Test des Samsung S5350 Shark

Einführung

Test-Datum: 23.03.2010
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Samsung S5350 Shark

Das Samsung S5350 soll als erstes Handy der neuen Shark-Serie, nicht nur durch stylisches Design, sondern auch durch seine Ausstattung und einen günstigen Preis überzeugen. Das Einsteigerhandy des koreanischen Herstellers ist unter anderem mit HSDPA und einer 3,2 Megapixel-Kamera ausgestattet und bietet eine Vielzahl an Programmen für den Zugriff auf soziale Netzwerke. Die Redaktion von inside-handy.de hat den Schönling einem ausgiebigen Test unterzogen.

Verpackung & Lieferumfang

So stylisch wie das Handy selbst, ist die Verpackung indes nicht. In einer simplen rechteckigen Schachtel, die an einen Eierkarton erinnert, liegt das überschaubare Zubehör. Neben dem S5350 nebst 900-Milliamperstunden-Akku, sind ein Ladekabel, das Stereo-Headset und eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang enthalten. Nicht dabei sind ein Datenkabel und eine Speicherkarte. Auch die Software hat der Hersteller nicht beigelegt, sie muss von der Samsung-Homepage heruntergeladen werden.

Samsung S5350 Shark

Verarbeitung & Handhabung

Samsung S5350 Shark

Um den Akkudeckel aus seiner Arretierung zu lösen, muss er nach unten geschoben werden. Der SIM-Kartenslot befindet sich unter dem Akku, der MicroSD-Slot an der linken Geräteseite. Er erlaubt einen Wechsel der Speicherkarte, auch ohne den Akku zu entfernen.

Samsung S5350 SharkDas S5350 ist mit 115 x 47 x 11,9 Millimetern und einem Gewicht von 99 Gramm ein wahrer Handschmeichler. Es liegt sehr gut in der Hand und vermittelt einen positiven haptischen Eindruck. Der Akkudeckel besteht aus Metall, die Vorderseite aus hochwertigem Kunststoff. Geschwungene Formen und Kurven bestimmen das Design. Die Verarbeitung ist exzellent und die Spaltmaße sehr gering. Auch ein fester Druck lässt dem Gerät kein Knarzen entlocken. An der linken Geräteseite befinden sich die Lautstärkewippe, welche unüblicherweise aus Metall besteht, und die durch eine Abdeckung geschützte MicroUSB-Schnittstelle. Auf der anderen Seite wurde lediglich die Kamerataste verbaut. Die Rückseite verzieren neben der stilvoll in den Akkudeckel eingelassenen Kameraöffnung auch zwei kleine Schlitze für den Lautsprecher. An der Stirnseite befindet sich eine kleine Öffnung welche als Öse fungiert. Mit ihr lassen sich diverser Handyschmuck oder ein Trageband an dem Gerät befestigen.

Samsung S5350 SharkUnter dem Display befindet sie eine Standardtastatur im klassischen 3x4-Design. Auch hier bestimmen stilvoll geschwungene Linien die Optik. Die fünfeckige 4-Wege-Navigationstaste liegt mittig eingebettet zwischen zwei Schnellwahltasten und den Tasten für das Anrufmanagement. Um die Bedienung im Dunkeln zu erleichtern, ist das Tastenfeld beleuchtet. Die Beleuchtung kann manuell für einen bestimmten Uhrzeitbereich konfiguriert werden. Ein Chrome-Rahmen umrandet die Navigationstaste und sorgt mit den silbernen Akzenten der Funktionstasten für einen schönen Kontrast zur sonst schwarzen Front. Der Druckpunkt der Tasten ist gut und bestätigt die Eingabe mit einem satten Klacken. Lediglich die Navigationstaste hat ein minimales, aber nicht störendes Spiel. Die Eingabesperre kann manuell oder wahlweise auch automatisch erfolgen, sobald sich das Display ausschalten.

