Tipps & Tricks Smartphone verkaufen Ebay, ReBuy und Co: So verkauft man sein gebrauchtes Handy

vom 29.12.2017, 16:48
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Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de

Der Smartphone-Gebrauchtmarkt ist umkämpfter denn je. Ständig kommen neue Smartphones auf den Markt, sodass viele Handys schnell überholt wirken und der Besitzer sich nach Neuem sehnt. Gerade nach Weihnachten oder Produkt-Veröffentlichungen fragen sich Neubesitzer: "Wohin mit dem alten Smartphone?" Wo und auf welche Weise man sein altes Smartphone zum bestmöglichen Preis im Internet los wird, zeigt die folgende Übersicht von inside-handy.de.

Bevor man sein altes Smartphone verkauft, ganz egal ob es sich dabei um ein iPhone, ein Huawei- oder ein Samsung-Galaxy-Modell handelt, sollte man als Besitzer noch ein paar Dinge beachten: So sollte vor dem Verkauf geprüft werden, ob alle Daten wie Telefonnummern, Fotos oder Videos, die mit dem Alt-Gerät erstellt wurden, bereits anderweitig gesichert wurden. Ist das alte Smartphone einmal verkauft, lassen sich die alten Daten meist nicht mehr zurückgewinnen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, genau diese Daten vor dem Verkauf zu löschen. Auch wenn Online-Ankaufsportale wie ReBuy oder Wirkaufens das Smartphone nach dem Erhalt auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, so sollte man dies aus Datenschutz-Gründen lieber selbst übernehmen, besonders wenn das Smartphone über Ebay oder Ebay Kleinanzeigen direkt in den Händen des neuen Käufers landet.

Darüber hinaus sollte vor dem Verkauf sorgfältig geprüft werden, ob das Smartphone irgendwelche Mängel aufweist und diese notiert werden. Funktioniert das WLAN-Modul, Bluetooth und der Akku noch einwandfrei? Wie ist der äußere Zustand des Smartphones? Solche Details entscheiden am Ende darüber, wie viel der Besitzer für sein Alt-Gerät noch erhält bzw. ob sich der Käufer auch zufrieden mit seinem Einkauf zeigt. Ebenso sollte kontrolliert werden, ob noch das gesamte originale Zubehör des Smartphones vorhanden und funktionsfähig ist. Eine Original-Verpackung kann den Verkaufspreis noch einmal steigern.

Privatverkauf des Smartphones oder Handys

Ebay

Eines der bekanntesten und ältesten Verkaufs-Portale im Internet, lässt sich auch für den Smartphone-Verkauf sehr gut benutzen. Der Verkäufer besitzt beim Einstellen des Smartphones sämtliche Freiheiten. So kann er selbst entscheiden, ob er das Gerät mit einem Startpreis von einem Euro annoncieren möchte und Kaufinteressenten auf sein Smartphone bieten lässt, oder ob er von vornherein einen Festpreis nennt, für den ein potenzieller Käufer das Gerät per Sofort-Kauf ergattern kann. Der Besitzer kann auch die Option "Preis vorschlagen" auswählen. So können Interessenten einen Maximalpreis abgeben, den sie bereit sind für das Smartphone zu zahlen. Der Besitzer kann dann selbst entscheiden, ob er mit dem Angebot zufrieden ist, oder ob er es ablehnt und das nächste abwartet. In der eigenen Angebotsinformation kann er das Gerät dann detailliert beschreiben und auf eventuelle Mängel oder Kratzer hinweisen. Per Foto-Upload lässt sich der Zustand des Geräts für den künftigen Besitzer belegen. Ebenso sollten im Angebot selbst schon klar und deutlich die eigenen Rückgabe-, Umtausch- und Widerrufsbedingungen formuliert werden, um eventuellen Ärger zu vermeiden. Der Anzeigetext und auch die Bilder sollten jedoch stets der Wahrheit entsprechen.

