Test des Samsung SGH-P300

27 Minuten

Test des Samsung SGH-P300-1Mit dem SGH-P300 läutet der koreanische Hersteller Samsung eine weitere Runde im Bereich der kompakten Alleskönner ein. Telefon, MP3-Player, Digitalkamera und eine Organizerverwaltung sind in ein kleines und sehr edles Gehäuse gepackt worden, das vom Design her einen neuen Weg geht. Wer den Hersteller Samsung kennt, dem ist bekannt, dass Samsung immer noch einen Zahn zulegt bei seinen Geräten und was dieser kleiner Winzling leistet, oder ob er zu viele Schwächen hat, das soll dieser Testbericht zeigen.

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Die Verpackung ist auffällig, genauso wie das Gerät selber auch. Die kleine Schachtel im ca. DINA5 Format gefällt und macht neugierig auf den Inhalt. Vorne auf der Verpackung ist das Gerät abgebildet und auch die Rückseite der Verpackung zeigt das Telefon nebst einer kurzen Funktionsbeschreibung.

Von oben und von unten ist die Verpackung in einem schlichten, nicht ganz weißen Farbton gehalten. Die Seitenteile sind in Anthrazit gehalten und zeigen dezent das Samsung Logo.

Ingesamt macht die Verpackung Lust auf mehr und hat man erstmal den obersten Klappdeckel der Verpackung geöffnet, dann wird man noch neugieriger, da man bereits jetzt schon einen Blick durch ein kleines Sichtfenster auf das Gerät selber nehmen darf.

Hat man das Innenleben der gut schützenden Verpackung an der Seite herausgezogen, so sieht man zuerst das in Folie verschweißte Handbuch, welches in deutscher und englischer Version vorliegt. Anbei findet man auch eine CD-Rom, auf der neben der Abgleichsoftware für den PC auch die Treiber für das beiliegende USB-Kabel zu finden sind. Unter dem Handbuch findet man eine kleine Ledertasche für das Gerät, die eine Besonderheit besitzt. Sie enthält einen zusätzlichen Akku, der, wenn man das Gerät in die Tasche einsetzt, die Laufzeit des Gerätes erhöht. Neben dem Gerät selber findet man noch das Ladegerät, den Akku und die aus gebürstetem Metall gehaltene Akkuabdeckung. Zusätzlich dazu gehören noch das bereits angesprochene USB-Kabel und ein paar Kabelkopfhörer.

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Test des Samsung SGH-P300-5Das Gerät lässt sich ohne große Erklärungen und ohne Kraftaufwand zusammenbauen und auch wieder in seine Teile zerlegen. Die SIM-Karte lässt sich ohne Fummeln und ohne große Anstrengungen hinten oberhalb des Akkus einfach in das Gerät einsetzen. Der Akku wird einfach in die Öffnung auf der Hinterseite des Gerätes eingelegt und mit der sehr edlen und aus gebürstetem Metall bestehenden Rückabdeckung fest fixiert.

Auch ohne einen Blick in das Handbuch gelingt der erste Start des Gerätes einfach und völlig unkompliziert mit Druck auf die Ein-/Austaste vorne auf dem Gerät.

Das Design des Gerätes ist auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig, erinnert das Gerät doch wegen seiner kompakten Größe, Form und der Anordnung der Bedientasten, mehr an einen Taschenrechner als an ein Mobiltelefon.

Die Vorderseite ist bis auf einen kleinen Bereich oberhalb der Anzeige, wo der Lautsprecher des Gerätes sitzt, in edlem und gebürstetem Metall gehalten, genauso wie die Akkuabdeckung auch. Mit seinen Maßen von 87 x 54 x 8,9 mm liegt das Gerät sehr gut in der Hand und ist damit kaum größer als eine Kreditkarte. Das Fliegenwicht von gemessenen 84 Gramm wirkt dabei sehr edel und kompakt.

Auf der Vorderseite des Gerätes befindet sich neben den bekannten Telefontasten und einem Steuerkreuz zur Auswahl der Funktionen auch eine separate Taste für den eingebauten MP3-Player.

Oberhalb des Tastenfeldes befindet sich die Anzeige, die von einem dezenten Schriftzug mit dem Titel Samsung an der Seite besticht. Unterhalb des Tastenfeldes findet man eine winzige kleine Öffnung, in der sich das Mikrofon für die Telefongespräche befindet.

