Test des Samsung SGH-F480

30 Minuten

Samsung SGH-F 480

Große Worte sind nicht alles. Das haben sich die Marketing-Experten bei Samsung wohl gedacht und verzichteten prompt auf eine Benennung ihres neuen Modells. Sie nannten es schlicht SGH-F480 – wobei das Telefon durchaus mehr kreative Würdigung verdient hätte. Was also letztlich für viele einfach nach einer weiteren Geräte-Kennziffer klingt ist für Kenner der Name einer zukunftsträchtigen Mobilfunktechnologie schlechthin. Viele neue Funktionen und Extras verpackt in einer edlen Schale wie man sie sonst bei Mode-Accessoires finden würde.

Wie verhält sich das elegante Telefon aber im Alltagstest? Kann es sich die Finger schmutzig machen und dabei immer noch gut aussehen? Oder ist es doch nur ein besseres Damentaschenanhängsel für die Highsociety? Was es genau mit dem schnicken italienisch anmaßendem Koreaner auf sich hat, erfahren Sie weiter im Test von inside-handy.de.

Samsung SGH-F 480Dezent, elegant und edel – diese Adjektive umschreiben die Verpackung des Samsung SGH-F480 sehr treffend. Bereits vor dem Öffnen wird dem Kunden der Eindruck vermittelt, er habe ein hochwertiges Kommunikationsgerät gekauft. Die Oberfläche der Hülle, die mit Relief verarbeitet ist, fühlt sich gut an und eine schlichte aber kontrastive Farbauswahl zeugen vom guten Geschmack. Während man den Karton aufschiebt, bietet der robust verarbeitete dunkelblaue Karton mit schwerer Klapplasche und verschiedenen Einzelverpackungen einen systematisch geordneten und leicht zugänglichen Inhalt.

Nach dem Öffnen erblickt man das Handy, das aus einer passend angefertigten Vertiefung zum Benutzer strahlt. Daneben befinden sich alle mitgelieferten Kabel (Headset, USB- und Ladekabel). Unter dem Telefon befinden sich in einer Pappschachtel knitter- und eselsohrensicher verpackt zwei Benutzerhandbücher in deutscher und englischer Sprache, die internationale Garantiekarte sowie PC-Software. Darüber hinaus wird auch eine Schutzhülle mitgeliefert, die einen angebauten Akkudeckel hat, sodass ein Verlust unmöglich wird. Für den Fall der Fälle hat man also zwei Akkuverschlüsse.

Samsung SGH-F 480
Samsung SGH-F 480

Eleganz hört beim SGH-F480 nicht bei der Verpackung auf. Das verwendete Material ist hochwertig und verleiht dem Telefon einen sehr schicken Look. Die Vorderseite wird von dem 4,4cm mal 5,8cm großen Display dominiert, darunter befindet sich eine Leiste, die drei Tasten enthält: Gesprächsannahme und Auflegen-Taste, welche gleichzeitig auch als Einschaltknopf fungiert.

Samsung SGH-F 480In diese zwei Tasten eingearbeitet befindet sich die Schnellzugriffsmenütaste, über der der silberne Samsung-Schriftzug ist. Über dem Bildschirm befinden sich der Ohrhörer sowie das vordere Kameraobjektiv. Da es sich um ein Telefon handelt, das ausschließlich über den Touchscreen zu bedienen ist, fallen diverse Navigationsknöpfe und die numerische Tastatur weg. Es bleibt dezent: Auf der linken Seite oben ist eine große Lautstärketaste, worunter sich der Slot für die Micro-SD-Speicherkarte befindet – leider wird keine mitgeliefert. Die obere Seite hat nur den etwas umständlich erreichbaren Tastensperre-Knopf, der mit der Aufschrift „hold" beschriftet ist. Rechts ist der Steckplatz für das Lade- sowie USB-Kabel angebracht und darunter die Kamerataste, die zugleich die Auslöser-Funktion hat. Dieser Verlauf wird von einer Öse abgeschlossen, an der man ein Band befestigen kann. Wie auch die bisherigen Seiten des Geräts, ist auch die Rückseite schlicht gehalten und daher befindet sich dort nur die Megapixel-Kamera in der oberen rechten Ecke.

Samsung SGH-F 480Das edle Design, die Proportionalität der Tasten und die robuste Verarbeitung lassen keinen Zweifel daran, dass dieses Gerät zum oberen Preissegment gehört und sein Geld wert ist. Auch die Haptik stimmt mit dem optisch vermittelten Eindruck gänzlich überein und sorgt für ein stabiles Gefühl in der Hand: Ein angerautes anthrazitfarbenes Leichtmetall bildet die Rückseite und somit den Akkudeckel des Handys. Diese metallische Linie zieht sich an den Seiten mit einer schwarzen Umrandung weiter – auch der Bildschirmrand weist spuren von dunklen Anthrazittönen auf. Beim Gewicht verhält es sich mit Handys wie mit Longdrinkgläsern – ist es zu leicht, vergisst man, dass man es in der Hand hat. Ist das Telefon zu schwer, wird es lästig. Samsung hat beim SGH-F480 das optimale Gewicht gefunden, das es auch nach längerer Bedienung in der Hand nicht zu schwer werden lässt. Auf dem gesamten Gerät lassen sich keine nennenswerten Spalten erkennen, die zu Problemen mit Staub, losen oder wackligen Teilen führen könnten. Neben der Passgenauigkeit des Akkudeckels sitzen alle anderen mitgelieferten Kabel ebenfalls gut und können sich bei Bewegung nicht herauslösen.

