Kurztest

Vom Fuchs, der zu langsam war, die Gans zu stehlen

Datum: 29.07.2016 | Wertung: 48% | Produkt: Wileyfox Spark
Wileyfox Spark im Test
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Mit der Spark-Reihe legt der britische Hersteller Wileyfox mittlerweile seine zweite Smartphone-Generation vor. Besonders interessant: Statt mit reinem Android kommt es mit Cyanogen OS daher, die kommerzielle Variante des beliebten ROMs CyanogenMod. Noch dazu ist das Gerät für rund 120 Euro zu haben. Ob man für diesen Preis einen ausgefuchsten Performer oder eine lahme Krücke bekommt, zeigt der inside-handy.de-Kurztest.

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Design und Verarbeitung

Obwohl das Wileyfox Spark sich äußerlich in Kunststoff gewandet, macht das Gerät doch einen hochwertigen Eindruck. Die Rückseite des Testgeräts – die schwarze Variante des Spark, es gibt auch eine weiße – fühlt sich samtig an und sieht aus wie feines Sandpapier. Dementsprechend heißt die Farbvariante auch "Sandstone Black". Den Rahmen des Gehäuses bildet ein ebenfalls aus Kunststoff bestehender Rahmen, dieser wirkt jedoch wie aus Emaille und unterstützt dadurch den edlen Gesamteindruck.

Das Dragontrail-Glas, welches den Bildschirm vor schädlichen Einflüssen schützen soll, ist als 2,5D-Glas ausgeführt und fühlt sich an den Rändern angenehm rundlich an. Das Display ist nochmals eingefasst in einen Schutzrahmen aus schwarzem Kunststoff. Dieser soll Kräfte bei einem Sturz vom Glas wegleiten.

Die Rückseite ziert ein großer Wileyfox-Fuchs, der jedoch nicht einfach aufgedruckt ist, sondern in den Rückdeckel eingelassen wurde. In Orange ist darunter das Wort "Wileyfox" zu lesen. Ganz oben auf der Rückseite sind Kamera und Blitzlicht eingebaut, ganz unten befindet sich der Lautsprecher.

Wileyfox Spark: Hands-On

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    Das Wileyfox Spark ist ein Einstiegsgerät mit einem 1,3 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor von MediaTek …
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    … das mit 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB internem Speicher aufwartet.
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Doch nicht nur optisch gefällt das Wileyfox Spark, auch die Verarbeitung wirkt solide. Der Akkudeckel sitzt bombenfest, und auch bei Biegung lässt sich dem Gerät kaum ein Knarzen entlocken. Mit 8,65 Millimetern ist das Gerät außerdem sehr dünn.

Bei Design und Verarbeitung hat das Wileyfox Spark seine Stärken. Auch wenn die Materialwahl nicht die hochwertigste ist, stimmen Haptik und Verarbeitung.

Einzelwertung: 3,5 von 5 Sternen

Display

Das Display des Spark ist 5 Zoll groß und löst mit einer einfachen HD-Auflösung von 720 x 1.280 Pixel auf. Damit bringt es das Wileyfox Spark auf eine Pixeldichte von 294 ppi, was ein eher unterdurchschnittlicher Wert ist.

Wileyfox hat ein kraftvolles Display eingebaut, das eine gute Helligkeit besitzt. Auch die automatische Helligkeitsreglung arbeitet wie sie soll. Die Farben können in den Displayeinstellungen nach den eigenen Vorstellungen angepasst werden. Dies geschieht in der Option "LiveDisplay", die auch einen Nachtmodus bietet, in dem die Blauwerte der Display-Farben reduziert werden, um Schlafstörungen vorzubeugen. Die Anpassung der Farbwerte geschieht dabei nicht wie bei anderen Herstellern über verschiedene Vorgaben, die zur Auswahl stehen, sondern über die direkte Beeinflussung der Rot-, Grün- und Blauwerte des Bildes.

LiveDisplay beim Wileyfox Spark
Bildquelle: inside-handy.de

Insgesamt wirkt die Farbdarstellung etwas kraftlos, dafür sind jedoch die Kontraste ordentlich. Auch die Blickwinkelstabilität ist akzeptabel, hier gibt es wenig zu beanstanden. Auf weitere Besonderheiten verzichtet Wileyfox beim Display dieses preisgünstigen Smartphones erwartungsgemäß.