Alle Verkaufsmodelle besitzen ihre Vor- und Nachteile. So kann es dem Besitzer bei einer Auktion passieren, dass nur sehr wenige Leute auf sein Smartphone bieten und er mit dem Endpreis unzufrieden ist. Gleichzeitig können durch die anonymen Gebotsabgaben aber auch genauso gut wesentlich höhere Gewinne erzielt werden. Genauso gut kann es dem Nutzer passieren, dass er sein Smartphone gar nicht erst los wird, da sein Festpreis zu hoch angesetzt ist. 

Außerdem ist noch wichtig zu wissen, dass für jedes Angebot eine Ebay-Gebühr fällig wird, die sich unter anderem nach dem Verkaufspreis und dem Angebotsformat richtet. Mehr zu den Ebay-Gebühren findet sich hier.

Hat man sein Smartphone jedoch erfolgreich verkaufen können, so empfiehlt es sich, das Smartphone nur versichert zu verschicken. Je nach Modell besitzt auch ein gebrauchtes Smartphone noch einen Wert von bis zu mehreren hundert Euro. Es kann immer passieren, dass Pakete verloren gehen, daher sollte man sich auch als Verkäufer mit einem solchen Versand absichern, auch um sich im Anschluss nicht vor dem Käufer rechtfertigen zu müssen. In jedem Fall gilt: Erst das Smartphone wegschicken, wenn das Geld auf dem eigenen Konto eingegangen ist.

Ebay Kleinanzeigen

Ebay Kleinanzeige
Bildquelle: Ebay Kleinanzeige

Neben dem Auktions-Haus bietet Ebay aber auch seine Kleinanzeigen an. Dieses Online-Portal funktioniert wie der alte klassische Zettel am schwarzen Brett im Supermarkt um die Ecke oder die Kleinanzeige in der Zeitung. Man erstellt kostenlos eine ausführliche Beschreibung des Produkts und fügt aussagekräftige Fotos hinzu, die die eigene Aussage untermauern. Interessenten melden sich dann, je nach bevorzugter Methode, per E-Mail oder per Telefon. Im persönlichen Gespräch kann man dann mit dem Interessenten die weiteren Details abklären. Viele nutzen Ebay Kleinanzeigen um auf lokaler Ebene Technik ein- und zu verkaufen. Vorteil, wenn der Käufer das Smartphone persönlich abholt, ist die Gewissheit von beiden Seiten, dass sich das Smartphone in dem beschriebenen Zustand befindet. So kann im Anschluss zum Beispiel nicht behauptet werden, dass Smartphone besäße Kratzer, die nicht genant wurden oder das Gerät sei durch den Versand beschädigt worden. Des Weiteren erhält der Verkäufer sein Geld direkt bar und der Käufer im selben Moment sein Produkt. Natürlich können Geräte auch bei Ebay Kleinanzeigen per Post verschickt werden, jedoch gelten auch hier dieselben Regel zum versicherten Versand wie bei Ebay.

Die Alternativen: Kalaydo und Shpock

Neben dem Marktführer Ebay gibt es mittlerweile eine ganze Reihe an Alternativen Marktplätzen für gebrauchte Güter. Darunter sind beispielsweise Shpock und auch kalaydo. Beide funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip, kommen jedoch nicht auf die Größe und die Nutzerzahlen von Ebay. Trotzdem sind sie eine Überlegung wert und es lohnt sich, vor dem Einstellen eines Geräts, die momentan erzielten Preise auf den Konkurrenz-Plattformen zu checken. 