Wie viele andere Hersteller auch, setzt Samsung auf firmeneigene Anschlüsse, was den Nachteil hat, dass Zubehör deutlich mehr kostet und man nicht so viel Entscheidungsspielraum bei der Wahl der Zusatzgeräte hat. Wer die SIM-Karte wechseln möchte, der wird mit dem festsitzenden und auch etwas schwer lösbaren Akkudeckel zu kämpfen haben. Zwar hat dieser eine kleine Anhebung zur Erleichterung beim Herauslösen am unteren Ende, aber als richtig funktional erweist sie sich nicht. Andere entfernbare Teile (Verschlüsse der Steckplätze für das Ladekabel und die Speicherkarte) sind durch ein Gummi verbunden, sodass sie sich nicht verlieren können.Samsung SGH-F480Der Vibrationsalarm reagiert recht stark und erzeugt auf glatten Oberflächen ein lautes Geräusch. In der Hose, einer Handtasche oder einem Rucksack ist dieses aber kaum zu hören, dafür aber gut spürbar. Insgesamt erweckt die Verarbeitung des Telefons den Eindruck, dass es nicht nur reif für den Catwalk ist, sondern, dass es auch durchaus großer alltäglicher Belastung Stand halten kann und es somit ideal für pragmatische Ästhetiker ist.

Samsung SGH-F 480Die Sprachwiedergabe ist recht gut, weist aber einen leichten Hohlklang mit minimalem Rauschen auf – der Gesprächspartner vernimmt ein vergleichbares Klangbild (Beim Test wurde E-Plus zu T-Mobile verwendet). Auf Bahnhöfen, Einkaufszonen und Cafés zeigt sich das Handy souverän und meistert die Alltagsanforderungen eines Handys in verschiedenen Umgebungen von Geräuschen und Empfangssituationen tadellos. Sollte man beim Telefonieren mehr „Input" brauchen, kann man die Lautstärke der Geräuschkulisse prompt mit der seitlich angebrachten Plus/Minus-Taste anpassen. Betätigt man diese außerhalb eines Gesprächs, kann die Lautstärke der Quittiertöne und die Stärke der Vibration verändert werden. Die angegebenen Standby-Zeiten belaufen sich auf 250 Stunden Betrieb und drei Stunden Gesprächszeit. Bei normaler Anwendung hält der Akku ca. drei Tage, also etwas mehr als ein Drittel der Herstellerangabe. Diese Zahl variiert je nach Gesprächsvolumen aber nur geringfügig. Auch die Häufigkeit der Nutzung von Anwendungen trägt dazu bei, dass die Batterie schneller geleert wird, da der Bildschirm natürlich ständig beleuchtet wird.Auch die Vibration als „Quittierton" samt dem tatsächlichen Bestätigungston sind zwar gute Orientierungen aber auch immense Stromfresser. Die Gesprächszeit von drei Stunden ist auch zu hoch angesetzt, 1,5 Stunden sind da realitätsnäher. Was diesen Aspekt angeht, erweist sich das SGH-F480 nicht gerade als ein Langstreckenläufer, wer sich aber ein Gerät mit Touchscreen zulegt, sollte sich über die Akkuzeiten im Klaren sein.

Samsung SGH-F 480Stellen Sie sich vor, sie würden ihr Display anpassen – so lautet der Werbespruch Samsungs auf der Verpackung des SGH-F480. Die Frage, die man sich als angehender Nutzer dieses Modells zu Recht fragt ist: Wie und Was kann ich anpassen und zu meinen Wünschen verändern? Vorab erst einige allgemeine Anmerkung zum Display: Das Display mit seinen 4,4cm mal 5,8cm ist recht groß und bietet für einen Touchscreen viel Bewegungsfreiheit und Platz zum Drücken. Da das Telefon über die Drag’n’Drop Technologie verfügt, ist dieser Platz auch wirklich nötig, sonst kann es schnell passieren, dass Bildschirm zum verschieben fehlt. Die Anzeige mit 262.144 Farben reagiert sehr flott bei Berührung und bestätigt jeden klick mit einem Ton und einer kurzen Vibration – beide Einstellungen sind optional. Durch die schnelle Reaktionszeit wird die Navigation durch die Menüebenen leicht gemacht. Die graphische Wiedergabe ist hervorragend und farbecht und da die Software auch schnell läuft, macht die Bedienung des Telefons Spaß. Auch die Farbbrillanz und Auflösung tragen mit den weich gezeichneten bunten Graphiken viel dazu bei und ergeben ein glänzendes Bild. Die Lesbarkeit variiert bei verschiedenen Lichtverhältnissen kaum. Es spielt keine Rolle, ob helles Licht oder Dämmerung herrscht, allerdings blüht bei Dunkelheit die ganze Strahlkraft des großen Displays auf. Die wenigen vorhandenen Tasten werden nicht beleuchtet, da die Tastenleiste unterhalb des Bildschirms durch das eigens abgegebene Licht sichtbar ist.