Die Rückseite des Gerätes ist oberhalb des metallenen Akkudeckel in schwarzen Kunststoff gehalten, auf dem auch das Logo von Samsung zu sehen ist. Links oben in der Ecke befindet sich die winzige Digitalkamera. Unterhalb der kleinen Kamera fällt ein in Silber gehaltenes Fenster auf, in dessen Mitte sich eine winzige Leuchtdiode befindet, die Nachaufnahmen möglich macht, das so genannte Fotolicht.

An der linke Seite des Gerätes findet sich eine kleine Wipptaste, mit der man unter anderem die Lautstärke des Gespräches und des Klingeltons einstellen kann.

Auf der rechten Seite befindet sich eine Taste zur Auswahl der Kamerafunktion, um schnell einen Schnappschuss knipsen zu können. Oberhalb der Taste findet sich eine doch sehr fummelig Abdeckung, die an einem kleinen Kunststofffaden hängt, der weggedreht werden kann. Unter der Abdeckung selber findet sich dann der Anschluss für das USB-Datenkabel, den Köpfhörern und das Ladekabel, die alle drei auch die spezielle Buchse mitbenutzen. Somit lassen die Kopfhörer auch nicht einfach so gegen andere Kopfhörer tauschen.

Die Unterseite des Gerätes ziert einen kleinen Schiebeschalter der die Akkuabdeckung fixiert, links daneben findet man drei Kontakte, die zu dem zusätzlichen Akku Verbindung aufnehmen, der in der Tragetasche eingebaut ist, sobald man das Gerät in die Tasche einsetzt.

Test des Samsung SGH-P300-6Das Gerät selber macht einen sehr soliden und kompakten Eindruck. Nichts knirscht, wackelt oder knistert an dem Gehäuse, bis auf die sehr fummelige Abdeckung des USB- und Köpfhöhreranschlusses, die sicher nach einiger Zeit verloren geht oder gar abbrechen wird.

Für einen Einsatz auch auf der Baustelle ist das Gerät durchaus zu empfehlen. Es ist zwar nicht wasserdicht, durch seine Metallhülle ist es jedoch vor Stößen und Erschütterungen recht gut geschützt. Wenn es dann noch in der mitgelieferten Tragetasche benutzt und aufbewahrt wird, dann spricht nichts gegen die Benutzung auch auf der Baustelle.

Die Kameralinse ist nicht geschützt, es sei denn man setzt das Gerät in die mitgelieferte Tasche ein. In der Tasche befindet sich in Höhe der Kameraabdeckung eine Vertiefung, in der die Linse ein wenig besser geschützt wird. Allerdings bleibt auch hier ist die Linse immer noch frei zugänglich und könnte bei unglücklichem Fall des Gerätes ggf. Schaden nehmen.

Größte Besonderheit ist sicher die Tragetasche, in die ein weiterer Akku eingenäht wurde und damit die Laufzeit des Gerätes deutlich erhöht. Außerdem sitzt das Gerät sehr fest und stabil in der Tragetasche drin, sodass man diese schon nach wenigen Minuten nicht mehr missen möchte. Absolut ein Hingucker und technisch gesehen auch eine sehr pfiffige Sache.

Die Tastatur des Geräts lässt sich leicht und mit einem kräftigen aber doch einfachen Druckpunkt bedienen. Fehlbedienungen sind so fast ausgeschlossen. Allerdings sind die Tasten wegen der Größe des Gerätes selber auch nicht besonders groß, sodass große Fingerspitzen hier schnell mal Mühe haben werden, die Tasten gleich auf Anhieb zu treffen.

Der Vibrationsalarm ist nur dann gut zu spüren, wenn man das Gerät direkt in der Hand hält oder wenn es auf dem Tisch liegt. In der Hosentasche hingegen bemerkt man die Vibration kaum. Die Vibration selber hat eine recht hohe Schwingfrequenz. Trägt die Frau oder der Mann das Gerät in der Hemdtasche, so bemerkt man die Vibration hier recht gut. Bei der geringen Größe und dem geringen Gewicht des Gerätes macht das Tragen des Gerätes in der Hemdtasche sogar Laune. Unter dem Strich ist die Vibration im Vergleich zu anderen Handy-Herstellern trotzdem recht schwach.