Tipp: Bessere Bilder - Besserer Preis

Gerade bei Privatverkäufen sind Bilder des Smartphones oder Handys von großer Bedeutung für die Aufmerksamkeit der potenziellen Käufer. Attraktive Fotos des Geräts fördern also nicht nur die Klickrate auf das eigene Produkt, sondern auch die Bereitschaft für ein Smartphone mehr Geld auszugeben. Wichtig ist dabei, dass das Gerät gut beleuchtet und mit einer ordentlichen Kamera aufgenommen wird. Ist das neue Smartphone mit einer tollen Kamera ausgestattet kann auch sie dafür hergenommen werden. Neben Bildern von allen Seiten, sollten auch Details des Geräts abgelichtet werden. Mit etwas Geschick entstehen so einladende Bilder, die die Vorzüge des zu verkaufenden Geräts hervorheben. Aber Achtung: Ehrlichkeit währt auch hier am längsten und so sollten auch Beschädigungen dargestellt werden. So können sich Käufer auf beispielsweise Kratzer auf der Rückseite einstellen und es bleibt nicht im Dunkeln welche "kleine Beschädigung" auf der Rückseite zu finden sein wird. 

Ankaufsplattformen

ReBuy

Neben Ebay und Ebay Kleinanzeigen bieten aber auch zahlreiche Online-Ankaufs-Portale die Möglichkeit an, gebrauchte Technik dort zu einem bestimmten Festpreis einzuschicken. Zu einem der bekanntesten Portale zählt in Deutschland das 2009 gegründete Portal ReBuy. Dort lassen sich nicht nur Smartphones oder Tablets, sondern auch Bücher, DVDs oder Videospiele verkaufen. Zudem besteht gleichzeitig auch die Möglichkeit, gebrauchte Waren zu kaufen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich ReBuy von den zahlreichen anderen deutschen Ankaufs-Portalen.

ReBuy Handy-Prüfung
Bildquelle: ReBuy

Nachdem der Verkäufer sein Gerät aus der Liste ausgewählt hat, zum Beispiel das iPhone 5s mit 16 GB, muss er nur noch wenige Fragen zum Zustand beantworten. Die erste Frage lautet, ob das Gerät voll funktionstüchtig ist. Neben offensichtlichen Schäden wie ein kaputtes Display, müssen dort auch Feuchtigkeitsschäden angegeben werden. Diese sind dem Nutzer unter Umständen gar nicht bewusst, da das Gerät trotz Feuchtigkeitsschaden noch einwandfrei funktionieren kann. Für einen Feuchtigkeitsschaden muss das Gerät nicht direkt mit Wasser in Kontakt gekommen sein, oft reicht auch eine hohe Luftfeuchtigkeit aus, zum Beispiel während des Duschens oder in der Sauna. Danach muss das Gerät nicht sofort erkennbare Schäden aufweisen, oft bilden sich dann auch erst mit der Zeit feine Schimmelsporen im Inneren. Der Besitzer kann jedoch selbst prüfen, ob sein Smartphone eventuell einen Feuchtigkeitsschaden hat. Alle Smartphones haben mindestens einen Aufkleber der anzeigt, ob das Gerät schon einmal mit Feuchtigkeit oder Flüssigkeit in Berührung gekommen ist. Dieser Aufkleber befindet sich meistens unter dem Akku. Lässt sich der Akku oder die Rückseite wie zum Beispiel beim iPhone nicht abnehmen, so finden sich in der Regel kleine Indikatoren in den Anschlüssen des Gerätes. Dieser verfärbt sich beim Kontakt mit Feuchtigkeit oder Flüssigkeit zum Beispiel stark rot, pink oder blau bzw. ist gemustert. Ein weiteres Anzeichen sind Korrosion oder Rost zum Beispiel an den Kontakten.