Optimierungsmöglichkeiten bei Displayeinstellungen bietet das Handy nicht sehr viele. Lediglich die Beleuchtungsdauer und die Helligkeit lassen sich einstellen. Die Erscheinung des Bildschirms kann man hingegen individuell gestalten: Zur Begrüßung kann man einen eigenen Text erstellen und sogar formatieren, der dann beim Hochfahren des Telefons angezeigt wird. Im Hauptmenü lässt sich der „Stil" einstellen – das klingt nach mehr als es wirklich ist, da man nicht ein Display-Profil ändern sondern nur zwischen einem weißen und schwarzen Hintergrund des Menüs wählen kann. Der Hintergrund des Hauptbildschirms kann ebenfalls umgestaltet werden, dafür können alle unterstützten Grafik-Formate verwendet werden – Bildschirmschoner stehen nicht zur Verfügung.

Eine besondere Funktion an dem Handy ist das so genannte „Widget", ein Neologismus aus den Wörtern „window"(dt. Fenster) und Gadget"(dt. Apparat). Im technischen Sprachgebrauch steht das Wort für eine Komponente einer Benutzeroberfläche. Genau dies ist auch das Widget beim SGH-F480, nämlich eine Seiteleiste, wie man sie von Windows Vista kennt. Man hat durch die Symbolleiste auf Funktionen Zugriff, die man per Drag’n’Drop in den Hauptbildschirm verschieben kann und diese damit startet. Schade ist nur, dass man bei der Leiste auf die wenigen und dann teilweise nicht sehr geschickt gewählten Anwendungen beschränkt ist: Analoguhr, Digitaluhr, zwei Uhren, Kalender, Fotos, Spiele, Geburtstag und Profil. Der Fotomodus wird durch ein längeres Drücken des Auslösers auf der rechten Seite gestartet. Das sehr große Display bietet neben einer farbechten Wiedergabe des Objekts eine Menge Platz für Informationen zur Aufnahme. Am oberen Rand wird eine Symbolleiste eingeblendet, welche die aktuellen Foto-Einstellungen anzeigt. Dazu gehören der aktuelle Foto- bzw. Videomodus, Einzelaufnahmemodus, Standardspeicherort der Aufnahme, Auflösung des Bildes, Blitzlichtoptionen, aktueller ISO-Wert, Qualität des Bilds, Weißabgleich.

Zusätzlich sind noch Gesichtserkennung, Timer, Effekte (Sepia, Schwarzweiß und Negativ), Beleuchtungsmessung, Helligkeit, Zoom und Quittiertöne einstellbar. Unerfahrene Fotografen können die Option der vorgegebenen „Szenen" (Hochformat, Sport, Sonnenuntergang, Morgendämmerung, Strand/Schnee und Nachtaufnahme) nutzen, welche die Einstellungen automatisch an die Anforderungen eines Lichtverhältnisses ausrichten. Wer allerdings selbst Hand anlegen möchte, hat die Wahl zwischen vielen Funktionen und Einstellungen: Beim Aufnahmemodus hat man die Wahl zwischen einer normalen Einzelaufnahme, einer schnellen Serienaufnahme bei der man die Wahl zwischen sechs, neun und 15 Bildern hat. Die Mosaikaufnahme macht Kollagen mit zwölf farblich getrennten Flächen, für die man jeweils ein Foto schießen muss bis alle Flächen mit Fotos gefüllt sind – eine nette Spielerei für Partys, Kindergeburtstage und andere Gegebenheiten mit Spaßfaktor. Rahmen und eine Lächelbild-Funktion, bei der man nach dem Fokus ein zweites Mal den Auslöser drücken muss, um das Foto zu machen sind weitere witzige Effekte der Kamera. Für Landschaftsbilder hat man die Möglichkeit ein Panoramabild mit drei oder vier Einzelbildern zu schießen, die dann zu einem großen verbunden werden. Die Bildgröße ist sehr variabel und bietet Auflösungen zwischen übergroßen 2560×1920- und kleinen 320×240-Formaten.

Samsung SGH-F480Neben den üblichen Blitzfunktionen (an, aus, Automatik) kann man auch den Timer auf verschiedene Rücklaufstufen bis maximal zehn Sekunden setzen. Eine Gesichtserkennung ermöglicht der Kamera ein automatisches Scharfstellen in dieser Bildregion dazu liefern diverse Effekte wie Sepia, Schwarzweiß und Negativ auf Fotos eine schöne farbliche Abwechslung. Bei verschiedener Beleuchtung kann zusätzlich der Weißabgleich eingestellt werden und durch verschiedene Messverfahren können unterschiedlich fokussierte Bilder erstellt werden. Der Bildstabilisator, die Qualitätsstufen (Extra Fein, Fein, Normal und Sparmodus) und der Zoom und die Helligkeitseinstellungen runden das Programm des stylischen Handys ab. Es bieten sich zahlreiche individuelle Einstellungsmöglichkeiten für das gewünschte Foto und machen das SGH-F480 zu einem wahren Fotokönner. Leider ist dafür die Aufnahmegeschwindigkeit nicht so überzeugend wie der Optionsbereich.