Der Gesamteindruck der Verarbeitung ist, typisch Samsung, als gut zu bewerten. Das Gehäuse gefällt und bis auf die Abdeckung der USB-Schnittstelle ist das Gerät fast perfekt. Die Metallteile der vorderen und hinteren Abdeckung gefallen und machen das Gerät sehr edel und einzigartig. Gleiches gilt auch für das Gesamtdesign selber. Es wirkt etwas wie ein Taschenrechner, nur welcher Taschenrechner kann schon telefonieren, Fotos machen und Musik abspielen? Man gewöhnt sich sehr schnell an das Gerät und seine doch wahre Größe…

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Test des Samsung SGH-P300-8Die Sprachqualität des Winzling ist sehr gut. Deutlich und klar versteht man auch den Gegenüber, kein Knirschen oder Rauschen trügt das Bild dabei. Nebengeräusche werden kaum wahrgenommen und auch der Gesprächspartner klagt nicht über eine schlechte Qualität des Gespräches. Mit der Wipptaste an der linken Seite des Gerätes kann man auch während eines Gespräches die Lautstärke sehr gut stufenlos regeln.

Beeindruckend ist, wie Samsung es geschafft hat, einen so kleinen Lautsprecher mit so großem Klang in das Gerät zu quetschen. Der kleine Lautsprecher leistet beachtliches. Der Ton ist satt und auch bei fast maximaler Lautstärke knirscht oder rauscht der Lautsprecher nicht. Durchaus ein kleines Klangwunder.

Auch Datenpakete laufen über GPRS flüssig und ohne Abbrüche. UMTS beherrscht das Gerät allerdings nicht, hier ist man auf das allseits bekannte GRPS angewiesen.

Insgesamt gesehen kann die Sprach- und Empfangsqualität als sehr gut bezeichnet werden. Klar und deutlich kann man mit dem Gerät telefonieren und das selbst bei schlechterem Empfang. Erstaunlich wie Samsung es geschafft hat, so einem Winzling so einen Ton zu verpassen.Test des Samsung SGH-P300-9Das Display zeigt mit seinem 30x35mm sichtbaren Bildschirm in 262.144 Farben alle Funktionen gestochen scharf an. Das Bild ist sehr klar und auch die Schrift sehr deutlich zu sehen. Farben werden kontrastreich und satt wiedergegeben.

Bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich der Bildschirm allerdings nur sehr schwer bis überhaupt nicht ablesen. Ein Tribut ,den so ziemlich alle Farbbildschirme auch anderer Hersteller von Mobilfunkgeräten zollen müssen. Bei Dunkelheit oder bei leichter Dämmerung lässt sich der Bildschirm allerdings ohne Probleme ablesen.

Test des Samsung SGH-P300-10Die Helligkeit des Bildschirms lässt sich in 5 Stufen im Menü "Displayeinstellungen" verstellen.
Ein etwas dunkler eingestellter Bildschirm schont zudem auch den Akku und erhöht die Laufzeit des Gerätes. Einen Bildschirmschoner sucht man vergebens, allerdings kann man die Zeit einstellen, ab wann sich der Bildschirm schlafen legt. Diesen Schlafbetrieb erkennt man daran, dass das Steuerkreuz der Tastatur im 2-Sekundenrythmus aufblinkt. Eine Statusleuchtdiode sucht man bei dem Gerät vergebens.
Die Uhrzeit kann man in Form einer großen Digitaluhr laufend auf dem Bildschirm sehen, dazu muss man allerdings die Beleuchtung des Gerätes kurz einschalten. Oben links kann man zudem noch das aktuelle Datum sehen.

Auf der mitgelieferten CD befindet sich auch ein Bildeditor, mit dem man sich eigene Hintergründe für den Hauptbildschirm erstellen kann. Der Bildschirm selber dient auch Sucher für die Kamera.

Die Bilder der Kamera werden auf dem Bildschirm scharf dargestellt, zeigen jedoch deutliche Verzögerung bei der Anzeige. Die Kamera macht Bilder in vier verschiedenen Auflösungen von 160×120, 320×240, 640×480 und 1280×1024 Bildpunkten. Dabei kann man noch die Auflösung selber in Form von Gering, Normal, Fein und Sehr Fein setzen.

