Test des Samsung SGH-P900

20 Minuten

Test des Samsung SGH-P900-1Mit dem SGH-P900 bringt der koreanische Hersteller Samsung das erste T-DMB (Terrestrial Digital Multimedia Broadcasting) Handy auf den Mobilfunkmarkt. Die Technologie soll dem Gerät den letzten Feinschliff auf dem Weg zum absoluten Multimediatalent geben.

Doch das Gerät kann noch mehr. Es taugt nicht nur als mobiles TV-Gerät sondern verfügt auch über einen MP3-Player, eine -Pixel-Kamera und ein Radio. Besonderes Highlight ist das drehbare Display, mit dem man sogar in den „16:9“-Modus wechseln kann.

Doch was hat das Handy sonst noch zu bieten? Wie zuverlässig funktionieren die Standards?Oder ist das P900 letztlich doch nur ein Gerät für Unterhaltungsjunkies?

Antworten auf diese Fragen und vieles mehr lesen sie im Testbericht von inside-handy.de.Das P900 kommt in einem für Samsung typischen, schlichten Karton daher. Die Verpackung istgrau-schwarz und überzeugt wie immer durch schlichte Eleganz. Auf vier Seiten ist das Handy in unterschiedlichen Positionen abgebildet, wobei sich der glänzende Aufdruck des Handys von der leicht angerauhten Oberfläche der Kartonage abhebt. Gleichzeitig hätte die Verpackung bei einer Neuerung, wie T-DMBdurchaus etwas exklusiver ausfallen können.

Nach dem Öffnen der Verpackung findetman das Handy in einem typischen Eierschalenkarton wieder. Auch diese Art der Verpackung ist klassisch, wenn auch alles andere als schön. Des Weiteren hat der koreanische Hersteller dem Gerät ab Werk das obligatorische Zubehör wie Headset sowie Lade- und Datenkabel spendiert. Lediglich eine Speicherkarte, die mittlerweile ebenfalls zum Standartsortiment gehören sollte, sucht der Kunde vergeblich.

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Test des Samsung SGH-P900-4Hat man das Handy ausgepackt, muss man es zunächst zusammenbauen. Hierfür muss zunächst der Akkudeckel abgenommen, die Sim-Karte und der Akku eingelegt und anschließen der Akkudeckel wieder geschlossen werden. Da alle Teile perfekt ineinandergreifen, lässt sich das gerät spielend einfach zusammen und auseinanderbauen. Lediglich das Entfernen des Akkudeckels gestaltete sich im Testi etwas schwierig: Man muss die Klappegleichzeitig drücken und ziehen, was etwas Fingerspitzengefühl verlangt.

Schaut man sich das Handy nun etwas genauer an, fällt zunächst das für Samsung eher untypische Design auf. Auf der Klappenoberseite findet man im unteren Teil ein kleines Display. Im oberen Bereich sind die „Play“-, „Forward“- und „Rewind“–Tasten zur Bedienung des MP3- Players. Ansonsten ist das Gerät eher schlicht gestaltet. Die Farben grau und schwarz verleihen dem Handy jedoch ein klassisches, edles Aussehen . Auf der linken Seite befindet sich eine Wipptaste zu Regelung der Lautstärke. Auf der Oberseite desHandys, dort, wo bei anderen Geräte meist gähnende Leere herrscht , istbeim P900 eine bewegliche Kamera befestigt. Diese kann man um 180 Grad drehen und so aus nahezu jeder Perspektive fotografieren.

