Ein Bewerbungsvideo will gut geplant sein.

Bewerbungsvideo drehen: So wird die Jobsuche per Video zum Erfolg

Aus der Masse herausstechen: Bei der Jobsuche werden Bewerbungen per Video immer beliebter. Sowohl Bewerber als auch Unternehmen lernen, die Vorteile eines Vorstellungs-Clips zu schätzen. Jedoch ist ein solches Video nicht einmal ebenso angefertigt. Die Vorbereitung und Umsetzung ist entscheidend und nicht immer ganz einfach. Doch mit den richtigen Tipps gelingt jedes Bewerbungsvideo.

Bewerben per Video: In Deutschland hat sich die neuartige Form der Job-Suche immer noch nicht durchgesetzt, obwohl das Internet prädestiniert für die Verbreitung von Film-Inhalten ist. Dennoch gibt es immer wieder Unternehmen, die zusätzlich zur normalen Papier-Bewerbung auch gerne eine Vorstellung per Video-Clip haben möchten. Besonders große Unternehmen wie Lufthansa und Firmen, die in der Medien- und Kreativ-Branche verortet sind, mögen die neuartige Form der Bewerbung. Dafür interessieren sich konservative Arbeitgeber nur selten für einen Job-Gesuch mit bewegten Bildern. Gespräch per Video-Telefonie ist da schon das Höchste der Gefühle. Dennoch kann ein Bewerbungsvideo helfen, Ihnen und Ihrer Bewerbung mehr Nachdruck zu verleihen. Denn der persönliche Eindruck zählt oftmals besonders viel und das ist genau das, was die Clips vermitteln sollen. Im besten Fall ergänzt die Bewerbung per Video das schon bestehende Material aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf und weiteren Unterlagen. Im schlimmsten Fall entwertet es jedoch den eigenen Job-Gesuch. Es ist deshalb wichtig, ein Bewerbungsvideo richtig zu planen und umzusetzen.

Bewerbungsvideo drehen: Diese Möglichkeiten gibt es

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, Ihre Bewerbung mit einem Video zu unterstützen, dann stellt sich eine grundlegende Frage vorab: Wer soll den Clip produzieren? Denn das Drehen eines eigenen Videos ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Ähnlich wie bei einer aussagekräftigen Bewerbung kann man mehrere Arbeitsstunden bis -tage in ein solches Projekt investieren. Wer finanziell die Möglichkeiten hat und Zeit sparen will, ist bei professionellen Anbietern gut aufgehoben. Sie versprechen ein hochwertiges Video, kosten aber dementsprechend. Wer sich selber an sein Bewerbungsvideo wagen möchte, braucht viel Zeit, ein wenig Equipment und die nötige Kreativität. Dafür spart man jedoch auch das Geld.

Geld spielt keine Rolle: Das Bewerbungsvideo vom Profi

Wie überall in der freien Marktwirtschaft hat sich auch für Bewerbungsvideos mittlerweile einen Dienstleistungs-Bereich herausgebildet. Der reicht von kostengünstiger Software, die beim Erstellen und Hochladen des eigenen Videos unterstützt, bis hin zum professionellen Coach und Video-Dreh. Letzteres wird teils von spezialisierten Dienstleistern oder von Fotografen realisiert. Sollten Sie einen Profi engagieren wollen, lohnt es sich vorab zu klären, wie Ihnen dieser hilft und welche Kosten auf Sie warten. Für eine professionelle Lösung von Anfang bis Ende werden ab 250 bis weit über 1000 Euro fällig. Mit entsprechender Software und Online-Portalen sind die Kosten bei Weitem nicht so hoch, jedoch werden Sie auch weniger unterstützt.

Selbst ist der Bewerber / die Bewerberin: Bewerbungsvideo selbst drehen

Wem professionelle Unterstützung zu teuer ist oder wer selbst Hand anlegen möchte / muss, sollte auf das Bewerbungsvideo Marke Eigenbau zurückgreifen. Das zeichnet sich vor allem dadurch aus, das es wesentlich aufwendiger, aber auch viel kreativer sein kann als ein Video vom Profi. Eine gute Vorbereitung ist für ein erfolgreiches Bewerbungsvideo übrigens das A und O.

