Test des Toshiba TS-921

22 Minuten

Toshiba ist am europäischen Mobilfunkmarkt sehr selten geworden. Das letzte Gerät erschien gegen Ende 2002 bei E-Plus als zweites i-Mode Handy in Deutschland. Nun möchte der Hersteller mit dem TS921, welches speziell für Vodafone entwickelt wurde, den UMTS Markt für sich bestimmen und zugleich ein neues Image in Europa aufbauen. Das TS921 hat sogar sehr gute Chancen dazu, denn es ist mit seiner 1,92 Megapixel-Cam, seiner Bluetooth-Funktionalität und seinem MP3-Player sehr gut ausgestattet und lässt dank seiner zahlreichen Funktionen vielleicht auch Business Herzen höher schlagen. Ob das Gerät auch in der Praxis überzeugt, zeigt unser Test.Geliefert wird das TS921 in einem bunten, aber Vodafone typischen gehaltenen Karton. Öffnet man diesen, findet man obenliegend ein 321 seitiges Benutzerhandbuch, welches sehr ausführlich geschrieben wurde. Darunter befindet sich ein hochwertiges Stereo Headset, ein Ladegerät, ein Videokabel um das Handy mit dem TV zu verbinden, ein Li-lon Akku, eine 32 MB SD-Karte und natürlich das TS921. Hier noch einmal der Lieferumfang aufgelistet:

  • Toshiba TS-921
  • 1000 mAh Li-lon Akku
  • Bedienungsanleitung
  • Ladegerät
  • Videokabel
  • 32 MB SD-Karte mit Vodafone Logo
  • Stereo Headset mit zwei Schaumstoffüberzügen
Toshiba TS921 - Lieferumfang

Leider lag dem Testgerät weder eine Software zum synchronisieren von Daten, noch ein Datenkabel bei. Laut unseren Informationen soll beides aber bei Vodafone im Lieferumfang enthalten sein.

Toshiba TS921 - draufsicht
Toshiba TS921 - Kamera

Nimmt man das Gerät aus der Verpackung merkt man sofort, dass das TS921 mit seinen 148 g kein Leichtgewicht am heutigen Mobilfunkmarkt ist. Auch die Größe ist mit seinen 102 x 50 x 26 mm eher mit einem nicht klappbaren Mobiltelefon zu vergleichen. Trotzdem liegt das Gerät aber sehr gut in der Hand. In der Hosentasche wirkt das Toshiba etwas schwer und sperrig, ist aber dennoch im zumutbaren Bereich.

Das einsetzen von Akku und SIM-Karte erweist sich als etwas schwierig, da nicht sofort erkennbar ist, wie man den Akkudeckel entfernt. Erst ein Blick in die Gebrauchsanweisung löst das Rätsel. Man muss den Akkudeckel unter der Kamera etwas herunterdrücken und gleichzeitig schieben. Hier hätte Toshiba lieber eine „Push“ Bezeichnung, anstatt ein großes Vodafone Logo auf dem Akkudeckel verewigen sollen. Die SIM-Karte wird nun einfach in die Vorrichtung eingeschoben. Dies geht ganz leicht und auch das einsetzen des Akkus ist kein Problem. Gut ist, dass der Hersteller die Akkukontakte extra geschützt hat. Somit kommt es nicht mehr vor, dass man aus versehen eines der empfindlichen Teile verbiegt oder gar abbricht. Das Aufsetzen des Akkudeckels geht ebenfalls leichter als das entfernen. Dieser wird nun einfach eingeschoben, bis es leise klickt. Die SD-Speicherkarte wird seitlich am Gerät eingeschoben. Dazu muss man den Plastikschutz mit dem SD Aufdruck nach rechts aufklappen und die SD Karte mit den Kontakten nach unten reindrücken bis diese hörbar einrastet.

Das Gehäuse des Toshiba besteht aus sehr stabilem Plastik, der das Telefon sehr hochwertig erscheinen lässt. Leider wurde komplett auf Metallverzierungen verzichtet, was aber nicht sonderlich stört. Einzig, was man Toshiba vorwerfen könnte ist, dass das Material sehr anfällig für Fingerabdrücke ist.

