Test des Samsung SGH-U700

Einführung

Test-Datum: 05.10.2007
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Samsung SGH-U700: Draufsicht

Auch wenn man immer wieder den Eindruck hat, bald seien äußere Erscheinungen eines Handys durchdekliniert und damit ausgereizt, schaffen es die Unternehmen dennoch, die Kunden mit kleinen oder großen Neuigkeiten zu überraschen. Während einige Hersteller schon mit kleinen Updates zufrieden sind, haut Samsung in diesem Jahr richtig auf die Pauke. Handys wie das SGH-U700 fallen sofort auf, und sind ein klares Statement: Die Koreaner wollen das Thema „Design“ wieder vollständig für sich besetzen und gleichzeitig mit interessanter Technik kombinieren. Ob das Konzept, sowohl die neueste Technik wie HSDPA wie auch flaches und auffälliges Design zu verknüpfen, gelungen ist, haben wir im inside-handy.de-Testlabor überprüft.

Verpackung & Lieferumfang

Was erhält der Kunde, der sich für ein Samsung SGH-U700 entscheidet? Nun, neben dem Handy zunächst einmal eine recht schicke Schachtel, die ebenso flach anmutet wie das Handy selbst. Darauf abgebildet ist das Mobiltelefon sowie ein Berg technischer Informationen auf der Rückseite. Das Handy liegt rechts in der Schachtel, festgehalten durch eine Pappform, die nicht so recht zu einem derart hochwertigen Handy passen mag.

Zum Lieferumfang gehört neben dem Ladekabel und dem Handbuch ein Headset, ein Datenkabel, das Handbuch sowie ein je nach Anbieter unterschiedlich große Micro-SD-Karte als Speichererweiterung. Sollte keine beiligen, heißt es: Ab in den Laden, denn mit dem eingebauten Speicher wird niemand glücklich.

Samsung SGH-U700: Lieferumfang

Verarbeitung & Handhabung

Samsung SGH-U700: zerlegt in Bestandteile
Samsung SGH-U700: Tastatur

Das uns vorliegende Samsung SGH-U700 ist nicht nur DAS Aushängeschild der Koreaner in diesem Winter, sondern gleichzeitig auch fast unverwechselbar: In schick silberner Spiegeloptik dürfte es trotz weiterhin sinkender Preise die Blicke auf sich ziehen, egal wo man sich aufhält. Scheint die Sonne einmal kräftiger, blitz der Schiebeflachmann auf und signalisiert ganz deutlich, dass hier ein Mensch kommt, der den Schritt vom Telefon zum Modeaccessoire nachvollzogen hat.

Da jedoch Schönheit im Auge des Betrachters liegt, wollen wir das schicke Äußere auf seine Funktionalität hin analysieren. Also, fangen wir ganz vorne an:

Das Zusammensetzen des Handys ist einfach, wie schon bei Samsung gewohnt. Akku, Heckklappe und SIM-Karte finden schnell und ohne großen Logik- oder Kraftaufwand zu einander. Das Auseinandernehmen, was in dieser Häufigkeit eher Testern als Handybesitzern vorbehalten ist, gestaltet sich ähnlich simpel. Allein die SIM-Karte ist, einmal in das dafür vorgesehene Fach gesteckt, nicht so einfach wieder zu entfernen. Hier ist ein guter Fingernagel oder aber eine Pinzette gefragt.

Samsung SGH-U700: Größenverhältnis

Das Handy an sich macht auf den ersten Blick einen soliden und wertigen Eindruck, doch an einem Punkt irrt der Betrachter: Bei der Oberschale handelt es sich mitnichten um eine Metallhülle, sondern vielmehr um oberflächenveredelten Kunststoff. Bei genauerem Hinsehen wirkt dieser leider nicht edler als so manch ein Handy von der Stange, was sicherlich zu einiger Ernüchterung bei einem Internet-Besteller führen dürfte. Auch wenn die Industrie inzwischen sehr kratzfeste Materialen auf den Markt bringt, hat man bei einem derart glänzenden Mobiltelefon ständig Angst, es zu zerkratzen. Das ist auch möglich, wie inzwischen einige Berichte im Internet bestätigen. Daher sollte man sich auf jeden Fall eine Tasche für das Handy zulegen.