Die winzige Kamera arbeitet mit 1,3 Megapixel und macht durchweg recht gute Bilder. Zwar kann man damit noch keine Digitalkamera ersetzen, für einen Schnappschuss reicht die Qualität jedoch locker aus.
Auch der siebenfache Digitalzoom gefällt. gut Insgesamt wirken die Bilder scharf und klar.
Clou der Kamera ist sicher die kleine Fotoleuchte unterhalb des Objektivs. Diese kleine Fotoleuchte lässt sich bei den Einstellungen der Kamerafunktionen einfach zuschalten und erlaubt damit sogar Bilder bei Dämmerung oder Dunkelheit. Auch wenn die kleine Fotoleuchte sehr grell und hell leuchtet, so sollte das Motiv bei Nacht nicht zu weit entfernt sein, da das Motiv sonst einfach nicht mehr zu erkennen ist.
Der Auslöseton der Kamera kann bei den Einstellungen zur Kamera deaktiviert werden.

Die Kamera selber bietet eine Fülle von Zusatzeffekte wie Grautöne, Negativaufnahmen, Sepia-, Antik-, Mondschein- und Nebelbilder. Selbst digitale Bilderrahmen kann man sich aus einer großen Auswahl an Rahmen um die Fotos legen lassen und das einfach per Knopfdruck. Auch ein Selbstauslöser fehlt dem Gerät nicht. Die Fotos lassen sich auch ohne großen Umweg leicht als Hintergrundbild für den Bildschirm einstellen. Wer also das Bild seiner Liebsten und seines Liebstem immer sehen möchte, der kann das mit wenigen Knopfdrücken erledigen.

Über das Steuerkreuz lassen sich die Bilder in Helligkeit und Vergrößerung(siebenfacher Zoom) leicht justieren und anpassen. Mit einem max. internen Speicher von 80MB, der dynamisch verwaltet wird, lassen sich genug Fotos erstellen und abspeichern.

Allerdings kann man den Speicher nicht erweitern. Das Gerät besitzt keine Möglichkeit, zusätzliche Speicherkarten zu verwenden, um die Kapazität an Daten zu erhöhen. Leider ein kleiner Nachteil, auch wenn das Gerät mit seinen 80MB schon recht gut ausgestattet ist.

Neben MMS-Bildern, Außenaufnahmen und Nachtaufnahmen lassen sich auch Videos mit dem Gerät erstellen. Die Qualität der Videoaufnahmen überzeugt für das kleine Gerät. Es erzeugt die Videos im Format MP4 und selbst am PC sind diese ganz befriedigend. Als Auflösungen sind 120×96, 167×141, 320×240 und 352×288 Bildpunkte einstellbar. Das ist zwar nicht üppig, jedoch liefern andere Hersteller da deutlich schlechtere Qualität bei gleicher Auflösung. Auch auf dem Gerät selber lassen sich die Videos anschauen, auch wenn das wegen des kleinen Bildschirms doch recht mühsam ist. Am PC wirken die Videos ein wenig kontrastschwach und etwas farblos, sie ruckeln dafür allerdings auch nicht und zeigen keine zu großen Artefakte bzw. Klötzchen im Bild.

Allerdings macht sich auch bei den Videosaufnahmen der nicht erweiterbare Speicher des Gerätes bemerkbar. Die Kapazität an Daten ist einfach trotz der auf den ersten Blick soliden Speichergröße von 80MB zu gering. Hier sollte Samsung nachbessern.

Alles in allem macht die Kamera einen guten Eindruck. Es ist erstaunlich, was das Gerät mit dieser winzigen Digitalkamera hinten am Gerät leistet. Die Bilder und Videos sind durchweg nutzbar, auch wenn sie sicher nicht professionellen Ansprüchen genügen werden. Für den ambitionierten Hobby- und Gelegenheitsknipser reicht die Qualität der Bilder und kleinen Filme voll aus. Auch die vielfältigen Einstellmöglichkeiten überzeugen hierbei und selbst der Digitalzoom muss sich hier nicht verstecken.

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Das Gerät wird komplett über die Tastatur bedient. Durch den recht guten Druckpunkt der Tasten und durch die taschenrechnerförmig angeordneten Tasten lassen sich alle Funktionen schnell und sicher bedienen.

Die Menüstruktur ist klar aufgeteilt. Über deutlich und einfach gehaltene Symbole erkennt man gleich, welche Funktion sich hinter dem jeweiligen Symbol befindet. Ein Blick in das Handbuch ist da oft nicht nötig.

Durch Aktivieren des Menüs über die linke obere Menütaste erscheint das Hauptmenü. Die Symbole des Hauptmenüs sind dabei animiert und zeigen klar auf, was wofür ist. Die neun Symbole zeigen im Hauptfenster folgenden Funktionen auf: Anruflisten, Telefonbuch, Anwendungen, Internet/Browser, Nachrichten, Dateiverwaltung, Kalender, Kamera und Einstellungen. Alle Symbole lassen sich leicht mit dem Steuerkreuz anwählen und durch druck auf die i/OK-Taste anwählen.