Für den Videodreh ist das Gerät ebenfalls mit vielen nützlichen Funktionen ausgestattet, die die Handhabung erleichtern und das Video optimieren. Auch im Kameramodus ist die Symbolleiste wieder mit den eingestellten Aufnahmeoptionen sichtbar und die manipulierbaren Punkte sind beim Videodreh genauso vielfältig wie beim Fotomodus. Es lassen sich Aufnahmelänge (unendlich und begrenzter Zeitrahmen), Blitzlicht mit der Funktion als Lampe verstellen. Auch der Timer ist als Funktion beim Filmen verfügbar sowie alle oben genannten Bildeffekte samt Weißabgleich. Größevorgaben lässt der Videomodus – sicherlich aus Speichergründen – nur wenige in geringer Auflösung zu, ähnlich wie die Qualitätseinstellungen nur drei Stufen zulassen (Fein, Normal und Sparmodus). Zusätzlich kann das Mikrofon optional zur Aufnahme dazugeschaltet werden. Bei beiden Modi, also Foto und Video kann man den Sucher an persönliche Wünsche durch drei verschiedene (und beim Videomodus zwei) Optionen anpassen.

Hat man ein Foto geschossen, stehen mehrere Wege für das weitere Vorgehen frei: Das Foto kann per MMS, E-Mail oder Bluetooth an Kontakte versendet oder ins Internet hochgeladen werden. Die üblichen Funktionen wie Verwendung des Fotos als Hintergrundbild oder Anrufer-ID sind natürlich auch vertreten. Wenn es Jemand genau nimmt, kann er sich sämtliche Informationen des Fotos/Bildes (Name, Format und Auflösung) anzeigen lassen und dieses auch umbenennen. Die Speichermöglichkeiten sind nicht sehr groß. Vor der Aufnahme kann nur der Standard-Speicherort festgelegt werden. Ist das geschossene Bild nicht gelungen, kann man es entweder geringfügig Nachbearbeiten (Helligkeit, Kontrast, Farbe oder Einfügen eines Rahmens, Bildes, Cliparts und Emoticons) oder natürlich auch löschen. Das Betrachten der Bilder vollzieht sich in einem „Album" – eine Galerie mit kleinen Vorschaubildern, bei der auch Name und Größe des Bildes angezeigt werden.

Samsung SGH-F 480
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Der Standardbildschirm setzt sich aus der ausfahrbaren Seitenleiste und ihren Widgets sowie den drei Virtuellen Tasten für „Wählen", „Telefonbuch" und „Menü". Die Symbole – sowohl im Hauptmenü und tieferen Ebenen als auch in der Seitenleiste – sind logisch und bieten Zugang zur erwarteten Funktion. In der Seitenleiste können die Shortcuts im Rahmen der Vorgaben verändert werden, das Hauptmenü ist hingegen nicht variabel.

Im Hauptmenü befinden sich zwölf weiterführende Punkte: Anrufliste, Telefonbuch, MP3-Player, Internet, Nachrichten, Eigene Dateien, Kalender, Kamera, Bluetooth, Anwendungen, Alarm und Einstellungen. Streng gesehen hätte man die Punkte Eigene Dateien, Kalender, Bluetooth und Alarm unter dem Schlagwort „Organizer" zusammenfassen können. Samsung hat sich sicherlich aus optischen Gründen der Platzbelegung im Hauptmenü dagegen entschieden, da auf dem Bildschirm sonst noch viel Freiraum geblieben wäre.

Die Bedienung des Touchscreens bedarf einiger kurzer Angewöhnung, sind die Anfangsschwierigkeiten aber genommen, ist das Knopffreie navigieren eine Leichtigkeit und rangiert herkömmliche Bewegungsmöglichkeiten durch die Menüebenen aus – lediglich das Scrollen ist etwas schwerfällig. Sehr unpraktische Funktionen bietet die Schnellzugriffstaste unterhalb des Bildschirms, da entweder sämtliche Funktionen (MP3-Player, Nachrichten, Hauptmenü, Internet und Anruf) in weniger oder gleich vielen Schritten auf anderem Wege erreicht werden können – ein gutes Konzept, das nicht sinnvoll umgesetzt wurde.

Die unterschiedlichen Menüebenen und -Strukturen im Hauptmenü ermöglichen in der Regel schnellen Zugang zu Funktionen mit wenigen Klicks. Der Weg zur SMS kann entweder über die Schnellzugriffstaste erfolgen, durch die man zum Nachrichtenmenü kommt und dann „Nachricht erstellen" anwählen muss. Danach wird man nach der Art der Nachricht gefragt (Nachricht oder E-Mail) und schon kann das Schreiben losgehen. Über das Hauptmenü gelangt man ebenfalls zum Punkt der Nachrichten, von wo sich der Weg genauso lang gestaltet – also keine wirklichen Shortcuts, dafür aber ein logischer und nicht komplizierter Aufbau.

