Test des Samsung SGH-X300

18 Minuten

Test des Samsung SGH-X300-1Getreu dem Motto „Konzentration auf das Wesentliche“ reiht sich das Samsung SGH-X300 in das untere Ende der X-Serie ein.

Wie das SGH-X150 oder SGH-X200 setzt auch das neueste Einsteigermodell von Samsung auf die Zuverlässigkeit der Basisfunktionen und geht damit zurück zu den Ursprüngen: dem Telefonieren.

Im Gegensatz zu Topgeräten der X-Serie, wie dem SGH-X800, ist es weder mit einer Digitalkamera noch einem MP3-Player ausgestattet. Allerdings spendiert Samsung dem SGH-X300 optisch das Stardesign seiner Multimedia- und Businessprofis.

Wie gut die Symbiose aus Bedienungsfreundlichkeit und gutem Aussehen tatsächlich gelungen ist, zeigt der folgende Testbericht.Die Verpackung des SGH-X300 ist – typisch für Samsung – ein Zusammenspiel von Schwarz, Weiß und Silber. Auf der Vorderseite ist das SGH X-300 abgebildet. Hier sticht das in Silber gehaltene Motto ins Auge: „Sleek Simplicity“ (geschmeidige Schlichtheit). Passend hierzu ist die Verpackung schlicht gehalten und unterstreicht damit das elegante Design des Handys. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Handy ein Li-Ion Akku (800 mAh), ein Reiseladegerät, ein kabelgebundenes Stereo-Headset und eine Bedienungsanleitung in Deutsch. Letztere ist erfreulicherweise übersichtlich gegliedert und auch für „normalsterbliche“ Nutzer verständlich.

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Test des Samsung SGH-X300-4Der Zusammenbau des Handys geht problemlos von statten. Die SIM-kKrte wird unter dem Akku eingelegt, und wie bei fast jedem Samsung-Handy muss man darauf achten, dass die abgeschrägte Ecke der Karte nach links oben und die goldfarbenen Kontakte nach unten zeigen. Eigentlich untypisch für Samsung ist die separat vorhandene Akkuklappe. Diese lässt sich durch eine einfache Druckbewegung nach unten abnehmen. Trotz des recht einfachen Verriegelungsmechanismus sitzt der Verschluss fest und die Spaltmaße sind minimal gehalten. Die Öse für eine Trageschlaufe befindet sich links oben am Gerät, so dass man das Gerät bei Bedarf auch um den Hals tragen kann.

Bei einer Größe von 85 x 43 x 22 Millimetern und gerade einmal 75 Gramm ist das SGH-X300 ein wahres Fliegengewicht und somit das ideale Gerät für die Hemd- und Hosentasche. Optisch richtet sich das Einsteigerhandy an Liebhaber von klaren Konturen. Im Gegensatz zum runden, femininen Design eines Samsung SGH-X480 oder SGH-X640 setzt das SGH-X300 auf markante Formen und ein eckiges, schwarzes Design. Die Außenkanten sind nur leicht abgerundet und das Frontdisplay wird von ausgeprägten Kerben eingerahmt. Über dem Frontdisplay ist der Herstellername „Samsung“ aufgedruckt. Das SGH-X300 hat nicht die noble Soft-Touch Oberfläche eines SGH-E760, sondern ist aus schwarzem Hartplastik. Immerhin ist das billigere Material ähnlich stoß- und kratzfest und hinterlässt keine lästigen Fingerabdrücke. Der robuste Eindruck des Geräts wird unterstützt durch die Plastikverschlüsse, die den Anschluss für den Headset-Ausgang auf der rechten oberen Seite und den Steckplatz für USB- und Ladekabel in der Mitte unten vor Staub schützen. Die direkt mit dem Gerät verbundenen Verschlussteile wirken sehr viel stabiler als die Gumminippel der SGH-E700er Serie. Lediglich das Scharnier der Oberklappe bietet einen Ansatzpunkt für Verschmutzungen. Staub dringt hier relativ schnell unter die Klappe. Der Federmechanismus der Klappe hingegen sitzt straff am Scharnier, so dass sich das Handy problemlos öffnen lässt. Mit ein wenig Übung ist dies auch einhändig möglich.