Die Akkuanzeige des Gerätes zeigt die Kapazität des Akkus in Balkenform an. Über drei Balken kann man erkennen wie der Status des Akkupacks ist, der ja einmal aus dem im Gerät liegenden Akku besteht und einmal auch aus dem Akku, der in der Tragetasche eingenäht ist. Leider kann man nirgendwo die Kapazität des Akkus in Form der Restlaufzeit sehen oder wo eine prozentuale Kapazitätsanzeige des Ladezustandes einsehen. So muss man sich bei der Laufzeit des Gerätes auf sein Gefühl verlassen wie lange das Gerät aktiv bleibt, bevor es an die Ladestation muss.

Für Menschen, die nicht so gut sehen können, sind die Symbole und Texte allerdings viel zu klein. Hier zollt die Funktionalität dem Design Tribut. Die Schriftart kann man nicht ändern. Ändern lässt sich nur die Farbe der Schrift. Auch die Symbole für aktives Bluetooth usw. sind sehr klein und nur von geübten Augen wirklich gut zu erkennen. Für Menschen mit einer Sehbehinderung ist das Gerät daher absolut ungeeignet.

Auf die normalen Nummerntasten des Gerätes lassen sich Kontakte recht leicht als Schnellzugriff hinterlegen. Damit kann man seine bevorzugten Anrufer schnell und unkompliziert anwählen. Den Kontakten lassen sich sogar Fotos hinterlegen, so kann man bei einem Anruf gleich erkennen wer anruft und man sieht beim Anrufen auch gleich wen man anruft. Eine recht praktische Funktion.

Mit einem Bluetoothheadset kann man kabellos mit dem Gerät telefonieren, was insbesondere unterwegs der Sicherheit dient.

Die Rufnummer lässt sich einfach unterdrücken. Im Gerät gibt es dafür bei den Einstellungen einen eigenen Menüpunkt, der es erlaubt die eigene Rufnummer zu verbergen oder sie übermitteln zu lassen.
Eine klare Anruferliste fehlt dem Gerät genauso wenig wie die automatische Wahlwiederholung. Die Liste zeigt alle Anrufer sauber auf. Man erkennt sofort anhand von Symbolen ob man angerufen hat oder ob man angerufen wurde. Anrufer lassen sich auch im Gerät zu Gruppen zusammenfassen, was insbesondere bei SMS, MMS und Emails Sinn macht und die Eingabe anschließend deutlich erleichtert.

SMS lassen sich über das Nachrichtenprogramm erstellen und versenden. Eine SMS lässt sich dank der Texteingabe T9 leicht schreiben und selbst das Umschalten auf Groß- und Kleinschreibung gelingt auf Tastendruck. Smilies und EMS Bilder lassen sich einfach in die SMS einbauen und auch ein SMS-Zeichenzähler fehlt nicht, um zu erkennen, wann eine SMS mit max. 160 Zeichen "voll" ist.

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Eine weitere Besonderheit des Gerätes ist es, dass SMS in eigene Ordner verteilt werden können. Neben den Standardordnern: Posteingang, Entwürfe, Postausgang und Gesendet, lassen sich noch eigene Ordner anlegen um die SMS innerhalb der Nachrichten zu verwalten. Die Speichergrenze für SMS liegt bei dem Gerät bei 200 SMS. Nicht gerade üppig, wobei man doch immerhin 80MB internen Speicher zur Verfügung hätte. Ein weiterer Vorteil ist die SMS-Erinnerung. Mit dieser Funktion kann man einstellen, ob man beim Eintreffen einer neuen SMS nur einmal einen voreingestellten Hinweiston bekommt, oder ob man alle zwei Minuten diesen Hinweiston hören möchte, um daran erinnert zu werden, dass eine vielleicht wichtige Nachricht vorliegt. An diese praktische Erinnerungsfunktion gewöhnt man sich auch sehr schnell und möchte sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen.