Zum Schreiben von SMS/MMS öffnet sich ein Fenster zur Kontaktangabe von einem und mehreren Empfängern oder sogar einer Anrufergruppe. Während der Texteingabe wird von der maximalen Anzahl der Zeichen rückwärts gezählt, wobei man bei der eingeschalteten virtuellen Tastatur nicht die Anzahl der für die Länge benötigten SMS sieht. Dies wird erst klar sobald die Tastatur ausgeblendet wird. Das Tippen von Nachrichten gestaltet sich auf dem SGH-F480 trotz fehlender Nummerntasten auf die altbekannte T9-Art.

Zum Schreiben wird eine numerische Tastatur auf dem Display eingeblendet und man bedient sich ihrer als ob man auf Knöpfen tippen würde. Rechts daneben befindet sich die Löschungs-Taste, die Auswahl der T9-Sprachen, der Klein- und Großschreibung und das Pendant mit T9-Software sowie numerische Benutzung der Tasten. Des Weiteren findet man auch die „Sym"-Taste, durch die man Zugriff auf sämtliche zur Verfügung stehenden Symbole hat.

Trotz ausgereifter und gut funktionierender virtueller Tastatur wird das „blinde" Schreiben schwer, da man keine Widerstände an den Fingern hat, an denen man sich auf der Tastatur orientieren kann. Zwar wird beim Tippen eine Vibration mit einem zur Nummer gehörigen Ton erzeugt, allerdings fehlt der Kontakt zur gefühlten Orientierung. Aus diesem Grund wird das „blinde" Tippen einer SMS fast unmöglich.

Der Touchscreen bringt aber einige nützliche Funktionen wie Textmarkierung, „Copy and Paste" und punktuelles Springen des Schreibecursors. Fügt man zum Text noch eine Datei an (alle unterstützten Bild-, Ton- und Videoformate), wird die Nachricht automatisch in eine MMS umgewandelt. Bei Nachrichten können auch Vorlagen, Text-Emoticon, Visitenkarten und Termine eingesetzt werden.

Die Worterkennung lässt sich problemlos um neue Begriffe erweitern und merkt sich häufiger verwendete Begriffe und setzt diese in die Auswahlliste höher. Zum speichern einer SMS wird diese in den Entwürfe-Ordner gesetzt und kann später weiter bearbeitet werden. Dies verläuft parallel mit MMS-Nachrichten und E-Mails.

Anruflisten sind entweder direkt über die Gesprächsannahmetaste oder über das Hauptmenü erreichbar. Diese werden in vier Gruppen eingeteilt und ermöglichen somit eine einfache Suche nach dem gewünschten Gesprächsteilnehmer: neueste Anrufprotokolle (also eine Gesamtübersicht der zuletzt geführten Gespräche), verpasste Anrufe, gewählte Nummern und entgegengenommene Anrufe.

In den Listen wird jeweils die Art des Eintrages (Privat, Mobil etc.) die Nummer, der Name des Kontakts, Datum und Uhrzeit des Anrufs angezeigt. Klickt man den Eintrag an, so erhält man noch Einblick in die Gesprächsdauer und entstandene Kosten. Man hat von beiden Übersichten direkt auch die Möglichkeit den Kontakt anzurufen, ihm eine Nachricht zu schicken oder den Eintrag zu löschen. Die Gesamtliste zeigt zusätzlich noch ein Symbol zur Unterscheidung zwischen den verschiedenen Anruftypen. Möchte man beim Telefonieren inkognito bleiben, kann man über den Punkt „Telefoneinstellungen" des Hauptmenüs Anruferinformationen – also die Rufnummerübertragung – ausblenden.

Klingeltöne können im Menüpunkt „Telefonprofile" persönlichen Bedürfnissen angepasst werden. Als Anrufsignalisierung können diverse Kombinationen von Melodie und Vibration mit oder ohne ansteigende Lautstärke ausgewählt werden. Beim Klingelton und Nachrichtenton kann man sämtliche unterstützten Tonformate nutzen und zusätzlich Vibrations- sowie Lautstärke noch separat einstellen.

Das SGH-F480 verfügt über einige mittlerweile Standard gewordene spielerische Anwendungen wie dem eingebauten Radio, das mit dem Headset in Betrieb zu nehmen ist, die Memo- sowie Sprachmemofunktion und den MP3-Player. Die Tastatursperre kann man variabel halten. Entweder man stellt sie auf automatischen Betrieb und sie wird eingeschaltet nachdem sich das Display ausschaltet oder man stellt sie aus und muss selbst Sorge dafür tragen den Touchscreen zu sperren. Dies funktioniert über den oben eingebauten „Hold"-Knopf, der allerdings schwer zu erreichen ist.