Sprachqualität & Empfang

Samsung S5350 SharkDie Sprachqualität wurde im Vodafone-Netz getestet und ist als sehr gut einzustufen. Der Gesprächspartner ist klar und deutlich zu vernehmen. Störende Nebengeräusche sind nicht vorhanden. Auch der Nutzer des S5350 wird ohne nennenswerte Probleme vom Gegenüber verstanden. Ebenso wenig gibt es am Empfang des Gerätes auszusetzen. Die Lautstärke über die integrierte Freisprecheinrichtung ist ausreichend, wenngleich sie gern ein wenig lauter hätte sein dürfen. Der 900-Milliamperstunden-Akku liefert laut Hersteller eine Standby-Zeit von bis zu 25 Tagen und soll für neunstündige Gesprächzeiten im GSM-Netz reichen – wer per UMTS telefoniert, muss sich mit viereinhalb Stunden begnügen. Nach zwei Tagen intensiver Nutzung von Telefon, Emails und internetbasierten Programmen, verlor das Handy gerade einmal einen Balken der Akkuanzeige.

Der SAR-Wert beträgt laut Hersteller geringe 0,854 W/kg.

Display & Kamera

Samsung S5350 SharkDas 2,2 Zoll große TFT-Display löst mit 240x320 Pixeln auf und kann bis zu 262.144 Farben darstellen. Die Anzeige ist hell und farbenfroh, wenngleich sie nicht mit der Brillanz eines AMOLED-Displays mithalten kann. Unter freiem Himmel ist es problemlos möglich, Inhalte auf dem Display zu erkennen. Lediglich eine direkte Sonneneinstrahlung erschwert das Ablesen. Über einen Lage- oder Helligkeitssensor verfügt das Einsteigerhandy nicht. Allerdings kann die Helligkeit manuell an die Umgebung angepasst werden.

Samsung spendierte dem Handschmeichler eine 3,2-Megapixel-Kamera ohne Autofokus und Fotolicht. Erstaunlich schnell startet die Kameraapplikation – nicht einmal eine Sekunde vergeht bis die Kamera funktionsbereit ist. Ebenso schnell ist die Auslöseverzögerung von gerade einmal einer Sekunde, die es ermöglicht, mit dem S5350 auch Schnappschüsse zu machen. Für ein Einsteigerhandy sind die Kameraeinstellungen sehr umfangreich:

Samsung S5350 Shark

  • Aufnahmemodus (Beauty, Smile, Serie, Panorama, Mosaik, Rahmen)
  • Auflösung
  • Weißabgleich
  • Effekte (Grau, Sepia, Negativ, Wasserfarben)
  • Nachtmodus
  • Belichtungsmessung (Matrix, Mittenbetont, Spot)
  • Belichtungskorrektur
  • Suchermodus (Hilfslinien, Symbole, Keine)

 

 

Die Bilder sind, auch auf einem PC-Monitor betrachtet, gut. Die Sättigung und der Kontrast sind ausgewogen, die Detailtreue ist für ein Handy dieser Preisklasse akzeptabel. Lediglich das sichtbare Rauschen trübt den Spaß ein wenig. Brauchbare Abzüge für das Fotoalbum lassen sich aber allemal erstellen. Videos werden mit einer Auflösung von 320x240 Pixel aufgenommen und eignen sich, im Gegensatz zu den Fotos, lediglich zum Betrachten auf dem Handy. Auf dem PC ist die starke Artefakte-Bildung bei schnellen Kameraschwenks störend.

OS & Bedienung

Samsung S5350 SharkSamsung S5350 SharkSamsung S5350 Shark

Auf dem Startbildschirm befindet sich eine Symbolleiste für die wichtigsten Programme und Funktionen, die sich nach links und rechts durchscrollen lassen. Insgesamt stehen 15 verschiedene Speicherplätze zur Verfügung, welche nach Belieben mit Programmen bestückt werden können. Wer auf die Leiste verzichten möchte, hat alternativ die Möglichkeit, sich den Kalender in Monatsansicht auf den Starbildschirm zu legen.