MMS lassen sich im Nachrichtenteil genauso einfach erstellen wie SMS. Die MMS wird dabei von oben nach unten einfach erstellt. Zuerst kann man einen Betreff eingeben, praktischerweise auch mit der Eingabehilfe T9, die in allen Textfeldern zur Verfügung steht, anschließend wählt man ein Bild oder Video aus, zusätzlich noch einen Ton und zum Schluss dann die eigentliche Nachricht. MMS dürfen hierbei bis zu 300KB groß sein. Eine Vorschaufunktion fehlt dabei genauso wenig wie die Möglichkeit die MMS gleich an bis zu 4 Empfänger senden zu können oder gleich an eine ganze Gruppe aus dem Telefonbuch zu senden.

Emails lassen sich, wie SMS und MMS, auf die gleiche Weise erstellen. Man gibt einen Betreff an, fügt seine Nachricht hinzu und erweitert diese ggf. mit einer Anlage in Form eines Videos, Bildes oder Tons. Emails können bis zu 1000 Zeichen lang sein, ein Zeichenzähler informiert laufend über die noch verbleibende Kapazität für die Nachricht. Unterstützt werden die Emailformate POP3 und IMAP4. Zudem lassen sich Emails auch mit einem Abrufinterval versehen. Zur Auswahl stehen dabei 1, 3, 6 und 12 Stunden. Ein Zustellbericht fehlt hierbei genauso wenig wie eine Lesebestätigung oder eine max. einstellbare Größe der Mails, die überhaupt geladen werden soll. Maximal fünf Konten lassen sich mit dem Gerät verwalten. Insgesamt macht das Mailprogramm einen guten Eindruck und es beherrscht alle nötigen Funktionen.
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Als Klingeltöne lassen sich u.a. auch MP3 Dateien verwenden. Bei den Einstellungen kann man sich aus der Liste der Musikdateien seinen Klingelton auswählen. Für die anderen Funktionen wie SMS-, MMS- und weiteren Hinweistönen, kann man sich nur seinen Ton aus einer Liste von vordefinierten Tönen auswählen.

Die Tastensperre ist kinderleicht zu bedienen, einfach die Taste mit dem *-Symbol festhalten und die Tastensperre ist aktiviert. Entsperren lässt sich das Gerät mit nur zwei Tastendrücken auf die linke Menütaste und die *-Taste. Zusätzlich ist auch eine automatische Tastensperre aktiviert, die man entweder ganz deaktivieren kann oder die sich in einem Zeitfenster von 15, 30 und 60 Sekunden einstellen lässt.Test des Samsung SGH-P300-25Das Gerät verfügt über fast alle gängigen Verbindungsmöglichkeiten. Es beherrscht den drahtlosen Standard Bluetooth genauso wie die Verbindung per mitgeliefertem USB-Kabel.

Einen Datenabgleich per Infrarot sucht man allerdings vergeblich. Das Gerät hat keine Infrarotschnittstelle eingebaut. Hier bleiben nur Bluetooth und das USB-Kabel über.

Auf der mitgelieferten CD-Rom befinden sich alle nötigen Treiber und Programme für einen Datenabgleich mit dem PC. Nach der Installation der USB-Kabeltreiber kann man auch gleich das Abgleichprogramm installieren. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Wer schon ein Nachrichtenprogramm wie Outlook auf dem PC nutzt, der kann das Programm "Widesync" installieren, welches in der Version 2.0 vorliegt. Das Programm integriert ein Plugin in Outlook, über das man genau auswählen kann was man abgleichen möchte. Die Installation läuft flüssig und ohne Probleme durch. Auch die Anwendung des Abgleichs ist denkbar einfach. Wissen muss man nur, dass man den Datenabgleich am Gerät selber starten muss. Dazu gibt es im Anwendungsteil des Gerätes den Punkt PIM-Synchronisation, der leider etwas versteckt ist und den man eigentlich da nicht vermutet. Startet man den Abgleich, so erhält man am Ende eine genaue Statistik über die Daten die abgeglichen wurden.

Test des Samsung SGH-P300-26Wer kein Nachrichtenprogramm auf seinem PC hat, der muss hier nicht in die Röhre schauen. Samsung liefert auch hier ein eigenes Abgleichprogramm mit, das sich Samsung PC-Studio nennt. Hier lassen sich Telefonnummern, Aufgabe und Termine einfach am PC verwalten. Zudem verfügt das Programm auch über eine Sicherungsfunktion für die Daten des Telefonbuches und einen Dateimanager zum Datenaustausch der Videos, Bilder und MP3-Dateien. Praktisch ist auch die eingebaute SMS-Funktion, mit der sich bei mit dem PC verbundenem Gerät SMS vom PC aus schreiben und versenden lassen.

Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt allerdings, denn Nutzer die kein Windows nutzen, bleiben außen vor. Für Linux oder den MAC findet man kein Abgleichprogramm auf der mitgelieferten CD. Die Abgleichsoftware setzt zudem Windows2000 oder WindowsXP mit jeweils aktuellem Servicepack voraus, andere Versionen von Windows werden nicht unterstützt.

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Das Gerät besitzt eine Sprachmemofunktion, mit der sich Gespräche von bis zu einer Stunde aufnehmen lassen. Die Bedienung der Sprachmemofunktion ist simpel und einfach. Über das Steuerkreuz lassen sich alle Funktionen wie Start, Stopp und Aufnahme aktivieren.

Bei den Officefunktionen ist das Gerät leider sehr eingeschränkt. So kann man zwar per Email oder per Datenkabel Dokumente und Texte auf das Gerät bringen, ein Anzeigeprogramm für Briefe oder PDF-Dateien fehlt völlig. Dieses schränkt auch die Nutzung des internen Mailprogramms ein wenig ein, da man zwar Dokumente mit dem Gerät per Email empfangen kann, die Anlagen sind allerdings meist nicht zu öffnen wegen der nicht vorhandenen Ansichtsprogramme.

Der eingebaute Kalender des Gerätes ist übersichtlich gestaltet. Er kann seine Daten und Termine in drei Ansichten anzeigen. Entweder man nutzt die Monatsansicht, die Wochenansicht oder die Tagesansicht der Termine. Termine lassen sich auch wunderbar mit dem PC abgleichen und von dort verwalten. In der Monatsansicht lässt sich ein entsprechender Tag auswählen über das Steuerkreuz des Gerätes und unterhalb des Kalenders bekommt man eine Übersicht der Art und Anzahl von Terminen an diesem Tag. So kann man leicht und zügig erkennen was an einem bestimmten Tag los ist.

Nachteil des Kalenders ist allerdings die magere Speicherkapazität. So lassen sich nur maximal 100 Termine, 100 Jahrestage, 100 Notizen und 100 Aufgaben speichern. Bei den Notizen und Aufgaben mag die Anzahl ja noch okay sein, nur 100 Termine sind nicht gerade üppig und im Geschäftsleben übersteigt die Zahl der Termine in mehren Monaten schnell mal die 100er Marke. Warum hier der dynamische Speicher von festen 80MB nicht besser ausgenutzt wird, vermag nur der Hersteller zu wissen.

Insgesamt macht die Officeverwaltung einen mageren Eindruck. Anlagen und Dokumente können nicht angesehen werden und lediglich wenige Termine lassen sich mit dem Gerät verwalten. Da sollte Samsung unbedingt nachbessern, da im geschäftlichen Bereich gerade schon die Terminverwaltung ein absolutes muss ist.

Der integrierte Audiospieler lässt sich über den PC leicht mit MP3-Liedern füllen. Pfiffig ist die Sache gelöst mit dem Aufruf des Spielers. Dieser besitzt auf der Tastatur des Gerätes eine eigene MP3-Taste. Einmal kurz gedrückt und schwups ist der Spieler aktiviert. Neben MP3 kennt der Spieler auch die Formate MP4, MID, AMR und MMF. Playlisten fehlen dem Gerät aber, die das Leben doch vereinfachen würden. Der Klang der Musik ist mit dem Kabelheadset klar und deutlich. Einen kompletten MP3-Player kann man also mit dem Gerät schon fast ersetzen und auch der Sound des kleinen Lautsprechers leistet hier beachtliches. Selbst bei voller Lautstärke knirscht oder verzerrt der Ton kaum. Zudem lässt sich die Musik noch über einen elektronischen Equalizer anpassen, der hierbei die Musikarten Normal, Klassik, Jazz und Rock kennt. Zusätzlich gibt es noch eine 3D-Soundfunktion, die man nur über das Kabelheadset hören bzw. wahrnehmen kann. Durch seine Bluetoothfähigkeit kann man die auch Musik über ein Bluetoothheadset hören, sofern dieses das passende Protokoll unterstützt.

Könnte man jetzt noch den mageren Speicher von 80MB erweitern, dann hätte man hier einen echt kleinen und pfiffigen Winzling als MP3-Player.