Test des Samsung SGH-P900-5Die verwendeten Materialien wirken robust und hochwertig. Auch wenn das Handy für sportliche Aktivitäten eher ungeeignet ist, wird es deshalb den einen oder anderen Sturz überleben können. Auch die Proportionen stimmen. Nimmt man das Handy in die Hand fällt allerdings sein enormes Gewicht auf. Mit 124 Gramm ist es deutlich über der magischen 100- Gramm-Grenze, die die Hersteller sonst gerne unterschreiten. Beim Öffnen des Handys fällt direkt auf, dass es sehr gut in der Hand liegt. Außerdem kann die Klappe an zwei Stellen einrasten. Die eine Stelle ist typisch für ein Klapphandy und sehr praktisch beim normalen Telefonieren. Bei der Anderen steht das Display senkrecht und eignet sich hervorragend zum für den mobilen TV-Genuss, da man es so auch gut positionieren kann. Beim Öffnen und Schließen fallen keine Schwachstellen ins Auge. Man hört weder ein Knarren, Quietschen oder Schleifen. Außerdem ist alles fest verbaut,. der Klappmechanismus scheint also äußerst stabil.

Test des Samsung SGH-P900-6Auch die Spaltmaße sind sehr gering. Das Handy bietet kaum Angriffsflächen für Schmutz und Staub. Besonders das Tastenfeld ist so angelegt, das fast nichts eindringen kann. Alle Öffnungen, zum Beispiel für Ladegerät oder Headset sind durch Kläppchen verschlossen, die fest mit dem Telefon verbunden sind. Dadurch sind sie vor Dreck perfekt geschützt und können nicht verloren gehen. Steckt man nun zur Probe die verschiedenen Anbauteile an, fällt auf, dass sie perfekt zueinander passen. Sie lassen sich kinderleicht anbringen und auch wieder entfernen. Ein weiterer positiver aspekt ist, dass man auch das Zubehör von älteren Samsung-Modellen verwenden kann. Vor einem teuren Neukauf einiger Komponenten belibt der Käufer somit verschont.

Klappt man das Telefon auf erkennt man sofortein für Samsung typisches Tastenfeld. Oben sind Schnellwahltasten für das TV und die -Pixel-Kamera. Darunter befindet sichdie Internetzugriffs- oder Bestätigungstaste, die von den Navigationstasten umrahmt wird. Rechts und links davon ist je eine Softtaste, die beide der Navigation durch das Menü dienen. Darunter hat Samsung die die Anrufannahme-, die Lösch- und die Anrufbeendtasten gesetzt. Letztlich folgt das gewöhnliche Zahlenfeld. Das Tastenfeld ist schwarz, die einzelnen Zahlenblöcke sind waagerecht durch silberne Erhöhungen sowohl optisch, als auch fühlbar voneinander abgegrenzt. Die Navigationstasten sind ebenfalls silber umrahmt und auch die Bestätigungstaste ist silber hervorgehoben. Zudem ist die Taste 5 markiert. . Auffallend ist, dass die Tasten nicht nur sehr gut fühlbar sind sonder auch sehr präzise reagieren. Der Druckpunkt ist extrem genau. Dadurch, dass sie sehr tief in der Tastatur liegen zeigen, ist es einerseits schwer die Abgrenzung der Tasten voneinander zu erfühlen. Andererseits verspricht gerade diese Tatsache eine lange Lebensdauer, da die Tastatur kaum verdreckt und schon garnicht herausfällt.