Die Spaltmaße sind beim U700 recht gering, was das Eindringen von Staub recht unwahrscheinlich macht. Auch bei hochgeschobenen Slider sind die Abstände zwischen den Bauteilen im normalen Bereich.
Die vollverspiegelten Sensortasten fügen sich optisch schön in das Handy ein, die Verarbeitung macht einen stimmigen und damit sehr hochwertigen Eindruck. Das stimmt zumindest, bis man vorsätzliche Knarz- und Ruckeltests vornimmt, denn dabei fällt auf, dass der Slider doch ein deutliches Spiel hat: Dieser Abstand, so gering er auch klingen mag, kann zu einem Hin- und Her-Ruckeln der beiden Bauteile führen, und letztendlich zu einem Knarzen des Gehäuses. Wir empfehlen daher ein genaues Überprüfen des Neugerätes, das in Serienfertigung auf jeden Fall besser verarbeitet sein soll. Das stört zwar alles nicht nicht beim Benutzen, führt jedoch zu einem Abzug in der B-Note, da man bei diesem Handy nicht nur hochwertige Optik, sondern auch hochwertige Verarbeitung erwartet.

Samsung SGH-U700: Beleuchtung

Die diversen Zusatzkomponenten mit dem klassischen Standard-Anschluss wie ein Datenkabel, ein Headset und das Ladegerät, die am unteren Teil des Gerätes angeschlossen werden, sitzen fest und haben praktisch kein Spiel. Zum Entfernen zieht man den jeweiligen Stecker mit leichtem Druck nach unten, um dadurch die Arretierung des Steckers zu lösen. Angst vor Beschädigung ist dabei unbegründet: Alle in einander greifenden Teile sind solide verarbeitet, auch lässt sich die Klappe abschließen, was nicht nur der Technik, sondern auch der Optik dienlich ist.

Am oberen Ende der Tastatur ist eine Art „Navi-Drehkey“ angebracht, wie es ihn noch nicht zuvor bei Samsung gab: Eine kleine, aber optisch und haptisch gelungene Drehscheibe, welche den Anwender im Menü von Punkt zu Punkt hüpfen lässt, und auch noch über die üblichen Druckpunkte links, oben, rechts und unten verfügt. Die Bedienung ist sicherlich Geschmackssache, gelingt jedoch nach sehr geringer Zeit auch einem Handylaien, und bekommt damit das Prädikat „intuitiv“. Zur normalen Handybedienung ist dieser nach kurzer Zeit einfach zu verwenden, schwieriger wird es bei Handyspielen, die mit den Tasten vermutlich nicht schnell genug gesteuert werden können.

Erweitert wird der Navi-Key auf beiden Seiten um die drum herum befindlichen Sensortasten, bei denen die oben angebrachten Softkeys je nach Menü ihre Funktion ändern. Diese sind superstylish, anders kann man es nicht sagen. Silbern, glatt dank der Sensortechnologie und damit einem Style-Handy wie dem 8800 Sirocco um Längen überlegen.

Die Tastatur des Samsung SGH-U700 hat, wie schon von anderen Sliderhandys bekannt, eine sehr gute Tastengröße, die man auch mit dickeren Fingern gut treffen kann. Die mittlere Taste „5“ ist gesondert mit einer ganz kleinen Erhebungen markiert, was auch ein Blind-Tippen von Kurznachrichten ermöglichen soll.

Einen kleinen Minuspunkt, wenn auch subjektiver Natur, mussten wir dann doch feststellen: Der Vibrationsalarm ist etwas zu laut aufgefallen, dafür kann man ihn jedoch in der Tasche auch gut spüren. Lediglich wenn das Gerät auf einem Tisch oder einem Hohlkörper liegt, hört man ein intensives Brummen. Aktivieren lässt sich dieser kinderleicht über die Profile, auf die wir noch später im Test zu sprechen kommen.

Ergänzungen wie ein Handyband oder Schmuckanhänger lassen sich am U700 ebenfalls einfach befestigen: Oben am Handy befindet sich eine Öse, die entsprechende Anbauten aufnimmt. Das Einfügen ist jedoch eine echte Fummelarbeit und verlangt nach ruhiger Hand oder aber einer Pinzette.

Sprachqualität & Empfang

Samsung SGH-U700: Headset

Der Empfang ist sowohl im E- als auch im D-Netz überdurchschnittlich gut. Das U700 findet auch dort Netz, wo andere Handys schon aufgeben, das heißt in schlecht versorgten ländlichen Gebieten sowie auch innerhalb von Gebäuden oder im Keller.