 

 

 

 

Samsung SGH-F 480Bluetooth ist die einzige Möglichkeit zur Herstellung einer kabellosen Verbindung mit anderen Geräten. Aktivierung sowie Einstellung erfolgt über den Menüpunkt „Bluetooth". Die Einstellungen umfassen den Namen des Gerätes, der Status von Bluetooth (an oder aus), die Sichtbarkeit des Telefons für andere Geräte, den Remote-SIM- sowie den Sicheren-Modus. Kabellos kann man aber auch online via UMTS-Diensten. Viele Funktionen wie man sie von PC-bezogenen Web-Browsern her kennt, finden sich in diesem Modell wieder: so kann man über eine Maske die gewünschte Adresse eingeben und sie bei Bedarf zu den Favoriten hinzufügen. Ein Startseiten-Button ist ebenfalls vorhanden, leider ist dieser nicht manipulierbar. Darüber hinaus kann man ganze Internet-Seite speichern, sich den Verlauf anschauen und Favoriten erstellen. Bei den Einstellungen findet man auch hier wieder altbekanntes wieder. Diverse Cache- und Cookie-Optionen, Browser-Profile und -Info sind in dem Menüpunkt enthalten. Sehr nützlich sind die Voreinstellungen, bei denen man bestimmen kann, was der Browser laden soll und was nicht (Java-Applikationen, Bilder und Musik) – eine praktische Funktion, da man eventuell unnötige Ladevorgänge und die damit verbundene Wartezeit vermeiden kann.

Verbindungen über das USB-Kabel mit dem PC sind der schnellste Weg des Datentransfers – allerdings ist dieser mit so manchen Tücken verbunden. Beim Einstecken des USB-Kabels wird man nach einem der drei Modi gefragt, in dem man das Handy mit dem Computer verbinden möchte: „Media-Player", „PC Studio" und „Massenspeicher". Der Massenspeicher-Modus ist eine Mogelpackung, denn dieser funktioniert nur mit einer eingesteckten Speicherkarte. Ohne die Karte hat man keinen Zugriff auf das Dateisystem des Telefons. Um diese Struktur einsehen und Dateien hinzufügen zu können, empfiehlt sich der Media-Player-Modus, der im Endeffekt als Datenübertragungsmodus fungiert. Ein praktisches Merkmal ist, das vor dem Datentransfer eine Meldung auf dem PC erscheint, sollte das Handy ein Datei-Format nicht unterstützen. Somit erspart man sich zum einen Zeit des Kopierens und zum anderen unnötigen Ärger, wenn man unterwegs feststellen sollte, dass die kopierte Datei nicht unterstützt wird. Dennoch können selbst nicht kompatible Dateien zu Transportzwecken auf das Telefon kopiert werden, weswegen man das Gerät auch als USB-Stick verwenden kann.

Mit der Samsung PC-Suite steuert man die gesamte Verwaltung des Telefons mit allen dafür notwendigen Anwendungen. Es lassen sich ganze Telefonbücher (zum Beispiel von MS-Outlook), aber auch Termine, Memos und Aufgaben auf das Handy übertragen. Mit dem „Phone Editor" kann man Kontakte direkt auf dem Handy verwalten und pflegen. Die Suite macht das Erstellen und Verwalten verschiedener Nachrichten sowie Dateien möglich und kann sogar zur Herstellung einer Internetverbindung durch das Modem des Handys genutzt werden.

Der modische Koreaner bietet diverse Komfortfunktionen, die einem durchschnittlichen Handynutzer sicherlich genügen. Wer auf Business Anwendungen angewiesen ist, wird sicherlich das eine oder andere Tool vermissen. Die integrierte Freisprechfunktion lässt sich während des Telefonats bequem per Tastendruck einschalten. Etwas lästig ist nur die Bestätigung, der aufgerufenen Funktion. Über die Optionen kann auch die Stummschaltung eingeleitet sowie ein neuer Anruf gemacht werden. Für weitere Informationen (Beim Anruf wird der Kontakt mit der Nummer eingeblendet) über den Anrufer können seine Kontaktdetails angezeigt werden. Dabei werden alle eingetragenen Felder samt Anrufergruppen angezeigt. Wenn die Umgebungskulissen oft wechseln, erweisen sich die Audio-Profiloptionen als sehr hilfreich.

Das Telefonbuch ist in seiner Handhabung gut, nur das Scrollen auf dem Touchscreen ist umständlich. Beim erstellen eines neuen Kontakts fragt das Telefon nach dem Speicherort (Telefon oder SIM-Karte) und danach öffnet sich ein Formular mit vielen Angaben zum jeweiligen Kontakt: Vorname, Nachname, Anzeigename, Mobilfunknummer, Festnetznummer und Email. Die Zuweisung zu einer Gruppe sowie ein Anruferbild samt individuellem Klingelton sind ebenfalls möglich. Zur Erinnerung kann auch der Geburtstag eingetragen werden und im Notizfeld haben Vermerke bis zu 100 Zeichen Platz. Wem das nicht genug ist, der kann noch Felder mit Informationen über die geschäftlichen Kommunikationsmöglichkeiten, FAX, Webadresse, DTMF, Nachrichtensignal sowie den Spitznamen des Kontaktes angeben. Einen Organizer, der alle Zeitmanagement-Funktionen zusammenfasst, gibt es nicht. Diese findet man verstreut in den Menüs. So stellen Kalender und Alarm eigene Menüpunkte dar, während weitere Funktionen wie Timer und Stoppuhr im Menüpunkt „Anwendungen" zu finden sind. Der Kalender hat drei Möglichkeiten zur Anzeige: Tages-, Wochen- und Monatsansicht.