Die Verarbeitung vom Gehäuse ist ebenfalls in Ordnung. Der Akkudeckel sitzt sehr fest und auch sonst nimmt man nirgends ein knarzen wahr. Das Displayteil lässt sich dank dem drehbaren Scharnier nach rechts drehen. Dies erlaubt es, das große Display außen als Sucher für die Kamera zu nutzen. Allerdings gibt das Scharnier zu leicht nach, sodass sich das Displayteil schon beim leichten drücken bewegt und somit im zugeklappten Zustand Kratzer verursachen könnte. Das Displayglas des Außendisplays könnte auch gut als Spiegel durchgehen, da es mit einem leicht reflektierenden Überzug versehen wurde.
Wie bei jedem Gerät, welches speziell für Vodafone hergestellt wurde, findet man zahlreiche Brandings auf der Schale. Zum einen das bereits angesprochene Vodafone Logo auf dem Akkudeckel, sowie ein kleines Symbol auf dem Scharnier, ein Vodafone Schriftzug auf dem Displayteil und unter der Tastatur.
Vor absetzenden Staub braucht der Nutzer keine Angst haben, da die einzelnen Teile so dicht aneinander verbaut sind, dass dort nichts eindringen kann. Auch zwischen den einzelnen Tasten der Tastatur sind die Spaltmaße so gering, das sich nichts ansammeln kann.

Toshiba TS921 - größenvergleich

Die Anschlüsse für das Ladegerät und das Headset sind sehr gut durch Plastikklappen geschützt worden. Dies ist vor allem dazu da, um die empfindlichen Anschlüsse vor Staub und Dreck zu schützen. Da diese Schutzklappen fest verankert sind, können diese nicht so leicht verloren gehen. Leider hat Toshiba auf eine Klinkenbuchse für das Headset verzichtet, was sich als ärgerlich erweisen könnte, wenn das mitgelieferte mal kaputt geht. Somit bleibt nur die etwas teurere Nachbestellung beim Kundenservice von Vodafone. Sowohl das Headset als auch das Ladegerät lassen sich schnell einstecken und entfernen.

Toshiba TS921 - aufgeklappt
Toshiba TS921 - aufgeklapptDie äußeren Tasten sind für die Kamera gedacht. Im zugeklappten Zustand kann man so, einfach durch Drücken der gekennzeichneten Kamera-Taste, sein Fotoshooting beginnen. Dazu muss man aber das Innendisplay nach außen klappen, da das Außendisplay nicht als Sucher für die Kamera zuschaltbar ist. Zudem gibt es noch eine Menü-Taste, mit der man seine Kamera-Einstellungen tätigen kann ohne die innere Tastatur zu verwenden. Ausgewählt werden die einzelnen Menüpunkte durch drücken der Wipptaste, die im Telefonat auch als Regler für die Hörerlautstärke dient.

Bei der Innentastatur hätte Toshiba ruhig die Zifferntasten etwas größer gestalten können. Der Platz dazu wäre jedenfalls da gewesen. So muss sich der Nutzer leider mit etwas kleineren Ziffertasten zufrieden geben. Menschen mit größeren Fingern könnten leicht einige Probleme beim tippen einer SMS bekommen, da man öfters unabsichtlich zwei Tasten gleichzeitig drückt. Die Rufannahme-Tasten sind hingegen etwas größer als die Zifferntasten und lassen sich somit zielsicher bedienen. Zwischen den Rufannahme-Tasten befindet sich eine passend gekennzeichnete Taste, mit der man bei kurzem Drücken in die Kamera gelangt. Hält man die Taste zwei Sekunden gedrückt, gelangt man in den Camcorder.