Gut ist auch der Empfang bei der Verwendung von UMTS, sowie, in den D-Netzen, bei HSDPA: Die schnellen Übertragungsstandards nutzt das Handy für interne Funktionen wie Downloads und Videotelefonie, wie auch als Modem für einen Windows-PC. Hierbei findet es die Netze recht schnell, und hält auch zuverlässig an ihnen fest, wenn der Empfang schwächer wird und sich keine brauchbare Alternative anbietet.

Doch so gut der Empfang, so mager ist die Sprachqualität: Selbst im sonst so klaren und gut verständlichen Netz von E-Plus ist das U700 akustisch ungefähr so sexy wie Gespräch durch eine verschlossene Tür: Als sei das gute alte handvermittelte Telefonat wieder zum Leben erweckt worden, so blechern wirkt ein Gespräch mit Fest- und Funknetz. Die Lautstärke ist dabei durchaus passabel: Auch an einer belebten Straße kommuniziert man reibungslos und verständlich.

Ein kleiner Energiespartipp: Wer auf UMTS übrigens im Alltag verzichten kann, der sollte den Empfang gleich im System deaktiveren. Schließlich frisst dieser extrem viel Strom und drittelt fast die verfügbare Standby-Zeit.

Display & Kamera

Samsung SGH-U700: Kamera

DKönnte man irgendetwas Schlechtes über ein solches Display schreiben? Auf den ersten Blick nicht, schließlich ist es nicht nur groß, sondern auch farbstark und bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu lustigen Animationen in der Lage, die das mobile Leben zumindest hübscher machen. Technisch ist das jedoch nicht so viel neues, vergleicht man mit Handys wie dem D900, das ebenfalls mit 320x240 Pixeln bei 262.144 Farben daherkam.

Was man auch ohne Betätigung der Einschalt-Taste sagen kann, ist, dass selten ein Handydisplay derart stimmig und zugleich stilvoll in einem Gehäuse untergebracht wurde. Silber allüberall sieht man beim U700, dessen Anzeige im ausgeschalteten Zustand eher an einen Taschenspiegel erinnert. Erstaunlich, dass es sich durch einen schlichten Tastendruck in ein vielfarbiges, großes Display verwandelt.

Samsung SGH-U700: Draufsicht

Das tut auch seine Arbeit: Alles außer direktem Sonnenlicht mag die Oberfläche und ist einwandfrei ablesbar, nur bei eitel Sonnenschein ist der Schönling eher schlecht als recht ablesbar.
Hat man das U700 einmal nicht in Gebrauch, schaltet sich das Display schnell wieder ab und spart dadurch Strom. Aus dem Dämmerschlaf kann man es jedoch ganz einfach durch Druck auf eine beliebige Taste zurückholen.

Mehr drin gewesen wäre beim U700 leider in punkto Kamera. Nicht, dass sie keine gute Bilder machen würde, doch ist der Autofokus mittelmäßig, kennt er doch nur Nahaufnahmen und Weitaufnahmen. Einen Automatik-Modus, wie beim kleineren Bruder, dem U600, sucht man hier vergeblich, was für ein Top-Modell schon eine erstaunliche Einschränkung darstellt.

Doch nun erst einmal zur Bedienung: Aktiviert wird die Kamera entweder „kompliziert“ über das Menü oder aber einfach über die auf der rechten Seite befindliche Kamerataste. Geschützt wird die Linse durch den Formfaktor: Sie wird durch Aufschieben des Sliders freigegeben. Einen besseren Schutz kann man sich kaum vorstellen.

Beim Bildermachen dient das Display als Sucher, und liefert im Querformat die schon von anderen Samsung-Handys gewohnte Bedienung mittels eines Optionsmenüs, das als Balken quer über das Display läuft. Wirft man einen Blick auf die verschiedenen Einstellungen, bekommt man beinahe den Eindruck, eine echte Digitalkamera vor sich zu haben. Empfehlenswert ist hier übrigens allen automatischen Einstellungen zum Trotz der von Hand einzustellende Weißabgleich, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

Einstellen lässt sich an der Kamera so einiges: Neben dem Weißabgleich lassen sich auch die Bildgröße und die Qualität neu justieren, die Fotoleuchte aktivieren, oder auch bei besonders nahen Motiven der Makromodus, wie auch bei Dunkelheit die Lampe einschalten.

