Krank am Arbeitsplatz

Richtig krankmelden – Das muss man beachten

Winterzeit ist Grippezeit. In keiner anderen Zeit erkranken so viele Menschen an der Krankheit und werden gleichzeitig zu Virenschleudern. Aber auch bei psychischen oder anderen physischen Erkranungen wie dem „Volksleiden“ Rückenschmerzen, ist an Arbeiten nicht nur wegen etwaiger Ansteckungsgefahr nicht zu denken. Aber einfach vom Büro fernbleiben geht natürlich auch nicht. inside-handy.de zeigt, was bei der Krankmeldung beim Arbeitgeber zu beachten ist.

Arbeitgeber direkt über die Krankmeldung informieren

Viele Krankheiten, gerade der grippale Infekt, kommen über Nacht: Beim Aufstehen wird er bemerkt, doch wie geht es nun weiter? Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss von einem Arzt ausgestellt werden. Wenn der Beginn der Arbeitszeit jedoch vor der Sprechstunde des gewählten Arztes. Obwohl die entsprechende Bescheinigung also nicht vorliegt sollte man den Arbeitgeber über den Ausfall informieren. Passiert das nicht, droht im schlimmsten Falle eine Abmahnung wegen schuldhafter Verzögerung. Im besten Fall erfolgt die Krankmeldung beim Arbeitgeber also telefonisch, per Mail oder per Fax. Allerdings sollte sichergestellt sein, dass die Information über die Krankheit auch wirklich vernommen wird, das Telefonat ist daher der mit Abstand sicherste Weg, außerdem kann man sich so direkt an den Vorgesetzten wenden.

Eine Krankmeldung per SMS oder auch WhatsApp ist ebenso gültig und möglich, jedoch sollte auch hier sichergestellt sein, dass die Meldung an der richtigen Stelle ankommt, dies ist in jedem Fall ein Vorgesetzter, beziehungsweise ein Mitarbeiter der Arbeitgeberaufgaben erfüllt. Nicht ausreichend ist eine SMS an einen „X-beliebigen Kollegen“. In manchen Unternehmen ist der Weg der Krankmeldung vertraglich festgelegt, hier sollte ein Blick in den Arbeitsvertrag weiterhelfen. Von Vorteil ist außerdem eine Abschätzung, wie lange der Ausfall währen könnte.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einreichen

Laut Gesetz muss dem Arbeitgeber eine Unfähigkeitsbescheinigung, auch Krankenschein genannt, vorgelegt werden, wenn die Ausfallzeit länger als 3 Tage beträgt. Auch hier sind vertragliche Regelungen mit dem Unternehmen zu berücksichtigen und vorzuziehen. Die vom Arzt bestätigte Krankmeldung muss spätestens am 4. Krankheitstag beim Arbeitgeber eingehen. Bei Sendung per Post bereits am dritten Werktag nach Krankmeldung. Achtung: Wochenenden und Feiertage zählen bei der Krankheitsdauer mit, wenn die der erste Ausfalltag der Freitag ist, zählt der MOntag bereits als der vierte Tag der Krankmeldung.

Dauert die Krankmeldung länger als zunächst angegeben, muss eine Folgebescheinigung, unverzüglich an den Arbeitgeber weitergereicht werden, auch hier sollte zusätzlich eine private Information erfolgen.

Krankmeldung zu spät eingereicht – was ist zu tun?

Hat man eine erforderliche Krankmeldung zu spät eingereicht, muss man sich ein Fehlverhalten ankreiden lassen. In diesem Fall sollte man unverzüglich den Arbeitgeber kontaktieren und sich für den Fauxpas entschuldigen. Es handelt sich letzen Endes um eine gesetzlich festgelegte Frist, die im Normalfall nicht zum Worst Case führen sollte. Dennoch gilt es, ein Verpassen der Frist möglichst zu vermeiden.

Streng nach den Vorschriften, riskiert man durch zu spät abgegebene Krankmeldungen auch eine Abmahnung. In der Probezeit kann dies im schlimmsten Fall mit der Kündigung enden.

Krankmeldung bei der Krankenkasse einreichen

Der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Arztes besteht aus zwei Teilen, einer für den Arbeitgeber, der andere Teil muss bei der eigenen Krankenkasse eingereicht werden. Auch hier gibt es eine dreitägige Frist, nach der die Bescheinigung bei der Krankenversicherung vorliegen muss. Dauert die Krankschreibung länger als sechs Wochen, übernimmt die Kasse die Lohnfortzahlung.

Sonderfall: Krank geschrieben im Urlaub

Wer im Urlaub krank wird, hat nicht einfach Pech gehabt. Hier hat der Gesetzgeber für eine Abfederung der harten Landung gesorgt, die allerdings an gesonderte Bedingungen geknüpft ist. Die Krankheit ist hier ab dem ersten Tag direkt ärztlich zu attestieren. Gerade bei Aufenthalten im Ausland sollte explizit darauf geachtet werden, dass die Arbeitsunfähigkeit und ihre Dauer angegeben ist.

Die Tage des Urlaubs, die durch die Krankmeldung abgedeckt werden, werden anschließend wieder gutgeschrieben. Allerdings dürfen sie nicht an den noch laufenden Urlaub angehängt werden, da dies als unzulässige Selbstbeurlaubung gilt. Im schlimmsten Fall drohen auch hier Abmahnung und Kündigung.

Allgemein

Schreibe einen Kommentar