Auf dem Display des Wileyfox Spark können Inhalte gut abgelesen werden. Es erfüllt somit seinen Zweck, ohne sich besonders hervorzutun.

Einzelwertung: 3 von 5 Sternen

Ausstattung und Leistung

Ein altes Sprichwort besagt, dass es auf die inneren Werte ankommt. Dass diese Redensart nach wie vor zutrifft, zeigt das Wileyfox Spark: Im Inneren des Geräts kommt ein MT6735A aus dem Hause MediaTek zum Einsatz. Dieser Chip bringt vier CPU-Kerne mit, die einen Takt von 1,3 GHz vorgeben und – immerhin – mit einer 64-Bit-Architektur arbeiten. Als Grafikeinheit muss die Mali-T720 von ARM ran. 1 GB Arbeitsspeicher sind knapp bemessen um den Speicherhunger zu stillen, den das Android-Betriebssystem zuweilen an den Tag legt.

Im Benchmark-Test Antutu reichte es mit dieser Ausstattung für 31.906 Punkte. Somit platziert sich das Gerät zwischen anderen Geräten dieser Preisklasse. Das Spark lieferte im Benchmark knapp bessere Resultate als das BQ Aquaris X5 (im Test) und das BQ Aquaris X5 Cyanogen Edition (im Test). Geschlagen geben musste es sich dem Neffos C5 von TP-Link (im Test) sowie dem Sony Xperia E5 (im Test). Die Unterschiede nach oben und unten betragen in diesem dicht besiedelten Feld jedoch nur wenige hundert Punkte.

Soviel zum Benchmark-Test. Der Praxistest sprach jedoch eine ganz andere Sprache. Hier hatte das Gerät regelmäßig mit Aussetzern und Rucklern zu kämpfen. Selbst einfache Animationen der Benutzeroberfläche liefen nicht immer flüssig. Wenn das Gerät unter Volllast arbeitet, friert die Oberfläche mitunter auch mal ganz ein, berappelte sich aber jedes Mal wieder. Eine insgesamt wenig überzeugende Vorstellung, die sich leider auch beim Spielen fortsetzte. Das Testspiel der inside-handy.de-Redaktion, Asphalt 8, kann normalerweise auch mit schwächerer Hardware gut umgehen. Doch besonders bei rasanten Szenenwechseln im Spielgeschehen stieß das Spark an seine Grenzen.

Verbindungsmöglichkeiten des Wileyfox Spark

Feature Vorhanden Funktion

HSPA

▲  Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, Down-max. 21 Mbit/s
HSPA+ ▼  Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, Down-max. 42 Mbit/s
LTE ▲  Mobilfunkstandard, Down-max 150 Mbit/s
USB-OTG ▼  Ermöglicht den Anschluss externer Geräte wie USB-Sticks, Festplatten oder Tastaturen
DLNA ▼  Standard zu kabellosen Übertragung von Medieninhalten, zum Beispiel auf einen Fernseher
NFC ▼  Ermöglicht eine Bluetooth-Verbindung zu einem anderen Gerät durch kurzes Berühren
Kabellose Display-Übertragung ▲  Ermöglicht das kabellose Teilen der Anzeige mit einem anderem Gerät (z.B. Miracast/AirPlay/Google Cast)
MHL ▼  Erlaubt die kabelgebundene Verbindung über die Micro-USB-Schnittstelle zu einem HDMI-Port
Infrarot-Fernbedienung ▼  Ermöglicht den Einsatz als Universal-Fernbedienung
Bluetooth-Version ▲  4.0
WLAN-Standards ▲  802.11 b/g/n (2,4 GHz)
Qi ▼  Ermöglicht das kabellose Laden des Smartphones
Dual-SIM ▲  Ermöglicht den Betrieb von zwei SIM-Karten parallel

Auch bei den Verbindungsmöglichkeiten gibt sich Wileyfox sparsam. Hier hält das Spark nur das Nötigste bereit, auf vieles verzichtet das Einstiegs-Gerät, vielleicht auch zu recht. Der günstige Preis rechtfertigt den Verzicht an dieser Stelle. Zu den Highlights zählen hier die LTE-Unterstützung und die Möglichkeit, zwei SIM-Karten parallel einzusetzen.