Ebenfalls ganz einfach, jedoch einfach schlecht: Mit nur einem Tastendruck kann man von der Fotofunktion in die Videofunktion wechseln. Diese ist leider unterirdisch: Wie man es sonst nur bei Sony Ericsson kennt, schafft die Software gerade einmal eine Auflösung von 176 x 144 Pixeln als höchste Videoauflösung. Das ist sehr mager, mehr als ein Einmal-und-dann-weg-Filmchen lässt sich damit nicht drehen.

Samsung SGH-U700: beim Fotografieren

 

 

OS & Bedienung

Samsung SGH-U700: Startbildschirm
Samsung SGH-U700: Telefonbuch
Samsung SGH-U700: MP3-Player
Samsung SGH-U700: Internet
Samsung SGH-U700: SMS
Samsung SGH-U700: Anwendungen
Samsung SGH-U700: Kalender
Samsung SGH-U700: Umrechnung
Samsung SGH-U700: Timer
Samsung SGH-U700: Displayeinstellungen
Samsung SGH-U700: Hauptmenü
Samsung SGH-U700: Kontakte
Samsung SGH-U700: Musik-Player
Samsung SGH-U700: Nachrichten
Samsung SGH-U700: Anwendungen
Samsung SGH-U700: Kalender
Samsung SGH-U700: Rechner
Samsung SGH-U700: Player
Samsung SGH-U700: RSS-Reader
Samsung SGH-U700: Sicherheit

Wer schon einmal ein neueres Handy von Samsung in Händen hielt, wird beim Öffnen des Menüs wenig überrascht sein: Alles ist da, wo man es erwartet und es hingehört, und auch ausreichend beschriftet. Immerhin wurden hier 12 anstelle der sonst nur neun Menüpunkte untergebracht, da ist ein leichter Zweifel schon angebracht. Auch Neulingen dürfte der Umstieg zu Samsung im Allgemeinen und dem U700 im Speziellen leicht fallen, ist die Oberfläche doch ähnlich den anderen Handys mit einem im Gitter aufgestellten Menü. In das Menü gelangt man mithilfe der mittleren Taste.

Sehr positiv fällt ins Auge, dass sowohl die Schrift als auch die Grafik aufgrund der hohen Displayauflösung und des Flash-Menüs viel glatter und schicker aussehen als bei vielen anderen Handys. Pixelig wirkt am gesamten Handymenü kein einziger Unterpunkt. Diese Optik unterstreicht einmal mehr das Konzept der Hochwertigkeit des neuen Top-Modells.

Navigiert wird mit der in der Mitte befindlichen Navi-Key-Scheibe, was einfach und intuitiv vonstatten geht. Hier bewährt sich übrigens mal wieder die „Rücktaste“, um einen Menüpunkt höher zu springen.

Die vier seitlichen Punkte des drehbaren Navi-Key lassen sich übrigens mit bestimmten Menüpunkten belegen, um auf diese schnell zugreifen zu können. Dabei ist der Zugriff auf nahezu alle Hauptmenüpunkte möglich, für Unterpunkte empfiehlt sich eine Benutzung der Verknüpfungen, die auf einer eigenen Taste das schnelle Aktivieren von z. B. Bluetooth-Verbindungen ermöglicht. Das spart Zeit und Menüebenen, die sonst häufig nerven.

Die Schriftgröße und Art für das Menü ist fixiert und lässt sich nicht mehr ändern. Schlimm ist das nicht: Die Schrift ist durchgehend in einer sehr übersichtlichen Größe und in jeder Situation gut abzulesen. Die Rufnummernübermittlung kann man einfach im Einstellungsmenü verwalten, hier kann man aus den drei Standardfunktionen auswählen. In einem anderen Menü lässt sich einstellen, ob eine automatische Wahlwiederholung aktiviert werden soll.

Die Anruferlisten sind wie gewohnt gut, man kann sowohl verpasste, als auch angenommene oder abgegangene Gespräche einsehen, oder aber auf einer gemischten Liste alle auf einmal Revue passieren lassen.

Beim SMS-Schreiben wird der Anwender von einer lernfähigen T9-Funktion unterstützt. Auch wer zuvor kein Samsung-Handy hatte, der gewöhnt sich schnell daran. In der oberen rechten Ecke findet man einen Zähler, der die übrigen Zeichen einer einzelnen SMS abzählt. Dieser zählt komplett vom ersten bis zum letzten Zeichen mit.