Obwohl die Tasten eng beieinander liegen kann man sie auch gut blind bedienen. Auch das Schreiben einer SMS ist mit ein wenig Übung kein Problem. Zudem geschieht die Navigation mit den vier Navigationstatsen kinderleicht. Der Vibrationsalarm ist wie bei allen Samsunghandys sehr deutlich zu spüren, aber auch leider etwas laut. In Situationen, die absolute Ruhe erfordern, sollte man ihn deshalb vorsorglich ausschalten. Insgesamt verleiht das Zusammenspiel ziwschen hochwertigen Materialien und stilvollem Designsowie das edle Design dem Handy Klasse und Eleganz.Test des Samsung SGH-P900-7Nimmt man das Handy nun in Betrieb und tut das, wozu es eigentlich gedacht ist, nämlich telefonieren, stellt man fest, dass das nicht so gut funktioniert wie es sollte. Die Antworten des Gesprächspartners kommen zum Teil abgehackt und äußerst undeutlich an. Nebengeräusche erschweren das Telefonieren zusätzlich. An Orten mit einer hohen Geräuschkulisse, wie zum Beispiel an einer stark befahrenen Straße, kann man leider fast gar nichts verstehen. Im Gegensatz dazu schnitt die ausgehende Sprachqualität im Praxistest sehr gut ab. Die Lautstärke ist während des Gesprächs durch die Wipptaste an der rechten Seite des Geräts einstellbar. Dies funktioniert leicht und präzise und ist selbstverständlich auch während des Gesprächs möglich. Der Empfang schwächelt jedoch abhängig vom Netzanbieter.. Gerade mit einem schwachen Netz hat man an einigen Stellen nicht den optimal möglichen Empfang. Der Akku des P900 zeigt sich mit einer Standbyzeit von 200 Stunden und einer Gesprächszeit von 5,5 Stunden eher schwach auf der Brust. Und das macht sich auch im tägliche Gebrauch deutlich bemerkbar. Unter normaler Benutzung muss man das Handy schon jeden zweiten Tag laden, benutzt man nun auch noch den MP3- Player kommt man gerade mal 24 Stunden mit einer Akkuladung hin. Für den heutigen Stand der Technik und im Vergleich zu anderen Herstellern ist solch eine Akkuleistung als sehr bescheiden zu bezeichnen. Einzig die Tatsache, dass die Angaben des Herstellers mit der Realität übereinstimmen, muss man Samsung zu Gute halten.Test des Samsung SGH-P900-8Als Klapphandy besitzt das Samsung typischer Weise zwei Displays. Das erste Display findet man auf der Oberseite der Klappe und ist 21 x 10 Millimetergroß. Das zweite Display befindet sich auf der Unterseite der Klappe und ist 35 X 48 Millimeter groß. Es stellt bei einer Auflösung von 240 X 320 Pixeln 262 144 Farben dar. Die Werte stehen für eine hervorragende Farbwiedergabe, hierbie werden die Erwartungen an das Handy auch keinesfalls enttäuscht. Das P900 bietet nämlich eine exzellente Farbbrillianz. Die Farben sind gestochen scharf undwirken satt . Lediglich bei starker Sonneneinstrahlung zeigt das Display Schwächen: Die Lesbarkeit lässt deutlich nach. . Sein volles Können zeigt das Gerät dagegen bei Dunkelheit. Hier ist es hervorragend lesbar und entfaltet seine volle Farbbrillianz. An den Einstellungen des Displays kann man jedoch lediglich die Helligkeit, nicht aber den Kontrast verändern. Dafür istaber die Dauer der Displaybeleuchtung zwischen fünfzehn Sekunden und fünfzehn Minuten einstellbar.

Auch das Hintergrundbild kann der P900-Besitzer beliebig verändern. So kann er sowohl zwischen voreingestellten Bildern als auch zwischen eigenen Fotos wählen. Zur Begrüßung kann man einen eigenen Text eingeben. Die Ein- und Ausschaltanimationen lassen sich nicht verändern. Lediglich die Töne, die dazu gespielt werden, können verändert werden. Hier kann man zwischen zwei verschiedenen Melodien wählen oder sie ganz ausschalten.

Ein Displayschoner steht nicht zur Verfügung. Das Display schaltet sich wie oben erwähnt nach der gewünschten Zeit aus. Aktiviert man die Kamera, dient das Display als Sucher. Die Kamera hat eine Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln und einen dreifach-digitalen Zoom. Eine Blitzfunktion oder Fotoleuchte steht leider nicht zur Verfügung. Der Clou an der Kamera ist, dass sie drehbar ist. Das heißt, man kann sie um 180 Grad um ihre Achse drehen. Dadurch kann man sowohl sich selbst als auch die Umgebung fotografieren.