Auf der linken Seite befindet sich eine Kipptaste, mittels derer man normalerweise die Lautstärke für die Tastentöne regulieren kann, während eines Gesprächs die Hörerlautstärke. Praktisch für die einhändige Bedienung ist, dass man hiermit auch die Menüfunktionen auf- und abrollen kann. Schließlich schaltet sich im geschlossen Zustand durch längeres Drücken dieser Taste die Beleuchtung des Außendisplays ein. Direkt unter der Kipptaste befindet sich die Infrarot-Schnittstelle.

Test des Samsung SGH-X300-5Headset, USB- und Ladekabel lassen sich leicht anstecken und wie immer bei Samsung: sie halten auch. Beim Entfernen von USB- und Ladekabel muss man lediglich darauf achten, dass die zwei äußeren, sich am Stecker befindlichen Knöpfe eingedrückt sind.

Zum An- und Ausschalten muss das SGH-X300 aufgeklappt werden. Unter der Klappe befindet sich ein klassisches Tastenlayout. Die rote Ein/Aus-Taste befindet sich auf der rechten Seite und ist, wie bei allen Handys, mit einem Kreis und einem senkrechten Strich gekennzeichnet. Hiermit kann man auch ein Gespräch sowie eine beliebige Menüfunktion beenden. Die grün markierte Rufannahmetaste befindet sich auf der linken Seite. In der Ausgangsanzeige kommt man hiermit zur Liste der zuletzt getätigten, unbeantworteten oder eingegangenen Anrufe. Zwischen diesen beiden Tasten liegt die C-Taste zum Löschen von Texten und Objekten. Während der Menüsteuerung kommt man mit der C-Taste zur vorherigen Menüebene.