Zu wünschen übrig ließ auch die Gesprächsqualität beim Telefonieren im Netz von Telefónica. Weder der Anrufer aus dem Festnetz, noch der angerufene Nutzer des Wileyfox Spark waren mit der Gesprächsqualität zufrieden. Dieser Eindruck manifestierte sich auch beim Zuschalten des Lautsprechers. Der Gesprächspartner klang durch diesen sehr blechern.

Nach einem Tag im Test von inside-handy.de stieß das Gerät zu allem Überfluss auch noch an die Grenzen seines internen Speichers. Dieser ist mit 8 GB äußerst knapp bemessen, zumal die Betriebssystempartition davon bereits die Hälfte einnimmt. Mit 4 GB Speicherplatz kommt weder beim Spielen noch beim Fotografieren Freude auf. Die Verwendung einer Micro-SD-Karte, die den Speicherplatz um maximal 32 GB aufstockt, ist daher fast schon obligatorisch.

Der Titel dieser kleinen Geschichte deutet es bereits an: Ein begabter Rechenkünstler ist der Fuchs nicht. Im Test präsentierte sich das Gerät sehr schwerfällig. Dies ist sicher zum Teil auch der sparsamen Ausstattung mit Arbeitsspeicher anzukreiden, zum Teil hätte Wileyfox aber mit Systemoptimierungen sicher noch etwas heraus holen können. Die Sterne-Wertung spricht hier eine deutliche Sprache – durchgefallen!

Einzelwertung: 1,5 von 5 Sternen

Kamera

Gleich zwei Mal kommt bei Wileyfox' neuestem Smartphone ein 8-Megapixel-Sensor von OmniVision zum Einsatz. Auf beiden Seiten ist hier der OV8865 verbaut, einmal als Selfie-Knipse mit Festfokus-Objektiv und einmal als Hauptkamera mit Autofokus und Blitz. Das macht natürlich neugierig.

Die Bildqualität war bei den Außenaufnahmen zufriedenstellend, hier gelangen besonders im Makrobereich hübsche Aufnahmen. Die Kamerasoftware war angenehm eingestellt, die oftmals festzustellende softwareseitige Überzeichnung der Konturen blieb aus. Im Innenbereich, speziell bei wenig oder künstlichen Licht offenbarten sich dann die Schwachstellen. Mit f/2.2 ist die Blende einfach nicht weit genug geöffnet, um eine entsprechende Lichtmenge auf den Sensor fallen zu lassen.

Kamerabilder des Wileyfox Spark
Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de

Bei Innenaufnahmen ist die Farbsättigung deutlich schlechter als bei Aufnahmen draußen

Standardbilder des Wileyfox Spark
Bildquelle: inside-handy.de

Die Testkarte ist mit Blitzlicht stark überbelichtet

Selfies unterschieden sich trotz des anderen Objektivs in der Qualität nicht von den Aufnahmen der Hauptkamera.

Die Kamerasoftware von Cyanogen OS ist recht übersichtlich gestaltet und bietet neben verschiedenen Fotografie-Modi auch einige Optionen, manuelle Einstellungen vorzunehmen. Auf unnötigen Schischi wie Beauty-Funktionen verzichtet das Betiebssystem allerdings; wer solche Funktionen gerne nutzt, sollte sich im Play-Store nach einer Alternative umsehen – fündig wird man zum Beispiel bei Googles Bildbearbeitungstool Snapseed, das kostenlos angeboten wird.

Die Kameraleistung ist insgesamt im unteren Durchschnitt zu verorten. Für einen schnellen Schnappschuss ausreichend, möchte man seine wertvollen Urlaubserinnerungen doch vielleicht lieber mit einer Kompaktkamera festhalten, die hier deutlich bessere Resultate liefern wird.