Samsung S5350 SharkSamsung S5350 SharkSamsung S5350 Shark

Das Menü ist im klassischen Rasterdesign aufgebaut und bringt keine Überraschungen hervor. Für die Personalisierung stehen drei vordefinierte Designs zur Auswahl. Wem das nicht reicht, der hat die Möglichkeit eigene Themes direkt auf dem Handy zu erstellen. Bei der Auswahl von Bildern, Farben und Mustern hilft ein Assistent. Neben der einfachen Variante kann zusätzlich der Expertenmodus gewählt werden, über den sich weitere Designelemente definieren lassen. 

Samsung S5350 SharkSamsung S5350 SharkSamsung S5350 Shark

Das S5350 kann neben SMS und MMS auch E-Mails versenden und empfangen. Über das Nachrichtenmenü wählt man zwischen SMS und E-Mail aus. Fügt man einer SMS diverse Medien hinzu, erstellt das Handy automatisch eine MMS. Eine Worterkennung zeigt bei Bedarf alle Worte des gleichen Wortstamms an. So muss man nicht zwangsläufig das komplette Wort eintippen- es reichen die Anfangsbuchstaben, um das gewünschte Wort aus der Liste auszuwählen. Zudem hat man die Möglichkeit eigene Wörter hinzuzufügen, sollte das Handy den Begriff einmal nicht kennen.

Samsung S5350 SharkSamsung S5350 SharkSamsung S5350 Shark

Insgesamt können 2295 Zeichen für zusammenhängende SMS verwendet werden. Speichern kann das Handy bis zu 500 SMS. Die Wege zu diversen Einstellungen und Programmen sind relativ kurz gehalten. Die Beschriftung und Bebilderung der Menüpunkte ist klar und leicht verständlich.

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Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Für ein Gerät dieser Preisklasse ist das S5350 erstaunlich gut ausgestattet. Das Quad-Band GSM-Handy verfügt neben EDGE und UMTS auch über den Datenturbo HSDPA, welcher Downloadraten von bis zu 1,5 Megabyte pro Sekunde ermöglicht. Für die lokale Datenübertragung steht neben Bluetooth 2.1 mit Stereo-Audio-Streaming (A2DP) auch eine USB-Verbindung zur Verfügung. Das im Lieferumfang nicht enthaltene Datenkabel lässt sich verschmerzen, da Samsung auf den in der Branche üblichen MicroUSB-Anschluss setzt. Zudem dürfte ein solches Datenkabel mittlerweile in fast jedem Haushalt zu finden sein. Für den Abgleich mit dem PC steht die Software Samsung New PC Studio zur Verfügung. Der interne Speicher von 110 Megabyte kann per MicroSD(HC)-Karte um bis zu 16 Gigabyte erweitern werden.

Multimedia & Organizer

Der Standard-MP3-Player durchsucht die Musik-Bibliothek nach eigenen Wiedergabelisten, Interpreten, Alben, Genres, kürzlich oder am häufigsten wiedergegeben Liedern. Der Klang über den integrierten Lautsprecher ist selbst bei maximaler Lautstärke gut, wenngleich es ein wenig an Bass fehlt. Da das S5350 über keinen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss verfügt, können eigene Kopfhörer nicht angeschlossen werden. Dies ist aber auch nicht nötig, denn der Klang des mitgelieferten Headsets ist voluminös und klar, selbst der Bass überzeugt. Der Player zeigt das Coverbild während der Wiedergabe an. Zudem können verschiedene vordefinierte Klangspektren eingestellt werden. Neben Jazz, Rock, Classic, Pop und Dance stehen auch Wide, Dynamisch und Surround zur Verfügung.