Sehr praktisch ist, dass man in den Einstellungen Wochenanfang und Standardübersicht wählen kann. Bei der Tagesanzeige werden Termine, Jahrestage, Urlaube und wichtige Notizen eingeblendet. Dabei verdeutlichen unterschiedliche Symbole die Art des Vermerks und je nach Notiz erscheinen unterschiedliche Informationen zum jeweiligen Termin. Bei der Erstellung eines Eintrags steht neben den wichtigsten Feldern wie Titel, Details, Start- und Enddatum sowie -Uhrzeit auch ein Ort zur Verfügung. Der auszulösende Alarm kann entweder zum angegebenen Zeitpunkt des Termins oder vorher gestellt werden – hierbei kann man zwischen Minuten, Stunden und Tagen wählen. Bei häufig wiederkehrenden Terminen hat man die Möglichkeit einen bestimmten Erinnerungston zu verwenden und die Wiederholungsfrequenz mit Ausnahmen wie Wochenende angeben. Ganz interessant ist auch die Dauer der Gültigkeit des Termins, bei der ein wiederholender Termin automatisch eingestellt wird. Beim Urlaub und Jahrestag hat man ähnliche aber nicht so umfangreiche Eintragsfelder und man kann einstellen, ob auf das Jubiläum jährlich hingewiesen werden soll. Der Eintrag „Wichtig" gleicht von der Eingabemöglichkeit dem Eintrag „Termin", zur Unterscheidung wird in der Tagesanzeige aber ein anderes Symbol verwendet. In der Wochenanzeige sieht man eine tabellarische Aufstellung der Tage und links der Tagesstunden von 0 bis 23 Uhr. Tage an denen Termine oder sonstige Einträge vorhanden sind, werden markiert und das für den Termin besetzte Zeitfenster wird farblich gekennzeichnet.

Samsung SGH-F 480
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In der Monatsansicht befindet sich links die Wochennummerierung in Grau und auf der oberen Leiste die Tage in Schwarz, bzw. Rot für die Feiertage. Wie in der Wochenansicht werden Tage mit Ereignissen markiert. Memos, Sprachmemos und Aufgaben werden in ihren Menüpunkten genauso angezeigt wie ein Tageseintrag im Kalender. Als Wecker kann man das Alarm-Menü verwenden, das bis zu vier Einträgen aufnehmen kann und auch die Funktion des automatischen Einschaltens bietet. Wer unterwegs etwas Ablenkung braucht, der wird beim Spielen Freude haben. Leider hat Samsung nur ein nicht allzu begeisterndes Photopuzzle vorinstalliert, man kann aber weitere Anwendungen herunterladen. Ansonsten kann über das Handy natürlich auch Musik hören. Videos können nur über das Dateisystem aufgerufen und abgespielt werden, wobei das gesamte Display als Bildanzeige dient.

Eine Kompaktlösung für die Wiedergabe von Ton und Video-Medien wäre sicherlich praktischer gewesen. Der MP3-Player hat die üblichen Navigationsmöglichkeit wie Rückwärts/Vorwärts und Play/Pause. Man kann sich im Lied aber auch über eine Zeitleiste bewegen, unter der die aktuelle Zeit sowie die Gesamtdauer des Liedes angezeigt werden. Drüber befinden sich vier Einstellungsbuttons. Eines zur Bewertung der Lieder mit bis zu fünf Sternen sowie ein Knopf zur Auswahl der voreingestellten Equalizer-Einstellungen (Pop, Dance, Classic, Rock und Jazz), die das Klangspektrum aber nicht so sehr ändern. Sind die Kopfhörer eingestöpselt, können noch Wide, Dynamic und Surround verwendet werden. Des Weiteren hat man eine Repeat-Funktion mit verschiedenen Einstellungen und eine Zufallswiedergabetaste, deren Funktion erst nach längerer Bedienung klar wurde – die schlecht aufbereitete Bedienungsanleitung gab keinerlei Informationen dazu Preis. Im oberen Teil des Bildschirms befindet sich ein Bild mit dem Cover des Albums, daneben sieht man den Namen des Interpreten, Songtitel und Album. Der Player bietet neben den Plus/Minus-Tasten die Möglichkeit zur Lautstärkeregulierung über den Bildschirm.