Darüber befindet sich das große Steuerkreuz. Dieses dient dazu, um in allen Richtungen durch das Menü zu navigieren. Die mittlere Taste dient, sowohl als Menü-Taste, als auch zum Bestätigen von Einstellungen. Links daneben findet man den Softkey, mit dem man im Standby-Modus zu den Kurznachrichten gelangt. Das zuweisen von anderen Anwendungen ist leider nicht möglich. Die untere Taste ist für die Videotelefonie zuständig. Man kann dort seine Einstellungen für das Videotelefonat vornehmen und auch nach Eingeben der Nummer einen Videoanruf starten. Auf der rechten Seite neben dem Steuerkreuz befindet sich unten eine Taste, mit der man geöffnete Programme aufrufen kann. Dies ist die sogenannte Taskfunktion. Der rechte Softkey führt wie immer ins Vodafone Live Portal. Im Menü hingegen kann man mit dieser Taste eine Menüebene zurück gelangen. Der Druckpunkt der Innentastatur ist in Ordnung.Toshiba TS921 - von obenHier konnte das Testgerät nicht so ganz überzeugen. Bei Telefonaten war der Gesprächspartner zwar laut und deutlich zu hören, wurde jedoch nach einer Weile immer mehr durch Störungen getrübt. Diese Störungen beliefen sich auf immer stärkeres Rauschen und ein abgehacktes Hören beider Seiten. Zweimal kam es dabei sogar zum Gesprächsabbruch, obwohl das Netz gut versorgt war. Zudem erwärmt sich das Telefon nach einiger Zeit im Bereich der Tastatur. Dies ist zwar bei UMTS Telefonen normal, kann aber auch etwas Sorge hervorrufen. Die Hörerlautstärke lässt sich während eines Telefonats mit der seitlich befindlichen Wipptaste regeln. Zudem dient auch das Steuerkreuz zum verändern der Lautstärke.

Videotelefonate überzeugten hingegen mehr. Es kam nur selten zu neuen Bildaufbauten. Auch der Empfang war absolut zufrieden stellend. Selbst in älteren Gebäuden war der Empfang noch fast voll.Toshiba TS921 - AußendisplayDas Außendisplay informiert den Nutzer über Empfangsstärke, Akkuladung, Uhrzeit und verpasste Anrufe. Zum Einsatz kommt hier laut Hersteller ein 1,0 Zoll TFT-Display mit 112 x 112 Pixel. Es ist zwar schön hell beleuchtet, überzeugt aber nicht so ganz an Farbbrillanz. In der Sonne kann man das Außendisplay ohne größere Probleme ablesen. Einzig das Displayglas spiegelt dabei ein wenig.

Das Innendisplay ist hingegen ein echter Hingucker. Zum Einsatz kommt hier ein 48,8 x 36,6 mm großes TFT-Display mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel. Die Helligkeit und die Farbbrillanz sind vorbildlich und lassen so manche Konkurrenz hinter sich. Einzig in der Sonne macht das Innendisplay keinen wirklich guten Eindruck. Die Farben werden blass und kaum lesbar.

Bei beiden Displays lassen sich sowohl der Kontrast, als auch die Leuchtstärke einstellen. Für die Leuchtstärke stehen jeweils Hell und Dunkel zur Auswahl. Auch das Einstellen von Hintergrundbildern ist kein Problem. Bilder die auf der Speicherkarte gespeichert sind und als Hintergrund verwendet werden, werden allerdings automatisch auf das Telefon kopiert. Bei größeren Fotos kann man sich beim Außendisplay einen Ausschnitt anzeigen lassen. Dazu wird einfach ein virtueller Ausschnitt in der Original Größe des Außendisplays mit dem Steuerkreuz in die gewünschte Position gebracht und ausgewählt. Als Startanimation steht nur das Vodafone Logo zur Auswahl. Dieses ist leider auch nicht veränderbar.

Toshiba TS921 - KameraAls Kamera kommt eine 1,92 Megapixel-Linse zum Einsatz. Diese erlaubt es, Bilder bis zu einer Größe von 1600 x 1200 Pixel aufzunehmen. Der Sucher reagiert sehr schnell und ist dank dem großen QVGA-Display sehr detailreich. Auch die Auslösezeit ist mit weniger als einer Sekunde vollkommen annehmbar. Die Bilder werden sofort, wahlweise auf dem Telefon oder auf der Speicherkarte, gespeichert. Ist der Sucher aktiviert, zeigt er die momentan aktivierte Aufnahmegröße, die Helligkeit und sogar die Anzahl der noch aufnehmbaren Fotos an. Für Selbstportraits geht man einfach ins Kameramenü und wählt unter Selbstansicht die interne Kamera aus. Diese erlaubt es aber nur, Bilder bis zu einer Größe von 320 x 240 Pixel aufzunehmen. Dies ist also nur empfehlenswert, wenn die Bilder als MMS weitergeleitet werden.