Einzelwertung: 2,5 von 5 Sternen

Software und Multimedia

Wie bereits erwähnt, kommt das Wileyfox Spark nicht mit einer herkömmlichen Android-Version daher, sondern nutzt Cyanogen OS, das auf dem beliebten CyanogenMod basiert. Damit gehen zahlreiche Besonderheiten einher. So bietet diese Android-Version sehr viele, sehr feine Einstellungsmöglichkeiten, mit denen sich das Betriebssystem gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Darüber hinaus verfügt das System, das mittlerweile in Version 13 vorliegt und auf Android 6.0 Marshmallow basiert, über einige sehr tiefe Integrationen für Drittanbieter-Apps. Diese werden von Cyanogen Mods genannt. Das Unternehmen proklamiert gar die Post-App-Ära, denn Zusatzfeatures sollen künftig dort zu finden sein, wo man sie erwartet.

Ein solche Mod ist beispielsweise die Integration des Anrufererkennungsdienstes Truecaller in die Telefon-App des Systems. In den Vereinigten Staaten ist außerdem Cortana von Microsoft mit an Bord. Die smarte Assistentin, die vor allem von Windows-Smartphones und aus Windows 10 auf dem Desktop bekannt ist, hat mittlerweile zu Android "rüber gemacht" und macht es sich auf Cyanogen OS so richtig gemütlich. In Deutschland muss man jedoch vorerst ohne digitale Assistenz auskommen, oder sich auf die Dienste von Google verlassen.

Ein weiteres Beispiel für einen Mod ist die Integration von Skype in die Telefon-App. Auch dies kennen Windows-Nutzer bereits, und ja, Microsoft hat bei Cyanogen seine Finger im Spiel. Mods sind ein interessantes Konzept, und es wird spannend zu sehen sein, wo die Reise hin geht.

Doch ganz so weit gehen die Verheißungen der Post-App-Ära dann doch noch nicht und Cyanogen OS liefert deshalb beispielsweise auch eine E-Mail- und Kalender-App von Boxer mit, die mehr können soll, als die Standard-Apps, die Google sonst mitliefert. Vor allem dürfte dies jedoch Geschmacksache sein. Die Google-Dienste nebst Play-Store stehen auf dem Wileyfox Spark übrigens ebenso zur Verfügung. Dadurch kommt es zu einigen Doppelungen, was die Software-Ausstattung anbelangt.

Auch optisch lässt sich Cyanogen OS stark anpassen. Ein Theme-Store liefert Vorschläge, doch der eigenen Gestaltung sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Benutzeroberfläche des Wileyfox Spark
Bildquelle: inside-handy.de

Die Oberfläche von Cyanogen OS lässt sich über Themes anpassen

Einen eigenen Musik-Player bietet Cyanogen OS nicht, hier muss auf Google Play Music oder eine beliebige andere App aus dem Play-Store zurückgegriffen werden. Mit AudioFX verfügt das System jedoch über eine sehr potente Klangverbesserungs- und Equalizer-Software, die allen Apps zur Verfügung steht, also zum Beispiel auch Musikstreaming-Apps wie Deezer. Mit einem entsprechenden, qualitativen Headset – im Lieferumfang des Geräts findet sich gar keins – lässt sich dem Wileyfox Spark so ein guter Klang entlocken.

In Cyanogen OS steckt viel Potenzial, das sich mit potenterer Hardware entfesseln ließe. Leider entpuppt sich die Leistung des Spark hier als große Bremse – so macht das durchdachteste Android-System keinen Spaß!

Einzelwertung: 3 von 5 Sternen

Akku

Das leidige Thema Energieversorgung liefert prompt die nächste Enttäuschung. Der Akkutest von inside-handy.de hat dem Stromspeicher des Geräts stark zugesetzt, sodass nach einem achtstündigen "Arbeitstag" im Testparcours von inside-handy.de nur noch auf 26 Prozent Akkuladung verblieben. Der Test der Redaktion umfasst neben einem 30-minütigen Telefonat auch 30 Minuten Videostreaming via YouTube in HD, 30 Minuten Musikstreaming sowie eine 30-minütigen Partie Asphalt 8. Außerdem wird auch der Antutu-6-Benchmarktest durchgeführt und die diverse Fotos und Videos werden aufgenommen und in einen Cloud-Speicher hochgeladen. Zwischenzeitlich wird das Telefon natürlich auch genauestens unter die Lupe genommen und erkundet.