In der Mitte befindet sich eine mittlerweile weit verbreitete Fünf-Wege-Navigationstaste. In Form eines Trapezes, jedoch fällt diese insgesamt etwas zu zierlich aus. Das ist insbesondere deshalb ärgerlich, weil man in der Ausgangsanzeige immer noch einen Schnellzugriff auf den WAP-Browser hat. Ohnehin dürfte dieser Direktzugriff in der Mitte (i-Taste) lediglich eingefleischten Samsung-Nutzer keine Probleme mehr bereiten. Für Einsteiger – und an diese Zielgruppe ist das SGH-X300 ja wohl vor allem gerichtet – ist diese Funktion eine Quelle ständigen Ärgernisses. Der versehentliche Aufruf dieser zentralen Taste kann – je nach Tarif – kostenreiche Folgen haben. Immerhin lassen sich die Navigationsfunktionen nach links, oben und rechts individuell anpassen. Nur der bereits erwähnte Zugang zum WAP-Portal (i-Taste) und nach unten zum Radio (FM-Taste) ist fest vordefiniert. Während der Menüsteuerung dient die Navigationstaste zum Auswählen und Abrollen der Menüoptionen. Rechts und links oberhalb befinden sich schließlich die so genannten Softkey-Auswahltasten, die je nach der aktuellen Menüfunktion eine andere Funktion haben. Der jeweilige Menübefehl wird im Text in der unteren Zeile des Displays angegeben. In der Ausgangsanzeige kann man mittels der linken Softkey-Taste auf das Menü zugreifen. Durch Drücken der rechten Softkey-Taste kommt man auf die Kontaktliste im Menüpunkt Telefonbuch. Der Druckpunkt der Tasten ist gut und auch Nutzer mit größeren Händen können das Handy größtenteils bequem bedienen. „Blind-SMS-Tippen“ ist hingegen nahezu unmöglich: Die Markierungspunkte auf der Fünf sind nicht spürbar, so dass man sich auf dem flachen Tastenfeld ohne hinzugucken nicht zurechtfinden kann. Der Vibrationsalarm kann entweder ohne Klingelton betrieben werden oder er wird dem Klingelton vorangestellt. Die Möglichkeit, beides gleichzeitig zu aktivieren, hat Samsung leider auch in diesem Handy nicht integriert. Unverständlich vor allem deshalb, weil man den Vibrationsmotor in Taschen ohne direkten Körperkontakt nicht mehr wahrnehmen kann.Test des Samsung SGH-X300-6Die Sprachqualität ist solide und lässt nichts zu wünschen übrig. Dies bestätigen auch die Gesprächspartner, die man klar und deutlich, ohne störendes Rauschen versteht. Dies gilt sowohl für D-Netz- (T-Mobile, Vodafone) als auch für E-Netz-Karten (E-Plus, O2). Selbst in kritischen Situationen, wie an einer lauten Straße oder bei einer einfahrenden U-Bahn hat sich das SGH-X300 bewährt. Die äußerst selten auftretenden Gesprächsunterbrechungen sind wohl eher auf Überlastungen bzw. den Wechsel einer Funkzelle zurückzuführen. Insgesamt ist der Empfang, ablesbar an der Balkenanzeige links oben im Display, auch in Bereichen mit geringerer Sendeleistung recht passabel. Dies ist auch bei High-End-Modellen nicht immer eine Selbstverständlichkeit, und man hat mit dem SGH-X300 ein durchaus verlässliches Gerät. Dasselbe gilt für die Gesprächs- und Standbyzeiten. Hier sind die vom Hersteller angegebenen drei Stunden Gesprächszeit und 200 Stunden Standbyzeit keineswegs übertrieben. Selbst bei häufiger Nutzung des Radios reicht es, wenn man das Handy alle drei Tage an das Netzgerät anschließt.Test des Samsung SGH-X300-7Sicher stellt das Innendisplay des SGH-X300 mit seinen 65.536 Farben und einer Auflösung von 128 x 160 Pixel mittlerweile das untere Ende der Fahnenstange dar. Da es nicht mit einem TFT-Display der Multimedia-Profis ausgestattet ist, sind die Displaymotive nicht aus jedem Winkel gut lesbar. Kleinste Abweichungen von der senkrechten Position führen zu erheblichen Sichteinbußen. Dies gilt erst recht für direkte Sonneneinstrahlung, bei der die Motive stark reflektiert werden. Für ein Klapphandy ohne Kamera und besondere multimediale Funktionen ist es trotzdem ausreichend. So besitzt das SGH-X300 die für Samsung typische Farbbrillianz, und die leuchtend blaue Tastaturbeleuchtung sorgt für eine problemlose Bedienung im Dunkeln. Wem das Innendisplay zu mager erscheint, der wird auf der Oberseite nicht entschädigt: Außen handelt es sich nur um ein monochromes LCD-Display mit 80 x 80 Pixel. Immerhin gibt das Außendisplay einen Überblick über die wichtigsten Statusinformationen wie die Ladestandsanzeige und die Empfangsstärke, sowie über Datum und Uhrzeit. Auch neu eingegangene Nachrichten oder unbeantwortete Anrufe werden einem angezeigt. Viel zeit zum Ablesen hat man leider nicht: Leider schaltet sich das Außendisplay bereits nach knapp fünf Sekunden aus. Da man diese Zeit auch nicht individuell verändern kann, bleibt das Wahrnehmen von neuen Nachrichten oder verpassten Anrufen reine Glückssache.

Die Helligkeit der Displayanzeige kann über Einstellungen/Display-Einstellungen/Helligkeit optimiert werden. Hierzu gibt es eine fünfstufige Anzeige mittels derer man das Display an unterschiedliche Lichtbedingungen anpassen kann. Zu empfehlen sind allerdings nur die zwei höchsten Stufen, da die anderen zwar energiesparend sind, die Lesbarkeit jedoch deutlich darunter leidet. Zum Energiesparen kann man auch die Beleuchtungsdauer des Hauptdisplays und eine Dimmfunktion festlegen. Nach einer Zeitspanne von fünfzehn Sekunden bis zehn Minuten schaltet sich das Display ab und wird bei Bedarf noch fünf Sekunden beziehungsweise maximal drei Minuten gedimmt.

Möchte man sein Innendisplay individualisieren, kann man über Einstellungen/Display-Einstellungen/Hintergrundbild verschiedene Bildkategorien auswählen. Auch besteht die Möglichkeit eine farbige Wählanzeige (Einstellungen/Display-Einstellungen/Schriftfarbe für das Wählen) einzustellen, sog. Menüschnellzugriffstasten (Einstellungen/Schnellzugriff) oder einen individuellen Begrüßungstext (Einstellungen/Grußmeldung) festzulegen. Damit wären dann allerdings auch die Möglichkeiten einer Individualisierung des Menüs ausgeschöpft.