Für Aufnahmen steht dem Nutzer ein 12facher Digitalzoom zur Verfügung. Dieser lässt sich aber erst bei einer geringeren Aufnahmegröße von 1280×1024 dazu schalten. Umso höher man den Zoom einstellt, umso geringer wird allerdings die Endqualität der Fotos. Wer Nahaufnahmen tätigen will, kann dies dank dem internen Makro-Modus getrost tun. Selbst Bilder mit einem sehr geringen Abstand werden durchaus brauchbar. Für Nachtaufnahmen hat Toshiba ein Flashlicht integriert, welches es erlaubt die Fotos sogar bei geringem Umgebungslicht aufzunehmen.

Videos können mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel, bei 15 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Dies ist momentan die höchstmögliche Auflösung in einem Handy. Gut ist zudem, dass Videos in unbegrenzter Länge aufgenommen werden können. Um die Audioaufnahme dabei so verständlich wie möglich zu halten, hat das Toshiba neben der Kameralinse ein zweites Mikrofon eingebaut. Die aufgenommenen Videos laufen weitgehend flüssig und der Sound ist klar und deutlich zu hören.

Toshiba TS921 - Bild aufnehmen

Ein weiteres nettes Goodie ist die Möglichkeit, QR- Codes einzuscannen. Diese Codes werden hauptsächlich für Visitenkarten verwendet und enthalten Adressdaten und sonstige Informationen. Der Scanner wurde ebenso getestet. Er arbeitet sehr zuverlässig. Nur selten kommt es zu Abbrüchen während eines Scanvorgangs.

Toshiba TS921 - Hintergrundbild
Toshiba TS921 - Menü
Toshiba TS921 - Spiel
Toshiba TS921 - Kallender
Toshiba TS921 -
Toshiba TS921 - Videoanruf
Toshiba TS921 - Hintergrunfbild
Toshiba TS921 - Verbindungen
Toshiba TS921 - Hintergrundbild

Wie bei vielen Vodafone-Geräten kommt auch hier ein Icon Menü zum Einsatz. Leider hat Vodafone wie immer seine rote Firmenfarbe verschmelzen lassen. Das Menü ist zwar schön bunt, reizt aber die Qualitäten des Displays nicht voll aus. Das Icon Menü beinhaltet folgende Menüpunkte:

  • Spiel und Spaß
  • Vodafone Live
  • Media Player
  • Nachrichten
  • Kamera
  • Mein Telefon
  • Organizer & Tools
  • Kontakte
  • Einstellungen

In Spiel und Spaß befinden sich alle Java Applikationen und Games. Programme können leider nur über das WAP herunter geladen werden. Zum Einsatz kommt hier die Java MIDP 2.0 Version, welche natürlich auch volles 3D-Gaming unterstützt.

Klickt man auf Vodafone Live, kommt man ins WAP-Menü. Dort kann man seine gewünschte URL eingeben oder auch direkt ins Vodafone Live Portal gehen. Zudem befinden sich hier auch die Einstellungen des WAP 2.0 Browsers.

Im Media Player kann man seine Videos und MP3-Sounds abspielen. Für die Wiedergabe von Audiodaten werden AAC und MP3-Sounds unterstützt. Die Wiedergabe erfolgt wahlweise über die Stereolautsprecher oder über das Stereoheadset. Letzteres ist auf jeden Fall angenehmer, da die internen Lautsprecher nicht gerade lautstark sind. Die Wiedergabequalität ist allerdings bei beiden absolut hochwertig. Wer mehrere Musikstücke auf der Speicherkarte hat, der kann sich eigene Playlisten erstellen. Schade ist jedoch, dass man den MP3-Player nicht im Hintergrund laufen lassen kann. Wer also einen Blick auf seine Termine werfen will, muss erst die Wiedergabe stoppen und den Media Player verlassen. Wer allerdings während der Wiedergabe das Telefon zuklappt, der kann problemlos mit der äußeren Wipptaste durch seine Songs zappen. Die Wiedergabe von Videos werden als MP4-Dateien unterstützt. Leider ist das anschauen in Vollbild dabei nicht möglich.
Absolut fehl am Platz sind zusätzliche Internetfeatures, die sich in diesem Menüpunkt befinden. Die zuletzt besuchten Internetseiten und die Liste der Favoriten hätten sich im Vodafone Live-Menü sicherlich wohler gefühlt.

