edelmetalle wiederverwertet werden. Alle Details hierzu finden sich im Ratgeber „Alte Handys entsorgen„. Wer also dem schnöden Mammon absagen und lieber sein altes Mobiltelefon einem guten Zweck zuführen will, ist unter anderem bei den folgenden Seiten an der richtigen Adresse:

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