Im Nachrichtenmenü findet man neben der Möglichkeit, SMS in alle Welt zu senden, auch der MMS-Editor. Ganz einfach kann man einen Betreff, ein Bild oder ein Video, einen Ton und Text zu einer MMS hinzufügen. Hier lässt sich aus den Standardspeicherorten des Gerätes auswählen oder die Datei, die man einfügen will, erstellen. Die maximale MMS-Größe beträgt, wie bei modernen Multimedia-Handys üblich, 300 KB. Zurück zur SMS: Hier hat Samsung kräftig aufgestockt, konnten die Vorgänger doch gerade einmal mit Platz für 200 Kurznachrichten aufwarten, während nun 500 Stück Platz im Handy finden.

Die integrierte Email-Software ist umfangreich und sollte den meisten Anwendern locker reichen. Die Konfiguration ist dabei nicht ganz so einfach, muss man doch alle Daten wie Server-Namen etc. erst von Hand eingeben. Praktisch ist jedoch die Abfrage, ob die gesamte Mail, oder aber nur der Absender so wie die Betreffzeile auf das Handy herunter geladen werden sollen. Das spart Zeit und, wenn keine Datenflatrate vorhanden sein sollte, auch einen großen Posten auf der Rechnung ein.

Multimedia ist ein erklärtes Schwerpunktthema des U700, will man doch die Herzen aller Menschen mit dem silbernen Flachmann erfreuen. Dem kommt das koreanische Unternehmen auch nach: Midi, MP3 und alle möglichen Klingeltonformate spielt das Handy locker ab, auch lässt sich der Spieler in den Hintergrund verbannen, um im Vordergrund E-Mails zu schreiben oder anderweitig zu arbeiten.

Wem die mitgelieferten Kopfhörer nicht reichen, und das dürften praktisch alle Menschen sein, für die Musik nicht nur der Hintergrundbeschallung dient, lässt sich auch ein kabelloser Satz Hörer via des Bluetooth-Protokolls A2DP anbinden. Alternativ kann man auch den integrierten Lautsprecher verwenden, doch ist dieser recht schwach und wenig bassig.

Die Tastatur zu sperren ist ganz einfach: Man schiebt schlicht den Slider in sich zusammen. Ist dieser geschlossen, lassen sich noch zusätzlich die äußeren Tasten deaktiveren: Durch Druck zunächst auf den linken, im Anschluss den rechten Softkey wird später ein Druck auf den oberen Teil des Handys ohne Konsequenzen bleiben.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Samsung SGH-U700: mit USB-Kabel

Verbindungen zu schaffen ist eine der ganz großen Stärken des Samsung SGH-U700, verfügt es doch über alle momentan angesagten Industriestandards: Das eingebaute Bluetooth sorgt für gute Verbindungen zu anderen Geräten, auch ist das mitgelieferte Datenkabel samt Software eine gute Grundlage zum Datentransfer. Doch auch HSDPA, UMTS und GPRS stehen dem Anwender zur Verfügung, und wem das immer noch nicht reicht, der kann sogar noch die gute alte Infrarot-Verbindung aufbauen.

Ein weiteres Extra: Die beiliegende Speicherkarte lässt sich natürlich auch am PC mit Hilfe eines Adapters anschließen, und somit wie ein internes Laufwerk auslesen und auch beschreiben. Das muss jedoch nicht zwingend sein: Die mitgelieferte Software kann das ebenfalls und stellt den Inhalt der Speicherkarte dar, als handle es sich um einen Blick in den vertrauten Windows-Explorer.

Die mitgelieferte Software erledigt ihre Arbeit wie gewohnt souverän und schnell z. B. Telefoneinstellungen, Kontakte und Daten bearbeiten und zwischen Mobiltelefon und einem kompatiblen PC abgleichen. Das funktioniert über das Datenkabel oder aber über Bluetooth, was die Anwendung zusätzlich vereinfacht. Auch lassen sich Musikstücke von einer CD einlesen und anschließend auf das Handy verschieben.

Multimedia & Organizer

Samsung SGH-U700: Draufsicht unten
Samsung SGH-U700: Draufsicht unten rechts
Samsung SGH-U700: Draufsicht rechts
Samsung SGH-U700: Draufsicht rechts oben

Komfort ist der zweite Vorname des U700: Nennen Sie ein Handy-Feature, und der schicke Slider wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit haben. Ob Sprachwahl- und Sprachsteuerung, Sprachaufzeichnung oder aber eine Freisprecheinrichtung, Sie werden alles finden, wenn auch manchmal erst nach einigem Suchen.