Damit man sich selbst nicht auf dem Kopf sieht, dient die Wipptaste an der linken Seite des Handys zum Drehen des Bildes. Aktiviert man die Kamera, kann man wählen ob man in der Vorschau das Standardverhältnis, Vollbild, Vollbild und Anzeige oder Vollbild und Linie sehen möchte. Der Auslöser reagiert mit etwas Verzögerung: Nach dem Auslösen muss die Kamera noch ein paar Sekunden ruhig halten werden, damit das Bild nicht verwackelt.

Zudem kann man zwischen verschiedenen Aufnahmemodi unterscheiden: Einzelaufnahme, Serienbild und Mosaikaufnahme. Außerdem kann man mehrere Effekte (schwarz/weiß, Negativ, Sepia, Prägung, Grün und Wasser) einbauen.. Des Weiteren kann man zwischen verschiedenen Foto-Rahmen wählen.

P900 - beim Fotografieren

Als Weiteres Feature verfügt die Kamera über einen Selbstauslöser. Lwer gerne und häufig auch bei Nacht fotografiert, wird allerdings enttäuscht. Angesichts des fehlenden Nachtmodus‘, werden Nachtschwärmer an Fotos bei Dunkelheit wohl keinen Spaß finden.Derweil funktioniert die Aufnahme von Videos sehr gut. Der Auslöser für die Kamera dient dabei auch gleichzeitig als Start und Stop der Aufnahme. Auch hierbei stehen dem Hobbyfilmer dieselben Effekte wie bei der Fotobearbeitung zur Verfügung.

Sowohl Bilder als auch Videos kann man im Menüpunkt „Dateienverwaltung“ in verschiedenen Ordnern abspeichern. Die Ordner kann man jedoch weder umbenennen, noch lässt sich der Speicherort verändern. Die Namen der Dateien selbst kann man jedoch verändern. Insgesamt ist die Qualität der Bilder und Videos gut. Vor allem Fotos sind sie sehr scharf und so gut wie nie verwackelt.

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Ins Menü gelangt man mit Hilfe der linken Softtaste. Voreingestellt ist ein Iconmenü, aber kann man auch in ein Listenmenü wechseln. Das Icomneü bewährte sich im Test jedoch als wesentlich übersichtlicher. Folgende Menüunkte sind jeweils mit einem Icon versehen: Anruflisten, Telefonbuch, Anwendungen, Dateienverwaltung, Nachrichten, Browser, Kalender, Kamera und Einstellungen.

Die Icons sind ansprechend gestaltet und man erkennt schnell, was sich dahinter verbirgt. Außerdem treten sie, wenn man sie mit dem Auswahlrahmen anwählt, in den Vordergrundund sind animiert. Insgesamt ist das Menü sehr übersichtlich gestaltet. Die Wege durch das Menü sind kurz und mit vier Menüebenen recht unkompliziert gestaltet. Sämtliche Funktionenen findet man deshalb sehr schnell, längere Suchzeiten gab es in unserem Test nicht. So ist man zum Beispiel nach vier Tastenklicks bereit eine SMS zu schreiben. Natürlich kann man diesen Weg noch kürzer gestalteen, indem manmit Shortcuts oder Schnellzugrifffunktionen arbeitet. Beispielsweise gibt es Shortcuts für die Kamera und den Fernseher.

Den Stummmodus kann man schnell und einfach durch sekundenlanges drücken der Rautetaste aktivieren. Zusätzlich kann man die Navigationstasten mit Schnellzugrifffunktionen belegen. Allen vier Tasten können beliebige Menüpunkte zugeordnet werden, so dass man die häufig verwendeten Sachen schnell zur Hand hat. Durch Drücken der Anrufannahmetaste gelangt man direkt in den Anrufverlauf. Die Bestätigungstaste dient auch gleichzeitig zum Starten des Internetbrowsers. Auch der Drehung des Displays kann man eine Schnellzugriffsfunktion, wei zum Beispiel dem Starten des TV- Modus oder der Kamera zuordnen. Leider sind sowohl Sprachwahl als auch Sprachsteuerung nicht möglich, was den Gesamteindruck etwas trübt. Vor allem während einer längeren Autofahrt sind solche Funktionen sehr nützlich.