Für das lesen oder verfassen einer SMS begibt man sich einfach ins Nachrichten-Menü. Möchte man eine Nachricht erstellen, wird erst einmal gefragt ob man eine MMS, SMS oder MMS-Postkarte versenden möchte. Letzteres hätte man auch vor dem Versenden einer MMS abfragen können. Geht man nun auf SMS kommt man sofort in die Nachrichteneingabe. Die Eingabe einer Nachricht ist recht einfach. Die Null dient als Leerzeichen und die „Raute“-Taste als Wortauswahl des Wörterbuches. Zudem kann man über diese Taste Sonderzeichen hinzufügen. Hält man die Sterntaste einen kleinen Moment gedrückt, springt das Handy vom lernbaren T9 Modus zum ABC Modus um. Ein kurzes Drücken verändert die Größe der Buchstaben und erlaubt auch das Schreiben von Zahlen. Ist man mit der Eingabe der Nachricht fertig, drückt man einfach den Ok-Knopf im Steuerkreuz. Nun wird gefragt, ob man eine Rufnummer aus dem Telefonbuch suchen möchte. Man kann allerdings auch manuell eine Nummer eingeben. Ist man damit fertig braucht man die Eingabe nur noch bestätigen. Nun wird die SMS versendet.
MMS können bis zu einer maximalen Größe von 300 KB versendet werden. Dies ermöglicht auch das Verschicken größerer Videos und Bilder. Wer keine Lust hat eine MMS zu verfassen, der kann sich eine der drei Vorlagen aussuchen. Das versenden selbst geht, dank UMTS, recht zügig.

Wer viele E-Mails versendet und empfängt, der wird sich mit dem TS921 wohl fühlen. Denn es werden SMTP, POP3 und IMAP Konten unterstützt. Das erstellen von E-Mail Konten geht einfacher als bei manch anderen Geräten. Diese werden einfach unter Nachrichten und Einstellungen erstellt.

Im Menüpunkt der Kamera kann man eine Videoaufnahme oder auch ein Fotoshooting starten. Zudem kann man hier auch die Aufnahmegrößen verändern. Für Bilder stehen dazu folgende Größen zur Auswahl: 96 x 128, 112 x 112, 120 x 160, 144 x 176, 240 x 320, 640 x 480, 1024 x 768 und 1600 x 1200. Zudem kann man hier auch Bildeffekte zuschalten. Neben Sepia und Negativ stehen dem Nutzer noch Relief und Schwarzweiß zur Auswahl. Gut ist, dass man die Bildeffekte auch in Videos dazuschalten kann. Die Veränderung der Videoauflösung ist leider nicht möglich.

In „Mein Telefon“ kann man sich seine Videos, Bilder, Sounds und sonstige Dokumente betrachten. Geht man auf Bilder, kann man diese auch problemlos bearbeiten. Dazu geht man einfach auf „Optionen“ und „Fortgeschritten“. Dort kann man unter anderem Rahmen hinzufügen, Texte eingeben, Stempel einfügen und sogar Bilder miteinander verknüpfen.
Beim Betrachten von Videos fällt auf, dass man dieses nicht als Vollbild betrachten kann. Schade, denn besonders bei dem großen Display würden Vollbild-Videos sehr gut zur Geltung kommen.
Merkwürdig ist, dass sich auch hier nochmals SMS- und MMS Vorlagen befinden. Auch den Weg zu den Programmen und Spielen gibt es hier nochmals.

Unter Organizer und Tools befinden sich natürlich alle wichtigen Funktionen. Neben dem Kalender, dem Taschen- und Währungsrechner und dem Alarm findet man hier auch eine vollwertige Weltuhr, einen Countdown-Timer und einen Notizblock. Wer Bange um seine Termineinträge und seine gespeicherten Kontakte hat, der kann unter „Sichern“ ein Backup auf der Speicherkarte erstellen. Auch das Wiederherstellen von Daten ist kein Problem.

Im Telefonbuch können bis zu 500 Kontakte gespeichert werden. Neben drei Rufnummern, der vollständigen Postadresse, drei E-Mail Adressen und einem Anruferfoto kann man zudem noch eine Notiz pro Kontakt eingeben. Auch das externe Synchronisieren mit einem Server ist kein Problem.

Geht man auf Einstellungen, findet man hier neben den Profilen und den anderen Telefontypischen Einstellungen auch den Zugang zum Bluetooth und IrDa-Port.

