So steigern Sie Ihre Konzentration

Ob beim Arbeiten, im Studium oder in der Schule: Konzentration ist elementarer Bestandteil der Arbeit. Doch im digitalen Zeitalter ist Konzentrationsschwäche dank allgegenwärtiger Ablenkung und Produktivitätskillern an der Tagesordnung. Um sich auf das Wichtige zu fokussieren, können Übungen helfen. Aber auch einige allgemeine Tipps helfen dabei, Probleme zu umgehen und die Konzentration zu steigern.

Mehr Konzentration: Diese Tipps helfen bei allgemeiner Konzentrationsschwäche

Um seinen Fokus auf das Wesentliche zu lenken oder um gegen ein grundsätzliches Konzentrationsproblem vorzugehen, lohnt es sich schon, die folgenden Tipps zu beachten und umzusetzen:

  • Schlaf ist wichtig
    Nächtliche Ruhe und Konzentration hängen unmittelbar miteinander zusammen. Denn im Schlaf verarbeitet das Gehirn die Erlebnisse des vergangenen Tages und schafft Platz für neuen Input. Eine ausreichend lange und tiefe Nachtruhe bestimmen, wie gut man sich konzentrieren kann. Wer also konzentriert arbeiten möchte, muss schon am Vortag mit einer gesunden Portion Schlaf die Grundlage dafür schaffen. Eine kurze und oberflächliche Nachtruhe sorgt hingegen für Konzentrationsstörungen.
  • Ernährung: Viel trinken und leicht essen steigert die Konzentration
    Ein weiterer körperlicher Faktor, der die Konzentrationsfähigkeit beeinflussen kann, ist die Ernährung. So sorgt Flüssigkeitsmangel für Probleme beim Fokussieren sowie zu nervigen Kopfschmerzen. Wer viel trinkt (zum Beispiel Wasser oder Tee), kann hingegen auf eine gut geölte Denkmaschine zurückgreifen. Beim Essen gilt ein ähnliches, jedoch eingeschränktes Prinzip: Hungernde Mägen arbeiten weniger konzentriert, überfüllte Mägen aber auch. Bei schweren Mahlzeiten verlagert der Körper die Energie lieber in die Verdauung – darunter leidet die Denkkraft. Leichte Kost wie ein Salat ist folglich einem Schnitzel vorzuziehen.
  • Weg mit den Produktivitätskillern!
    Die Gründe für Konzentrationsprobleme liegen oft im Detail. Gibt es viele Dinge gleichzeitig zu tun? Setzen Sie Prioritäten! Werden Sie ständig durch E-Mails oder Social-Media-Aktivitäten abgelenkt? Reduzieren Sie die Benachrichtigungen auf ein Minimum! Viele Störfaktoren lassen sich beseitigen oder aktiv ausblenden. Wer will, kann sich auch durch das Hören von Musik von der Außenwelt abschotten und somit seine Konzentration steigern. Aber Achtung: Wenn die Musik selbst zu ablenkend ist, verpufft ihre Wirkung.
  • Abwechslung ist das halbe Leben
    Doch manchmal kann es auch gut sein, sich abzulenken. Nach einer längeren Phase des konzentrierten Arbeitens ist es ratsam, sich auf andere Dinge zu fokussieren. Das kann Entspannung in Form eines Videos sein, aber auch eine andere Aufgabe, die weniger Gehirnschmalz benötigt – zum Beispiel den Arbeitsplatz aufräumen oder Mails organisieren. Besonders hilfreich ist dabei die sogenannte Pomodoro-Technik: Sie fördert dank festgelegten Intervallen (45 Minuten Arbeiten – 10 Minuten Pause) die Konzentration.
  • Körperliche Bewegung tut gut
    Wer rastet, der rostet: Die Floskel spricht besonders beim Arbeiten einen wahren Kern an. Denn wer länger an seinem Arbeitsplatz verweilt, verliert Konzentration. Ein Spaziergang oder eine kurze Unterbrechung mit körperlicher Anstrengung helfen, Konzentrationsschwächen zu brechen und sich wieder auf das Wesentliche zu fokussieren.

Konzentrationsprobleme aktiv lösen: Diese Übungen helfen

Manchmal lassen sich aber auch die schwersten Blockaden nicht mit viel Schlaf oder leichtem Essen beseitigen. Für solche Fälle bietet es sich an, mit besonderen Konzentrationsübungen den persönlichen Fokus zu trainieren. Der Erfolg solcher Methoden ist variabel. Manche wirken schon innerhalb eines kurzen Zeitraums, andere wiederum brauchen ein wenig länger. Folgende Konzentrationsübungen bieten sich an:

  • Den Blick fokussieren
    Ein Blick, ein Objekt: Versuchen Sie einen Punkt oder ein Bild an der Wand in den Fokus zu rücken. Dabei bitte an nichts anderes denken oder den Blick schweifen lassen. Diese Art von Konzentrationsübung sorgt für einen direkten Effekt und hilft dabei, sich auf wesentliche Punkte zu fokussieren.
  • Verfolgen Sie den Sekundenzeiger
    Analoge Uhren stellen mit ihrer gleichmäßigen Bewegung ebenfalls ein gutes Trainingsgerät für Konzentrationsübungen dar. Folgen Sie dafür einfach nur dem Sekundenzeiger mit ihren Augen. Das ist gar nicht so einfach, wie es klingen mag. Mit dieser Methode lässt sich auch längerfristig die Konzentration steigern.
  • Atemübungen
    In Prinzip eine ähnliche Übung wie die schon erwähnten beiden Aufgaben: Anstatt sich auf einen Punkt oder ein gleichmäßig bewegendes Objekt zu konzentrieren, ist es nun der eigene Atem, dem jegliche Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Die Übung hilft nicht nur sich zu konzentrieren, sondern auch sich zu beruhigen und Stress abzubauen.
  • Rückwärts buchstabieren
    Klingt ebenfalls einfacher, als es ist: Wörter im Kopf (oder laut) rückwärts buchstabieren. Am Anfang reicht es aus, mit einfachen Wörtern zu starten. Wem das zu langweilig wird, der kann mit anspruchsvollen Begriffen oder ganzen Sätzen hantieren. Diese Konzentrationsübung lässt sich somit in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden anwenden und trainieren.
  • Bullshit-Bingo (Phrasen-Zählen)
    Etwas für langweilige Meetings: Zählen Sie doch einmal, wie oft bestimmte Phrasen oder (Füll-)Wörter die Kollegen benutzen. Das hält wach und lenkt bei inhaltsleeren Vorträgen auch gerne einmal ab.
  • Entspannungsübungen
    Wer kann, sollte sich lockern: Konzentrationsschwächen sind nämlich oftmals körperlich bedingt. Verspannungen sorgen dann für eingeklemmte Nerven oder ein allgemeines Unwohlsein. Mit Streck- und Dehnübungen lassen sich viele Probleme beseitigen. Dafür reicht auch einfaches Büro-Workout im Sitzen aus.

Grundsätzlich gilt, dass Konzentration trainiert werden muss. Wer also längerfristig gegen eventuelle Schwächen ankämpfen will, muss sich regelmäßig diesem Thema widmen. Einzelne Konzentrationsübungen können kurzfristig Wirkung zeigen, eine dauerhafte Lösung bieten sie jedoch nicht.

[Mit Material von Karrierebibel, Studienstrategie]

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