Äußerst komfortabel und gleichzeitig superpraktisch sind Sprachwahl und Sprachsteuerung. Nicht ganz so praktisch ist die integrierte Mitschneide-Funktion untergebracht: Zwar lässt sich diese auch während eines Telefonats verwenden, doch muss sie manuell über das Menü gestartet werden, eine Schnellzugriffstaste fehlt leider. Die Freisprechfunktion wiederum ist schnell zur Hand, ein einfacher Tastendruck genügt, um das Handy einfach auf den Tisch zu legen und so Telefonate führen zu können.

Auch wenn Samsung selbst nicht von einem Business-Handy spricht, verfügt das SGH-U700 doch über eine solche Ausstattung. Dazu gehören erstmals die bei anderen Herstellern schon seit Jahren üblichen und einfach zu bedienenden Situationsprofile. Für sechs verschiedene Umgebungen inklusive des Flugzeg-Modus ist ein Profil vorhanden. Bedienen lassen sie sich über die #-Taste. Die Profile lassen übrigens eine Vielzahl verschiedener Einstellung-Möglichkeiten zu, dazu gehört auch das Signal für eingehende SMS.

Samsung SGH-U700: Draufsicht oben
Samsung SGH-U700: Draufsicht oben links
Samsung SGH-U700: Draufsicht links
Samsung SGH-U700: Draufsicht links unten

Praktisch ist auch das Telefonbuch: Satte 1000 Kontakte lassen sich hier eingeben, und diese mit einer Vielzahl von Informationen versehen. So können pro Name jeweils eine Handy-, Privat- Büro- und sogar Fax-Nummer wie auch eine für „Sonstiges“ hinzugefügt werden. Auch sonst bleibt kein Wunsch offen: Mehrere Postadressen, eine Emailadresse, Webseite und das Geburtsdatum fehlen ebenso wenig wie ein persönlicher Klingelton oder ein Anruferbild. Sollte in der langen und vom Tester gekürzten Liste etwas fehlen, lässt es sich spielend manuell hinzufügen. Wer sich jedoch viel Zeit sparen möchte, der sollte sämtliche Kontaktdaten aus seinem gut gepflegten Outlook herüberholen.

Der Kalender des U700 ist mit maximal 100 Einträgen recht umfangreich und praxisorientiert, wie es sich für ein Handy dieser Bauart gehört. Als Ansichten stehen die Klassiker Monats- und Wochenansicht zur Verfügung, Erinnerungen können schnell erstellt und ausreichend lange im voraus alarmiert werden. Diese lassen sich übrigens auch sehr gut offline erstellen, was um einiges bequemer ist, als sie im Handy zu editieren.

Die eingebaute Uhr fügt sich gut in die restlichen Funktionen des Samsung U700 ein, lassen sich doch durch automatische Zeitzonen je nach Aufenthaltsort die Zeit und Datum des Handys angleichen. Dabei kommt das exklusive U-Menü zum Einsatz, das sich der jeweiligen Umgebung anpasst. Gut gelungen: Der Wecker ist recht komfortabel, bietet er doch die Möglichkeit, täglich zu wecken, oder aber nur einmalig. Selbstverständlich wird der Alarm auch bei ausgeschaltetem Gerät aktiviert.

Fazit

Samsung SGH-U700: zerlegt in Bestandteile

Das U700 ist der erste Samsung-Slider seit dem D600 (und dem D500), mit dem die Koreaner alles liefern, was zu Eroberung des Massenmarktes notwendig ist: Technik wie HSDPA, 3,2-Megapixel-Kamera und eine Menge Multimedia, gepaart mit einem Hingucker-Design, das dieses Mobiltelefon unverwechselbar macht. Dennoch wird ihm der ganz große Wurf nicht vergönnt sein, und das hat mehrere Gründe. Zum einen hat das U700 ein zu kontroverses Design, das beim besten Willen nicht den Geschäftskunden zum Kauf animieren wird, zumal man es permanent von Fingerabdrücken befreien muss. Zum anderen sind es die kleinen Dinge wie der nur mittelmäßige Klang, die magere Videodarstellung und die dürftige Standby-Zeit, die eine Reihe von Kunden vom Kauf abhalten wird.

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