Es folgt eine 16-stündige Standby-Phase, in der das Wileyfox Spark fast alles der gespeicherten Energie aufzehrte. Nach 24 Stunden standen somit nur noch 1 Prozent der Akkuleistung von 2.200 mAh zur Verfügung, was ein klarer Fall für das sofortige Aufsuchen einer Steckdose ist.

Akkutest des Wileyfox Spark
Bildquelle: inside-handy.de

Der Fairness halber sei angemerkt, dass das Gerät gemäß der Werkseinstellung nicht automatisch in den Energiesparmodus gewechselt ist. Dies kann bei Akkuständen von 15 oder 5 Prozent aktiviert werden. Doch selbst mit dieser Einstellung wäre das Ergebnis des Akkutests nicht weniger niederschmetternd gewesen. Zugute halten kann man dem Wileyfox Spark immerhin, dass der Akku austauschbar ist.

Nach dem Leistungsdebakel offenbart sich hier der nächste Totalausfall des Wileyfox Spark. Neben einer Speicherkarte sollten sich zumindest Vielnutzer dieses Smartphones somit auch eine Powerbank anschaffen, aus der sie das Gerät unterwegs aufladen können, wenn mal keine Steckdose in der Nähe ist.

Einzelwertung: 1,5 von 5 Sternen

Fazit

Wileyfox liefert mit dem Spark ein Einsteigergerät, das sich bei näherer Betrachtung jedoch als typische Mogelpackung erweist – außen hui, innen pfui. Sowohl Design und Verarbeitung als auch Software und Multimedia sind die Stärken des Smartphones; also das, was auf den ersten Blick zu sehen ist. Verbringt man einige Zeit mit dem Handy, offenbaren sich jedoch nach und nach seine Schwächen. Zu diesen zählen Ausstattung und Leistung sowie der Akku. In diesen Disziplinen hat Wileyfox alles andere als ins Schwarze getroffen. Mit Ach und Krach konnten knapp 50 Prozent erreicht werden, dies reicht für 2,5 von 5 Sternen. Dies macht das Wileyfox Spark zum schlechtesten Handy, das inside-handy.de je getestet hat.

Die Redaktion von inside-handy.de rät selten pauschal vom Kauf eines getesteten Smartphones ab, denn meistens gibt es Zielgruppen, die mit den Schwächen der entsprechenden Produkte gut leben können. In diesem Fall kann jedoch keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden, obwohl das Gerät zunächst einen vielversprechenden Eindruck hinterlassen hatte. Während des Tests zeigte sich allerdings, dass der Funke beim Spark einfach nicht übersprang.

Testsiegel des Wileyfox Spark

Gesamtwertung: 2,5 von 5 Sternen (≈ 48 Prozent)

Pros des Wileyfox Spark

  • Cyanogen OS
  • Akku austauschbar

Contras des Wileyfox Spark

  • Wenig leistungsfähige Hardware; wenig Arbeitsspeicher
  • Interner Speicher sehr knapp bemessen
  • Akku unterdimensioniert

Preis-Leistung

Normalerweise würde man ein Gerät zum Preis von nicht einmal 120 Euro in puncto Preis-Leistung noch empfehlen, selbst wenn es nur 2,5 von 5 Sternen hat. Doch um das Wileyfox Spark sinnvoll einsetzen zu können, benötigt man eine Micro-SD-Karte, die nochmals mit mindestens 10 Euro zu Buche schlägt. Wenn man vor hat, das Gerät intensiv zu nutzen, ist außerdem eine Powerbank ratsam. Auch hier ist man ab 10 Euro dabei, kann aber für ein größeres Modell, das den Akku mehr als einmal auflädt, durchaus auch mehr bezahlen. Man kann so durchaus in den Bereich über 150 Euro rutschen, was einfach zu viel für ein solch mager ausgestattetes Gerät ist. Deshalb auch hier keine Kaufempfehlung von der inside-handy.de-Redaktion.

Alternativen

Um sinnvolle Alternativen zum Wileyfox Spark zu empfehlen, müssen verschiedene Szenarien betrachtet werden. Sucht man beispielsweise explizit nach einem Gerät mit Cyanogen OS, lohnt sich ein Blick auf die folgenden Geräte:

Ist man einfach auf der Suche nach einem günstigen Android-Smartphone für um die 120 Euro, sind folgende Geräte eine Alternative:

Autor: Stefan Winopal

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