Folgende Tipps für Bewerbungsvideos sollten Sie beachten:

  • Planen Sie den Clip! Was soll drin vorkommen, was wollen Sie sagen? Diese Fragen sollten sie vorab klären und beantworten. Alle wichtigen Aspekte des Video-Shoots sollten übrigens in einem Drehbuch gesammelt werden. Das hilft Ihnen, den Überblick zu wahren.
  • Überlegen Sie sich, wie lang Ihr Video sein soll. Kurz und knapp ist bei einem Bewerbungsvideo immer besser als lang und breit. Es gilt, die wichtigsten Informationen, in einen Clip der maximal zwei bis drei Minuten lang ist, zu verpacken. Jedoch aufgepasst: Auch der richtige Inhalt ist entscheidend.
  • Was wollen Sie sagen? Eine einfache Wiedergabe Ihres Lebenslaufes ist redundant und sagt nur wenig über Ihre Persönlichkeit aus. Im besten Fall ist ein Bewerbungsvideo eine perfekte Ergänzung zu den klassischen Bewerbungsunterlagen.
  • Wählen Sie Ihr Outfit und die Location. Sowohl Ihre Kleidung als auch der Ort, an dem Sie das Video drehen, sind entscheiden. Das Outfit sollte zum Job passen und so sein, wie es bei einem anstehenden Job-Interview wäre. Beim Ort sind vor allem der Hintergrund sowie die Umgebungsgeräusche entscheiden. Wer vor einem Berg Wäsche filmt und nebenbei Musik laufen lässt, macht einen schlechten Eindruck. Wer hingegen in einer neutralen Büro-Umgebung dreht, kommt professionell rüber.
  • Das richtige Equipment: Es muss nicht immer eine teure Video-Kamera sein. Heutige Top-Smartphones und Foto-Kameras sind oftmals ausreichend, wenn andere Aspekte stimmen. Zum Beispiel das Licht: Einen ausgeleuchteter Raum wirkt professionell und macht Sie besser sichtbar. Weitere wichtige Dinge, die man für einen Dreh braucht, sind Make-up – ja, auch die Männer – und ein Stativ oder eine Ablagefläche für die Kamera.

Mit diesen Tipps gelingt das Bewerbungsvideo

Wer gut vorgeplant hat, muss beim Dreh auf umso weniger achten. Das gilt nicht nur beim Film, sondern auch bei Bewerbungsvideos. Einige Punkte, die es dennoch zu beachten gilt, sobald man vor der Kamera steht, sind hier aufgeführt:

  • Freies Reden versus gelerntem Vortragen: Beide Aspekte haben ihren Sinn. Das freie Reden hebt die Persönlichkeit des Bewerbers hervor und gibt Raum für eine menschliche Vorstellung. Das Vortragen wirkt – sofern gut umgesetzt – professionell und zielstrebig, jedoch auch ein bisschen hölzern. Am Ende sollten Sie je nach Bewerbung entscheiden, welchen Stil Sie vorziehen: Wer bei einer Bank anfangen möchte, sollte auf den Vortrag setzten. Wer hingegen in einer PR-Agentur arbeiten will, darf ruhig frei sprechen.
  • Ebenfalls wichtig sind Blickkontakt und Sprechweise. Beides sollte natürlich wirken, ohne jedoch zu unprofessionell zu sein. Es bietet sich an, die Kamera auf Augenhöhe zu stellen und auf gleicher Ebene wie der Zuschauer zu seien. Außerdem sorgt das für einen neutralen Blickwinkel. Die Sprache muss deutlich und flüssig sein. Oftmals entscheidet die persönliche Redekompetenz darüber, wie sich ein Bewerber gibt. Das kommt gut an und ist ehrlich als eine gespielte Kompetenz.
  • Haltung ist wichtig, aber nicht entscheiden. Grundsätzlich macht es wenig Unterschied, ob Sie stehen oder sitzen. Es sollte zum Video und dem Job passen. Ruhiges und gelassenes Auftreten sind auf jeden Fall Nervosität vorzuziehen. Sollte das beim ersten Anlauf nicht klappen, kein Problem – drehen Sie Szene einfach noch einmal.

Post-Produktion und Video-Format

Wer das Rohmaterial im Kasten hat, kann sich nun an die Nachbearbeitung (auch Post-Produktion genannt) machen. Hier ist entscheidend, dass Veränderungen am Video nicht übertrieben wirken und zum Ton des Clips passen. Es muss auch nicht immer ein geschnittener Film sein, wer fehlerfrei formuliert, kann in einer Aufnahme das komplette Video zustande bringe. Besonders achten sollte man auf mögliche Bild- und Ton-Fehler. Die sind nicht nur störend, sondern wirken auch unprofessionell. Das Video ist fertig, nun muss es nur noch an das Unternehmen beziehungsweise an den zuständigen Bearbeiter geleitet werden. Doch per Mail lohnt es sich nicht, eine so große Datei zu verschicken. Wer seine Bewerbungsunterlagen per Post einsendet, sollte das Bewerbungsvideo auf eine CD oder DVD brennen und beilegen. Bewerben Sie sich online, bietet es sich an, den Clip auf entsprechende Bewerbungs-Plattformen hochzuladen. Aber auch die Veröffentlichung auf YouTube und Vimeo ist denkbar. Dabei jedoch beachten, dass jeder das Video sehen kann. Dank einiger Einstellungen lässt sich das Video jedoch nur ausgewählten Personen per Link zeigen.

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