Im Allgemeinen ist das Menü sehr übersichtlich und auch meist logisch gestaltet worden. Es gibt nur kleine Schönheitsfehler, wie z.B. die doppelten Einträge in den verschiedenen Menüpunkten und Bezeichnungen wie „Fortgeschritten“ um in die Bildbearbeitung zu gelangen. Einzig was etwas nervraubend ist, sind die Vodafone-Einträge die fast immer ohne Rückfrage ins WAP führen. Diese sind leider fast überall zu finden. Das Design der Menüstruktur kann man leider nicht ändern.

Das Ändern der Schriftgröße im Menü ist leider auch nicht möglich. Dies ist aber auch nicht notwendig, da die Schriften überall recht groß dargestellt werden.

Soundmäßig macht das TS921 ganz schön was her. Zum Einsatz kommt hier ein 64-stimmiger Chip, der Midi, MMF und XMF-Dateien als Klingelton erlaubt. Dank dem Stereolautsprecher kommen Klingeltöne sogar noch besser zur Geltung. Einzig die Wiedergabe ist im Vergleich zu anderen Geräten etwas leise. Wer also viel in lauten Umgebungen unterwegs ist, sollte sich den Vibrationsalarm dazu schalten. Dazu stehen mehrere Vibrationstakte zur Auswahl. Neben langem oder pulsierendem Vibrieren kann man ihn auch direkt zum Takt des Ruftons schalten. Dieser ist in allen Versionen deutlich spürbar und angenehm leise. Wer seine MP3-Sounds als Rufton verwenden möchte, wird enttäuscht sein. Denn Vodafone hat diese Funktion leider deaktiviert. Standardmäßig stehen 20 Klingeltöne zur Auswahl. Diese können beliebig erweitert werden.

Die Tasten kann man durch längeres Drücken der „Stern“-Taste sperren. Zu bemängeln ist jedoch, dass man während einer aktiven Tastatursperre keinen Notruf tätigen kann. Dazu muss man erst wieder die Tastensperre durch langes Drücken der „Stern“-Taste deaktivieren.Toshiba TS921 - Anschlüsse und schnittstellenToshiba hat seinem Neuling neben IrDa auch Bluetooth spendiert. IrDa kann sowohl für das senden und empfangen von Daten, als auch für die externe Benutzung mit dem Notebook verwendet werden. Bluetooth steht hingegen nur eingeschränkt zur Verfügung. Das heißt, der Empfang von Daten ist nicht möglich. Einzig der Versand von Daten und die Nutzung eines Bluetooth-Headsets wird unterstützt. Die Verbindung zum PC ist mit IrDa, Bluetooth und USB-Datenkabel möglich.
Gut ist, dass man Daten auf einem Server speichern kann. Dies ist besonders hilfreich, wenn man das Telefon auch privat benutzt und andere damit hantieren.
Die Synchronisation mit Outlook und Sync ML ist ebenfalls gegeben.

Toshiba TS921 - schräg von oben
Toshiba TS921 - schräg von oben

Leider bietet das TS921 weder Sprachwahl noch Sprachsteuerung, was natürlich die Nutzung im Fahrzeug erschwert. Dafür stehen aber bis zu neun Kurzwahltasten zur Auswahl.
Während eines Gespräches kann man problemlos die Sprachaufzeichnung einschalten. Diese ist aber leider nur auf eine Minute begrenzt. Auch das Freisprechen ist dank der internen Freisprecheinrichtung gegeben. Allerdings ist diese ziemlich leise.
Das Umschalten auf andere Teilnehmer ist sehr einfach. Dazu braucht man nur auf den rechten Sofkey zu drücken und im Gesprächsmenü den Menüpunkt „Halten“ auswählen.

Wie bereits erwähnt bietet das TS921 einen vollwertigen Terminkalender. Der Kalender lässt sich in einer Tages-, Wochen-, oder Monatsansicht anzeigen. Möchte man einen Termin eintragen, muss man einfach in den Optionen auf „Neuen Termin“ gehen. Dort kann man nun die Bezeichnung, den Starttermin, den Alarm und den Ort eingeben. Zudem stehen noch 128 Zeichen für eine Notiz zur Verfügung. Der Termin ist einmalig, wöchentlich, monatlich oder auch jährlich wiederholbar. Laut Toshiba ist der Speicher für Termine und auch SMS dynamisch. Somit wird man selbst bei vielen Einträgen nicht in den Engpass gelangen. Wer seine Termine im Flugzeug aufrufen möchte kann auch dies tun. Denn dazu steht ein Flugzeugmodus zur Auswahl. Diese Funktion erlaubt es, das Telefon auch ohne GSM Empfänger zu nutzen. Die SIM-Karte muss aber trotzdem eingelegt sein.