Die Schrift- und Anzeigengröße im Display kann nicht verändert werden. Dafür aber die Schriftgröße der Wählanzeige. Hier kann man zwischen klein, medium und groß wählen. Außerdem kann man die Schriftfarbe und die Hintergrundfarbe beliebig bestimmen. Allgemein ist die Schrift sehr groß, so dass sie auch für Brillenträger gut geeignet ist. Die Rufnummernunterdrückung findet man unter „Einstellungen“ – „Netzdienste“ – „Übertragung der Rufnummer“. Hier kann man wählen, ob man den „Standard“, „Nummer verbergen“ oder „Nummer senden“ nimmt. Alle Anrufe werden in den „Anruflisten“ gespeichert. Hier gibt es Listen für unbeantwortete, gewählte und empfangene Anrufe. So hat man alle Anrufe schnell zur Hand und immer den vollen Überblick. Außerdem verfügt das Gerät über eine automatische Wahlwiederholung, die man immer dann einsetzen kann, wenn ein Kontakt besetzt ist. Ebenso leicht funktioniert das Schreiben einer SMS. Hierbei wird man durch die automatische Worterkennung (T9) unterstützt, die zudem auch noch lernfähig ist.

Textvorlagen, Kontakte oder Favoriten kann der Nutzer bequem einfügen.Zusätzlich kann man Bilder, Melodien oder Animationen einfügen. Außerdem können Dateien wie Visitenkarten, Termine, Jahrestage, Notizen oder Aufgaben angehängt werden. Empfangene SMS werden im „Posteingang“ und unfertige Kurznachrichten unter „Entwürfe“ gespeichert. Unter „Vorlagen“ kann man Standart-SMS eingeben und speichern und so bei Bedarf schnell darauf zurückgreifen. Ansonsten funktioniert das Schreiben einer Kurzmitteilung wie gewohnt. Man kann überlange SMS schreiben und auch ein Zeichenzählerist vorhanden. Zudem ist das Verfassen einer MMS einfach und komfortabel gelöst. Voreingestellt ist eine Art Tabelle an der man sich orientieren kann. So kann man zuerst den Betreff , dann ein Bild, Video oder Ton einfügen und abschließend noch einen Text eingeben. Zuletzt muss man nur noch den Empfänger angeben. . Ebenso kann man eine E-Mail verfassen: Betreff und Text eingeben und gegebenenfalls eine Datei anhängen. Dann noch den Empfänger eingeben und los geht’s.

Bei dem P900 kann man nahezu jeder Funktion einen Klingelton zuordnen. Dabei kann man wahrlich aus dem Vollen schöpfen. Das P900 kann polyphone Klingeltöne, Real- Music- Töne und MP3s abspielen. Natürlich können auch alle diese Töne als Klingeltöne verwendet werden. Leider kann man sie nicht selbst komponieren. Ein Radio steht zwar zur Verfügung, läuft aber wie das TV über DMB und funktioniert erst dann, wenn diese Funktion über den Netzanbieter freigeschaltet wurde. Trotzdem kommt der Musikfan voll auf seine Kosten. Die Tastensperre einzuschalten ist bei dem Haupttastenfeld nicht möglich. Da das P900 jedoch ein Kalpphandy ist, ist diese Funktion auch nicht notwendig. Dafür kann man aber einstellen, dass im geschlossenen Zustand die Fronttasten gesperrt sind. So kann man das Handy bedenkenlos in die Tasche stecken, ohne das es sich selbstständig macht.Test des Samsung SGH-P900-24Als Verbindungsmöglichkeiten stehen dem Nutzer Bluetooth und Datenkabel zur Verfügung. Beide Verbindungsmöglichkeiten funktionieren schnell, zuverlässig und sind leicht zu aktivieren. Der Nutzer kann Bilder, Töne, Animationen und Videos versenden. Auch die Synchronisation mit dem PC verläuft problemlos und schnell,was zum größten Teil der hervorragenden Software von Samsung zu verdanken ist.