Als Einsteigergerät ohne MP3-Player oder Kamera kommt das SGH-X300 im Prinzip ohne großen Speicherplatz aus. So sind die bis zu 500 Telefonbucheinträge noch annehmbar. Völlig ungenügend sind hingegen die zur Verfügung stehenden 300 KB für Klingeltöne und Bilder oder auch die 256 KB für die Java-Spiele. Eine intensive Nutzung dieser Features ist nicht möglich.

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Ein wirkliches Plus ist hingegen die sehr übersichtliche Menüstruktur des SGH-X300. Die Hauptmenüpunkte sind in einer 3×3 Gitteranordnung folgendermaßen angeordnet:
Anbieterdienste, Anruflisten, Netzdienste, Töne, Nachrichten, Funbox, Organizer, UKW-Radio und Einstellungen.

Die bildliche Darstellung der einzelnen Hauptmenüpunkte unterstützt das intuitive Zurechtfinden. Höchst erfreulich ist auch, dass sich die Tiefe der Menügliederung auf ein Minimum reduziert, und nicht nur eingefleischten Samsung-Nutzern dürfte eine Bedienung ohne Lesen der – im übrigen vorbildlich einfach gehaltenen – Bedienungsanleitung möglich sein. Will man beispielsweise eine SMS schreiben, erreicht man dies durch zweimaliges Drücken der linken Softkey-Taste – schnell und einfach! Bevor die wichtigsten Menüfunktionen weiter beschrieben werden, hier noch einmal eine Übersicht:

1. Anbieterdienste: SMS Info (1), Sprach Info (2), Multimedia (3)
2. Anruflisten: Unbeantwortete Anrufe (1), Empfangene Anrufe (2), Gewählte Rufnummern (3), Alle Löschen (4), Gesprächszeit (5), Gebühren für Gespräch (6)
3. Netzdienste: Anruf umleiten (1), Anruf sperren (2), Anklopfen (3), Netzwahl (4), Übertragung der eigenen Rufnr. (5), Geschlossene Benutzergruppe (6), Bandauswahl (7)
4. Töne: Klingeltöne (1), Klingelton-Lautstärke (2), Alarmtyp (3), Tastenton (4), Nachrichtentöne (5), Klappenton (6), Alarmton beim Anruf (7), Ein-/Ausschalten (8), Sondertöne (9)
5. Nachrichten: SMS (1), MMS (2), WAP-Push (3)
6. Funbox: WAP-Browser (1), Spiele (2), Töne (3), Bilder (4), Alle löschen (5), Speicherstatus (6)
7. Organizer: Alarm (1), Kalender (2), Zeit & Datum (3), Rechner (4), Aufgabenliste (5), Sprachmemo (6), Währungsrechner (7)
8. UKW-Radio
9. Einstellungen: Einstellungen zurücksetzen (0), IR-Port aktivieren (1), Display-Einstellungen (2), Grußmeldung (3), Eigene Rufnummer (4), Sprache (5), Sicherheit (6), Weitere Einstellungen (7), Klingelton-Lautstärke Taster (8), Schnellzugriff (9)

Auch wenn das Menü des SGH-X300 nicht besonders umfangreich ist, Schnellzugriffsfunktionen erleichtern einem den Umgang mit dem Handy immer . Über Einstellungen/Schnellzugriff können drei Wege der Navigationstaste (Nach-oben-Taste, Nach-rechts-Taste und Nach-links-Taste) zwar nicht komplett frei, jedoch mit folgenden häufigen Funktionen belegt werden: Neue SMS, Neue MMS, Unbeantwortete Anrufe, Empfangene Anrufe, Bilderliste, Sicherheit, Alarm, Rechner, Netzwahl, Memo aufnehmen, Spiele, Keine Zuordnung, Kalender, Klingeltöne, Aufgabenliste, Töne, Mailbox, Infomeldungen und IR-Port aktivieren. Darüber hinaus kann man durch ein langes Drücken der #-Taste den Lautlos-Modus aktivieren bzw. deaktivieren.

Selbstverständlich hat man beim SGH-X300 die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob die Rufnummer übermittelt wird oder nicht. Dies kann man über Netzdienste/Übertragung der eigenen Rufnummer. festlegen. Alternativ stellt man die GSM-Codes #31# (Nr. verbergen) oder *31# (Nr. senden) vor die Zielrufnummer.