Während der Wiedergabe kann das Gerät mit anderen Funktionen genutzt werden. Lässt man den MP3-Player im Hintergrund laufen, erscheint auf dem Startbildschirm ein Mini-Player für die Steuerung. Das integrierte UKW-Radio kann nur mit angeschlossenem Headset verwendet werden. Erfreulich hingegen ist, dass man den Sound auch über den Lautsprecher ausgeben kann. Ein automatischer Suchlauf speichert alle empfangbaren Sender ab und zeigt dank RDS dessen Namen an.

Samsung setzt auf den NetFront Access Browser v3.5. Trotz HSDPA dauerte der Aufbau der Startseite von www.inside-handy.de knapp 40 Sekunden. Die Navigation auf einer Seite gestaltet sich ein wenig nervig. Jedes Bild und jeder Link wird beim Navigieren angewählt. So kann es schon etliche Sekunden dauernd, bis man das Seitenende erreicht hat. Ein wenig komfortabler ist hier die Verwendung eines virtuellen Mauszeigers, welche die Navigation erleichtert. Der Browser unterstützt Cookies und interessante Links lassen sich an Freunde versenden. Inhalte können direkt auf dem Handy gespeichert werden. Wesentlich komfortabler und schneller ist hier der Opera Mini 5, welcher kostenlos heruntergeladen und installiert werden kann.

Samsung S5350 Shark
Samsung S5350 Shark
Samsung S5350 Shark
Samsung S5350 Shark

Dem Kalender können wiederkehrende Jahrestage, Termine, Urlaub und wichtige Erinnerungen hinzugefügt werden. Neben einem Titel, dem Erinnerungszeitpunkt und einem Alarm gibt es noch weitere Details wie Ort, Endzeit des Termins, Notizen und Wiederholungen. Bei der Anzeige kann zwischen Tages-, Wochen- und Monatsansicht gewählt werden. Insgesamt können 500 Termine und Jahrestage, 100 Aufgaben und 100 Notizen eingetragen werden. Zudem besteht die Möglichkeit der Onlinesynchronisation von Terminen und dem Telefonbuch.

Für den Zeitvertreib stehen sechs Spiele zur Verfügung. Zudem findet man einen RSS-Reader, einen Umrechner und ein Bildbearbeitungsprogramm. Neben der Google-Suche und einem gesonderten GMail-Programm können weitere Java-basierte Applikationen auf das Handy geladen werden. Programme wie Facebook, Twitter oder Palringo sorgen für die Verbindung zu den sozialen Netzwerken.

Wem das nicht reicht, der hat die Möglichkeit weitere Netzwerke hinzu zufügen. Zur Auswahl stehen Flickr, Picasa, Photobucket, MySpace und Friendster. Mittels des Youtube-Client können nicht nur die neusten Videos angesehen, sondern auch eigene Videos hochgeladen werden.

Fazit

Samsung S5350 Shark

Das S5350 kann nicht nur mit seinem dynamischen Design punkten, auch die Ausstattung ist für ein Handy dieser Preisklasse sehr gut. Viele vordefinierte Programme sorgen für mobile Unterhaltung. Die Kamera liefert durchaus brauchbare Bilder und kann mit einigen interessanten Funktionen wie Lächelerkennung punkten. Auch die Verarbeitung des Barren-Handys ist sehr positiv. Punktabzug gibt es für den nicht überzeugenden Browser. Es empfiehlt sich daher auf den besseren Opera Mini 5 zu setzen, welcher kostenlos heruntergeladen und installiert werden kann.

Für einen Preis von rund 160 Euro erhält man ein Gerät, das durchweg zu überzeugen weiß und sich nahezu keine Schwächen leistet.

Pro

  • exzellente Verarbeitung
  • ansprechendes Design
  • viele nützliche Programme
  • gute Fotoqualität
  • geringer Preis

Kontra

  • geringer Lieferumfang
  • Videoqualität
  • Freisprecheinrichtung zu leise


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