Auch die Konnektivität mit dem Headset verläuft problemlos. Sowohl der Anrufer als auch der Gesprächspartner waren im Test klar und deutlich zu verstehen.

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Auch während des Gesprächs stehen dem Benutzer verschiedene Funktionen zur Verfügung. Zum einen kann man auf Stumm schalten, so dass der Gesprächspartner nicht hört was man sagt. Zum anderen kann man die Freisprechfunktion aktivieren. So kann man auch mit vollen Händen noch bequem telefonieren. Außerdem kann man während des Gesprächs auf alle Menüfunktionen zugreifen und zum Beispiel Kontakte aufrufen, bearbeiten oder hinzufügen. Außerdem kann man während des Telefonats seine Termine im Kalender checken. Sämtliche Funktionen findet man unter „Optionen“. Ein interner Anrufbeantworter ist nicht integriert, aber im Allgemeinen übernimmt diese Funktion ja die Mailbox. Gleichzeitig stehen auch keine Profile zur Verfügung. Man kann lediglich zwischen den eingestellten Ruftönen und dem Stummmodus wählen.

Derweil fällt das Telefonbuch fällt weniger spartanisch aus. Man kann Vorname, Nachname, fünf Rufnummern, E-Mail-Adresse, Anruferfoto, Klingelton, Gruppe und Notiz speichern. Das allerdings nur, wenn man den Kontakt auf dem Telefonspeicher ablegt. Speichert man auf der Sim-Karte kann man Namen, Rufnummer, Anruferfoto, Klingelton, Gruppe und Speicherplatz festlegen. Insgesamt kann man eine Fülle an Informationen speichern . Zudem kann man auch während des Gesprächs auf einen Kontakt zugreifen und ihn zum Beispiel erweitern oder verändern.

Unter dem Menüpunkt „Kalender“ kann man verschiedene Termine eingeben . Hier kann man zwischen vier Kategorien unterscheiden: Termine, Jahrestage, Notizen und Aufgaben. Bei einem Termin gibt man Betreff, Eigenschaften, Startdatum, Startzeit, Enddatum, Endzeit und Speicherplatz an. Außerdem kann man den Alarm zeitgesteuert einschalten,, den Alarmton auswählen und die Wiederholung aktivieren. Beim Jahrestag gibt man Anlass und Datum an und entscheidet über Ton, Uhrzeit und Erinnerungsmodus. Bei einer Notiz kann man lediglich einen Text eingeben, die dann beim aufrufen des dazugehörigen Tages eingeblendet wird. Beim Erstellen einer Aufgabe, gibt man einen Text ein, dann das Startdatum, Fälligkeitsdatum und wählt die Priorität. Ruft man den Kalender auf, sind Tage an denen man einen Termin oder ähnliches angegeben hat farbig markiert. Außerdem ist am unteren Rand des Displays eine Leiste, die anzeigt wie viele Termine, Aufgaben und so weiter für den aufgerufenen Monat anstehen. So hat man immer den vollen Überblick über seine Termine. Ein separater Terminkalender ist somit überflüssig.

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Bei der Uhrzeit gibt es verschiedene sinnvolle Funktionen. So kann man die Uhrzeit digital einstellen und zwischen 24-Stunden- und 12-Stunden-Modus wählen.Außerdem hat man unter „Anwendungen“ eine Funktion namens „Weltzeit“. Hier kann man die momentanen Uhrzeiten auf allen Teilen der Welt sehen . Des Weiteren befinden sich hier auch Timer, Weckerund Stoppuhr. Bei der Wecker-Funktion kann man zwischen Morgenanruf und zwei Alarmtönen wählen.