Der Videospieler des Gerätes kann MP4 Dateien abspielen. Es macht nur bedingt Laune, sich kleine Trailer auf dem Telefon anzusehen, auch wenn die Darstellung recht flüssig ist. Die Filme nutzen beim Abspielen nicht die gesamte Bildschirmfläche. Dafür sind die Videos gestochen scharf und ruckeln nicht. Die Bedienung des Spielers ist einfach und unkompliziert und geschieht auf dieselbe Weise wie beim MP3-Spieler auch.

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Das Verwalten von Kontakten beherrscht das Gerät gut. Den Kontakten lassen sich Bilder zuordnen, die dann bei Anruf der entsprechenden Person angezeigt werden. Komplette Adressen werden allerdings nicht abgeglichen. Weitere Dinge wie E-Mailadresse und Faxnummer können angegeben werden. Kontakte lassen sich im Gerät auch zu selbstdefinierbaren Gruppen zusammensetzen. Damit hat man beim Schreiben einer SMS an einer Gruppe weniger Tipparbeit und es erleichtert die Sache ungemein. Die maximale Anzahl an Kontakten ist auf 1000 Einträge beschränkt, was im normalen Geschäftsleben voll ausreichend ist.

Auf dem Steuerkreuz auf der Tastatur kann man einen so genannten Schnellzugriff programmieren. Damit lassen sich dann Funktionen wie SMS schreiben und der Aufruf des Kalenders definieren. Auf einen Tastendruck öffnet sich dann sofort die entsprechend vorher angelegte Funktion.

Mit dem internen Browser macht das Surfen wegen des kleinen Bildschirm bedingt Spaß, die Bedienung ist wie gewohnt einfach und unkompliziert. Dem mobilen Surfen sind damit kaum Grenzen gesetzt. Allerdings ist das Surfen mit GPRS nicht gerade schnell und liegt technisch bedingt von der Geschwindigkeit her einfach auf Modemniveau. Favoriten lassen sich leicht speichern, die Anzahl der Favoriten ist auf 15 begrenzt. Die Seiten werden recht flüssig angezeigt, mit Javascriptseiten hat der Browser so seine Mühen. WAP-Seiten hingegen bereiten ihm kaum Probleme.

Die Anwendungsliste im Menü erlaubt es dem Gerät, auch kleine Javaprogramme hinzuzufügen. Unter dem Menüpunkt Javaworld/Downloads befinden sich bereits zwei Spiele. Bobby Carrot und Freekick. Letzteres macht durchaus Laune, da es sich um ein Fußballspiel handelt, was im Zuge der diesjährigen Weltmeisterschaft sicher kein schlechter Schachzug ist. 😉

Für Java Anwendungen reserviert das System von seinen 80MB max. 4 MB. Eine grafische Anzeige zeigt die derzeitige Auslastung des Anwendungsspeichers klar an.

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Das Gerät selber ist ein absoluter Hingucker. Der erste Blick lässt auf einen Taschenrechner deuten und erst ein weiterer Blick offenbart, dass es sich hier um mehr handelt. Die edle Metallhülle gibt dem Gerät einen Hauch von Exklusivität. Bereits nach wenigen Tagen möchte man diesen schicken Winzling nicht mehr missen, zumal er einem bei der Terminplanung gute Dienste leistet, auch wenn seine Officefunktionalitäten etwas beschränkt sind. Eine sichere Bedienung des Gerätes ist trotz der geringen Abmessungen immer gegeben, alle Funktionen sind durchdacht und können auch, ohne das Handbuch zu rate zu ziehen, bedient werden.

Einziger wesentlicher Nachteil ist der nicht erweiterbare Speicher des Gerätes. Durch seine 80MB Speicher ist es zwar schon üppig ausgestattet, nur mit ein paar MP3-Liedern erreicht man schnell die Grenze des Systems. Gut gefällt hier die Kamera, die zwar keine echte Digitalkamera ersetzen kann, die trotzdem aber scharfe Bilder macht und auch die Videos müssen sich nicht verstecken.

Abstürze oder Systemausfälle gab es beim Test keine, das System lief durchweg stabil und ohne Probleme. Besonders pfiffig ist der zweite in der Tragetasche eingenähte Akku. Dieser erhöht die Laufleistung des Gerätes und auch die Tasche sieht einfach schick und funktional aus.

Wer einen kleinen und doch mit Funktionen voll gepackten Helfer sucht, der liegt mit dem Samsung SGH-P300 auf der richtigen Seite und wer hat schon so einen schönen Taschenrechner zum Telefonieren?

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