Nachdem die Frage zu dem technischen Zustand des Gerätes beantwortet wurde, geht es bei der nächsten Frage um den optischen Zustand. Um diese wahrheitsgemäß beantworten zu können, bietet ReBuy neben den möglichen Angaben einige Beispielfotos, wie das Smartphone laut einer solchen Beschreibung aussehen sollte. Dabei macht es auch keinen Sinn, das Smartphone in einem besseren Zustand anzupreisen, als in dem es sich eigentlich befindet. Denn die eingesendeten Smartphones werden alle im Anschluss nochmal von Experten geprüft, bevor eine Gutschrift auf das Verkäufer-Konto erfolgt. Weichen die Angaben von der Experten-Meinung ab, wird dem Verkäufer per E-Mail ein neues Angebot unterbreitet. Der Verkäufer kann dann selbst entscheiden, ob er das neue Angebot annehmen möchte oder das alte Smartphone lieber wieder kostenfrei zurückgeschickt werden soll. Weicht die Kundenmeinung von der ReBuy-Meinung ab, kann das Smartphone auch nochmal von einem zweiten Experten geprüft werden. Stellt dieser den gleichen Zustand fest, geht ReBuy zusammen mit dem Kunden auf Ursachenforschung.

In dieser Hinsicht kursieren im Internet zahlreiche Berichte von enttäuschten Kunden, die ihr Smartphone "angeblich" mit einem voll funktionstüchtigen Display zu ReBuy geschickt haben und im Anschluss die Meldung bekamen, das Display sei bei der Ankunft kaputt gewesen. Auch der umgekehrte Weg - intakt eingesendet und von ReBuy kaputt zurück erhalten -  sei schon vorgekommen. ReBuy-Pressesprecherin Franziska Fuchs erklärte gegenüber inside-handy.de, dass nicht die Kunden solche Fehler ausbaden sollen, sondern ReBuy sich in solchen Fällen, in denen der Schaden auf dem Transportweg entstanden sein muss, sofort mit dem Versand-Dienstleistern in Verbindung setzt, um eine Ursache für den Schaden zu finden. Solche Fälle würden "zur absoluten Ausnahme zählen und immer ganz genau mit den Kunden gemeinsam geprüft werden".

Wirkaufens, momox, Flip4New und verkaufsuns

Auch die Portale Wirkaufens, momox, Flip4New und verkaufsuns basieren auf dem gleichen Ankaufs-Prinzip wie ReBuy. Der Nutzer gibt online den Zustand des einzuschickendes Gerätes ein und erhält im Anschluss einen Preisvorschlag. Nachdem der Besitzer sein altes Smartphone eingesendet hat, wird wie bei ReBuy der angegebene Zustand des Geräts nochmal überprüft und der Preisvorschlag gegebenenfalls nochmal geändert.

Fazit

Über die privaten Marktanbieter wie Ebay und Ebay Kleinanzeigen lassen sich derzeit die höchsten Preise für ein gebrauchtes Smartphone erzielen. Jedoch ist dies auch mit etwas mehr Zeit und Mühe verbunden, als bei den klassischen Ankaufs-Shops wie ReBuy. Wer es lieber schnell und einfach mag und dafür akzeptiert, für das alte Smartphone etwas weniger Geld zu erhalten, ist auf einem der oben genannten Ankaufs-Portal besser bedient.

Handys Spenden - Die Alternative zum Verkauf

Wer sein altes Schätzchen loshaben möchte, dabei aber gar nicht so sehr auf das Geld achten muss oder will, kann mit dem obsolet gewordenen Smartphone oder Handy auch noch etwas Gutes tun: Viele Anbieter und karitative Institutionen zweitverwerten eingebrachte Geräte und unterstützen durch Recycling oder durch die Aufbereitung und Weitergabe an bedürftige Menschen in Not. Wer also dem schnöden Mammon absagen und lieber sein altes Mobiltelefon einem guten Zweck zuführen will, ist beispielsweise bei den folgenden Seiten an der richtigen Adresse:

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Bildquelle kleines Bild: Michael Büttner / inside-intermedia.de | Autor: Redaktion inside-handy.de
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Themen dieser News: Unternehmen und Märkte, China-Handys, Handys, Handys unter 100 Euro, Handys unter 200 Euro, Handys unter 400 Euro, Oberklasse-Smartphones, Smartphones

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