Ab Werk verfügt das P900 über zwei integrierte Spiele. Das eine ist ein eher einfaches Spiel, bei dem man einen Hasen wahlweise Möhren sammeln oder Ostereier verteilen lassen muss. Natürlich stehen dem Hasen dabei einige Hindernisse im Weg. Das Spiel ist zwar einfach gestaltet, .trotzdem ist es ein super Zeitvertreib und zum Teil auch recht anspruchsvoll vom Schwierigkeitsgrad.

Beim zweiten Spiel ist man der Pilot eines Kampflugzeugs und muss im Weltraum gegen die unterschiedlichsten Gegner kämpfen. Auch dieses Spiel ist ganz nett und vertreibt die kurzzeitige Langeweile. Natürlich kann man noch weitere Spiele herunterladen. Ebenfalls hohen Unterhaltungswert bietet der MP3-Player. Das Aufspielen von Liedern funktioniert einfach. Man kann sie entweder per Datenkabel oder per Bluetooth versenden.Einmal auf dem Handy kann man die Lieder zu unterschiedlichen Playlisten zusammenstellen. Lieder aus einer Playlist können dann auch hintereinander automatisch abgespielt werden. Ansonsten muss man jedes Lied einzeln auswählen. Leider kann man jedoch nur bis zu vier Playlisten zusammenstellen .

Außerdem besitzt der Player eine Resumefunktion. Dadurch startet der Player bei einem Neustart wieder an derselben Stelle, an der er zuvor beendet wurde. Id3-Tag unterstützt das Gerät allerdings nicht, Interpret und Titel werden also nicht angezeigt. Zudem ist die Anzeigenlänge begrenzt. Bei längeren Titeln oder Namen muss man manuell kürzen oder einen neuen Namen eingeben. Alle Musiktitel werden unter „Dateienverwaltung“ im Ordner „Musik“ gespeichert. Die Klangspektren lauten: Normal, Jazz, Rock, Klassik und die Klangqualität ist sehr gut. Selbst auf der höchsten Lautstärke treten keine Verzerrungen auf . Leider konnte das TV nicht getestet werden, da eine DMB-Freischaltung fehlte.

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Samsung überzeugt auch bei dem P900 wieder durch hervorragende Verarbeitung und hochwertige Materialien. Der Hersteller schafft es immer wieder seinen Handys einen edlen Look und das „gewisse Etwas“ zu verleihen. Leider ist das P900 etwas groß und schwer geraten. Außerdem ist das Frontdisplay nach unten gerutscht, was ebenfalls die Optik ein wenig stört. Ebenfalls ein Manko ist die recht schlechte Sprachqualität beim Telefonieren, der schlechte Empfang und der schwache Akku. Ist der Empfang einmal weg, dauertes verhältnismäßig lange um sich wieder in ein Netz einzubuchen . . Außerdem ist es sehr nervig alle zwei Tage den Akku zu laden. Zudem fehlen Sprachwahl und Sprachsteuerung, was zu Minuspunkten führt. Positiv zu erwähnen ist der MP3- Player. Er funktioniert leicht und zuverlässig und die Klangqualität ist ebenfalls sehr gut. Auch die Kamera überzeugt auf ganzer Linie: Die Bilder und Videos sind auch auf dem PC gestochen scharf. Ebenfalls gut schneidet die PC-Synchronisation ab. Dank der erstklassigen Software macht dieses Feature wirklich Spaß. Allgemein ist der Unterhaltungswert des P900 hoch, doch auch für Puristen, dielediglich Wer auf das Nötigste legen, ist das Samsung-Handy empfehlenswert.

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