Wer sich gern wichtige Ereignisse notiert, brauch nur auf den Notizblock zu gehen. Dort stehen 20 Einträge mit je 256 Zeichen zur Verfügung.
Der Taschenrechner ist ebenfalls sehr leicht zu bedienen. Neben den Standardfunktionen kann man auch Wurzeln ziehen und auch Steuersätze berechnen. Zudem steht auch ein Währungsumrechner zur Auswahl.
Wer beruflich oder auch privat sehr viel in anderen Ländern unterwegs ist, kann auf die integrierte Weltuhr zurückgreifen. Dort kann man eine von 30 verschiedenen Städten auswählen. Zu seiner Heimatstadt kann man noch eine alternative Stadt einspeichern. Unter jeder Stadt wird die derzeitige Uhrzeit und der Zeitunterschied angezeigt.

Toshiba TS921 - seitlich liegend
Toshiba TS921 - seitlich liegend

Auch für das tägliche Wecken ist gesorgt. Es können bis zu sieben verschiedene Weckzeiten eingespeichert werden. Diese können einmalig, täglich oder auch nur an bestimmten Wochentagen Alarm schlagen. Es können die vorgespeicherten oder auch herunter geladene Sounds verwendet werden.
Der Countdowntimer lässt sich auf eine bestimmte Zeit einstellen. Ist diese abgelaufen, schlägt das Telefon Alarm. Dies ist unter anderen hilfreich, wenn man eine Aufgabe zu einer bestimmten Zeitvorgabe schaffen möchte.

Wie fast jedes Handy, welches heutzutage auf dem Markt kommt, bietet auch das TS921 Java. Hier kommt die aktuelle MIDP 2.0 Version zum Einsatz. Diese erlaubt es, aufwendigere Programme und Spiele zu nutzen. Bei der Lieferung sind drei Spiele vorinstalliert. Bei allen handelt es sich aber nur um Demo-Versionen von Vodafone. Diese sind entweder zeitlich oder auf eine bestimmte Anzahl an Runden begrenzt. Neben zwei relativ bekannten Spielen, steht hier auch ein 3D-Game zur Auswahl. Bei X-Treme Air Snowboarding geht es darum, hohe Sprünge mit vielen Kunststücken hinzulegen. Die Grafik ist sehr flüssig und sieht sehr gut aus.
Zudem kann man sich auch noch einen 3D Bildschirmschoner von Vodafone auswählen. Dieser ist zwar schön anzusehen, kostet aber sehr viel an Energie.Toshiba bringt mit dem TS921 ein großes aber doch recht gutes Telefon auf dem deutschen Mobilfunkmarkt. Der Akku hält bei normalem Gebrauch um die drei Tage. Dies ist zwar nicht viel, aber für ein UMTS Gerät mit dieser Ausstattung mehr als ausreichend. Der MP3-Player spielt Musik in guter Qualität ab und ist auch in Verbindung mit dem Headset angenehm laut. Auch die restliche Ausstattung kann sich sehen lassen. Sehr überrascht hat mich der QR- Code Reader, mit dem sich Barcode ähnliche Verschlüsselungen auslesen lassen. Auch die Kamera macht gute Bilder, die auch bei Nahaufnahmen sehr gut ausschauen. Dank den zahlreichen PIM-Funktionen ist das Telefon auch für den Business Einsatz zu gebrauchen. Der Terminkalender ist übersichtlich und bietet einen dynamischen Speicher.
Was allerdings störte, war die teilweise schlechte Sprachqualität. Der Gesprächspartner war zwar laut und deutlich zu hören, wurde aber nach und nach von Störungen getrübt. Teilweise kam es sogar zu Gesprächsabbrüchen. Aber auch das Branding macht wieder einen schlechteren Eindruck. Denn das Spiele nur als Demos vorliegen und der Einsatz von Bluetooth begrenzt ist, ist nicht wirklich verkaufsfördernd. Leider wurde auch bekannt, dass Vodafone dieses Gerät nur noch im Abverkauf anbietet. Somit wird es in naher Zukunft schwer sein an dieses Gerät zu kommen.

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