Über den Punkt „Listen" gelangt man zur Übersicht der Lieder nach verschiedenen Kriterien (Titel, Interpret etc.). Dort kann man auch eigene Wiedergabelisten erstellen oder sich die am häufigsten gespielten Titel anzeigen lassen. Um die Dateien zu Verwalten, kann man Ordner anlegen und sie sogar kopieren. Die Ansicht kann im Menüpunkt „Eigene Dateien", der an den Windows-Explorer erinnert, zwischen Liste und Miniaturansicht gewechselt werden. Beim zweiteren wird der Pfad samt Dateiname am unteren Rand des Bildschirms angezeigt. Möchte man ein Lied abspielen, kann dies per Doppelklick auf den Namen oder Optionsmenü gestartet werden. Wer Musik auf das Gerät aufspielt muss darauf achten, dass er die unterstützten Formate verwendet, dazu gehören diverse AAC-Formate, MP3 und WMA. Beim Video sind es nur H.263, H.264 sowie MPEG4 – auf Grund des Verhältnisses von Datenmenge und Qualität wäre es sinnvoll gewesen, Samsung hätte das AVI-Format ebenfalls aufgenommen. Die Klangqualität des Lautsprechers ist für so ein stylisches Handy nicht sehr gut geraten. Zwar ist dieser für Gespräche gut geeignet, aber bei Musik werden die schwächen deutlich. So fehlen fast komplett die tieferen Frequenzen, ab den mittleren wird es wieder bedeutend besser, was auch ein Hinweis auf eine klare Ausrichtung auf Sprache ist, denn diese findet in den Mittellagen statt. Über die Kopfhörer ist Klang direkt anders. Eine klare Struktur überzeugt mit einem großen Frequenzbereich und ausgeprägtem Bass – da hat Samsung wohl in die eigene MP3-Abteilungen nach erprobter Technologie gegriffen.

Samsung SGH-F 480
 

Das koreanische Modehandy überzeugt tatsächlich bereits vor dem Öffnen, denn an der Verpackung stimmt einfach alles – von der Aufmachung bis hin zur Verarbeitung. Dieselbe Linie ist auch beim Gerät selbst zu beobachten, alles passt genau, keine lockeren Teile und das verwendete Material spricht für sich. Ein nettes Plus ist noch der zusätzliche Akkudeckel mit Lederetui sowie das Headset, nur hätte Samsung bei dem Einführungspreis noch eine Speicherkarte dazulegen können. Die Empfangszeiten fallen etwas dürftig aus, denn von den 250 versprochenen Stunden stehen maximal 72 zur Verfügung, danach muss der Akku wieder an den Strom. So ein Ergebnis war aber zu erwarten, da jede Berührung des Touchscreens mit einer Vibration und einem Quittierton bestätigt wird und das sind beim Mobiltelefon die großen Stromfresser. Die Klangwiedergabe ist nicht so gut wie man sie auf Grund des Äußeren erwartet hätte, aber dennoch bewegt sie sich in einem passablen Rahmen. Beim Headset, der als Musikkopfhörer benutzt werden kann, ist diese aber um einiges besser. Das große Display zeigt ein schönes, weich gezeichnetes und farbechtes Bild, das sich sehen lassen kann. Der Touchscreen erweist sich auch als ein guter Kompagnon bei der Navigation durch die Menüs, lediglich das Scrollen reagiert etwas schwerfällig. Die eingebaute 5-Megapixel-Kamera bietet Fotobegeisterten viele Einstellungsmöglichkeiten und liefert qualitativ gute Bilder. Wer aber einfach nur bedenkenlos Knipsen möchte, der kann auf die Szenen-Voreinstellungen zurückreifen, um eigene Bilder zu schießen.

Die Menüführung ist logisch aufgebaut und sämtliche Funktionen sind in wenigen Klicks erreichbar. Das Einzige was fehlt sind „richtige" Shortcuts, dank denen man direkt zur gewünschten Funktion kommt. Das SGH-F480 bietet zwar eine im Vista-Style gestaltete Seitenleiste und einen Schnellzugriffsknopf, aber man kommt über genauso viele Klicks im Menü zum gewünschten Ziel. Das Verfassen von Nachrichten gestaltet sich auf dem Gerät recht interessant: Samsung hat sich für eine virtuelle numerische Tastatur entschieden anstatt einer virtuellen standard Computer-Tastatur, wie man es zum Beispiel von Sony Ericsson G700 kennt – ein klarer Vorteil, da die Druckflächen dank ihrer Mehrfachbelegung größer ausfallen und somit einfacher zu bedienen sind. Trotz der guten und auf einem Touchscreen einzigen Möglichkeiten der Tastenbestätigung durch Vibration und Ton fehlt die Berührung, die zur gefühlten Orientierung auf dem Tastenfeld dient.

Diverse Verbindungsmöglichkeiten des Telefons gestatten einen guten und einfachen Zugang zum Dateisystem, Kontaktdaten sowie Verbindungen mit anderen Geräten. Alle heutigen Standards wie Bluetooth oder verschiedene USB-Funktionen sind ebenfalls möglich. Das Telefonbuch bietet eine Vielzahl an Eintrags- und Erweiterungsmöglichkeiten eines Kontakts und diverse Organizer-Funktionen reichen für den Alltagsgebrauch völlig aus. Bei dem Kalender könnte sich sogar manches Business-Handy eine Scheibe der Eintragsvielfalt abschneiden. Der Fun-Faktor auf dem Handy fällt auf dem Handy eher gering aus, wenn man von der Bedienung absieht. Neben dem MP3-Player ist nur ein nicht so spannendes Puzzle-Spiel vorinstalliert – für ein Handy-Chique definitiv ein Negativum. Dafür überzeugen die mitgelieferten Kopfhörer, die zugleich als Headset dienen, mit einem spitzen Sound.

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