Zwar ist die Schriftgröße für die Displayanzeige und das Menü fixiert, beim Verfassen einer SMS oder MMS lassen sich aber über Optionen (linke Auswahltaste)/Textformat die Textgröße (klein, mittel, groß), und die Textmodi Unterstrichen oder Durchgestrichen (3) einstellen. Die Schrift ist sehr gut lesbar. Überhaupt enttäuscht das SGH-X300 in punkto Nachrichten nicht. Das Schreiben einer SMS ist, wie bei den Vorgängermodellen, unkompliziert: Um zwischen den verschiedenen Eingabemodi ABC , T9 , Ziffer und Symbol zu wechseln, muss man auf die rechte Auswahltaste drücken. Wenn man im Buchstabenmodus eine Ziffer einfügen möchte, hält man einfach die gewünschte Zifferntaste gedrückt. Schreibt man mit der automatischen Worterkennung, kann man entweder mit der 0-Taste oder dem Navikey nach unten zwischen den Wörtern aus der Trefferliste wählen. Um den Umgang mit SMS noch weiter zu vereinfachen kann man sich unter Nachrichten/SMS/Vorlagen häufig benutzte Textvorlagen abspeichern. Den Funfaktor erhöhen schließlich die Emoticon-Vorlagen. 🙂

Schließlich hat man für das Archivieren der SMS genügend Platz: im Gerät können bis zu 200 SMS abgespeichert werden. Während man die SMS schreibt sieht man unten links eine Anzeige für die Mitteilungslänge, die von 918 Zeichen rückwärts zählt. Tausende von Zeichen könnte man mit einer MMS verschicken. Daneben können auch Bilder, Klingeltöne oder Sprachmemos verschickt werden. Da das SGH-X300 keine Kamera integriert hat, müssten Bilder jedoch zuvor über den IR-Port oder ein Datenkabel vom Computer übertragen bzw. aus dem Handy-Internet (WAP) geladen werden. Eine teilweise zeit- und kostenintensive Angelegenheit, so dass sich die MMS-Funktion im Wesentlichen auf den Empfang und das Verfassen überlanger Mitteilungen beschränkt. Für das Speichern von MMS stehen einem insgesamt 400 Kilobyte Gerätespeicher zur Verfügung. Glücklicherweise sind in der Softwarefassung des Testgerätes sämtliche MMS-Zugangspunkte der Netzbetreiber für den Empfang und das Senden von MMS bereits vorkonfiguriert. Ist dies mal nicht der Fall, sollte man sich den MMS-Zugangspunkt am besten per SMS (auch Over-The–Air/OTA genannt) konfigurieren. Eine solche OTA-Konfiguration wird von den jeweiligen Netzbetreibern und z.B. auch von Jamba oder Talkline angeboten.

Als Klingeltöne können lediglich bis zu vierzigstimmige Klingeltöne verwendet werden. Für echte Musik- oder Klangaufnahmen im AAC- und MP3-Format wäre ohnehin nicht genug Speicherplatz vorhanden. Neben den 16 mehr oder weniger lustigen vorinstallierten Tönen lassen sich übers WAP-Portal (kostenpflichtig) oder den PC weitere herunter laden.Test des Samsung SGH-X300-26Letzteres funktioniert besser mit dem Datenkabel, da die Infrarotverbindung besonders bei „größeren“ Dateien nicht besonders stabil ist. Für den Import einzelner Telefonbucheinträge vom PC oder einem anderen Telefon ist die IrDA-Schnittstelle jedoch brauchbar.

Trotzdem ist die Frage warum Samsung diesem Handy keine Bluetooth-Schnittstelle spendiert?! Mittlerweile wissen auch Einsteiger diese universell einsetzbare, unkomplizierte Datenschnittstelle zu schätzen.

