Wer einen Jobwechsel anstrebt, sollte die folgenden Tipps beachten

Tipps für den Jobwechsel – so wird’s gemacht

Die Einsicht ist da und die Kündigung des Arbeitsvertrages im Kopf schon fast beschlossene Sache: Dann kann dem Wechseln in einen neuen Job ja nichts im Weg stehen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Nur weil man gehen will, sollte man dies nicht unbedacht tun. Folgende Tipps machen den anstehenden Jobwechsel zu einem Erfolg und helfen, die angestrebte Veränderung erfolgreich zu meistern.

Ruhe bewahren beim Jobwechsel

Regel Nummer eins: Bleiben Sie ruhig. Bei Veränderungen im Leben ist es nie ratsam, Entscheidungen kurzfristig und aus Panik zu treffen. Besonders beim Jobwechsel lohnt es sich, länger über die anstehenden Aufgaben und Veränderungen nachzudenken. Das gilt ebenso für die Kündigung wie für die Suche nach einem neuen Job. Viele anfängliche Probleme lösen sich mit etwas Zeit und Überlegung oftmals wie von selbst.

Eigene Situation klären: Ziele, Konsequenzen und Netzwerke

Wer den Job wechseln will, sollte mit der Veränderung bei sich selbst beginnen. In welcher Reihenfolge die Schritte dabei abgearbeitet werden, ist egal. Wichtig ist, dass Sie sich über jeden einzelnen Punkt Gedanken machen: Erst wer eine klare Vorstellung von dem hat, was ihn erwartet, kann sich mit voller Energie in den Jobwechsel stürzen

  • Hinterfragen Sie sich: Ein Jobwechsel ist vor allem auch eine physische und psychische Anstrengung. Die Veränderung beginnt in ihrem Kopf, der darauf vorbereitet sein sollte.
    Absichten klären: Was sind Ihre Ziele? Was wollen Sie mit dem Wechsel ihrer Arbeit erreichen? Erst wenn Sie ihre Absichten kennen, können Sie auf diese hinarbeiten. Einfach ins Blaue rein zu fantasieren ist wenig hilfreich und führt schnell zu Frustration.
  • Ansprüche festhalten: Diese helfen ihnen dabei, zu klären, welcher Job und zukünftiger Arbeitgeber für Sie die Richtigen sind. Dabei gilt es jedoch auch zu beachten, dass Sie sich Gedanken über die eigenen Ansprüche machen: Was wollen Sie erreichen? Wo soll die Reise hingehen? Welche Opfer sind Sie bereit zu leisten?
  • Konsequenzen klären: Was wird sich nach ihrem Jobwechsel ändern? Rechnen Sie alle Veränderungen mit ein, können Sie die Konsequenzen ihres Handelns besser überschauen. Das gilt für Sie, aber auch für andere Personen wie ihre Familie oder ihren alten Arbeitgeber. Ebenfalls wichtig ist es, sich positive wie negative Aspekte ihres Jobwechsels vor Augen zu führen. Wenn Sie beide Seiten der Medaille kennen, können Sie besser planen.
  • Rückhalt bei ihren Liebsten sichern: Machen Sie sich nichts vor. Wenn sie ihren Job wechseln, verändert sich nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Liebsten. Daher ist es wichtig, diese von den anstehenden Veränderungen zu informieren und mit ihnen zu reden. Sollten Sie wichtige Entscheidungen auf eigene Faust planen und umsetzten, stoßen Sie vielen, ihnen nahestehenden Personen damit vor den Kopf.
  • Das Netzwerke informieren: Aber nicht nur die Familie, der Partner oder Freunde sollten Sie frühzeitig aufklären. Auch ihr Netzwerk von Arbeitskollegen sollte langsam auf die anstehende Veränderung vorbereitet werden. Ein plötzlicher Jobwechsel bringt ihnen wenig Sympathien ein. Außerdem können Sie im Gespräch mit engen Kollegen neue Ideen und Perspektiven in Erfahrung bringen

Bewerbungsunterlagen auffrischen

Ein erster Schritt, um nach der persönlichen Entscheidung Taten folgen zu lassen: Aktualisieren Sie ihre Bewerbungsunterlage. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen sammeln Sie damit alle notwendigen Daten für ihren Lebenslauf. Zum anderen können Sie sich noch einmal ihrer selbst versichern sowie auf ihre Erfolge und Entwicklungen zurückblicken.

Suchen Sie den richtigen Arbeitgeber

Wie und wo wollen Sie in Zukunft arbeiten? Diese Frage lässt sich besonders gut beantworten, wenn man die vorherigen Schritte absolviert hat. Kennt man die eigenen Ansprüche für einen neuen Job, lassen sich diese auf ihre Suche nach einem neuen Arbeitgeber anwenden. Die eigene Recherche sollte aber auch ehrlich sein: Verbiegen Sie sich nicht für den neuen Arbeitgeber. Helfen können ihre Netzwerke. Im eigenen Kollegenkreis lassen sich schnell Vorschläge und mögliche Jobs lokalisieren.

Kündigung erst nach Vertragsabschluss

Erinnern Sie sich kurz zurück: Die Prämisse eines Jobwechsel ist es, die Ruhe zu bewahren. Das gilt auch für die Kündigung beim alten, oftmals ungeliebten Arbeitgeber. Sie sollen keine voreilige Auflösung ihres Vertrages anstreben – vor allem wenn ihre berufliche Zukunft noch unklar ist. Gut Ding will Weile haben: Reichen Sie eine Kündigung erst dann ein, wenn Sie einen neuen Job in Aussicht haben.

Planen Sie die Kündigung richtig

Auch wenn Sie „einfach nur weg wollen“: Die Kündigung muss wie alles bei einem Jobwechsel gut geplant werden. Im Detail sind es viele kleine Schritte wie das richtige Timing, das Einhalten der Kündigungsfrist bis hin zur richtigen Formulierung des Kündigungsschreibens. Auch das Gespräch mit dem Chef und den Kollegen sollte vorher bedacht werden.

Bleiben Sie nett

Apropos Kollegen: Hinterlassen Sie keine verbannte Erde. Auf den ersten Blick mag es verführerisch klingen, ihrem verhassten Chef oder ungeliebten Mitarbeitern endlich mal die Meinung zu geigen. Jedoch hat das auch viele Nachteile: Beim kommenden Branchen-Treff haben Sie einen schwereren Stand und ihre ehemaliger Chef könnte sich negativ über Sie bei ihrem neuen Arbeitgeber auslassen. Besser ist es, alte Feindschaften ruhen zu lassen und mit einem freundlichen, aber bestimmten Abgang für ruhige Gemüter zu sorgen.

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