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Einen MP3-Player hat das Samsung SGH-X300 nicht integriert, dafür aber ein UKW-Radio und einen Recorder für Sprachmemos. Das UKW-Radio ist ein echtes „Highlight“: Bei Bedarf kann man sich über den automatischen Suchlauf seine Lieblingssender einstellen und hat Speicherplatz für bis zu 30 Sender. Auch das mitgelieferte Headset enttäuscht nicht und hat eine sehr gute Klangqualität. Für Sprachmemos stehen insgesamt 100 KB zur Verfügung. Pro Memo sind es 20 KB, die einer Aufnahmezeit von 30 Sekunden entsprechen. Ein Ersatz für ein Diktiergerät ist das SGH-X300 also nicht, es reicht jedoch, um jederzeit und überall wichtige Dinge sofort ohne Stift und Papier festzuhalten. Dagegen besteht weder die Möglichkeit ein Gespräch aufzuzeichnen, noch kann man das Gerät per Sprache steuern. Während eines Gesprächs kann man mittels der linken Softkey-Taste die Freisprechfunktion aktivieren. Aber man muss sich nichts vormachen: sie reicht von der Qualität nicht, um während einer Autofahrt die Hände frei zu haben.

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Das Telefonbuch ist sehr minimalistisch gehalten: einem Kontakt kann nur der Name, drei Rufnummern und die E-Mail-Adresse zugeordnet werden. Da jede Zuordnung einen der 500 Speicherplätze belegt, sind nicht mehr als 125 vollständige Kontakte möglich. Immerhin besteht die Möglichkeit der Zusammenfassung zu Gruppen, und der Zuordnung von separaten Klingel- oder SMS-Tönen. Die einfache Gestaltung betrifft auch den Kalender, bei dem einem lediglich die Monatsansicht zur Verfügung steht. Einen richtigen Organizer (z. B. Festlegung von Termin-Typen, Wiederholungsfunktion, Datenimport etc.) gibt es nicht, über die Aufgabenliste lassen sich jedoch einem Datum 40 Zeichen lange Notizen zuordnen und man kann sich per Alarm daran erinnern lassen. Kleine Helfer im Alltag sind darüber hinaus der Taschenrechner, der Währungsrechner und die Möglichkeit insgesamt 16 verschiedene Menüsprachen einzustellen. Datum und Uhrzeit werden einem im Ausgangsbildschirm, im oberen Bereich des Gerätes, angezeigt.

Surfen durchs mobile Internet (WAP) wird mit Hilfe von GPRS Klasse 10 (2 Upload/4 Download) und einem WAP 1.2 Browser möglich, ist aber angesichts der beschränkten Darstellungsmöglichkeiten nicht besonders attraktiv.

Anders sieht es da schon mit dem Funfaktor der Spiele aus. Auch wenn dort die grafischen Möglichkeiten beschränkt sind, die Spiele machen Spaß und sind ein idealer Zeitvertreib für unterwegs. Von Haus aus sind auf dem SGH-X300 vier Standartspiele vorinstalliert, immerhin zwei mehr als etwa auf dem SGH-X600. Neben Strategiespielen wie BubbleSmile, Fun2Link und MobileChess kommen auch Sportsfreunde mit der Ultimate Golf Challenge nicht zu kurz. Aufgrund der bereits erwähnten geringen Speicherkapazität von 256 KB für herunterladbare Spiele lassen sich allerdings nicht allzu viele Spiele parallel auf dem SGH-X300 speichern.

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Das Samsung SGH-X300 wird durchaus den Ansprüchen seiner Zielgruppe gerecht: Als robustes Einsteigergerät für Nutzer ohne besondere Ansprüche stellt es ein Einsteigermodell mit einer angemessenen Grundausstattung dar. Es verzichtet konsequent auf „überflüssige“ Multimedia- und Businessfeatures und legt Wert auf solide Basisfunktionen – allen voran das Telefonieren. In Bezug auf das Design entpuppt sich das Handy jedoch als „Mogelpackung“. Während das Handy zumindest auf Fotos das Aussehen der Topmodelle von Samsung hat, merkt man spätestens beim Anfassen, worum es sich handelt: eine billige Plastikkopie. Auch Nutzer, dies sich hauptsächlich aufs Telefonieren konzentrieren möchten, wissen durchaus ein edles Material zu schätzen und möchten mittlerweile nicht mehr auf nützliche Features wie eine Bluetooth-Schnittstelle verzichten. Damit schließt das SGH-X300 die Lücke zwischen den absoluten Einsteigermodellen SGH-X150 oder SGH-X200 und den High-End-Modellen SGH-X700 oder SGH-X800 nur bedingt. Hier könnte sich Samsung ein Beispiel an BenQSiemens nehmen. Das S68 beispielsweise meistert eine solche Gratwanderung sehr viel besser.<

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